Spiele-Erfinder: Träume in Pappschachteln

Neue Welten basteln und deren Regeln gleich mit - Brettspiele zu erfinden, das klingt nach Traumjob. Nur ist die Realität voller Spielverderber, die meisten Ideen scheitern. Zu Besuch bei drei Machern: Einer lebt vom Spieleerfinden, einer hofft auf den großen Wurf, einer ist der Entscheider.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...788233,00.html
  1. #10

    Tolle, aber traurige Spiele im Keller? Veröffentlicht sie im Communityverlag Spieltz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Welten basteln und deren Regeln gleich mit - Brettspiele zu erfinden, das klingt nach Traumjob. Nur ist die Realität voller Spielverderber, die meisten Ideen scheitern. Zu Besuch bei drei Machern: Einer lebt vom Spieleerfinden, einer hofft auf den großen Wurf, einer ist der Entscheider.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...788233,00.html
    ‎...für alle, die Prototypen von Spielen im Keller liegen haben, die vor sich hinverstauben: Wir freuen uns bei www.spieltz.de auch über Spiele zu Nischenthemen! Wir stellen Kleinauflagen her und drucken Spiele On Demand. Jeder kann bei uns kostenlos einen Online-Shop eröffnen und darüber seine Spiele verkaufen. Reich wird man damit auch nicht, aber als kleines Zubrot interessant - und man kann sich als Autor präsentieren, bekommt Feedback und Bestätigung. Ich bin sicher, dass sich in manchen Kellern echte Perlen verstecken:)
  2. #11

    Deswegen ist Print&Play ja auch so beliebt. Und momentan ist der Reibach wohl eher bei den Apps zu suchen. Brettspielumsetzungen, das heißt meist das Grafik und Regelnwerk schon vorhanden ist, der Rest ist schnell gemacht. Und die Zielgruppe ist um einige Faktoren höher.

    Ansonsten findet man alle Informationen und auch Kontakte zu nahezu allen Größen der Industrie hier: http://www.boardgamegeek.com
  3. #12

    Bericht aus dem Dunkeln

    Zitat von roterschwadron Beitrag anzeigen
    Leute, die über ihre Erfahrungen mit einer Nichtveröffentlichung ihrer Spielidee erzählen? Ich meine, das könnte etwas Licht ins Dunkle bringen.
    Okay, hier ein Beispiel, wie es mir mal ergangen ist. Und da ist nichts dazu erdichtet.

    Nürnberger Spielwarenmesse 1997
    Termin beim "renommierten schwäbischen Verlag"
    Gegenüber zwei Personen aus der Redaktion, wobei eine Person nur notierte, aber nicht viel sagte. (Und unten auch nicht zu Wort kommt.)
    Prototyp auf den Tisch gepackt.
    Gegenüber: "Da sind ja zwei Würfel dabei."
    Autor: "Das haben Sie richtig erkannt."
    G: "Würfel sind out."
    A: "Ach so."
    G: "Ja, ist so. Die Spieler wollen heutzutage Spiele mit Karten."
    A: "Aber Würfel bieten die schnellste Möglichkeit, ein Zufallsergebnis herbeizuführen. Man könnte auch Karten ziehen, aber das ist deutlich langsamer."
    G: "Aber Würfel sind dennoch out."
    A: "Dann brauche ich Ihnen den Prototyp ja gar nicht näher zu zeigen?"
    G: "Doch. Machen Sie mal."
    Beide G's nehmen sich tatsächlich ausreichend Zeit, um das Spiel zu erläutern. Einen Prototyp brauche ich selbstredend nicht zuzusenden.
    Beim Zusammenpacken frage ich nach: "Welcher Art Brettspiele suchen Sie denn zurzeit?"
    Man ahnt es schon im Voraus. (1997!)
    G: "Etwas Vergleichbares wie Siedler von Catan."
    A: "Aber Siedler wird doch auch mit Würfeln gespielt. Dabei sind sie DAS vorantreibende Spielelement."
    Kurze Denkpause bei G: "Sie haben eigentlich Recht."

    Dem konnte nichts weiter von Belang hinzugefügt werden.
  4. #13

    aus dem Halbdunkel

    Zitat von roterschwadron Beitrag anzeigen
    Könnten Sie eventuell auch einen Link zu den Leuten posten, die über ihre Erfahrungen mit einer Nichtveröffentlichung ihrer Spielidee erzählen? Ich meine, das könnte etwas Licht ins Dunkle bringen. Denn die im Dunkeln sieht man nicht...
    Auf dieser Seite ist mal eine Entstehungsgeschichte
    beschrieben:
    http://zuspieler.de/entwicklungstage...uerfelt-nicht/
  5. #14

    Ein Lesetipp:

    Cameron Browne hat in seiner Doktorarbeit ein
    Computerprogramm entwickelt, was vollautomatisch
    neue Brettspiele entwickelt.

    In seinem neuen Buch "Evolutionary Game design"
    http://www.amazon.de/Evolutionary-De...7233482&sr=8-7
    beschreibt Browne auf unterhaltsame Weise, wie
    sich das Projekt entwickelte (und zum Teil verselbständigte).
  6. #15

    Geduld..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Welten basteln und deren Regeln gleich mit - Brettspiele zu erfinden, das klingt nach Traumjob. Nur ist die Realität voller Spielverderber, die meisten Ideen scheitern. Zu Besuch bei drei Machern: Einer lebt vom Spieleerfinden, einer hofft auf den großen Wurf, einer ist der Entscheider.

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    Als Spieleautor brauchst du zwei Dinge: Geduld und Glück- wenn das Spiel gut ist, klappt es irgendwann. Für angehende Autoren sei noch der "Spieleautorenleitfaden" von Tom Werneck genannt. Bekommt man hier: Bayerisches Spiele-Archiv Haar e.V.