Styropor-Platten in Hausfassaden: Wärmedämmung*kann Brände zur Katastrophe machen

Millionen Häusern*und ihren Bewohnern*droht bei Feuer offenbar ein Desaster: Styropor-Platten zur Wärmedämmung sind*nach Recherchen des NDR extrem leicht entflammbar. Selbst die meisten Bauherren ahnen nichts von der tödlichen Gefahr.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...800017,00.html
  1. #10

    No title no cry

    Zitat von deb2006 Beitrag anzeigen
    Hm, was ist denn die Alternative? Mir ist nicht ganz klar, was jetzt anstelle von Styropor genommen werden soll ... Die Info an sich ist sicherlich richtig und gut, aber ohne Alternativ-Materialien ist man dann doch eher aufgeschmissen ...
    Die Alternative wäre Mineralwolle. Kostet halt ein paar Cent mehr.
  2. #11

    Warum haben die Feuerwehren nicht Alarm geschlagen??

    Das Problem mit brennendem Styropor ist spätestens seit Ende der 1970ger bekannt. Nach der sog. Ölkrise wurden in D massenhaft Zimmerdecken mit Styroporelementen verkleidet. Bei Zimmerbränden tropfte dann das brennende Zeug auf die Leute und hatte in etwa die Wirkung von Napalm. Meines Wissens werden im Brandfall von Styropor auch giftige Gase (aus Brom- und Chlor-Verbingungen, die eigentlich als Flammschutz verwednet werden) freigesetzt.
    Der letzte große Brand mit vielen Toten durch die Brandgase war der im Flughafen Düsseldorf 1996. Den können doch noch nicht alle vergessen haben??
    Warum also haben von den Herstellern unabhängige Fachleute, z.B. von den Feuerwehren, da nicht viel eher Alarm geschlagen?
  3. #12

    ....überrascht....oooops

    ich traue meinen Augen nicht wenn ich diesen Artikel lese. Das das Zeug bestens brennt weis eigentlich jedes Kind .... aber das ein "Experte" überrascht ist... das ist ja der Hammer! Das das Mauerwerk dabei auch noch kaputt geht und Schimmel in die Wohnungen einzieht .... wird den nächsten "Experten" überraschen .... ehrlich - ich fall vor Lachen gleich vom Stuhl. Lobby sei DANK .... jeder der sich mit diesem Dämmthema beschäftigt dem rate ich ganz dringend davon ab die Stammtischweisheiten von einer Lobby zu übernehmen .... das kostet unter Umständen Kopf & Kragen.

    Baustoffe und Probleme

    Die heute verwendeten Baustoffe und der Einsatzbereich sind nicht an die Erfordernisse der heutigen Zeit angepasst. Das hat zur Folge, dass die Materialien an der falschen Stelle verwendet werden und somit Probleme entstehen wie Schimmelbildung, Zerstörung der Bausubstanz und erhöhte Energieaufwendungen, um eine behagliche Temperatur zu erzielen.
    Seit der ersten Energiekrise haben wir versucht, unsere Gebäude „besser zu isolieren“, ohne darüber nach zu denken, dass eine zusätzliche Isolierung auch andere Materialien an den Wandinnenseiten benötigt. Wände aus Beton oder Ziegel, die von außen gedämmt werden, können Ihre Feuchtigkeit nur nach innen abgeben. Hier entsteht dann ein Problem, da die Wände immer einen Taupunkt haben, der sich nicht vermeiden lässt. Nun müsste man wiederum Energie in diese Wände stecken, um den Dampfdruck in der Wand zu erhöhen. Der Dampfdruck muss höher als der in dem Objekt sein, damit das Wasser überhaupt aus der Wand verdampfen kann. Das wird ein schwieriges Unter- fangen, da der Taupunkt in der Regel in der kalten Jahreszeit öfter erreicht wird. Und das bedeutet, dass es im Zimmer wärmer als in der Wand ist und der Druckausgleich in die Wand geht. Da die äußere Isolierung die Diffusion nach außen verhindert, kommt es zu einer Wasseransammlung in der Wand. Ein teuflischer Kreislauf – je mehr Wasser in der Wand ist, desto kälter wird die Wand, je kälter die Wand ist, desto schneller wird der Taupunkt erreicht.
    Die Isolierwirkung einer Wand sinkt je mehr Feuchtigkeit vorhanden ist So verringert sich die Isolierwirkung einer Ziegelwand bereits um ca. 50 % bei einem Wasseranteil von nur 4 Gewichtsprozent.
    Die Feuchtigkeit aus den Wänden zu bekommen ist also das Problem, das gelöst werden muss, um ein „gesundes Haus“ zu bekommen. Dieser Umstand hat schwerwiegende Folgen – höhere Feuchtigkeit in den Wänden, die Schäden verursacht wie:

    • Schimmelbefall
    • Algen- und Moosbildung
    • Abplatzungen des Putzes
    • Ausblühungen (Salze)
    • Schädigung der Bausubstanz
    • Erhöhte Instandhaltungskosten
    • Erhöhte Energiekosten

    Tante Google hilf wenn man Informationen haben will !?
  4. #13

    Eigentlich bekannt

    Na ja, so richtig neu ist das nicht. Fachleute wissen schon immer um die Brandgefahr. Vor allem bei der Dämmung von Dachstühlen ist Polystyrol ziemlich kriminell. Ich habe mein Dach damals deshalb mit Glaswolle gedämmt. Das kostet zwar mehr und ist aufwendig in der Verarbeitung, aber man schläft besser in so einem Haus.

