Implantate von Toten: Der Knochensäger

Morgens taut Uwe Hesselbarth gefrorene Knochen auf, um sie zu zersägen. Aus einem Toten werden bis zu 400 Implantate, denn die Knochen, Knorpel, Sehnen helfen kranken Menschen. Für diese Arbeit braucht der Berliner Präparator Fingerspitzengefühl - und Metzgerhandschuhe.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...793724,00.html
  1. #1

    Krisensicherer Job

    wenn nur der Geruch nicht wär. Rohstoff gibts genug. Und Verwendung auch.
  2. #2

    Knochensaeger-

    Ich bewundere ja schon Pathologen die Leichen sezieren, da werden Organe herausgeschnitten, gemessen und gewogen, nur um eine Todesursache herauszufinden. Aber dieser Job ist die "Kroenung"! Das kann man doch nur jahrelang durchstehen, wenn man morgens aufsteht, in den Spiegel schaut uns zu sich selbst sagt: Heute rette ich Menschenleben! Danke das es Menschen gibt, die diesen Job jahrelang durchstehen.
  3. #3

    -

    ohne den artikel ganz gelsen zu haben muss ich schon bei der headline die stirn runzeln. es ist richtig, dass knochen und knorpel von leichen (allogen) ein segen für die medizin sind.
    im bereich zahnmedizin (besonders in den usa) sind die produkte nicht mehr weg zu denken. was mich stört ist dass das bild "die spender helfen und retten leben" vermittelt wird.
    wie beim blutspenden auch ist es so dass damit in erster linie geld gemacht wird. allogene präparate sind nämlich teuer. für einen kubikcentimeter knochen kann man ca 120 Euro rechnen, für 2,5 quadratzentimeter haut ca 150 euro.
    wenn man die materialien günstiger bekäme könnten auch wesentlich mehr menschen davon in genuss kommen denn die behandlungen bei denen man diese präparate benutzt sind zumindest im bereich zahnmedizin keine kassenleistung und müssen komplett vom patienten getragen werden.
  4. #4

    Hallo franksterling

    [QUOTE=franksterling;9000000]ohne den artikel ganz gelsen zu haben muss ich schon bei der headline die stirn runzeln. es ist richtig, dass knochen und knorpel von leichen (allogen) ein segen für die medizin sind.
    im bereich zahnmedizin (besonders in den usa) sind die produkte nicht mehr weg zu denken. was mich stört ist dass das bild "die spender helfen und retten leben" vermittelt wird.
    Ihre Bedenken kann ich verstehen, es gibt Pat. die jahrelang starke Schmerzen hatten und sich resigniert das Leben nahmen.
    Neue Operations- oder Behandlungsmethoden geben diesen Menschen wieder Hoffnung.
  5. #5

    ...

    Nunja.
    Da ich in einem Klinikum arbeite, kann ich dazu wohl meinen Senf abgeben, sofern es sich um die nicht namentlich genannten Ganzkörperspenden handelt.

    Das steigen der zahlen dürfte in der Armutsrepublik wohl daran liegen das es viel Geld gibt für Ganzkörperspenden, inklusive Kostenerstattung für das "Begräbnis"(falls man das dann noch so nennen will - nen schwarzen Eimer...).
    Ich will die zahlen jetzt nicht nennen, da ich diese praktiken für grundsätzlich unethisch halte. Vierstellig.

    Zudem drehen Ganzkörperspenden sogar gestandene Ärzte um.
    Und eingestellt wird in deutschen Krankenhäusern und Kliniken mittlerweile nur nich was billig ist, qualifikation braucht man nur noch im akademisch-medizinschen Teil.

    Das ist ja alles ehr nett, das der gute Mann uns seinen Job vorstellt.
    Allerdings hätte er ruhig mal auf seine arbeitsbedingungen eingehen können, wie wäre es wenn er die Dienstzeiten, Ruhezeiten, Materialbedingungen und nicht vorhandene Vergütung für Mitternachtseinsätze dem geneigten Publikum preis gibt und ob dann immer noch alle sagen "och, was ein toller Service vom Institut".....