Frauenquote: Was wird aus den Alpha-Männern?

Jetzt*fahren Frauen die Ellenbogen aus - und in den Vorstandsetagen wird den Männern mulmig. Die drohende*Damenquote*gefährdet eine besondere Spezies in ihrem Lebensraum zwischen Büro, Bahnabteil und Business-Lounge: die Alphatiere.*Doch es gibt*Überlebensstrategien für die Mega-Machos.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...790418,00.html
  1. #110

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    Was diese offenkundige Abneigung gegen alles Vorherbestimmte angeht, die unschwer aus der Wortwahl der Vertreter der Quote hervorgeht, so ist hier anzumerken, dass aus dieser nicht minder unreflektierten ideologisch verquasten Position der Blick für die eigenen subjektiven Anstriche verloren gegangen ist. Der Wunsch einer (auch nur annähernd) vollständigen Emanzipation des Menschen von der Natur mag für manch kopflastigen Menschen verlockend sein, zeugt er dennoch von einer Arroganz und Verachtung wie man zu Zeiten der Veröffentlichung der Darwinschen Thesen beobachten konnte.
    Gegebenes ist schlecht, nur im Widerstreit und der Besiegung seines Naturells wird der Mensch erst zu einem solchen geadelt. Einige Zugeständnisse mussten jedoch den neueren Erkenntnissen gemacht werden, obschon sich in neueren Versuchen die erblichen Tendenzen zu marginalisieren („fast ausschließlich durch die Sozialisation bedingt“) weiterhin die Weigerung ausdrückt von der eigenen Position abzuweichen.
    Selbstverständlich sollte man als aufgeklärter Mensch nach einem hohen Maße der Impulskontrolle streben ohne jedoch zu ignorieren, dass der angenommene Handlungsspielraum, wie sich in zahlreichen Experimenten zur Entscheidungsfindung zeigte, viel kleiner ist als man sich zugestehen möchte.
    Wenn auch unfraglich in manchen Bereichen sich die charakterliche Konstitution eines Menschen in erster Linie aus den sozialen Umständen ergibt, und der Mensch durch die Fähigkeit zur Reflexion ein höheres Maß an Selbstbestimmung besitzt, so kann man doch nicht verkennen welchen immensen Einfluss rein hormonelle Situationen auf ihn haben können und somit Handlungstendenzen erzeugen. Andernfalls wären Antidepressiva bloße Placebos. Ein verdammt starkes jedenfalls.
    Ein gutes Beispiel bieten hier Mädchen mit AGS (Androgenitales Syndrom) bei denen in Studien ein jungenhaftes Spielverhalten festgestellt wurde, obwohl sie wie andere Mädchen auch dem gleichen so oft angeprangerten sozialen Druck ausgesetzt sind.
    Ferner stelle ich die rein quantitative Bewertung der Berufswahl in Frage. Frauen scheint es auch in männerdominierten Berufen noch immer um typisch weibliche Aspekte im Zuge der Interaktion zu sehen. Es zeigt sich also bei einer qualitativen Bewertung immer noch ein sehr deutlicher Unterschied.
    Ich möchte hiermit auch festhalten, dass ich mir sehr wohl bewusst darüber bin, dass es in jedem natürlichen System eine Schnittmenge gibt und ich keinesfalls behaupte, dass Frauen sich nicht in Männerdomänen behaupten können.
    Eine Frage stellt sich zum Abschluss: Sollte diese Geschlechterdebatte jemals abschließend wissenschaftlich zu klären sein, wären man bereit das Ergebnis zu akzeptieren wenn sie nicht den Vorstellungen entspräche?
  2. #111

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    Alpha Männchen sehen in Unterhosen oder ohne, genau so lächerlich aus wie ein Normalo!
    Wenn man so eine Type mal so erlebt hat, dannn fällt es schwer noch in Erfurcht zu erstarren!
    Alpha Weibchen sehen in Reizwäsche sicherlich attraktiver aus.
  3. #112

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    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Alpha Weibchen sehen in Reizwäsche sicherlich attraktiver aus.
    Ich weiß ja nicht, was Sie sich in ihren Träumen so für "Alpha-Weibchen" vorstellen, aber beim Gedanken an gewisse real existierende Exemplare dieser Gattung kommt einem dann doch eher die letzte Mahlzeit hoch als irgendetwas anderes.

