Studienabbrecher: Ausländer verzweifeln an deutschen Unis

An deutschen Hochschulen studieren 63.000 Ausländer, die hier ihr Abitur gemacht haben. Eine neue Studie zeigt: Fast jeder zweite "Bildungsinländer" schafft keinen Abschluss. Die Experten rätseln: Warum scheitern so viele, die doch hier aufgewachsen sind?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...800959,00.html
  1. #1

    Warum

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    An deutschen Hochschulen studieren 63.000 Ausländer, die hier ihr Abitur gemacht haben. Eine neue Studie zeigt: Fast jeder zweite "Bildungsinländer" schafft keinen Abschluss. Die Experten rätseln: Warum scheitern so viele, die doch hier aufgewachsen sind?

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...800959,00.html
    rätseln die Experten? Hat man denn die Betroffenen nicht über die Gründe befragt?
  2. #2

    Abbrecherquote

    Da ein immer höherer Anteil der Abiturienten studiert, es immer mehr Abiturienten gibt, entspricht eine niedrigeres Niveau der Studienleistungen doch eigentlich den Erwartungen. Vor 20 Jahren hätte ein Großteil der Abbrecher eine Uni nicht mal von Außen gesehen.
  3. #3

    Na ja,

    irgend wann trennt sich die Spreu vom Weizen.
    Das ist doch besser als wenn ewig ausprobiert wird, wie man ohne Arbeit leben kann.
    Es kann doch nicht nur "Akademiker" geben.
  4. #4

    ...

    Viele "Bildungsinländer" (was ein Wort) beherrschen die deutsche Sprache zwar mündlich gut bis sehr gut, weisen aber Mängel in der Schriftsprache auf, sei es Grammatik oder einfach das Gefühl für die richtigen Worte im richtigen Kontext. In der Schule lässt sich so etwas durch mündliche Mitarbeit noch problemlos ausgleichen, generell sind die Lehrer da oft nicht so streng, sogar eher wohlwollend im Vergleich zu den deutschen Schülern.

    An der Uni ändert sich das rapide. Noten für Mitarbeit gibt es nicht mehr immer und meistens werden die Klausuren, insbesondere in sprachwissenschaftlichen Fächern, äußerst penibel korrigiert, Mängel im schriftlichen Sprachgebrauch sind z.B. bei Juristen ab einem gewissen Semester ein klarer Grund für Punktabzüge. Ich selbst komme vom Balkan und ich habe viel länger gebraucht, mich schriftlich angemessen zu artikulieren als mündlich.

    Sofern es um Ausländer geht, die vollkommen fehlerfrei deutsch sprechen, weil sie in der dritten Generation hier sind, kann es eigentlich keinen Grund geben.
  5. #5

    Masse oder Klasse?

    Länder mit signifikant höherer Abiturientenquote sollten an den Universitäten auch eine prozentual geringere Zahl an Masterabschlüssen haben.

    Gewisse Abiturienten erfüllen bei weitem nicht die Anforderungen einer Universität. Demzufolge ist es richtig, wenn entsprechende Selektionen vorgenommen werden.

    Fairerweise muss dies im ersten und zweiten Studienjahr geschehen.

    Also kein Drama!
  6. #6

    dr. rer. soc.

    Zitat von forumgehts? Beitrag anzeigen
    rätseln die Experten? Hat man denn die Betroffenen nicht über die Gründe befragt?
    Warum so einfach?
    Wenn doch auch 3 Soziologen über das Problem promovieren können :-)
  7. #7

    Rätselhaft....

    Ja, woran mag das wohl liegen, wenn Ali und Aische in Berlin die allgemeine Hochschulreife nachgeschmissen bekommen, dann aber an den Hochschulen, wo meist WIRKLICH was gefordert wird, scheitern?

    Echt absolut überraschend!
  8. #8

    Schule als Erzieher?

    "Sie sind in Deutschland nicht in der Lage, auszugleichen, was Kinder nicht von zu Hause aus mit bekommen, gleich ob deutsch oder nicht."
    Es ist auch nicht die Aufgabe der Schulen, genau die Erwartungen zu erfüllen, die man eigentlich an Elternhäuser stellt. Die Schulen sollen inzwischen für Frühstück, Mittagessen und Leseförderung sorgen. Und verrückterweise wird die Güte eines Bildungssystems daran gemessen, wie viele Abiturienten und Akademiker es heranzieht - kein Wunder, dass dann eben dieses Kriterium nicht mehr ernst genomnmen wird.
  9. #9

    My two cents

    Auch wenn ich denke das dies nicht gerade auf alle zu übertragen ist, und ich auch durchwegs positive Erfahrungen gemacht habe hierzu eine kleine Anekdote aus dem ersten studiengang von mir. Nachdem die ersten paar Semester alles gut gelaufen war, ist ein neuer Prof an die Uni gekommen. Die Leidensgeschichte begann mit den üblichen Schwachsinnigen Fragen:
    Was machen Sie wenn Sie fertigstudiert haben. Bleiben Sie in Deutschland, oder gehen Sie in Ihre Heimat zurück. Zu beachten, dies wurde in der Notensituation gefragt, während man das ganze Semester nicht eines Blickes, geschweige den Wortes gewürdigt wurde. Bei Anwesenheitskontrollen wurde sich auch gerne mal über den Namen lustig gemacht. Gut man ist jung und dumm, und lässt einiges über sich ergehen.
    Aber die Krönung des schlechten Geschmackes war ja als er auch wieder in Notensituation nach dem Beruf der Eltern gefragt hat. Reaktion: WAS, sie sind arbeiter und können es sich leisten das Sie ....... studieren?

    Lange Rede kurzer Sinn, ich habe im nächsten Studiengang komplett andere Menschen kennengelernt, und auch ein ganz anderes Miteinanderumgehen.

    Die Gründe sind vielschichtig, aber nachdem ich hier geboren und aufgewachsen bin, hat´mich das auch nicht vor Anfeindungen geschützt, die mier das Leben sehr erschwert haben. Ich hätte auch aufgeben können und einer aus der Statistik werden können.

    Wie gesagt My two cents, und absolut nicht representativ