Handyspiele in Japan: Smartphones stehlen Konsolen die Game-Show

Auf der Spielemesse Tokyo Game Show sehen Sony und Microsoft mit ihren hochgezüchteten Konsolen ziemlich alt aus: Das japanische Start-up Gree will mit Spielen für Handys weltweit eine Milliarde Nutzer gewinnen - und setzt dabei ganz auf den Smartphone-Boom.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...786853,00.html
  1. #1

    Guter Artikel

    Langsam haben Videospiele eine Normalität erreicht, die angenehm zu lesende Artikel erlauben. Die Zusammenfassung ist sehr treffend :)
  2. #2

    Angst brauchen die Etablierten nicht zu haben

    Das ist genau der gleiche überzogene Hype wie einst bei MMOs, wie bei Facebook, dem AppStore ... Fakt ist: Außer größenwahnsinnigen Wunschvorstellungen ist bisher nie was draus geworden. Klar, man kann damit Geld verdienen. Aber warum sollte das die großen Publisher interessieren, wenn sie mit einem Call of Duty oder einem Grand Theft Auto mehr Geld verdienen als die gesamte Facebook/Handy-Branche in ihrer bisherigen Zeit am Markt?

    Ganz ehrlich, wer davon spricht, 1 Milliarde Menschen erreichen zu wollen, der ist einfach nicht glaubwürdig und nur darauf aus, schnell an der Börse oder bei Investoren abzukassieren. Da nehmen sich Gree und Rovio nichts. Mittlerweile springen ja schon Indies auf den Zug auf, z.B. Camoflaj. wollen ein Spiel machen, was von Milliarden Menschen gespielt wird.

    Ich sag dazu: Lernt lieber erstmal Zählen. 250 Millionen Downloads von Angry Birds sind nicht 250 Millionen Nutzer. Oder gar 250 Millionen potenzielle Kunden. Zumal man Downloadzahlen auch noch unfassbar leicht fälschen kann. Und gerade wenn ein Unternehmen seinen angeblichen Wert nur auf Basis von Downloads berechnet (kein Wunder, dass die Börsenaufsicht da interveniert) kann nicht viel dahinterstecken.

    Das ist genauso erbärmlich wie Facebook-Nutzerzahlen. Die gehen nämlich in den USA mittlerweile zurück. Facebook hat zwar 750 Millionen Profile, aber die Hälfte davon sind tot. Und die andere Hälfte besteht aus einer Menge Unternehmen. Außerdem wandern Communities. Früher waren es AOL/Compuserve, dann ICQ, anschließend Trillian, dann ging es zu MySpace, StudiVZ und heute zu Facebook. Und in fünf Jahren ist Facebook genauso irrelevant wie der Rest. Zwar nicht tot, aber eben auch kein Marktführer.

    Und selbst wenn irgendeiner von den Handyspieleanbietern mal wichtig werden sollte, dann wird er eben flugs von den Etablierten für eine Milliarde gekauft und das hat sich erledigt. Handyspiele greifen eher Marktanteile von Browserspielen ab. Früher hat man Flashspiele gezockt (oder Minesweeper/Solitär/Hearts), heute eben auf dem Handy. Stationäre Konsolen und PCs werden niemals in die Situation kommen, wo sie sich vor Handys fürchten müssen.
  3. #3

    Konsolen angeblich out

    Sicherlich kann man mehr Geld verdienen wenn jeder auf dem Telefon spielen kann. Alle sind ja für Ablenkung vom Alltag zu haben. Aber gleich zu behaupten das Konsolen am Aussterben sind ist doch Unsinn. Wer wirklich gerne zockt, ob Single-, oder Multiplayer, und eine PS3 oder XBox vor seinem 42 Zoll Flachbildfernseher zu stehen hat ist für mickrige Handyspiele wohl kaum die geeignete Zielgruppe, diese Leute werden auch die nächsten Generationen von Konsolen kaufen. Handyspiele sind doch was vollkommen anderes und bedienen auch eine andere Zielgruppe.
  4. #4

    ---

    Würde mir zum daddeln eher die psvita und die ps3 mit lovefilm, kaufen. Ist zusammen billiger als ein gutes Smartphone und hat trotzdem mehr Unterhaltungswert. Ohne Analogsticks macht es mir auch keinen Spaß. Nein, ein Kamera-Telefon ist ein Kamera-Telefon. Die bezahl-webseitenapps brauch ich nicht.
  5. #5

    Willkommen, Ambermoon.

