Frachtpiloten im Einsatz: Flieger ohne Stewardessen

Angelwürmer, Lebensmittel und manchmal eine Leiche - Cargo-Flugzeuge transportieren fast alles. Um einen Flieger mit 80 Tonnen Fracht zu beladen, arbeiten viele Helfer unter Hochdruck, in der Luft bleiben Copilot und Kapitän unter sich. Anschließend fahren die beiden oft mit dem Auto nach Hause.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...801296,00.html
  1. #1

    Wieso keine reinen Frachtflughäfen?

    Beim Lesen dieses Artikels ist mir die Frage aufgekommen, warum es nicht eigene Frachtflughäfen gibt, ähnlich, wie es ja eigene Güterbahnhöfe gibt. Die in etwas dünner besiedeltere Gebiete gesetzt, die jeweils relativ wenigen Anwohner in der Einflugsschneiße entschädigt, dürfte doch langfristig wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller sein, als parallel die Passagierflughäfen mitten in den Ballungsräumen zu nutzen ?! [zumindestens für uns Export-Weltmeister Deutschland]
  2. #2

    Warum keine Frachtflughäfen?

    Ein Großteil der Fracht kommt mit Passagiermaschinen. Wie soll man die in die Pampa kriegen?
  3. #3

    .

    Zitat von Dromedar Beitrag anzeigen
    Beim Lesen dieses Artikels ist mir die Frage aufgekommen, warum es nicht eigene Frachtflughäfen gibt, ähnlich, wie es ja eigene Güterbahnhöfe gibt. Die in etwas dünner besiedeltere Gebiete gesetzt, die jeweils relativ wenigen Anwohner in der Einflugsschneiße entschädigt, dürfte doch langfristig wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller sein, als parallel die Passagierflughäfen mitten in den Ballungsräumen zu nutzen ?! [zumindestens für uns Export-Weltmeister Deutschland]
    Es gibt ja auch Flughäfen, die vor allem für Fracht genutzt werden. Aber auch bei Passagierflügen ist die mitgeführte Fracht teils erheblich und außerdem geht nun mal besonders viel Fracht gerade dorthin oder von dort weg, wo auch besonders viele Menschen (und damit Passagiere) sind.

    Deshalb läßt sich das nicht wirklich trennen.

    Ich wohne im weiteren Umkreis von Frankfurt und habe selbst kein Problem mit den Fluggeräuschen; Letztlich sind Weiterentwicklungen wie der für seine Größe enorm leise A380 aber auch wichtiger für den Anwohnerschutz als starre Zeitregelungen.

    Das ist ja mit den entsprechenden Lärm-Strafzahlungen auch einer der Gründe, warum hierzulande auf den Flughäfen das Fluggerät teils erheblich neuer ist als z.B. in den USA, wo noch jede Menge uralte Stinker und Krachmacher unterwegs sind.
  4. #4

    Krachmacher gibt's hier auch

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen

    Das ist ja mit den entsprechenden Lärm-Strafzahlungen auch einer der Gründe, warum hierzulande auf den Flughäfen das Fluggerät teils erheblich neuer ist als z.B. in den USA, wo noch jede Menge uralte Stinker und Krachmacher unterwegs sind.
    Dann lade ich Sie mal herzlich ein, bei uns in der Einflugschneise des Köln/Bonner Flughafens die alten MD11 und Boing 747 von FedEx und UPS "probezuhören". Da meint man, das die Welt untergeht.

    Schön finde ich, dass wir hier nun auch noch den zusätzlichen Verkehr aus Frankfurt bekommen, als ob es hier nicht schon laut genug wäre. Aber vielleicht ist die körperliche Unversehrtheit eines Hessen mehr wert als die eines Rheinländers.....
  5. #5

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    Zitat von h0wkeye Beitrag anzeigen
    Dann lade ich Sie mal herzlich ein, bei uns in der Einflugschneise des Köln/Bonner Flughafens die alten MD11 und Boing 747 von FedEx und UPS "probezuhören". Da meint man, das die Welt untergeht.
    Und selbst die sind im Verhältnis sogar noch relativ erträglich – die ollen 727 und 737-100/200 waren noch richtig grausam. Und die fliegen drüben tatsächlich auch noch.


