Vorspiel zum Unistart: Wir wären dann soweit

Bevor*Fabienne, Marc und Larissa*an der Uni starten, müssen sie*lernen, sich zu Hause abzunabeln und woanders zu wohnen. Das bedeutet: Mutter-Tochter-Zwist im Möbelhaus, Sächsisch-Crashkurs im Einwohnermeldeamt -*und Lampenfieber vor dem ersten Hochschul-Tag.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...788910,00.html
  1. #30

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    Zitat von spiritof81 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen frage ich mich, warum hier drei "Geisteswissenschaftler" (vulgo "Laberköppe") vorgestellt werden und nicht 1 MINT, 1 BWL/VWL/Jura sowie 1 GW und zudem aus möglichst unterschiedlichen Milieus. Das wäre evtl. spannender gewesen. So riecht alles nach bildungbürgerlichem Muff, der unter sich bleiben will.
    Eventuell, weil das Studienfach doch vollkommen irrelevant für das Thema des Artikels ist.
    Ist doch vollkommen wurscht - wer durchs Studium eben raus aus dem behüteten Umfeld in eine neue Stadt zieht, dem geht es kein bisschen anders, egal ob er BWL oder Philosophie studiert, oder lieber Reis als Spaghetti isst....

    Im Übrigen muss ich als Maschinenbauer hier wohl mal ne Lanze für die ganzen Geisteswissenschaftler brechen...
    Die realistische Selbsteinschätzung sagt mir, dass ich ein ziemlich faules Stück bin. Aber selbst als fauler Sack ist der gute alte Maschinenbau durchaus auch zu schaffen, ohne sich ein Bein auszureißen oder vor jeder Klausur in Blut, Schweiß und Tränen auszubrechen.
    Man sollte sich vielleicht mal nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen und mal eben schnell mit dem Finger auf jemand anderes deuten, und dabei lauthals kundtun, dass man sich für was besseres und klügeres hält.
    Gerade diese Phase gilt es doch hinter sich zu lassen und anderem erstmal wertungsfrei und neugierig gegenüberzustehen.
  2. #31

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    Zitat von doc_dawson Beitrag anzeigen
    ist es wenn in den sogenannten MINT-Fächern eine höhere Anwesenheitszeit an der Uni obligatorisch ist und die bessere Bezahlung der Absolventen ist natürlich nur der Diskreditierung der Geisteswissenschaften in der deutschen, technisierten Gesellschaft geschuldet. Vielleicht sollten sie mal bei Leuten nachhören, die neben ihrer naturwissenschaftlichen Promition einen geisteswissenschaftlichen Master nebenbei auf einer Arschbacke absitzen und sich kaputtlachen über die Anforderungen, oder wieso mit schöner Regelmäßigkeit Zweihörer aus den MINT-Fächeren in diveren Geisteswissenschaften deutlich über dem Notenschnitt liegen. Bestimmt nur, weil es auch an sich Überflieger sind.
    Also ich hatte im Grundstudium zu alten Masterzeiten 40 Wochenstunden Anwesenheitspflicht. Plus Lektüre in allen drei Fächern, Hausarbeiten usw. Aber die Attitüde, man haben in einem geisteswissenschaftlichen Studium nichts zu tun, hält sich halt. Und 12 Semester studieren ist spätestens seit dem Bachelor Geschichte.
  3. #32

    Natürlich

    hat man früher anders, vielleicht spartanischer gewohnt, die Zeiten waren aber auch andere...
    Mein Vater erzählt auch regelmäßig, wie er mit einer Schaumstoffmatratze umgezogen ist, sich in ein Zimmer mit Außenklo einmietete und Steine auf der Baustelle klaute, um daraus Tischbeine zu stapeln...
    Allerdings stellt er richtig fest: Das war vor über 40 Jahren.
    Soll ich im ernst Ewigkeiten auf die Suche nach der letzten Bruchbude gehen, mich im Endeffekt an der Nebenkostenabrechnung doch wieder dumm und dämlich zahlen, nur um sagen zu können "Ich lebe wie vor 45 Jahren"? Klingt schon ein bisschen albern.
    Abgesehen davon leben längst nicht alle Studenten im Luxus.
    Meine Einrichtung ist größtenteils billig von Ikea, ich wohne in einem Plattenbau in einer Wg und zahle weniger als 180€. Ist das wenig genug, dass ich mich nicht schämen muss?

    im übrigen macht Fabienne einen ziemlich unsympathischen und arroganten Eindruck.
    Warum sollte sie sich mit diesen kleinen armseligen Erstsemestern abgeben, die suchen Kontakte und versuchen über die Frage "was studierst du?" Kontakt herzustellen... IHHHHHHHHHHHH!
    Schließlich hat sie ja schon tolle Leute, mit denen sie voll auf einer Wellenlänge ist!
    Na viel Spaß beim alleine in der Mensa essen...
  4. #33

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    Zitat von phantomias Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon leben längst nicht alle Studenten im Luxus.
    Meine Einrichtung ist größtenteils billig von Ikea, ich wohne in einem Plattenbau in einer Wg und zahle weniger als 180€. Ist das wenig genug, dass ich mich nicht schämen muss?
    ne, das reicht noch nicht zum nicht schämen! :-) ich hab mal 3 semester in einem wohnheim gewohnt, das 135 euro im monat gekostet hat. da gabs ein gemeinschaftsbad mit jeder menge waschbecken, 2 klos mit ziehspülung, stinkenden ost-linoleum und diese langen gittrigen krankenhausdeckenlampen. die küche war für 13 leute zugänglich und hatte etwa 10qm und die wände waren so dünn, dass man nichtmal einen nagel in die wand schlagen durfte. :-)
  5. #34

    Ja, anders.

    Zitat von diefreiheitdermeinung Beitrag anzeigen
    aber als ich damals in Berlin studierte nahm ich mir fuer einen sehr niedrigen Betrag ein moebliertes Zimmer bei einer alten Dame, die nicht ganz unfroh dass sie jemanden in der Wohnung hatte, der auch mal eine kleine .....
    Ja, das ist heute tatsächlich anders. Für 25€ kann man nicht mehr wohnen.