Anti-Banken-Bewegung: Gauck nennt Proteste*"unsäglich albern"

Verständnis allerorten - die Aktivisten der Anti-Banken-Bewegung ernten fast überall Zustimmung. Nur einer stellt sich quer: der ehemalige Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck. Er spottet über die Debatte*und prophezeit dem Protest ein schnelles Ende.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...792098,00.html
  1. #460

    ...

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    Nur weil er als ehemaliger "Zoni" eine Behörde leitete, muss er nicht zu den Protesten sich medienwirksam äußern. Dazu fehlt ihm der Sachverstand. Er soll seine Pension oder Rente genießen und basta!
    Demokratie und Meinungsfreiheit scheinen Sie offenbar nicht verstanden zu haben. So wie sich die Anti-Banken-Protestler medienwirksam äußern dürfen, so darf es ein Herr Gauck. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass Sachverstand bei den Demonstranten vorher geprüft wurde, um an den Veranstaltungen teilzunehmen, wäre nämlich sonst recht leer geblieben.
  2. #461

    Gauck nennt Proteste*"unsäglich albern"

    Der Fachmann hat gesprochen! Er wird noch Zeit haben, sich darûber zu wundern, denn das Ganze hat erst nur gerade begonnen.
  3. #462

    Was soll es . . .

    . . . neoliberaler Grüne bzw . SPD - Candidat halt .

    Warum meldet sich der Vogel eigentlich zu Wort ?
  4. #463

    Wenn man keine Ahnung hat...

    Herr Gauck war doch auf keiner der Demos anwesend - wie will er wissen, was dort besprochen wurde? Gegen "Märkte" oder "den Markt" wurde denn schonmal nicht protestiert. Die Bewegung ist ein Prozess, Vorschläge zu einer besseren Gestaltung von Wirtschaft und Wirtschaftspolitik zu erarbeiten. Wie man sieht, entsteht bereits ein Dialog zwischen progressiven Politikern wie Sigmar Gabriel, und den Aktivisten auf der Strasse. Es ist eine positive Entwicklung. Vielleicht ist Gauck einfach nur neidisch, dass die Bürgerrechtsbewegung der DDR einfach von Kohls BRD weggebürstet wurde.
  5. #464

    Neid und Gerechtigkeit

    Zitat von hadroncollider Beitrag anzeigen
    ...Die Protestbewegung ist geprägt von Ahnungslosigkeit über die Gegebenheiten einer globalisierten Welt, sie ist von "Gerechtigkeits-", sprich Neidgefühlen geprägt...
    Es tut mir sehr leid für Sie, dass Sie Gerechtigkeitsgefühle mit Neidgefühlen gleichsetzen. Sie entspringen jedoch ganz unterschiedlichen menschlichen Lebensmotiven. Neidgefühle basieren auf dem Impuls des Haben-Wollens (sowohl bei den Zukurzgekommenen, als auch bei den Reichen). Gerechtigkeitsgefühle stehen ganz konträr dazu: Sie basieren auf dem Impuls des sozialen Friedens. Sie drängen uns, allen Menschen eine gleiche Chance zu geben, und alle Menschen teilhaben zu lassen - keiner soll fallengelassen oder benachteiligt werden. Es ist das universalistische (oder auch idealistische) Prinzip menschlichen Zusammenlebens.
    Dieses Grundprinzip wurde und wird (mit tatkräftiger Unterstützung der Politik) durch globalisierte Machteliten erheblich verletzt und wird jetzt von den Menschen global wieder eingefordert. Insofern ganz verständlich, oder?
  6. #465

    Völlig richtig!

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    sonst würden sie in Berlin und nicht in Frankfurt demonstrieren.

