Steve Jobs' Wertesystem: Der i-Philosoph

Er hat*geniale Geräte gebaut, Design-Ikonen geschaffen, die Musikindustrie umgekrempelt - ja, sicher. Doch Steve Jobs' wahres Vermächtnis*liegt woanders: Der Kalifornier war der größte praktische Philosoph des 21. Jahrhunderts.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...790209,00.html
  1. #280

    Einfach nur peinlich...

    ...wie weit sich der Spiegel von einem neutralen Medium entfernt hat. Solche Lobhudeleien auf ein privates Unternehmen sind doch nichts weiter als Werbung. Und das ist wohl auch beabsichtigt, denn wer aufmerksam beobachtet hat, wie sehr der Spiegel und SPON in den letzten zwei, drei Jahren alles, was Apple tut und produziert, hochgejubelt haben, der kann eigentlich nur den Schluß daraus ziehen, daß die Firma Apple den Spiegel dafür sehr gut bezahlt hat.

    Einen Firmengründer wie Jobs als "Philosophen" zu bezeichnen, ist geradezu grotesk. Er war ein sehr geschickter Unternehmer und Werbestratege, das ja. Aber "Philosoph" und "Weltverbesserer"? Das ist nichts weiter als Unsinn.

    Das was Jobs und sein Unternehmen erschreckend gut gekonnt haben, ist doch vor allem eins: Bedürfnisse beim Verbraucher wecken, die er eigentlich gar nicht hat. Das ist werbetechnisch extrem gut gelungen, das muß man neidlos anerkennen. Aber der ganze Hype um "IPad", "IPhone" und ähnliches zeigt vor allem auch, wie verführbar die Masse ist. Rational ist es jedenfalls nicht zu erklären, daß Menschen sich nachts um 0 Uhr fast prügeln, um so früh wie möglich die neuesten Apple-Produkte zu bekommen. So etwas löst bei mir nur Kopfschütteln aus.
  2. #281

    Visionär ja, Philosoph nein.

    Steve Jobs war mit Sicherheit ein Visionär. Nicht viele Menschen können, über die nahe Zukunft hinaus, im freien Gedankenraum eine Idee zeichnen. Und die bis ins Hier und Jetzt runter brechen, um dann dem Ziel entgegen zu arbeiten. Kreativität, Idealismus, Hartnäckigkeit und sicherlich auch eine innere Gelassenheit, das sind Begriffe für Steve Jobs.

    Aber ein Philosoph war er nie. Seine Krebserkrankung hat seinen Blick für's Wesentliche, vor allem für die Vergänglichkeit, geschärft. Und wer finanzielle Unabhängigkeit erreicht hat, bescheinigt der Umgebung auch gerne, einfach der inneren Stimme gefolgt zu sein. Jobs Philosophie bewegt sich auf dem Niveau von "Mieses Karma". Liest sich nett, aber für Nachdenkliche zu flach.

    Er hatte eine gesunde Einstellung zum Leben, aber eine kränkliche zu seiner Umwelt. Er war halt ein Visionär und kein Philosoph.
  3. #282

    Einfache Frage

    Da stellt sich für mich ja nur noch eine Frage, nachdem ich

    "Wenn ich morgen stürbe, würde ich dann tun, was ich heute tue?"

    gelesen habe:


    "Wenn ich morgen stürbe, würde ich dann heute ein iphone kaufen?"
  4. #283

    hihi

    Zitat von T-Rex Beitrag anzeigen
    Na was für ein schrecklicher Mensch muss DAS gewesen sein ?

    Entschuldigen Sie ! Es kann nicht jeder Sozialpädagoge, dazu muss man geboren sein.

    Die nicht ganz perfekten Menschen leiten dann eben ein Unternehmen so, dass es aus komplizierter Technik gebräuchliche Werkzeuge zur Kommunikation macht, die auch noch für teures Geld gekauft werden.

    Diese Werkzeuge beschleunigen dann ein bischen die Bildungsmethoden auf dem Planeten, revolutionieren die Medizin, erleichtern Wissenschaft und Demokratie und so.
    Aber leider wird der Sausack mit diesem Mist reicher als die deutschen Philosophen Dieter Bohlen und Oliver Pocher.

