Ausgrenzung durch Sprache: Deutsche und Döner

Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...798209,00.html
  1. #350

    Doppelmoral

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Jetzt wird mal wieder die ganze deutsche Gesellschaft für die Taten Einzelner verantwortlich gemacht.
    Schon irgendwie eine traurige Doppelmoral. Wenn Ehrenmorde passieren, dann ist das in den Traditionen und der Genetik der Türken tief verwurzelt und es ist ein türkisches Problem. Es gibt nichts mehr, was wir Türken uns nicht anhören mussten. Türken sind so, Türken sind so und so.......
  2. #351

    Sprache

    Vielen Dank Herr Kuzmany für diesen Artikel!

    Ich möchte nur ergänzen, dass Merkel selbst "Multikulti" für gescheitert hielt und "Südländern" unterstellte, sie würden zuviel Urlaub haben und zu früh in Rente gehen.
  3. #352

    Sauerkraut-Mörder? In Kanada undenkbar

    Ausgrenzung durch Sprache? Nicht in Kanada. Ich lebe hier seit 30 Jahren und habe schätzen gelernt, wie einfühlsam die meisten kanadischen Medien vorgehen, wenn es um Menschen mit Immigrationshintergrund geht. Diese entspannte sprachliche Herangehensweise ist möglich, weil Kanada durch ständigen Zuzug aus allen Winkeln der Erde aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Dazu passend dieser Blog-Eintrag:
    mit gutem Beispiel voran: http://canada365.wordpress.com/2011/...ler-unter-uns/
  4. #353

    "Denken bestimmt die Sprache"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...798209,00.html
    Aha, der Autor hat Recht. Fraglich ist, warum er seine Erkenntnisse von Sprache, Denken und Ausgrenzung nicht selbst anwendet, wenn er x Mal sich an "den Leser" wendet. Diese andauernde sprachliche Ausgrenzung von Leserinnen tut jedes Mal wieder weh.... Wenn das zuviel ist, kann der Autor auch "Lesende" sagen. Etwas sprachliche Sensibilität, wenigstens in einem Artikel dazu, wäre schön.
  5. #354

    Aha!

    Zitat von herby Beitrag anzeigen
    Ausgrenzung durch Sprache? Nicht in Kanada. Ich lebe hier seit 30 Jahren und habe schätzen gelernt, wie einfühlsam die meisten kanadischen Medien vorgehen, wenn es um Menschen mit Immigrationshintergrund geht. Diese entspannte sprachliche Herangehensweise ist möglich, weil Kanada durch ständigen Zuzug aus allen Winkeln der Erde aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.
    Und trotzdem gibt es Vorurteile gegen East-Indians (Inder), West-Indians (Schwarze aus der Karibik, besonders Haiti) und Chinesen, nur die Native Indians (Inuit) haben einen Bonus. Vor kurzem wurden die Einwanderungsbestimmungen nochmals verschärft, so dass nur echte Integrationswillige den Weg hineinfinden.

    Eine Sache sind die Medien, eine andere die Realität egal ob in D oder CAN.
  6. #355

    Endlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

    Ausgrenzung durch Sprache: Deutsche und Döner - SPIEGEL ONLINE
    mal ein Bericht der die Wahrheit beim Namen nennt. Das ein latenter Rassismus in Deutschland herrscht ist nicht seit heute bekannt.
    Wenn das deutsche Volk einen Sarrazin applaudiert, ihn sogar wählen würde wenn er eine Partei gegründet hätte, kann sich nicht mehr so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten es wäre kein Rassismus vorhanden.

    Und wer sich darüber aufregt das man eine ganze deutsche Gesellschaft damit in einen Topf wirft, so sollte jedem klar sein, das macht ihr die ganze Zeit.

    Alle Griechen sind faul, alle Moslems zeugen Kinder mit Kopftüchern, alle Polen klauen ect.....

    Also, mal einfach überlegen.
  7. #356

    Zitat von sara100 Beitrag anzeigen
    mal ein Bericht der die Wahrheit beim Namen nennt. Das ein latenter Rassismus in Deutschland herrscht ist nicht seit heute bekannt.
    Seltsam, dass Ihr Beitrag gerade heute kommt. Denn gerade heute gibt es bei SPON einen Artikel, in dem (endlich) klargestellt wird, dass der Begriff "Dönermorde" eben kein im gesamten Volk gebräuchlicher, umgangssprachlicher Begriff ist, sondern eine Erfindung einzelner Journalisten und hauptsächlich von den Medien verwendet wurde.
    Quasi eine Art journalistisches "Perpetuum Mobile": Journalisten erfinden ein Schlagwort und regen sich dann wochenlang über eben dieses Schlagwort auf.

    Toll übrigens, dass Sie im Besitz der Wahrheit sind.
    Zitat von sara100 Beitrag anzeigen
    Wenn das deutsche Volk einen Sarrazin applaudiert, ihn sogar wählen würde wenn er eine Partei gegründet hätte, kann sich nicht mehr so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten es wäre kein Rassismus vorhanden.

    Und wer sich darüber aufregt das man eine ganze deutsche Gesellschaft damit in einen Topf wirft, so sollte jedem klar sein, das macht ihr die ganze Zeit.

    Alle Griechen sind faul, alle Moslems zeugen Kinder mit Kopftüchern, alle Polen klauen ect.....

    Also, mal einfach überlegen.
    Kennen Sie den Spruch mit dem Glashaus und den Steinen?
    Wer bitte wirft denn hier alle Angehörigen einer Gruppe in einen Topf?
    Das sind doch wohl Sie.
    "Das deutsche Volk" applaudiert Sarrazin, "Das deutsche Volk" würde eine Sarrazin-Partei wählen. Was bitte ist an Ihren Unterstellungen (die z.B. auf mich in keiner Weise zutreffen) denn besser?
  8. #357

    Sowas passiert, wenn man keine Ahnung von der deutschen Sprache hat

    Wer wie ich seit Jahren im Ausland lebt, dem fällt erst einmal auf, wie ausgeprägt die deutsche Liebe zum Sarkasmus und zur Ironie ist und wie wenig diese im Ausland verstanden wird. Seit im Jahre 1908 ein selbsternannter Berater in einem Brief zu Kaiser Wilhelm II. sagte: "Wir könnten eigentlich Russland erobern" und dieser antwortete: "Guter Vorschlag. Warum nicht gleich die ganze Welt?", gilt dieser (zumindest in Frankreich) als "die Mutter des deutschen Imperialismus". Dass Wilhelm auch gemeint haben könnte: "Du Idiot, dein Ratschlag ist so absurd wir meine Antwort", geht in einen nicht deutsch denkenden Kopf nicht hinein. Das gleiche gilt für den hier zitierten Goethe der mit der absichtlich betulichen beschaulichen Schilderung des provinziellen Deutschen Spiessertums: "Sie mögen sich die Köpfe spalten,/ Mag alles durcheinander gehn;/ Doch nur zu Hause bleib's beim alten." keinerlei Fremdenhass, sondern seine Kritik an der deutschen Ignoranz der Massaker in der Ferne der Heimat ausdrückte, versteht ein nicht deutscher Author sicherlich nicht. Deshalb sollten sich diese Authoren damit zurückhalten. Sie zeigen damit ihre eigene Ignoranz.