Schule - ist die Fremdsprache Spanisch wichtiger als Französisch?

Auch die Gewichtung des Sprachenlernens unterliegt dem Zeitgeist und gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Anforderungen. Französisch, ehemals die klassische Diplomatensprache und ohnehin Ausweis der kulturellen Kompetenz, ist ins Gerede gekommen. Wie essentiell ist die Sprache noch? Ist Spanisch inzwischen viel wichtiger geworden?
  1. #10

    weder

    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Müsste ich mich heute für eine Fremdsprache entscheiden: entweder Französisch oder Spanisch, würde ich mich für Spanisch entscheiden und zwar aus mehreren Gründen:
    1. Spanisch ist leichter zu erlernen, da sowohl die Grammatik als auch die Aussprache einfacher ist.
    2. Französisch hat in den letzten Jahrzehnten international deutlich an Bedeutung verloren.
    3. Spanien ist mein beliebtestes Urlaubsziel.
    noch, beide Sprachen haben keine Bedeutung mehr, werden nur noch künstlcih hochgehalten ( siehe EU) leider wird DEUTSCH als internationale Sprache ( ich weis es geht um Fremdsprachen in deutschen Schulen) aber trotzdem DEUTSCH hätte viel mehr Gewicht, wenn wir selber mehr Wert auf unsere Muttersprache legen würden!
    Intressant wäre es, wenn man man schaut. welche Fremdsprachen in anderen EU Ländern Pflicht wären/sind !
  2. #11

    xxx

    Spanisch als Fremdsprache wird vor allem zu Beginn der Oberstufe gerne von vielen Schülern (m/w) gewählt.

    Einige Gründe dafür sind hier bereits genannt worden.

    An der Schule, die ich am besten kenne, spielt aber ein anderer Grund bei der Wahl des Spanischen eine große Rolle:

    Viele Schüler (m/w) versuchen durch die Wahl der neu einsetzenden Fremdsprache Spanisch im "sprachlichen Aufgabenfeld"
    (vgl. hierzu http://www.schulministerium.nrw.de/B...men/Gymnasium/ ),
    das sie belegen müssen, ein nach ihrer Ansicht leichtes Fach zu bekommen und damit die in den Jahren zuvor aufgelaufenen Defizite in anderen Fremdsprachen (Latein oder Französisch) zu kaschieren - denn die müssen dann nicht mehr fortgeführt werden.

    Es zeigt sich aber auch in diesem Fach nach kürzester Zeit, wer arbeitet und wer es nicht tut: Da für den Unterricht in der Sprache bis zum Abitur nur wenig Zeit (zweieinhalb Jahre) zur Verfügung steht, muss richtig geackert werden, um die Voraussetzungen für den Erfolg im Zentralabitur zu schaffen.

    Und wer da nicht vom ersten Tag an fleißig Vokabeln und Grammatik paukt, hat schon verloren. Und das sind viele, die zuvor geglaubt haben, hier ein "Chill"-Fach zu wählen.
  3. #12

    Ich bin erstaunt!

    Zitat von leonardo-contra-pisa Beitrag anzeigen
    ...
    Und wer da nicht vom ersten Tag an fleißig Vokabeln und Grammatik paukt, hat schon verloren.
    ...
    Womöglich noch im Verfahren der Frontbeladung, zukünftig in vollincludierten Lerngruppen? Vokabel- und Grammatikpauken sollte wirklich nicht mehr das Ziel des Erwerbs von Sprachkompetenzen sein.
  4. #13

    Culpa

    Zitat von discipulus Beitrag anzeigen
    Womöglich noch im Verfahren der Frontbeladung, zukünftig in vollincludierten Lerngruppen? Vokabel- und Grammatikpauken sollte wirklich nicht mehr das Ziel des Erwerbs von Sprachkompetenzen sein.
    Was Sie da sagen, wird uns vermutlich auch die QA ins Stammbuch schreiben. Kompetenzen sind das Ziel. Z.B. diejenige, das hier

    http://translate.google.de/

    richtig zu bedienen.

    Ja, wir sind uns unserer Schuld bewusst:
    Nostra culpa, nostra culpa, nostra maxima culpa.

