Hochwasser: In Thailand gilt Alarmstufe Rot

Hunderte Menschen sind gestorben, alte Tempel drohen zu versinken,*die Touristen-Hochburg Phuket muss Schlammlawinen fürchten: Die schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert bringen Thailand an die Grenzen seiner Kräfte - und vielerorts steht*das Schlimmste*noch bevor.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...790516,00.html
  1. #10

    Schon mal was davon gehoehrt

    das die Fluesse Auslaufzonen haben muessen oder ordentliche Deiche, beides gibt es in Thailand nicht da ist die Gier auf kurzfristigen Vorteil und gib bloss nichts ab an Andere zu gross und dann kommt es zur Ueberschwemmung. Wie es sein soll in einer einigermassen langfristig durchdachten Weise sieht man am besten in Myanmar, die haben mit dem Irrawaddy auch jedes Jahr dieselben Ueberschwemmungen (Monsum) wie in Thailand (Lopburi River, Ayutthaya und Chao Phraya River, Bangkok. Bei den Burmesen gibts keine wesentlichen Monsum Problem, denn da gibts genug Auslaufzonen, wie das z.B. in Mandalay aussieht sieht man hier, etwa Mitte der Seite:
    http://www.allmyanmar.com/myanmarmor...r-mandalay.htm
    Vergessen sie was in der Wiki steht.



    Zitat von taiga Beitrag anzeigen
    So ein Quark. Schon mal was von Monsunregen gehört? Auch der Begriff »Monsunklima«, der für diese Breiten gilt, existiert seit mind. 100 Jahren. http://de.wikipedia.org/wiki/Monsunklima
  2. #11

    Abpumpen!

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor allem PS-starke Boote werden benötigt. Sie werden im Fluss an Brückenpfeiler gekettet. Ihre Motoren laufen dann mit voller Kraft. Das soll die Fließgeschwindigkeit und damit das Ablaufen des Wassers ins Meer beschleunigen.
    Interessant, hatte Bilder davon im TV gesehen, und mich gefragt, was das soll.
    Aber ganz ehrlich: Das frage ich mich jetzt auch noch.
    Kommt mir auch komisch vor. Aber sowas Ähnliches hatte ich mir auch überlegt, als ich die letzten Spuren der Überschwemmung in Bangkok durchwatet habe: So wie Hamburg mit meterdicken Rohren die Lüneburger Heide für sein Trinkwasser leerpumpt, könnte man bei Bedarf von oberhalb der Städte einen Teil des Wassers mit Hochdruck ins Meer pumpen.

    Das Problem hierbei dürfte der Schlamm sein, so daß man das mit den Auslaufflächen, die andere hier propagieren, kombinieren müßte, damit sich das Gröbste setzen kann, statt die Pumpen zu verstopfen.
  3. #12

    kkkk

    Zitat von blob123y Beitrag anzeigen
    das die Fluesse Auslaufzonen haben muessen oder ordentliche Deiche, beides gibt es in Thailand nicht da ist die Gier auf kurzfristigen Vorteil und gib bloss nichts ab an Andere zu gross und dann kommt es zur Ueberschwemmung. Wie es sein soll in einer einigermassen langfristig durchdachten Weise sieht man am besten in Myanmar, die haben mit dem Irrawaddy auch jedes Jahr dieselben Ueberschwemmungen (Monsum) wie in Thailand (Lopburi River, Ayutthaya und Chao Phraya River, Bangkok. Bei den Burmesen gibts keine wesentlichen Monsum Problem, denn da gibts genug Auslaufzonen, wie das z.B. in Mandalay aussieht sieht man hier, etwa Mitte der Seite:
    http://www.allmyanmar.com/myanmarmor...r-mandalay.htm
    Vergessen sie was in der Wiki steht.
    Na, jetzt fassen Sie sich wieder. Sie machen übrigens ein völlig neues Fass auf, ist ja in Ordnung. Aber dann bitte beachten Sie auch, dass ich einzig und allein die Formel des Foristen »der Klimawandel lässt grüßen« aufgespießt habe. Überschwemmungen gehören in dieser Weltecke zu den normalsten annualen Ereignissen, mal stärker, mal schwächer, mal katastrophal. Aber primär steckt das Monsungeschehen dahinter, kein Klimawandel.
    Dass Flüsse Auslaufzonen haben müssen, ist ja wohl eine Binsenwahrheit.
    Zitat von blob123y Beitrag anzeigen
    Bei den Burmesen gibts keine wesentlichen Monsum Problem,
    Offensichtlich haben Sie Nagris damals versäumt:
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,551541,00.html
  4. #13