    Zitat von h0wkeye Beitrag anzeigen
    Schön finde ich, dass wir hier nun auch noch den zusätzlichen Verkehr aus Frankfurt bekommen, als ob es hier nicht schon laut genug wäre. Aber vielleicht ist die körperliche Unversehrtheit eines Hessen mehr wert als die eines Rheinländers.....
    In die Nähe eines Flughafens zu ziehen bedeutet eigentlich automatisch, daß man sich mit dem Lärm einverstanden erklärt. Insofern bin ich bei den Beschwerden teilweise auch etwas skeptisch, hier wie dort.
  6. #6

    Ja, das kann ich verstehen aber.....

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    In die Nähe eines Flughafens zu ziehen bedeutet eigentlich automatisch, daß man sich mit dem Lärm einverstanden erklärt. Insofern bin ich bei den Beschwerden teilweise auch etwas skeptisch, hier wie dort.
    Vorneweg: Ich bin eigentlich Luftfahrtfreak und ich freue mich immer noch, ein Flugzeig zu sehen - selbst wenn es gerade mein Haus überfliegt.
    Und ich habe immer die Menschen verachtet, die erst in die Einflugschneise ziehen, weil da die Grundstücke so schön billig sind und dann als erstes in die Lärmschutzgemeinschaft gehen und demonstrieren.
    Aber als meine Eltern das Haus hier Anfang der 70er gebaut haben, war man der Meinung, dass die Prognose der Experten, dass man 2000 die Flugzeuge kaum noch hören könnte, zutreffen würde.

    Wenn man 2011 aber nachts um 1 von einer 747 geweckt wird (hinter Schallschutzverglasung) dann hört der Spaß aber irgendwie auf. Das ist vor allem ein krasses Versagen der Politik, die hier ihrem Auftrag gegenüber den Bürgern nicht gerecht wird. - Und dann wird man auch sehr sehr neidisch, wenn man liest, dass der größte deutsche Flughafen gerade ein Nachtflugverbot bekommt und das dann zu Lasten der eigenen Lebensqualität geht.

    Und der größte Witz ist, dass gerade Nachts die lautesten Maschinen reindürfen.
  7. #7

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    Zitat von h0wkeye Beitrag anzeigen
    Aber als meine Eltern das Haus hier Anfang der 70er gebaut haben, war man der Meinung, dass die Prognose der Experten, dass man 2000 die Flugzeuge kaum noch hören könnte, zutreffen würde.
    "Experten" ist eigentlich ein ziemlich "moderner" Begriff, die gab es damals in den 70ern nicht (gibt es heute auch nicht).
    Hätte es sie aber gegeben, dann hätten die recht gehabt: Im Vergleich zur 707, DC8 und 747-100 sind die heutigen Flugzeuge in der Tat kaum zu hören.
    Ansonsten empfehle ich, wenn es der zeitlich Abstand nicht verhindert, zu versuchen herauszufinden, ob einer der "Experten" mit dem Immobilien-Makler verwandt oder verschwägert war/ist.

    Wenn man 2011 aber nachts um 1 von einer 747 geweckt wird (hinter Schallschutzverglasung) dann hört der Spaß aber irgendwie auf. Das ist vor allem ein krasses Versagen der Politik, die hier ihrem Auftrag gegenüber den Bürgern nicht gerecht wird. - Und dann wird man auch sehr sehr neidisch, wenn man liest, dass der größte deutsche Flughafen gerade ein Nachtflugverbot bekommt und das dann zu Lasten der eigenen Lebensqualität geht.
    Es ist allerdings nicht die einzige Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass Bürger, die bei der Immobilienauswahl etwas unvorsichtig waren, in den Schlaf zu wiegen. Die Politik muss auch dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert. Da gehört die Fliegerei nun mal dazu.