    Viele Bauherren wissen es nicht und wenn, geht es um die Kosten. Meist ist auch der Aussenputz viel zu dünn oder es wird sogar Kunststoffputz verwendet. Der brennt wahrscheinlich gleich mit.
    Ich habe es schon ein paarmal Kunden gesagt, es hat sich aber keiner von Styropor abhalten lassen. Und zugelassen ist Styropor ja.
    Das kann jeder ausprobieren, einfach mal anzünden. Styropor brennt zu so einer brodelnden schwarzen Masse, die man mit Wasser kaum ausbekommt und der Qualm ätzt so richtig in der Lunge.
  5. #14

    Alternativen

    Wasser-echtes Polystyrol nur um die Fundamente. Ab da Steinwolle oder Glaswolle. Bein HighTech Materialien nur Luft als Isolator verwenden.
    Sollte sich eigentlich schon herumgesprochen haben.
  6. #15

    Mineralwolle

    Zitat von deb2006 Beitrag anzeigen
    Hm, was ist denn die Alternative? Mir ist nicht ganz klar, was jetzt anstelle von Styropor genommen werden soll ... Die Info an sich ist sicherlich richtig und gut, aber ohne Alternativ-Materialien ist man dann doch eher aufgeschmissen ...
    Steinwolle zum Beispiel. Wird auch im Text erwähnt. Anstelle kleiner Brandschutzstreifen kann man da ganze Gebäude mit Steinwolle isolieren. Dann brennt sicher nichts. Ist halt teurer wie Styropor und nicht so einfach zu verarbeiten.
  7. #16

    No title no cry

    Zitat von zwischendominante Beitrag anzeigen
    zudem frage ich mich noch immer, wenn ich die Montage von derlei Dämmplatten beobachte, ob sich nicht langfristig auch Feuchtigkeit zwischen Wand und Platten einnistet, die zu Schimmelbildung führen kann. Oder lässt sich so eine Wand wirklich so zuverlässig abdichten, dass da nicht auch durch Haarrisse Wasser dahinter kann? ... Obwoh, in Anbetracht der nun festgestellten Feuergefahr würde das ja wiederum wie eine Brandbremse wirken ;-)
    Mich würde eher der Schimmel an den Wandinnenseiten stören, als mit Gedanken um den Zwischenraum von Wand und Platten zu machen.

    Die Feuchtigkeit in diesem Zwischenraum und in der Dämmschicht läßt sich nicht vermeiden. Da sammelt sich in der Heizperiode derart viel Tauwasser, das glaubt man gar nicht. Und dann wundert man sich, daß der Effekt der Einsparung ausbleibt^^
  8. #17

    ..

    Zitat von deb2006 Beitrag anzeigen
    Hm, was ist denn die Alternative? Mir ist nicht ganz klar, was jetzt anstelle von Styropor genommen werden soll ... Die Info an sich ist sicherlich richtig und gut, aber ohne Alternativ-Materialien ist man dann doch eher aufgeschmissen ...
    Die Gretchen-Frage ist doch wohl:
    Wie - ausser mutwillig - soll bitteschön eine Fassade in Brand geraten, wenn dahinter 24er oder 36er Mauerwerk ist?
    Wenn eine Innenbrand auf die außenliegende Fassade übergreifen sollte und die Bewohner den Innenbrand bis dahin nicht bemerkt haben, ist es sowieso zu spät.

    Dass bei freisstehenden Gebäuden ein Brand von außen entsteht ist wohl nicht auszuschließen, aber doch eher unwahrscheinlich.
  9. #18

    ...

    Also ohne bautechnische Ahnung zu haben, behaupte ich hiermit einfach das es Dämmplatten aus Styropor gibt, die nur schwer entzündlich sind.

    Ansonsten melde ich morgen sofort das Patent dazu an :-)
  10. #19

    .

    Zitat von deb2006 Beitrag anzeigen
    Hm, was ist denn die Alternative? Mir ist nicht ganz klar, was jetzt anstelle von Styropor genommen werden soll ... Die Info an sich ist sicherlich richtig und gut, aber ohne Alternativ-Materialien ist man dann doch eher aufgeschmissen ...
    Mineralwolle. Ist aber doppelt so teuer.