    Der Nagis war ein einmaliges Ereigniss

    das war ein banaler, sehr starker Sturm, Monson gibts jedes Jahr. Das ganze Problem kann man eigentlich in einen Satz fassen, die Menschen werden immer mehr und dringen immer oefter in Gegenden vor wo sie nicht sollten, da die Natur Platz braucht. Wenn man clever ist, Geld hat und weiss was man macht, wie die Hollaender, kann man das im Griff halten. Fuehr Thailaender treffen diese Definitionen nicht zu und deshalb gibts Aerger.


    Zitat von taiga Beitrag anzeigen
    Na, jetzt fassen Sie sich wieder. Sie machen übrigens ein völlig neues Fass auf, ist ja in Ordnung. Aber dann bitte beachten Sie auch, dass ich einzig und allein die Formel des Foristen »der Klimawandel lässt grüßen« aufgespießt habe. Überschwemmungen gehören in dieser Weltecke zu den normalsten annualen Ereignissen, mal stärker, mal schwächer, mal katastrophal. Aber primär steckt das Monsungeschehen dahinter, kein Klimawandel.
    Dass Flüsse Auslaufzonen haben müssen, ist ja wohl eine Binsenwahrheit.

    Offensichtlich haben Sie Nagris damals versäumt:
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,551541,00.html
  5. #14

    uuuu

    Zitat von blob123y Beitrag anzeigen
    das war ein banaler, sehr starker Sturm, Monson gibts jedes Jahr. Das ganze Problem kann man eigentlich in einen Satz fassen, die Menschen werden immer mehr und dringen immer oefter in Gegenden vor wo sie nicht sollten, da die Natur Platz braucht. Wenn man clever ist, Geld hat und weiss was man macht, wie die Hollaender, kann man das im Griff halten. Fuehr Thailaender treffen diese Definitionen nicht zu und deshalb gibts Aerger.
    Also, Ihre Wortwahl, da habe ich Probleme.
    Dieser Tropensturm war alles andere als banal, was vielmehr banal ist, dass er die von Ihnen so gerühmte Deichbaukunst der Birmanesen vollkommen überforderte.
    Banal ist auch die Aussage, dass die explodierenden Bevölkerungszahlen dafür sorgen, dass es zu diesen humanen Katastrophen entlang tropischer Flussauen kommt.
    Dass Sie sich hier ausgerechnet auf Thailand einschießen, erschließt sich mir nicht. Sie sollten vielleicht eher auf die strukturellen Mängel in Pakistan hinweisen wie z.B. das Großgrundbesitzertum, die der verarmten Landbevölkerung nur noch das gefährliche Besiedeln der Indus-Niederungen erlaubt. Mit den bekannten Folgen in 2010 und 2011.
  6. #15

    Monsun halt, mal stärker, mal schwächer, mal katastrofal...

    Es ist Monsunzeit in Thailand - ein Thai sagte mir mal: "im September regnet es hier nur einmal, vom 1. bis zum 30. September..."

    Diese Jahr setzte der Monsun früher als üblich und heftiger ein - das kommt vor und das gab es früher auch schon mal ab und zu. Dann gibt es zu viel Wasser und halt Überschwemmungen.

