Trasht sich das Fernsehen zu Tode?

Vom Dschungel zu Dokutainment und Sozialvoyeurismus. Alles geht, wenn die Quote stimmt. Aber: Ist Trash witzig? Wo ziehen Sie die Grenze?
  1. #1

    GAR nicht.
    Mir ist meine Zeit zu schade, um in den Müllfluten nach Verwertbarem zu suchen.

    Allerbeste Grüße,

    Eva
    (seit 37 Jahren ohne Fernseher und nichts verpaßt)
  2. #2

    ja klar ist das witzig

    und wenn das TV sich "zu Tode getrasht" hat, gibt's den Darwin-Arward. Was soll man sich da aufregen, das nützt so wenig wie beim Wetter. Und gute Sendungen gibt es allem Anschein zum Trotz irgendwo auch immer.
  3. #3

    Du Schreck - Beckmann soll das Endspiel kommentieren....

    Von den privaten TV´s kann man doch schon lange nix mehr ertragen - außer die Übertragung der "Formula-Uno" durch RTL.

    Nur schade, daß auch mittlerweile die öff.-rechtl. meinen, mithalten zu müssen: Da werden stundenlang - und zwar gleichzeitig durch ARD & ZDF - ödeste Bildberichte von den Königshäusern gesendet, wenn eben mal wieder irgendetwas total uninteressantes für den Globus und die Menschheit dort gefeiert wird.

    Mag sein, daß eine Reihe von TV-Zusehern es unbedingt brauchen, wie die Schimpansen am Gitter zu hängen und die Geschehnisse um den "Adel" zu verfolgen...aber die TV-Anstalten scheinen gar nicht zu merken, daß sie sich selbst zu dümmlichen Claqeuren machen; ....und sich selbst als komplette Idioten offenbaren.
  4. #4

    Zitat von sysop
    Vom Dschungel zu Dokutainment und Sozialvoyeurismus. Alles geht, wenn die Quote stimmt. Aber: Ist Trash witzig? Wo ziehen Sie die Grenze?
    Wenn es nur ein Dschungelcamp, nur einen Nachmittags-Talk, nur eine Gerichtsshow und nur eine Telenovella gäbe, dann wäre das alles halb so wild, da solche Medienerscheinungen die immer wieder erbauliche Diskussion um den sogenannten "Untergang des Abendlandes" frisch und lebendig halten würden.

    Aber, was ich diesen Dingern wirklich übelnehme:

    Nach jedem halbwegs erfolgreichen Start vermehren sich diese Formate wie die Karnickel , so dass mir am Ende nichts anderes als der Schulterschluss mit den kulturpessimitischen Bedenkenträgern übrigbleibt.
  5. #5

    Trasht sich das Fersehen zu Tode?

    Wenn das die Fragestellung ist, wass macht dann SPON?
    MfG
  6. #6

    Trash-TV at it's best.

    Ne, was hab ich gelacht, als ich den Trailer für diese Schmonzette gesehen habe. Diese beiden C-Promi-Imitatoren scheinen sich selbst und ihr nutz- und sinnentleertes Dasein tatsächlich für präsentationswürdig zu halten.
  7. #7

    Zitat von Constantinopolitana
    [...]

    Eva
    (seit 37 Jahren ohne Fernseher und nichts verpaßt)
    Wie kann man wissen, ob man etwas verpaßt, bzw. nicht verpaßt hat, wenn man nicht wenigstens einmal "dabei" gewesen ist?

    Zum Thema:
    Ich schalte bei den meisten dieser Trashsendungen spätestens nach zehn Minuten weg, da habe ich bei der Tagesschau, oder bei "Sabine Christiansen" wesentlich mehr zu Lachen. ;)
  8. #8

    Zitat von sysop
    Vom Dschungel zu Dokutainment und Sozialvoyeurismus. Alles geht, wenn die Quote stimmt. Aber: Ist Trash witzig? Wo ziehen Sie die Grenze?
    Auch hier gibt es wieder (mindestens) 2 Position:

    1) Diejenige, die in der Gesellschaft etwas mehr 'rechts' angesiedelt ist und meint, dass man dem Konsumenten nicht vorschreiben dürfe, was er zu sehen habe. Der Konsument - so meinen die Vertreter dieser Zunft - sei ein "mündiger Bürger", der sehr wohl wisse, was Qualität ist und was ihm gut tut.

    Der Staat dürfe solch einem Bürger nicht vorschreiben, was er zu sehen gedenke.
    Ein Schelm, wer denkt, dass unter diesen vermeintlich Liberalen oftmals die sitzen, die an eben diesem Konsumenten Geld verdienen.

    2) Diejenige, die einen Bildungsauftrag sieht und sehr wohl meint, dass dem Bürger hier und da vorgeschrieben werden sollte, was er zur Auswahl hat. Diese Gruppe meint, nach dem Vorbild der Schule, man solle darauf achten, was dem 'Bürger' vorgesetzt wird. Sie hält diesen zwar ebenso für einen Souverän, was den freien Willen der Senderwahl angeht, hält ihn jedoch nicht per sé für mündig, in dem Sinne, dass er zu entscheiden imstande wäre, was gut für ihn sei.

    Ich tendiere für 2).
    Ansonsten ausschalten; Schrott gibt's genug.
  9. #9

    Zitat von Constantinopolitana

    Eva
    (seit 37 Jahren ohne Fernseher und nichts verpaßt)
    Mit dieser Aussage kann ich allerdings auch nichts anfangen: wenn man seit 37 Jahren ohne Fernsehgerät ist, kann man meiner Meinung nach nicht beurteilen, ob man etwas verpasst hat oder nicht.

    Zum Thema stimmt es natürlich: man fragt sich wirklich, wer sich bestimmte Sendungen noch anschaut und wieso man Gebühren zahlen muss, wenn man trotzdem Werbung aufgedrückt bekommt und die Qualität der öffentlich rechtlichen Sender immer weiter sinkt. Allerdings gibt es durchaus noch gute Sendungen. Und wenn ich einen guten Film (oder eine gute Serie) anschauen möchte, gibt es ja inzwischen den DVD-Spieler.