    Un-ver-schämt-heit
    Sehr schön...bleibt eigentlich noch hinzuzufügen, was die Banken so verborchen haben in letzter Zeit. Wie steht es eigentlich damit...dagegen sieht doch Jobs aus wie ein Waisenknabe...der hat wenigstens für nen guten Aktienkurs gesorgt und eine Menge Menschen mit den Produkten begeistern können.
    Können das die großen Banken auch von sich behaupten? Bevor also dieser Mann post mortem an den Pranger gestellt wird, sollte man sich lieber überlegen, wer da eigentlich stehen sollte....Wollt ihr Barnabass oder den anderen frei lassen...und alle schrien Barnabass der Mörder solle begnadigt werden...

    Steve Jobs war sicher kein Befreier oder Weltverbesserer (jedenfalls nicht in dem Rettersinne). Er hat gute und schöne Produkte mit-entwickelt, mit-vermarktet und war für Apple selbst eine Art Wahrzeichen. Er hat etwas geschaffen was durchaus genial und herausragend ist. Das darf man ruhig würdigen. Das mit seinem Tod einer der ganz großen der IT Branche gegangen ist, kann man zweifellos so sagen.
    Ausdrücke wie Philosoph und Weltverbesserer sind allerdings schon etwas abstrakt gewählt.
    Also warum soll man nicht würdigen dürfen, was diese Mensch geleistet hat? Warum soll man jetzt Unrat über den Mann schütten...?
  5. #284

    Ihr Wort ...

    Zitat von punjaabi24 Beitrag anzeigen
    Die große Leistung des Steve Jobs war es eben, ein Gespür dafür zu haben, wie man den Workflow von Software und die Beschaffenheit von Hardware so designt, dass man sich als Benutzer möglichst wenig mit der Technik, sondern in erster Linie mit der Nutzung beschäftigen kann.
    ..
    Also R.I.P. Steve and thank you.
    Vor dem Tod sind alle gleich. Wer Häme über Gräbern ausschüttet tut mir ehrlich gesagt ziemlich leid.
    ... in Gottes Ohren.
    Schade, dass es in Deutschland im Gegensatz zur Schweiz nicht verstanden wird.
  6. #285

    Ui

    Zitat von Searchio Beitrag anzeigen
    Wer das von sich behaupten kann?
    Jede gute Mutter zum Beispiel.
    Jeder Lehrer der freiwillig im letzten Winkel der Anden, weitab von jeder medialen Aufmerksamkeit, für ein Handgeld Kindern das lesen beibringt.

    Neid? Ich habe fast schon Mitleid mit Menschen die das so sehen wie sie.

    Ihr Kommentar ist ein Spiegel der verdrehten Werte dieser Welt.
    Jetzt werden aber die großen Pathosgeschütze aufgefahren. Die von Ihnen genannten Personen sind jedoch keine Personen der Öffentlichkeit, noch stehen sie an der Spitze eines Konzerns. Wenn es danach ginge, dann dürfte man auch keinen Olympioniken mehr bewundern, keinem Weltmeister im Irgendwas zujubeln.
    Es hat schon viel mit Neid zu tun. Es ist der Neid, das manche sich etwas leisten, das einem selbst aus bestimmten Gründen zu teuer ist (Geldmangel ist damit nicht gemeint). Es geht um den Neid, dass die einen dazugehören und man selbst eben nicht...obwohl das eigentlich mit Ende der Pubertät ausgestanden sein sollte. Es geht nur um Neid...um nichts anderes. Das erkennt man auch an den meist hochemotionalen Argumentationen...da wird der Boden der so oft herbeigebetenen Rationalität verlassen und einfach gewettert und geschimpft.
    Natürlich hat er die Welt verbessert...ein kleines Stückchen für diejenigen, die sich darauf einlassen.
    Genauso wie eine Mutter oder ein Lehrer die Welt ihrer/seiner Schützlinge verbessert (oder es sollte). Die Helden des Alltags kommen eigentlich nicht zu kurz...sie stehen eben nicht in der Zeitung, weil das jeder mehr oder weniger als alltäglich emfpindet, was da geleistet wird.
    Warum darf man Jobs nicht als ausergewöhnlichen Menschen darstellen? Es ist der Neid...anscheinend gibt es viele Menschen die mit dem Erfolg anderer oder den Besitztümern anderer Probleme habe...das sind aber die Probleme der Neider und nicht die von MS, Apple, HTC, Samsung und Konsorten. Es geht auch nicht um die Qualität eines Produktes...es ist schon fast etwas wie Religion...die einen Katholisch (PC), die anderen Protestantisch (Apple) und die ein oder anderen Exoten...öhm...das ist jetzt ohne Wertung gemeint.
    Ich habe in der Tat noch keine einzige sachliche Diskussion zu diesem Thema gehört....keine einzige...warum? Gute Frage....hehe
  7. #286