    Wenn dann noch irgendwelche Provinzfürsten die Fluttore zu den trockenen Reisfeldern nicht öffnen, ist hier die Politik gefragt, oder ein mutiger Bauer, dem sein Bezirksbürgermeister am Ar... vorbeigeht...
  7. #16

    contaminiertes Wasser ist Gift für die Reisfelder

    Zitat von the_flying_horse Beitrag anzeigen
    Wenn dann noch irgendwelche Provinzfürsten die Fluttore zu den trockenen Reisfeldern nicht öffnen, ist hier die Politik gefragt, oder ein mutiger Bauer, dem sein Bezirksbürgermeister am Ar... vorbeigeht...
    Das Wasser in den Überschwemmungsgebieten dürfte stark contaminiert sein.
  8. #17

    Floods in Ban Tak, Thailand

    Moin Moin,

    bin froh, das mal ein deutsches Nachrichtenmagazin endlich zum Thema Floods in Thailand berichtet.

    Unser Haus liegt in Ban Tak, OT Tak Tok, direkt an der Ban-Tak Fluss Ping Brücke ... Der Reisfeldablauffluss Huay mündet schräg hinter unserem Haus in den Ping. Wir hatten den ganzen September schon ein "wenig" Hochwasser, das lag am dem Bhumibol-Damm, der schon - für die Zeit entspannt - Wasser ablassen musste. Unser Lieblingsrestaurant in TakTok hatte nen kleinen Beachausläufer am Ping mit Tischen sonst immer bestückt, die waren halt überschwemmt ...

    Dann kam die Info über die Regenfälle in Chiang Mai ... Und auf einmal stiegt der Pegel des Ping an. Dann kam noch die Info über die Floods in Lampang & Region, die durch den Fluss Wang hier auch noch ankommen. Seitdem höre ich immer nur noch Nam Tuam.

    Als dann der Pegel steigt & steigt (seit dem 02.10) kommt abends der Katastrophenschutz und sagt, der Bhumibol Damm muss Wasser ablassen. Von 40 auf 60 miokm3 am Tag. Keiner konnte sagen, wieviel das bedeutet an Anstieg. Langsam kam der Pegel schon an unser Fundament an. Dann hiess es der Bhumibol hat die Regenfälle aus Chiang Mai erhalten (289 MioKm3) und öffnet auch noch den Überlauf auf 100 MioKm3 ...

    Dann kommen die örtlichen Lautsprecherdurchsagen & sagen, der Wang bekommt nu die Regenfälle aus Lampang in den Ping dazu ... Das sind dann 100miokm3 vom Ping & 89 miokm3 vom Wang auf einmal. Der Pegel ist inzwischen auf 2 Meter mehr gestiegen, unser Haus ist innen ca. 1m überflutet - dann kam die Ansage, es kommen nochmal mindestens 50cm oben drauf & wer denn kein Haus mehr hat, der kann in der Schule sich flüchten ...

    Die 50cm kamen dann auch dazu, wir haben die Tage den Hausrat komplett (incl. Klimaspiltaussengerät und so) ins Haus der Mutter gebracht - Ein Thai-Holzhaus auf Betonstelzen, das noch aus der Zeit vor der Regulierung durch den Bhumibol stammt & daher 3 Meter höher liegt ...

    Nun werden wir jeden Tag 2mal aus dem Boot mit Wasser & Reis vorsorgt, können nur noch rausschwimmen, der Ping ist komplett über die Ufer gelaufen & flutet nu das Hinterland komplett auf. Selbst die Ban-Tak-Brücke ist komplett mit 50cm - 1 Meter überspült, hier in der Strassen sind zwischen 75cm-2 Meter Wasserhöhe.

    Das Genick hat uns wohl noch nichtmal der Ping mit seinen 100 miokm3 / tag gebrochen, sondern noch der Wang obendrauf mit fast eben der gleichen Menge, der auch noch relativ langsam fliesst und zu so einem Badewanneneffekt führt. Der Scheitelpunkt ist z.Zt. hier noch nicht erreicht, aber der Pegel ist seit gestern mal nur noch 10cm gestiegen. Gut so, weil auch nur noch 80cm bei uns fehlen, bis Strom oder andere Infrastruktur wegbrechen würden.

