Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?

Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
  1. #1

    Schwachsinn.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
    Das ist doch nun wirklich sowas von wurscht.
  2. #2

    Nein

    Warum sollte er scheitern wenn der € wieder etwas mit der Real Wirtschaft zutun bekämme.
    Das gilt aber für jede Währung.
    Die EU hat es auch schon ohne den € gegeben könnt Ihr Euch daran nicht mehr erinnern? Ich schon und es hat Funktioniert.
    LOL
  3. #3

    Die EU oder die Bedeutungslosigkeit.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
    Die EU wird nicht aus Humanismus gegründet sondern aus machtpolitischen Überlegungen. Stellte früher der "weiße" Mann noch einen großen Anteil der Weltbevölkerung dar, so schwindet seit Jahren sein Anteil und damit sein Einfluss. Die neuen Supermächte sind die bevölkerungsreichen Länder China (1,3 Mrd. Menschen), Indien (1 Mrd. Menschen), Braslien, Indonesien, etc. Selbst das bevölkerungsreiche Deutschland mit seinen 80 Mio. Einwohnern würde kaum noch wahrgenommen werden, ähnlich wie heutzutage Belgien oder Österreich in der EU. Der Zusammenschluss der europäischen Staaten mit über 500 Mio. Menschen, stärkt damit den machtpolitischen Einfluss der Europäer und ist die einzige Möglichkeit in Zukunft wahrgenommen zu werden.
  4. #4

    Zitat von franzdenker Beitrag anzeigen
    [...]
    Selbst das bevölkerungsreiche Deutschland mit seinen 80 Mio. Einwohnern würde kaum noch wahrgenommen werden, ähnlich wie heutzutage Belgien oder Österreich in der EU. Der Zusammenschluss der europäischen Staaten mit über 500 Mio. Menschen, stärkt damit den machtpolitischen Einfluss der Europäer und ist die einzige Möglichkeit in Zukunft wahrgenommen zu werden.
    Ob Deutschland in Zukunft noch wahrgenommen wird, hängt ganz entscheidend davon ab, ob D auf Grund eines guten Bildungssystems weiterhin wirtschaftlich hervorragende Leistungen abliefert. In welcher Währung die Leistungen abgerechnet werden ist dagegen zweitrangig.
  5. #5

    Also von Wirtschaft und Finanzen habe ich keine Ahnung aber ich meine, nein, wieso?

    Die EU hat es vor der Einführung des Euro schon gegeben, also damals als alle ihre eigene Währung hatten.
    Und von den 27 Mitgliedern, haben heute, glaube ich 10 oder 11 Mitglieder-Staaten, immer noch keinen Euro.
    Sollte noch einer dazu kommen (sprich Griechenland), das wird nicht viel ändern..


    Wenn Angie ihr eigenes Wirtschaftsminsterchen rügt, weil er plötzlich im Anfall des Billig-Populismus von der möglichen Griechenland-Pleite öffentlich labert und damit den Börsen-Haien und Spekulanten Munition gibt, dann muß sie sich auf an die eigene Nase fassen. Sie hat neulich gesagt; wenn Euro fällt, fällt auch die EU..Das ist genauso unverantortlich zu sagen, wenn man in der Funktion ist, in der sie ist.
  6. #6

    Ich

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    Also von Wirtschaft und Finanzen habe ich keine Ahnung aber ich meine, nein, wieso?

    Die EU hat es vor der Einführung des Euro schon gegeben, also damals als alle ihre eigene Währung hatten.
    Und von den 27 Mitgliedern, haben heute, glaube ich 10 oder 11 Mitglieder-Staaten, immer noch keinen Euro.
    Sollte noch einer dazu kommen (sprich Griechenland), das wird nicht viel ändern..


    Wenn Angie ihr eigenes Wirtschaftsminsterchen rügt, weil er plötzlich im Anfall des Billig-Populismus von der möglichen Griechenland-Pleite öffentlich labert und damit den Börsen-Haien und Spekulanten Munition gibt, dann muß sie sich auf an die eigene Nase fassen. Sie hat neulich gesagt; wenn Euro fällt, fällt auch die EU..Das ist genauso unverantortlich zu sagen, wenn man in der Funktion ist, in der sie ist.
    fand die EG der 12 in Ordnung, wenn man unbedingt erweitern wollte hätte man noch die EFTA Staaten dazunehmen sollen , und gut wär´s gewesen. Der Euro war m.E. zu früh und 2000 so überflüssig wie ein Kropf.Ohne Euro mit einer Währungsschlange geht das genau so gut. Aber ich bin kein Finanzfachmann.
  7. #7

    viele Fragezeichen

    Rocker schrieb: habe keine Ahnung von Wirtschaft und Finanzen
    Wenn er doch der einzige wäre! Unsere Politiker?
    Woher sollen die es nehmen? Physiker, Juristen, Bundeswehr-Ärzte... das sind halt Entscheidungsfachleute, die sich einflüstern lassen. Und all die Gremien: Wirtschaftsweise, Experten für Wirtschaft... haben die schon einmal mit ihren angeblich wissenschaftlichen Methoden die zukünftigen Entwicklungen richtig vorausgesagt?
    Liebe Wirtschaftswissenschaftler, was für eine Wissenschaft ist das eigentlich? Oder seid ihr eigentlich nur Ideologen, die im Dienste von (...) Weltanschauung verbreiten. Mit welchem Ziel tut ihr das? Widerrede erwünscht!!
    Ich würde mir wünschen, dass die arme Frau Merkel an ihrer Seite Experten hätte, die ihr fundierte Lösungswege anbieten für den Umgang mit einem wankenden Weltfinanzsystem.
    Wir leben in spannenden Zeiten, lasst uns tanzen solange die Musik spielt...
  8. #8