    Schonaml gehört ?: keine Schulden - keine Probleme !
    Das Problem erwächst aus einer auf Kreditexpansion und nicht auf, mit der menschlichen Psyche unvereinbarer ethisch gerechte Kapitalverteilung, basierenden System. Wenn Banken heute diese Macht haben dann nur weil die jahrzehnte lange Gier (wie viel Zinsen bekomme ich denn für mein erspartes?) eines jeden einzelnen von uns dazu geführt hat. Die Denkfaulheit und Gier der Bevölkerung hat dazu geführt dass das gesamte Kapital jahrzehntelang einer Hand voll Individuen anzugvertraut wurde, im blinden Glauben diese würden das Geld und damit den Reichtum, wundersam vermähren. Wer sind also die Schuldigen? Die Machthaber oder diejenigen die sie an die Macht gebracht haben? Und die Rolle der Politiker? Völlig verantwortungslos und im allerhöchsten Masse anmaßend. Nachdem diese Hand voll Individuen das Geld, durch Inkompetenz, verspielt hat, den wahren Schuldigen zu vergewissern “Ihre Spareinlagen seien auf jeden Fall sicher”. Ja auf wessen Kosten denn? Auf Kosten, durch immer höhere Steuern und dadurch herbeigeführten Wirtschaftzusammenbruch, aller auch und ins besondere derer, denen überhaupt keine Schuld trifft. Dies ist Nötigung und im allerhöchsten Masse unverschämt. Wie sagte Einstein schon einmal: “Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind: Das All und die menschliche Dummheit, wobei ich mir bei dem All nicht so sicher bin”. Tragisch nur das die Konsequenz dieser Dummheit alle trifft. Auch die Proteste sind mal wieder nichts anderes als ein Spiegelbild dieser Dummheit, injiziert von Menschen (besonders die Gewaltbereiten), die die Zusammenhänge nicht verstehen und sich nicht einmal darüber im klaren sind an dem wogegen sie protestieren mit schuldig zu sein.
  7. #466

    Tja...

    Oskar Lafontaine wurde als Superminister für Wirtschaft und Finanzen damals wahlweise ausgelacht oder als "gefährlichster Mann Europas" verhöhnt. Hätte sich die SPD-Linke damals durchgesetzt, wäre uns die größte Weltwirtschaftskrise seit 1933 wohl erspart geblieben...
  8. #467

    andersrum wird nen schuh draus

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Hoffe die Bank, bei der Sie Ihr Konto haben geht dann Pleite und Ihre schönen Ersparnisse sind dann Futsch. Mal schauen, ob Sie dann immer noch meinen, dass der Staat hier nicht eingreifen sollte.
    natürlich meine ich das dann immer noch. wenn meine bank pleite geht, mache ich die manager dafür haftbar. aber das wird nicht passieren. ich bin bei volksbank und sparkasse und von der volksbank gehört mir sogar ein teil.

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Das Herr Gauck den Finger in die Wunde legt, erkennt man schon an den geifernden Reaktionen hier im Forum. Richtig, Herr Gauck, sprechen sie solche Dinge offen an und haben weiterhin den Mut für klare Worte.
    herr gauck weiss gar nicht was er will. er will weniger politik in den banken, aber andrerseits soll die politik die banken retten, wenn sie schlecht wirtschaften. wenn eine bank, also ein privatunternehmen, pleite geht dann sind das IMMER managementfehler und NIE etwas andres. warum betont herr gauck das denn nicht? ich sag ihnen warum: er hat selbst geld spekulativ irgendwo angelegt und jetzt hofft er dass der steuerzahler ihm das sichert. wetten?
  9. #468

    .

    Zitat von leerzeichen Beitrag anzeigen
    Seine Ansicht, dass Banken unter staatlicher Leitung schlechter wirtschafteten, ist absolut richtig.
    Noch schlechter?
    Das kann ich mir kaum vorstellen.
  10. #469

    "Is eben so, geht nicht, kann man ja eh nicht ändern"

    Was mir furchtbar auf den Senkel geht: wenn Leute wie Herr Gauck und Leute hier im Forum es als "unsäglich albern" bezeichnen, wenn eine Masse an menschen, die aus allen Schichten stammen, auf die Straße geht, weil sie empört ist über die Gier einzelner, die uns erwiesenermaßen eine Krise beschert haben.

    Das klingt resigniert - so nach dem Motto "kann man ja eh nicht ändern, is eben so - ist ein romantischer Traum."
    Dass sich wirklich etwas ändern muss, ist KEIN Traum, sondern Realität. Will das etwa jemand abstreiten? Oder soll es munter weiter gehen mit der widerlichen Gier auf Kosten anderer?
    Alle wissen, dass die Banken hier den größten Anteil an dem Schlamassel haben. Sobald aber Leute wirklich auf die Straße gehen, um ihr Anliegen kundzutun, tut man sie als Chaoten ab, die einen romantischen Traum haben...

    Nicht sehr demokratisch, wie ich finde...