Ungewöhnliche Bestattungen: Wenn ich tot bin, werd' ich Diamant

Ein Grabstein ist nicht genug - wer Reihengrab und Urne langweilig findet,*für den gibt es ein Ende nach Maß: im reißenden Lavastrom, auf dem Machu Piccu oder als Edelstein. Einige Firmen erfüllen solche Extrawünsche. Im Ausland, denn in Deutschland würden sie sich strafbar machen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...792288,00.html
  1. #1

    Auf was für Albernheiten Menschen kommen...

    ...egal, am Ende bleibt auch von einem Diamant nichts nach. Womöglich wird der teure Verblichene dann eines fernen Tages auf einem Flohmarkt in Berlin-Mitte enden! Nette Vorstellung!
  2. #2

    Hmm...

    Ich muss gestehen, ich finde die Diamant-Variante äußerst interessant. Es ist in meinen Augen wirklich besser, als auf dem Friedhof zu verrotten. Mich überrascht es gar nicht, dass die Japaner von dieser Variante so begeistert sind. In dem Land ist es unüblich, die Menschen zu verbuddeln, es wird überwiegend eingeäschert. Da lässt sich ein Diamant wesentlich besser beim Totenschrein verstauen, zusammen mit den Totentäfelchen.

    Ich frage mich, ob es auch einen Bezug zu der Diamant-Sutra gibt.
  3. #3

    Besser als...

    Mir sind Leute die sich in der freien Natur, wo auch immer, bestatten lassen, wesentlich sympathischer als die Wichtigtuer, die auch ihre Trauerfeier akribisch planen, dabei festlegen, wer was über ihre grandiose irdische Existenz sagen darf/soll, in welcher Reihenfolge welche Lieder gesungen, welche Psalmen oder andere Bibeltexte verlesen werden sollen usw.
  4. #4

    Für wen ist die Bestattung da?

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...egal, am Ende bleibt auch von einem Diamant nichts nach. Womöglich wird der teure Verblichene dann eines fernen Tages auf einem Flohmarkt in Berlin-Mitte enden! Nette Vorstellung!
    Das ist der Punkt. Wer stirbt, hat nichts mehr von der Bestattung, er bekommt auch nichts mehr davon mit ("vermodern", "verglühen").

    Die Bestattung ist für die Überlebenden. Da bin ich eher konservativ. Ich würde gerne meine Lieben nochmal "besuchen" auf dem Friedhof, auch wenn da nichts mehr ist. Am besten wäre es, man könnte die Urnen selber bekommen, aber das gibt das deutsche Recht ja nicht her.
  5. #5

    Ist es Pietät oder Geschäftssinn...

    ...daß der letzte Weg jedes Menschen in Deutschland in so strenge Formalismen gegossen ist?

    Ob die Asche der Großmutter in einem Urnengrab ruht oder auf einem Platz im Haus der Hinterbliebenen, oder vom Montblanc verstreut würde, sollte eigentlich niemanden interessieren außer den Angehörigen selbst. In keinem Fall kann man den Vorwurf erheben, daß das Ansehen der Verstorbenen nicht genügend berücksichtigt wurde.

    Ich befürchte, verhindernd wirkt hauptsächlich die Lobby des Bestattungsgewerbes, die gut daran verdient, teure Särge zu verkaufen, den letzten Liegeplatz, Zusatzaufwendungen für gärtnerische Arbeiten...
  6. #6

    ...

    Zitat von jjk Beitrag anzeigen
    Am besten wäre es, man könnte die Urnen selber bekommen, aber das gibt das deutsche Recht ja nicht her.
    Ich bin darüber, ehrlich gesagt ganz froh. Denn was passiert mit der Urne im Regal, wenn derjenige, der sie dort stehen hatte, selbst sirbt? Oma oder Opa oder auch andere liebe Menschen in der Mülltonne, weil die Erben kein Interesse daran haen? Eine gruselige Vorstellung.

    Denn wer will überprüfen, was in einem solchen Fall mit der Urne geschieht?
  7. #7

    Was interessiert es denjenigen

    Zitat von shaman1905 Beitrag anzeigen
    Ich bin darüber, ehrlich gesagt ganz froh. Denn was passiert mit der Urne im Regal, wenn derjenige, der sie dort stehen hatte, selbst sirbt? Oma oder Opa oder auch andere liebe Menschen in der Mülltonne, weil die Erben kein Interesse daran haen? Eine gruselige Vorstellung.

    Denn wer will überprüfen, was in einem solchen Fall mit der Urne geschieht?
    Was interessiert es denjenigen, der in der Urne liegt?
    Ob nun meine Asche von einem Berg in alle Winde gestreut wird oder die Urne mit der Asche auf einer Müllkippe landet wäre mir persönlich völlig egal.
  8. #8

    ...

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...egal, am Ende bleibt auch von einem Diamant nichts nach. Womöglich wird der teure Verblichene dann eines fernen Tages auf einem Flohmarkt in Berlin-Mitte enden! Nette Vorstellung!
    Sind Sie eigentlich immer so zynisch drauf? Könne Sie nicht ein einziges mal etwas nettes sagen? Vor allem bei einem solchen Thema. Ich selber habe vor kurzer Zeit ein junges Familienmitglied verloren und hätte mir für diesen Menschen ein derart schönes Begräbnis gewünscht. Leider hat meine konservativer veranlage Verwandschaft dem nicht zugestimmt, denn schließlich "will man ja einen Ort haben, wo man hingehen kann." Schadeschade.

    Na, egal. Ich hoffe, dass Sie irgendwann einmal Ihrem Namen ein bisschen weniger Ehre machen und vielleicht ja auch mal einen positiv gemeinten Kommentar abgeben. Ganz ehrlich, Menschen wie Sie sind mir ein Rätsel.
  9. #9

    Bestattungen gehen auch so:

    Für 1250 $ kann man sich in den USA nach seinem Ableben in Form von Asche Patronenpulver beimengen lassen und sich dann z.B. auf der Jagd verschiessen lassen. Der Phantasie, wen man mit seinen Überresten ins Jenseits bringen will, sind keine Grenzen gesetzt.