    Jaja

    Zitat von tobias1980 Beitrag anzeigen
    ...wie weit sich der Spiegel von einem neutralen Medium entfernt hat. Solche Lobhudeleien auf ein privates Unternehmen sind doch nichts weiter als Werbung. Und das ist wohl auch beabsichtigt, denn wer aufmerksam beobachtet hat, wie sehr der Spiegel und SPON in den letzten zwei, drei Jahren alles, was Apple tut und produziert, hochgejubelt haben, der kann eigentlich nur den Schluß daraus ziehen, daß die Firma Apple den Spiegel dafür sehr gut bezahlt hat.

    Einen Firmengründer wie Jobs als "Philosophen" zu bezeichnen, ist geradezu grotesk. Er war ein sehr geschickter Unternehmer und Werbestratege, das ja. Aber "Philosoph" und "Weltverbesserer"? Das ist nichts weiter als Unsinn.

    Das was Jobs und sein Unternehmen erschreckend gut gekonnt haben, ist doch vor allem eins: Bedürfnisse beim Verbraucher wecken, die er eigentlich gar nicht hat. Das ist werbetechnisch extrem gut gelungen, das muß man neidlos anerkennen. Aber der ganze Hype um "IPad", "IPhone" und ähnliches zeigt vor allem auch, wie verführbar die Masse ist. Rational ist es jedenfalls nicht zu erklären, daß Menschen sich nachts um 0 Uhr fast prügeln, um so früh wie möglich die neuesten Apple-Produkte zu bekommen. So etwas löst bei mir nur Kopfschütteln aus.
    Und ich hab schon Leute bei Aldi gesehen, die sich um die letzten Mediopc´s geprügelt haben...oder Kiddies beim Release der PS3...schonmal am Wühltisch im SSV gewesen? Sie werden schockiert sein, zuwas gestandene Hausfrauen in der Lage sind, wenn es um ein paar schöne Socken geht...reduziert selbstverständlich ;)
  8. #287

    Rip

    Für die Familie tut es mir leid, aber...

    R.I.P. Deutsche Printmedien für so viel Pathos für einen erfolgreichen Geschäftsmann.

    hier klang ja die Mär der deutschen Neidgesellschaft an.

    Die erleben wir ja gerade in Griechenland, den USA, Spanien, GB. und einigen Afrikanischen Staaten. Dieser Pöbel und Mob. Sollen Konsumieren und die Klappe halten

    Diese böse Mehrheit, die sich echauviert, das einige wenige den Vorteil, in einer Industriegesellschaft zu leben, zu gigantischen Vermögen nutzen ohne auf die Belange derer, die für dieses Vermögen sorgen, zu berücksichtigen.

    Gehört verhaftet, so ein Volk (wird ja in den USA gerade praktiziert)
  9. #288

    Beeindruckend,,,

    schön inszenierte Götterdämmerung, leider diesmal ohne geniale künstlerische Meisterhilfe.

    Nichts gegen den armen Mann, aber dieser Kult um ihn herum ist unerträglich.

    Wetten dass Apple bald ein chinesisches Unternehmen sein wird?