Chinas Karrieretöchter: Frauen tragen die Hälfte des Himmels

Einst fanden Chinas Frauen nur mickrige Jobs als Näherinnen. Heute ist der Boom des Riesenreiches auch eine Erfolgsgeschichte der Frauen. Viele junge Chinesinnen sind gebildet und heiß auf Höchstleistung - wie Sichen Shang, die neben dem MBA-Studium einen künftigen Weltmarktführer aufbauen will.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...789936,00.html
  1. #1

    Naja ...

    ... man darf 2 Dinge nicht vergessen:

    1. Werden die Kinder von "Bossen" protegiert bis zum geht-nicht-mehr.
    Keines dieser Wunderkinder die mit 25, 30 einen MBA haben und schon eine Firma leiten haben sich tatsächlich hocharbeiten müssen. Die sind alle mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden ...

    2. Während andere neugegründede Unternehmen an allen Enden sparen müssen und sich die Füße plattlaufen müssen kommen Firmen von diesen "Wunderkindern" viel einfacher an Aufträge da sie durch die Eltern einen unschlagbaren Heimvorteil haben.

    Ich habe meine erste Firma auch mit 21 gegründet mit einem Startkapital von 900 Mark und einer 80 Stunden Woche.
    Nach fast 7 Jahren hatte ich erstmal den Kanal voll und bin für ein großes Unternehmen nach Singapore und China gegangen und da durfte ich diese Wunderkinder bewundern ...

    Also: Nicht vor Ehrfurcht auf die Knie fallen !

    Inzwischen habe ich wieder meine eigene Firma mit fast 60 Beschäftigten und muß mir jeden Tag den Arsch aufreisen um neue Aufträge an Land zu bringen.
    Nehmen sie mein Wort darauf:
    Das muß von diesen "Wunderkindern" niemand tun. Denen werden die Aufträge hinterher geworfen.

    Und jetzt im Moment habe ich weiteres, neues Unternehmen fast abgeschlossen: Die Umsiedelung nach Kanada.
    Mit Frau, Kids und Ersparnissen.
    Natürlich kümmere ich mich schon seit Jahren um dieses Unterfangen und ich garantiere Ihnen daß ich auf dem freien Markt im fairen Wettbewerb jede chinesische Firma schlagen kann. Mein Wort darauf.
  2. #2

    ...

    Zitat von Ganzgeber Beitrag anzeigen
    Nehmt Euch ein Beispiel, Mädels. Seltsamerweise reißen Frauen von Japan über China bis Amerika mehr als Ihr, und zwar BESONDERS bei eigenen Gründungen von Unternehmen.
    Und das ganz ohne Frauenquote ...

    Ein wichtiger Aspekt ist in der Tat die enge Familiengemeinschaft in China, durch die viel Last abgefangen wird. So etwas ist in Deutschland verloren gegangen.
  3. #3

    Chinas Karrieretöchter

    Ich lebe derzeit in China.
    Die Gelder, die zur Finanzierung des Studiums im Ausland verwendet werden, sind alles Korruptionsgelder.
    Es braucht keiner glauben, dass die Tochter einer Näherin in Havard studiert.
    Das sind alles Kinder von Parteibonzen welche mit Korruptionsgelden nur noch so zugestopft werden.
    Deshalb sollte keine dieser Kinder auf deren Erfolg stolz sein. Unter dem Erfolg leiden Millionen von Menschen in China. Im Gegenteil. Eigentlich sollte man auf diese Kinder spucken !
  4. #4

    Ermutigender Artikel zum Abschauen für Deutschland

    Wenn ich mir anschaue, das wir hier in Deutschland über Frauenquoten in DAX-Konzernen diskutieren, frage ich mich, wer hier bei der Emanzipation weiter ist? Erst wenn wir nicht über diese Sonderrechte von Frauen diskutieren müssen, sind wir bei einer Gleichberechtigung angelangt.

    Gut, Chinesen sind von der Mentalität ganz anders als wir "Langnasen". Ich denke, es gibt wenige Frauen, die freiwillig eine 70-Stunden-Woche aufzunehmen bereit sind und es ist die Frage, ob dies erstrebenswert ist. Trotzdem ist es so: Bei einer Firmengründung ist halt eine 40 Stunden Woche meist zu wenig, wenn man etwas erreichen möchte.

    Was mir speziell in Deutschland auffällt: Die Frauen sind sehr gut ausgebildet und haben ein hohes Fachwissen, wenn sie die Unis verlassen. Das Problem ist, dass sie sehr häufig viel zu wenig daraus machen. Viele gehen doch den reinen Familienweg, weil sie für sich entdecken, dass dies eine höhere Prio für sie hat. Das ist auch verständlich, aber die Ausbildung wird halt wertlos, wenn eine jahrelange Pause dazwischen ist. Das ist nicht ganz so tragisch, da diese Frauen genau diesen Weg gewählt haben.