    Daher kann ich nur alle Gebiete flussabwärts ehrlich warnen, der Bhumibol gibt immernoch fast 100 miokm3 am Tag & egal wo man flussabwärts liegt, das hier ist das krasseste in den 52 Jahren des Damms. Solche Überschwemmungen hat man hier noch nicht gesehen. Wenn ich mir nu Nakhon Sawan oder Ayuthaja als eh schon gebeutelte Region mit dieser Menge Wasser vorstelle, wird es dort den Gau sicher geben.

    Ich habe mal ein paar Foto´s der Tage hochgeladen, wenn´s hier nicht erlaubt sein sollte, bitte den Link löschen ...

    http://www.facebook.com/media/set/?s...6965dba&type=1
  9. #18

    Sie bekommens echt nicht mit.

    Ein schwerer Sturm ist ein banal schwerer Sturm was soll man da sonst sagen ? Wenn sie sowieso so clever sind sollten sie eigentlich mitbekommen haben dass dies im Irrawaddy Delta ablief, dort gibts keine Deiche und in der Regel auch keine nennenswerte Ueberschwemmungen, natuerlich kommt mit dem Monsoon mehr Wasser und ich bin auch schon oefters durch das Wasser, speziell Richtung Hlaing in Yangon gepfluegt, dort gibts keine Kanalisation aber dies ist immer nur eine Sache von ein paar Stunden. Ich glaube sie waren noch nie in Thailand speziell Ayutthaya / Bangkok, dort draengen hundertausende Menschen aus den anderen Teilen des Landes in the Problemzonen hinein und da sollten die nicht sein, denn jeder weiss das dort jedes Jahr die Flut kommt, alle wissen dies aber trotzdem ziehen die dort hin und nachher jammerns. Ich "schiess" mich auf gar nichts ein, ich reflektiere nur was ich sehe, das es Pakistanis und Bangladeshis noch schlimmer haben kann man nicht aendern, die Ursachen aber sind dieselben, also keine Ablenkungsmanoever.


    Zitat von taiga Beitrag anzeigen
    Also, Ihre Wortwahl, da habe ich Probleme.
    Dieser Tropensturm war alles andere als banal, was vielmehr banal ist, dass er die von Ihnen so gerühmte Deichbaukunst der Birmanesen vollkommen überforderte.
    Banal ist auch die Aussage, dass die explodierenden Bevölkerungszahlen dafür sorgen, dass es zu diesen humanen Katastrophen entlang tropischer Flussauen kommt.
    Dass Sie sich hier ausgerechnet auf Thailand einschießen, erschließt sich mir nicht. Sie sollten vielleicht eher auf die strukturellen Mängel in Pakistan hinweisen wie z.B. das Großgrundbesitzertum, die der verarmten Landbevölkerung nur noch das gefährliche Besiedeln der Indus-Niederungen erlaubt. Mit den bekannten Folgen in 2010 und 2011.
  10. #19

    ...Und sie lernen nichts daraus...!

    Wir leben nun schon einige Jahre im Norden Thailands. Das ist nicht der erste grosse Monsunregen, nein, man kennt solche Flutkatastrophen hier zur Genüge. Der Thai neigt dazu, alles zu verdrängen oder zu verniedlichen. Es wird seit Jahren an Abhängen brandgerodet und daher werden unzählige Strassen jedes Jahr in der Regenzeit verschüttet. 'Mai pen rai' (macht nichts oder ist halt so) ist dann die Devise. Man ist hier sehr zurückhaltend im Lernen; vom Farang, dem Ausländer, der hier sowieso als Mensch zweiter Klasse gilt, akzeptiert man schon gar nichts! Im Land des Lächelns wird das Geld lieber für Militäranschaffungen ausgegeben, als für Weiterbildung oder Katastrophenhilfe und der Rest verschwindet in den Taschen der allesamt korrupten Politiker - das funktioniert so hinunter bis zum Dorfchef. Also, es wird sich in Thailand, auch nach dieser Katastrophe, GAR NICHTS ändern!!! Der Rufer