    Zitat von spawn478 Beitrag anzeigen
    Stationäre Konsolen und PCs werden niemals in die Situation kommen, wo sie sich vor Handys fürchten müssen.
    Letztens auf 4players.de Umsatzzahlen von Rockstar gelesen: Anteil der PC-Spiele am Gesamtumsatz: 8%. Davon sind MMO- und Strategiespiele nicht betroffen, aber bei allem anderen spielt der PC (aus meiner persönlichen Sicht: leider) keine Rolle mehr.

    In den letzten 5 Jahren ist der Casual-Markt überproportional gewachsen, meiner Meinung nach wird er das auch weiterhin tun. Die schiere Masse in Verbindung mit für den Verbraucher einfachen und überschaubaren Bezahlmodellen ("überschaubar" im Sinne von "einzelne Transaktion kostet fast nix", Spiel 1€, Schwert der adipösen Verdammnis 1€, Supertraktor der ewigen Ödnis 1€) führt zu einem lukrativen Markt, und die (noch) geringen Entwicklungskosten für Handygames kommen hinzu. Noch kann man Handygames mit einem Fünf-Mann-Team entwickeln!

    Also Fazit: Geringe Entwicklungskosten, hoher Profit, riesige Zielgruppe - Handygames werden siegen.

    Leider.
  6. #6

    Ich glaub nicht

    Zitat von Ambermoon Beitrag anzeigen
    Letztens auf 4players.de Umsatzzahlen von Rockstar gelesen: Anteil der PC-Spiele am Gesamtumsatz: 8%. Davon sind MMO- und Strategiespiele nicht betroffen, aber bei allem anderen spielt der PC (aus meiner persönlichen Sicht: leider) keine Rolle mehr.

    In den letzten 5 Jahren ist der Casual-Markt überproportional gewachsen, meiner Meinung nach wird er das auch weiterhin tun. Die schiere Masse in Verbindung mit für den Verbraucher einfachen und überschaubaren Bezahlmodellen ("überschaubar" im Sinne von "einzelne Transaktion kostet fast nix", Spiel 1€, Schwert der adipösen Verdammnis 1€, Supertraktor der ewigen Ödnis 1€) führt zu einem lukrativen Markt, und die (noch) geringen Entwicklungskosten für Handygames kommen hinzu. Noch kann man Handygames mit einem Fünf-Mann-Team entwickeln!

    Also Fazit: Geringe Entwicklungskosten, hoher Profit, riesige Zielgruppe - Handygames werden siegen.

    Leider.
    Zu Rockstar muss man aber sagen das viele Spiele von denen nur auf Konsole erscheinen, siehe L.A. Noire. Das verwischt die Zahlen.

    Ansonsten schließe ich mich den meisten hier an. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
    Der Smartphone-Spielemarkt ist ein Casual-Markt. Selbst bei 1 Millarde Nutzer ist doch kaum einer bereit was auszugeben. Vollkommen überzogene Erwartungen. Ich denke das auf einen Core-Gamer (so wie ich ;-)), der bereit ist im Jahr 5-6 "neue" Spiele zu kaufen mindestens 20-30 Smartphonegamer kommen müssen um annähernd an die Umsatzzahlen zu kommen.
    Das nächste ist die Qualität. Die ist auf dem Stand der 90er. Für mich höchstens was um Wartezeiten zu überbrücken. Und ich sehe nicht das sich das so schnell ändern wird. Wie auch. Egal ob Android, iPhone, iPad oder sonstige Tablets. Die Prozessoren sind zwar leistungsfähig werden aber nicht gekühlt. Spielt man dort regelmäßig (Coremäßig) hochwertige Spiele können Sie sich nach einem Jahr von ihren Telefon oder Tablet verabschieden. Deshalb sind die Spiele zwar in guten Auflösungen aber absoluter Klötzchengrafik programiert.
    Ne is nen Hype der wieder abkühen wird. Klar wird das ein rießiger Markt aber im Moment total überbewertet.
  7. #7

    Ab in die Steinzeit

    Hoffentlich wird der Markt weiterhin überschwemmt mit schlechten Casual-Titeln. Wenn jeder schnell Geld mit billiger Software machen will ist der nächste Crash wahrscheinlich nicht weit mehr entfernt.
  8. #8

    Microsoft hat vorgesorgt

    Man sollte nicht vergessen, dass man viele Xbox Live Titel (z.b Assasins Creed) auch auf dem Handy (windows phone) und auf dem laptop zocken kann (Windows 8)
  9. #9

    mmm

    Na jaaaaa.
    Wenn ich mir die Einfachheit von angry birds z.B. mal anschaue. Grafik wie vor gut 20 Jahren. Das Spiel macht Spass kein Ding, aber in Sachen reiner Grafik dürften Smartphones noch lange nicht soweit sein, dass sie hochoptimierte Konsolen ablösen.... dürfte noch n bissel dauern. ;)
    Ich werde mir die VITA holen...