Verkehr: Allein auf der Autobahn

Minister Ramsauer fordert mehr Geld für den Fernstraßenbau. Forscher halten viele Projekte für überflüssig - und die Wachstumsprognosen zum Autoverkehr für übertrieben.

http://www.spiegel.de/0,1518,800105,00.html
  1. #190

    .

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Haben Sie das Problem wirklich erkannt?

    Zusätzlich zu den Umwegen zu Be-/Entladung und den dafür erforderlichen Zeiten bewegte sich die Fracht auf dem Schienenweg mit gerade 38km/h.
    Und das musste noch hoch subventioniert werden..

    Es war also nicht nur zu teuer, sondern auch noch zu langsam..

    Wie soll man das ändern, dass ein Bauer auf deutschen BAB freie Fahrt hat?
    ´
    Bleiben sie mal schön geschmeidig: Auch Personenzüge brauchen für diese Strecke ca. 2 Stunden... Haben sie das Problem wirklich erkannt?
  2. #191

    umdenken

    Vielleicht wäre es ja auch interessant das cargo cap Projekt zu fördern und zu verwirklichen, um endlich den schwerlastverkehr wenigstens aus den ballungszentren wegzubekommen. Ich finde das Prinzip ziemlich genial
  3. #192

    Richtig ist, dass inzwischen ...

    ... der Bedarf für Autobahnen weitestgehend gedeckt ist, zumal man nicht vergessen sollte, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland, aber auch in vielen Nachbarländern rückläufig ist.

    Was künftig viel wichtiger wäre, um Neubauvorhaben und Erweiterungen entbehrlich zu machen, wäre eine technische Aufrüstung. Im Zusammenhang mit dem europäischen Satellitenprogramm hielte ich es für sinnvoll, den Einbau von Navis in alle Fahrzeuge zur Pflicht zu machen. Die Beschilderung von Straßen und die gesamte Verkehrslenkung müsste dann voll elektronisch ablaufen. Das würde auch für Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten (es muss doch nicht nachts, wenn keiner unterwegs ist, die Geschwindigkeit auf 120 beschränkt sein, bei hohem Verkehrsaufkommen kann es aber Sinn machen, die Geschwindigkeit sogar auf 80 km/h runterzuregeln; Staus entstehen doch vor allem auch dadurch, dass ab einer gewissen Verkehrsmenge die unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu einem "Aufschieben" der schnelleren Fahrzeuge und dann zum Stau führen). Bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen könnte sogleich der folgende Verkehr auf Umleitungsstrecken verteilt werden. Gegebenenfalls könnte man auch steuern, dass Güterverkehr und Personenverkehr über getrennte Umleitungswege geführt werden. Wenn Staus auf Autobahnen drohen, könnten die Zufahrten bis zur Auflösung der Staus geschlossen werden (wie z. B. in Kalifornien üblich) usw. Und wichtig sind künftig Investitionen in den Erhalt des Bestandes.
  4. #193

    ?

    Zitat von matbhmx Beitrag anzeigen
    ... der Bedarf für Autobahnen weitestgehend gedeckt ist, zumal man nicht vergessen sollte, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland, aber auch in vielen Nachbarländern rückläufig ist.

    Was künftig viel wichtiger wäre, um Neubauvorhaben und Erweiterungen entbehrlich zu machen, wäre eine technische Aufrüstung. Im Zusammenhang mit dem europäischen Satellitenprogramm hielte ich es für sinnvoll, den Einbau von Navis in alle Fahrzeuge zur Pflicht zu machen. Die Beschilderung von Straßen und die gesamte Verkehrslenkung müsste dann voll elektronisch ablaufen. Das würde auch für Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten (es muss doch nicht nachts, wenn keiner unterwegs ist, die Geschwindigkeit auf 120 beschränkt sein, bei hohem Verkehrsaufkommen kann es aber Sinn machen, die Geschwindigkeit sogar auf 80 km/h runterzuregeln; Staus entstehen doch vor allem auch dadurch, dass ab einer gewissen Verkehrsmenge die unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu einem "Aufschieben" der schnelleren Fahrzeuge und dann zum Stau führen). Bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen könnte sogleich der folgende Verkehr auf Umleitungsstrecken verteilt werden. Gegebenenfalls könnte man auch steuern, dass Güterverkehr und Personenverkehr über getrennte Umleitungswege geführt werden. Wenn Staus auf Autobahnen drohen, könnten die Zufahrten bis zur Auflösung der Staus geschlossen werden (wie z. B. in Kalifornien üblich) usw. Und wichtig sind künftig Investitionen in den Erhalt des Bestandes.
    Huh? Ein Bevölkerungsrückggang von 0,2 Prozent im letzten Jahr. Da müssen Sie noch verdammt viele Autobahnkilometer fahren, bis sich diese Entwicklung im Straßenverkehr bemerkbar machen wird. Und zu dem von Ihnen beschriebenen Ziehharmonikaeffekt kommt es urprünglich nicht wegen unterschiedlicher Geschwindigkeiten, sondern weil vorne am Beginn des Effekts eine kritische Verkehrsdichte erreicht wurde, die zum Abbremsen zwang. Umgehen lässt sich das mit 80 km/h Höchstgeschwindigkeit nicht. Da müsste man schon rigoros sein und Schrittgeschwindigkeit anordnen.
  5. #194