    Tragischer ist es bei denen, die gut ausgebildet sind und sich regelmässig als Assistentin einstellen lassen. Frauen machen das sehr gerne, obwohl sie gut qualifiziert sind. Das ist häufig auch ein Thema des sich Nichtzutrauens oder Vermeidung von Übernahme der Verantwortung.

    Auch sind hier viele Frauen dem Sicherheitsdenken viel zu sehr verhaftet. Wieviele Unternehmensgründerinnen gibt es in Deutschland? Dann zählen wir davon die Beschäftigungstherapien wie die defizitären Boutiquen und Geschenkartikelläden ab. Ab da wirds dann ganz dünn. Wenn man ein Gründungsforum besucht, dann sieht man bei den wirklich interessanten Ideen leider fast nur Männer. Das ist sehr schade, denn genau hier hätte auch die Frau die Möglichkeit, sich selber zu verwirklichen. Und genau bei diesem Thema ist uns China und die umliegenden Staaten mit Ausnahme Japan überlegen. Und das ist etwas, woran die Frauen hier arbeiten müssen und eben nicht nur Extrawürste fordern.
  5. #5

    Es gibt Reis Baby!

    In China scheint ja alles besser zu sein als hier, nur komisch, dass mein Onkel nach 4 Jahren Chinaaufenthalt (auswärtiges Amt, 60 J. alt) sagte, dass er noch nie in einem so versifften, korrupten und unfreien Staat erlebt hat
  6. #6

    mir geht's ganz gut hier :-P

    Jaja, Geschichten aus fernen Ländern...

    Da lässt sich SPON schön blenden mit so einer Hochglanzgeschichte: die Durchschnittschinesin ist ja schlimmer als Frau von der Leyen, nur das schon mit 25...

    und sofort springen hier bereitwillig wieder ein paar Foristen aus dem Gebüsch und hacken auf den faulen deutschen Frauen herum...jeder Vorwand ist mal wieder recht um zu diagnostizieren, wie schlimm und falsch alles hier in Deutschland ist.

    Joo, echt schlimm hier.
    Also mir geht's gut, danke.
  7. #7

    .

    Zitat von shovelbolle Beitrag anzeigen
    1. Werden die Kinder von "Bossen" protegiert bis zum geht-nicht-mehr.
    Keines dieser Wunderkinder die mit 25, 30 einen MBA haben und schon eine Firma leiten haben sich tatsächlich hocharbeiten müssen. Die sind alle mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden ...

    2. Während andere neugegründede Unternehmen an allen Enden sparen müssen und sich die Füße plattlaufen müssen kommen Firmen von diesen "Wunderkindern" viel einfacher an Aufträge da sie durch die Eltern einen unschlagbaren Heimvorteil haben.
    Zitat von alexos1976 Beitrag anzeigen
    Ich lebe derzeit in China.
    Die Gelder, die zur Finanzierung des Studiums im Ausland verwendet werden, sind alles Korruptionsgelder.
    Es braucht keiner glauben, dass die Tochter einer Näherin in Havard studiert.
    Das sind alles Kinder von Parteibonzen welche mit Korruptionsgelden nur noch so zugestopft werden.
    Deshalb sollte keine dieser Kinder auf deren Erfolg stolz sein. Unter dem Erfolg leiden Millionen von Menschen in China. Im Gegenteil.
    Mit knapp 3 Jahrzenten China-Erfahrung muß ich Ihnen Beiden leider voll zustimmen.

    Zitat von olli0816 Beitrag anzeigen
    Ermutigender Artikel zum Abschauen für Deutschland
    Sie scheinen China wirklich nicht zu kennen.
  8. #8

    .

    Zitat von brain_in_a_tank Beitrag anzeigen
    Und das ganz ohne Frauenquote ...

    Ein wichtiger Aspekt ist in der Tat die enge Familiengemeinschaft in China, durch die viel Last abgefangen wird. So etwas ist in Deutschland verloren gegangen.
    Keine Bange, auch das wird in China passieren, bedingt durch die 1-Kind Politik zum einen und zum anderen werden Familien beruflich auch auseinander "gerissen".
    Die familären Bande werden mit der Zeit auch in China schwächer, nur eine Frage der Zeit.
  9. #9

    ...

    Zitat von pappnose Beitrag anzeigen
    In China scheint ja alles besser zu sein als hier, nur komisch, dass mein Onkel nach 4 Jahren Chinaaufenthalt (auswärtiges Amt, 60 J. alt) sagte, dass er noch nie in einem so versifften, korrupten und unfreien Staat erlebt hat
    Dann ist Ihr Onkel wohl noch nicht wirklich viel herumgekommen auf der Welt.