    der größte Witz ist, dass gerade Nachts die lautesten Maschinen reindürfen.
    Das ist kein Witz, dass ist grösstenteils Physik: Die Flieger, die nachts landen und starten, sind überwiegend Frachter. Bei denen ist das Gewicht schon 'mal eher ausgereizt, als bei Passagier-Fliegern.
  8. #8

    Naja, da ist ja wohl so einiges im Argen

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    "Experten" ist eigentlich ein ziemlich "moderner" Begriff, die gab es damals in den 70ern nicht (gibt es heute auch nicht).
    Hätte es sie aber gegeben, dann hätten die recht gehabt: Im Vergleich zur 707, DC8 und 747-100 sind die heutigen Flugzeuge in der Tat kaum zu hören.
    Ansonsten empfehle ich, wenn es der zeitlich Abstand nicht verhindert, zu versuchen herauszufinden, ob einer der "Experten" mit dem Immobilien-Makler verwandt oder verschwägert war/ist.
    Doch doch, Experten gab es schon immer. Ein Experte ist ein Mensch, der sich mit bestimmten Sachverhalten besonders gut auskennt. In den 70ern gab es sogar schon Experten für Flugverkehr, den gab es damals auch schon seit über 40 Jahren. Diese Experten werden auch heute noch (z.B. letztes Jahr in Bild der Wissenschaft) zitiert.

    Ihre Anspielung auf den Immobilienmakler ist ebenso dumm und unangemessen wie Ihr ganzes Posting, da war keiner im Spiel. Mutmaßungen dieser Art gehen fast immer in die Hose.

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    Es ist allerdings nicht die einzige Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass Bürger, die bei der Immobilienauswahl etwas unvorsichtig waren, in den Schlaf zu wiegen. Die Politik muss auch dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert. Da gehört die Fliegerei nun mal dazu.
    Die Wirtschaft wird nicht daran verrecken, wenn es eine Kernruhezeit gibt und erst recht nicht, wenn man des Nächtens nur leise Maschinen reinlässt.

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    Das ist kein Witz, dass ist grösstenteils Physik: Die Flieger, die nachts landen und starten, sind überwiegend Frachter. Bei denen ist das Gewicht schon 'mal eher ausgereizt, als bei Passagier-Fliegern.
    Ihre haltlose Argumentationskette ist fast schon beängstigend. Der Witz liegt natürlich nicht in der von Ihnen angeführten Physik, sondern darin, dass nachts gerade die ältesten und lautesten Maschinen hier reindürfen. Und genau darin sehe ich eben das Versäumnis der Politik.

    Was mich zum Abschluss zu der Frage führt: Haben Sie mein zitiertes Posting eigentlich gelesen und die dahinter stehende Aussage zu verstehen versucht? Ich habe den Eindruck - Nein. So missverständlich war das nämlich nicht formuliert. Deswegen habe ich auch mit der Einleitung begonnen, dass ich eigentlich ein Luftfahrtfreak bin.
  9. #9

    Recht hat er.

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    "Experten" ist eigentlich ein ziemlich "moderner" Begriff, die gab es damals in den 70ern nicht (gibt es heute auch nicht).
    ...
    Das ist kein Witz, dass ist grösstenteils Physik: Die Flieger, die nachts landen und starten, sind überwiegend Frachter. Bei denen ist das Gewicht schon 'mal eher ausgereizt, als bei Passagier-Fliegern.
    Wer an den Airport zieht, setzt nicht auf die Zukunft leiser Flugzeuge, sondern auf niedriege qm-Preise. Hinterher rumzustänkern ist mal wieder typisch deutsch. Da werden immer die Eigeninteressen vor die Interessen der Allgemeinheit geschoben, denn: die anderen habens ja auch leise. Stimmt, nur sind die nicht an den Airport gezogen sondern nach Wiesbaden. Und da ist es leise.