    Europa und der €...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
    So wie sich die heutige Situation darstellt, hat Frau Merkel recht...
    Die Verträge sind eindeutig. Zwar sieht der Lissabon-Vertrag den Austritt eines Landes aus der EU vor:
    "(1) Jeder Mitgliedstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten."
    http://dejure.org/gesetze/EU/50.html
    Ausstiegsklauseln für den Austritt aus dem Euro als Währung sowie der €Zone gibt es allerdings nicht. De facto muß man um die €Zone zu verlassen und um den € aufzugeben auch aus der EU austreten. Merkel weis um diese Dinge und äußert sich sehr vorsichtig und schließt daher eine Insolvenz in der €Zone aus. Angesichts der Erfahrungen aus der LehmanPleite 2008(eine mittelgroße Investmentbank, deren Pleite weltweit die Finanzkrise erst richtig auslöste), will man eine Insolvenz innerhalb der €Zone unbedingt vermeiden. Das Risiko des 350 Mia. € Schuldenberges auf die EU-Banken- und Staatenwelt wird als hoch eingeschätzt. Daher wagt man "nur" den kontrollierten Umtausch mit Renditeverzicht auf Bonds mit verlängerter Laufzeit. Angesichts der desolaten Lage Griechenlands ist ein Abschlag aber de facto unvermeidlich, nur wie...?
    Alles andere als weit mehr als die Hälfte weniger nützt den Griechen nix und nun ist es ein schwerer Fehler, daß zusammen mit dem Euro keine Krisenmechanismen geschaffen wurden...Ganz gleich wie man zu Soros steht, in dieser Beziehung hat er recht...
    "Bei einem derartigen Szenario müssen Maßnahmen ergriffen werden, die helfen, eine finanzielle Kernschmelze der gesamten Euro-Zone zu vermeiden."
    http://www.ftd.de/politik/internatio.../60107383.html
    Auch der Rest des Artikels ist sehr lesenswert...
  9. #9

    Europa...

    Zitat von franzdenker Beitrag anzeigen
    Die EU wird nicht aus Humanismus gegründet sondern aus machtpolitischen Überlegungen. Stellte früher der "weiße" Mann noch einen großen Anteil der Weltbevölkerung dar, so schwindet seit Jahren sein Anteil und damit sein Einfluss. Die neuen Supermächte sind die bevölkerungsreichen Länder China (1,3 Mrd. Menschen), Indien (1 Mrd. Menschen), Braslien, Indonesien, etc. Selbst das bevölkerungsreiche Deutschland mit seinen 80 Mio. Einwohnern würde kaum noch wahrgenommen werden, ähnlich wie heutzutage Belgien oder Österreich in der EU. Der Zusammenschluss der europäischen Staaten mit über 500 Mio. Menschen, stärkt damit den machtpolitischen Einfluss der Europäer und ist die einzige Möglichkeit in Zukunft wahrgenommen zu werden.
    Nun gut, das ist eine Überlegung...
    Die andere ist, daß man durch diesen Zusammenschluss von Oben, der in erster Linie auf Politik, Alternativlosigkeit und auf die Vergemeinschaftung der Schulden und der Vermögen basiert(Kalte Fusion) einen wenig beweglichen Riesen macht. An sich löst man die Probleme nicht durch Vergemeinschaftung, sondern indem man die Probleme angeht und für jedes Land unterschiedliche Lösungen findet und schafft. Die seit Ende der 80er Jahre erfolgten Liberalisierungen in den Finanztransaktionen und vor allem die gemeinsame Währung haben dafür gesorgt, daß das Geld der Europäer(vor allem das der Deutschen) in Europa kreuz und quer angelegt ist und man somit ein too connected to fail geschaffen hat. Nun hat man selbst vor einer Insolvenz Griechenlands Angst, zumal man den Dominoeffekt auf die anderen "schwierigen Staaten" fürchtet. Das Fehlen von Mechanismen sorgt für Angst und daher wird "Insolvenz" ausgeschlossen und lieber in den sauren Apfel gebissen...
    Wir brauchen soviel Europa wie nötig und soviel Eigenständigkeit der Staaten wie möglich. Das ist aber eine schwierige Gratwanderung...
    Die Richtung geht eher Richtung Kalter Fusion...

    Viele Grüße...