    Allerdings verkennen Sie auch (wie so viele andere), was "Alpha-Männchen" auf dem Beziehungsmarkt tatsächlich so begehrenswert macht (denn sie sind gewiss in dieser Hinsicht keine "Problemgruppe"): Macht, Status, Geld + die entsprechende Ausstrahlung - Aussehen ist zwar förderlich, aber sicher nicht ausschlaggebend. Dass das funktioniert, erlebt man tagtäglich - was vermutlich auch mit DER Grund schlechthin für das tendentiell stärkere Streben eben nach Macht, Status und Geld beim männlichen Geschlecht ist, und die "Zaghaftigkeit" beim weiblichen diesbezüglich - es fehlt schlicht der "sexuelle" Antrieb. Diese offensichtliche Dynamik wird von den Quotenforderern und sonstigen "Frauenbewegten" verkannt, wenn nicht gar geleugnet. Lieber pinkelt man pauschal den Männern für ihr Verhalten ans Bein, anstatt sich auch mal geschlechtertechnisch an die eigene Nase zu fassen. Dabei kann sich allein dadurch mehr ändern als durch Tausend Quoten und Gleichstellungsprogramme. Denn es gilt die einfache Regel: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Also: Nachfrage ändern, und das Angebot ändert sich auch.
  4. #113

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    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht, was Sie sich in ihren Träumen so für "Alpha-Weibchen" vorstellen, aber beim Gedanken an gewisse real existierende Exemplare dieser Gattung kommt einem dann doch eher die letzte Mahlzeit hoch als irgendetwas anderes.
    Er stellt sich wohl Renate Künast, Claudia Roth oder Alice Schwarzer vor. Aber über Geschmack streitet man ja nicht...

    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    Allerdings verkennen Sie auch ... ...einfache Regel: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Also: Nachfrage ändern, und das Angebot ändert sich auch.
    Genau so.
  5. #114

    in Erfurt

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Alpha Männchen sehen in Unterhosen oder ohne, genau so lächerlich aus wie ein Normalo!
    Wenn man so eine Type mal so erlebt hat, dannn fällt es schwer noch in Erfurcht zu erstarren!
    Alpha Weibchen sehen in Reizwäsche sicherlich attraktiver aus.
    .
    Erfurt, Sie meinten sicherlich in Erfurt.

    Und - Angela Merkel?
  6. #115

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

    Lasst doch den Frauen den Hammerstress, den Hotelfraß, die Marathon-Sitzungen, den Herzinfarkt und Burn-Out. Worauf kommt's denn an im Leben ? Vielfliegerkarte, lächerlich teure Anzüge und kostspielige hysterische Ehefrauen ?

    Falsch.

    Auch mit ein paar Dienstgraden weniger lässt sich's prima Motorrad fahren, mit Kumpels Bier trinken, Fische am Feuer braten und in den Ferien in warmen Ländern süßen braunen Mädchen die Bauchnabel kitzeln.

    Zeit ist wichtiger als Geld. Jeder kommt mit einer voll geladenen Debit-Card zur Welt. Dann wird nur noch abgebucht. Verschulden, borgen, stunden ? Fehlanzeige ! Carpe diem.

    Schenkt den Quotenfrauen unsere Krankheiten und kühle Gleichgültigkeit.
  7. #116

    Alle Minderheiten proportional in die Aufsichtsräte !

    Ich finde es ja prima, wenn man auch das Recht von Minderheiten gegen die Macht der Mehrheit schützt. Aber mit welchen Methoden?
    Die Frauen meinen ja wohl, dass sie zu Unrecht im Berufsleben eine Minderheit darstellen. Zu Unrecht deshalb, weil ihr Bevölkerungsanteil rund 50% beträgt, ihr Anteil in den Karrierepositionen hingen deutlich weniger. Warum, das wird gar nicht hinterfragt, und wenn doch, dann wird es nicht zur Kenntnis genommen. Wo sind denn die vielen Ingenieurinnen, Juristinnen, BWLerinnen, die in den 70ern ihr Studium positiv abgeschlossen haben, 35 Jahre Erfahrung in einem lückenlosen und herausfordernden Berufsleben gesammelt haben und universell in einem Großunternehmen einsetzbar sind - d.h. mit ständiger Verfügbarkeit, Stressresistenz und Machtanspruch (ja: nur mit solchen Selektionskriterien kommt man an die Spitze!). Da ist es natürlich einfacher, sich ins gemachte, vor Zugluft geschützte Bettchen zu legen.
    Noch was, wenn wir schon von (vermeintlichen) Minderheiten sprechen: nach den Frauen werden andere (vermeintliche) Minderheiten ihren Anspruch anmelden: sind denn tatsächlich so viele Juden (Vorsicht: das ist nicht antisemitisch gemeint!) in den Aufsichtsräten, wie es ihrem Bevölkerungsanteil entsprechen würde, was ist mit den Behinderten, was mit den Menschen mit Migrationshintergrund usw. ? Alles Merkmale, die wie das Frau-Sein ein nicht durch das Verhalten des Einzelnen beeinflussbares Schicksal darstellen.
    Ich könnte mir die Finger wund schreiben. Aber wie ich es drehe und wende: jede Quotenregelung ist Quatsch, gefährlich für den Rechtsstaat und schädlich für die Frauen insgesamt, da jede Ihre durch Leistung erzielte Karriere gegen das Vorurteil der Quote rechtfertigen muss. Gab es bisher den Vorwurf "sie hat sich hochgeschlafen", wird es künftig heißen "sie hat sich hochgequotelt".