    Jeder in Deutschland "vebuddelte" Euro kann nicht mehr in Europa verbrannt werden!

    Als das deutsche Steueraufkommen noch nicht davon bedroht wurde, von Europa rücksichtslos als Pflichtbeitrag zur Stütze leistungsunfähiger und -unwilliger Pleitestaaten eingefordert wurde, mag es noch sinnvoll gewesen sein, die Mittelverwendung im Inland auf das Nützlichste und Nötigtse zu beschränken.

    Heutzutage profitiert Deutschland dagegen von einem lockeren und freizügigen Umgang mit seinen eigenen Mitteln im eigenen Land!

    Dort "verbuddelt" ist dieses Vermögen gewiß am sichersten vor dem ständig aggressiveren Begehren Europas.

    Sich die Arbeit zu machen und der Anstrengung zu unterziehen, es mit den eigenen Händen bei uns wieder auszugraben, muß bei den um maximale Hilfe gegen minimale Gegenleistung Jammernden kaum befürchtet werden.

    MfG
  6. #195

    ich komme..

    ..aus dem ruhrgebiet, daher kann ich nur sagen, lieber viel geld für freie autobahnen, als zu wenig für volle autobahnen ausgeben. 20 km in 3 stunden, da geht noch einiges, wenn man bedenkt das auf autobahnen eigentlich eine mindestgeschwindigkeit von 60 km/h gilt.
  7. #196

    ??

    Zitat von Europas Beitrag anzeigen
    Eine Autobahn, die für Tempo 130 gebaut wird, kann anders -wesentlich billiger- geplant und gebaut werden als eine für Tempo 200. Natürlich kann man dann nie die Höchstgeschwindigkeit erhöhen. Ob man auf einer für Tempo 200 gebauten Autobahn das Tempolimit niedriger setzt, ändert natürlich nichts an Bau- und Planungskosten.

    Aber es ersticken ja alle Länder am Verkehrskollaps, die ein Tempolimit auf Autobahnen haben. Also alle, außer uns.
    Wieso sollte eine Autobahn, die für 130 bemessen ist, billiger sein?? Die Aufbaustärke richtet sich nach dem prognostiziertem Schwerverkehr, der ohnehin nur 80 km/h fahren darf, die Sicherheitseinrichtungen (Schutzplanken) richten sich ebenfalls nach dem Schwerverkehr, hier kann mal also an keiner Stelle etwas schächer dimensionieren.

    Im Gegenteil, die Entwässerungsschächte müßten mit gekrümmten Gerinnen ausgestattet werden auf Grund der kleineren Kurvenradien, das kostet aber Aufpreis, ca. 70,-€ je Schacht.

    Also, wie kommen Sie darauf , daß da etwas billiger wird?
  8. #197

    .

    Zitat von assiwichtel Beitrag anzeigen
    Wieso sollte eine Autobahn, die für 130 bemessen ist, billiger sein?? Die Aufbaustärke richtet sich nach dem prognostiziertem Schwerverkehr, der ohnehin nur 80 km/h fahren darf, die Sicherheitseinrichtungen (Schutzplanken) richten sich ebenfalls nach dem Schwerverkehr, hier kann mal also an keiner Stelle etwas schächer dimensionieren.

    Im Gegenteil, die Entwässerungsschächte müßten mit gekrümmten Gerinnen ausgestattet werden auf Grund der kleineren Kurvenradien, das kostet aber Aufpreis, ca. 70,-€ je Schacht.

    Also, wie kommen Sie darauf , daß da etwas billiger wird?
    Weniger flaechenverbrauch vielleicht.