    Aber unsere Schüler (m/w) haben (trotzdem) Erfolg :-))))
  5. #14

    Hör-Verstehen

    Zitat von discipulus Beitrag anzeigen
    Womöglich noch im Verfahren der Frontbeladung, zukünftig in vollincludierten Lerngruppen? Vokabel- und Grammatikpauken sollte wirklich nicht mehr das Ziel des Erwerbs von Sprachkompetenzen sein.
    Die wesentliche Sprach-Kompetenz ist das Hör-Verstehen.

    Wenn LKs an Gymnasien im Durchschnitt den anerkannten Level B1 schaffen ist das schon ausreichend. Ein MSA, der Sprachkompetenzen oberhalb von A2 erreicht, ist dann mit Sicherheit auch mit einem Q-Vermerk verbunden.
  6. #15

    Zitat von leonardo-contra-pisa Beitrag anzeigen

    Aber unsere Schüler (m/w) haben (trotzdem) Erfolg :-))))
    Genau deswegen - was die Damen und Herren der QA ja offenbar auch wissen, denn sonst würden sie die Abiturergebnisse der Schulen nichtignorieren und auf entsprechende Argumente der Lehrer mit Ausflüchten reagieren.
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch die Gewichtung des Sprachenlernens unterliegt dem Zeitgeist und gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Anforderungen. Französisch, ehemals die klassische Diplomatensprache und ohnehin Ausweis der kulturellen Kompetenz, ist ins Gerede gekommen. Wie essentiell ist die Sprache noch? Ist Spanisch inzwischen viel wichtiger geworden?
    Typische (deutsche?) Frage: Was ist wichtiger, Französisch oder Spanisch?

    Wie wäre es, wenn jede Schule einfach neben Englisch irgendwelche Sprachen anbieten würde und jeder Schüler einfach selber entscheiden könnte, welche er lernt?

    Offenbar scheint nämlich eines noch wichtiger als „Französisch Lernen“ bzw. „Spanisch Lernen“ zu sein: Dass alle Kinder in diesem Land dieselbe Sprache lernen.

    Wahrscheinlich wegen der Chancengleichheit. So hat's dann nämlich jeder an einer französischen Uni gleich schwer, weil kaum ein Platz zu bekommen ist, und an einer polischen Uni hat's auch jeder gleich schwer, weil keiner die Sprache kann. Und auch in einem europaweit arbeitenden Betrieb ist es sehr vorteilhaft, wenn jeder Angestellte Spanisch und kein Angestellter Schwedisch kann.
  8. #17

    In der Schule meines Sohnes wird leider nur Französisch angeboten. Wir sind aber der Meinung, daß Spanisch wichtig ist, denn man kann auch portugisich und italienisch leidlich verstehen.
  9. #18

    Spanisch ist toll

    Ich hätte gerne Spanisch in der Schule gehabt. Habe es aber erst Jahre nach der Schule gelernt.

    Französisch war immer mehr die typische "Mädchensprache", und hat denen, die sie gelernt haben im Prinzip nichts genützt, weil du mit Schulfranzösisch in Frankreich gar nichts anfangen kannst.
  10. #19

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen
    Wir sind aber der Meinung, daß Spanisch wichtig ist, denn man kann auch portugisich und italienisch leidlich verstehen.
    Das bestreite ich...Italienisch vielleicht, Portugiesisch nicht besonders toll (hoechstens das Geschriebene - das Gesprochene zu erlernen verlangt einiges an Muehe!). Andersrum funktioniert es besser! Und davon, dass man die Sprachen dann so ein bisschen versteht, hat man im Grunde auch herzlich wenig. Dann kann man auch direkt Latein lernen.

    Ich faende es aber schoen, wenn sowohl Spanisch, als auch Italienisch und Portugiesisch, an deutschen Schulen angeboten wuerden! Ich stimme da hjm komplett zu. Ich finde es auch traurig, dass Sprachen wie Arabisch und Persisch nie angeboten werden - genauso wenig wie Japanisch und Chinesisch (obwohl letzteres ein bisschen mehr in Mode gekommen zu sein scheint). Und auch osteuropaeische Sprachen. An den Unis gibt es dann auf einmal zig Stipendien fuer die Verstaendigung mit Osteuropa etc. - wuerde vielleicht helfen, wenn man schonmal an der Schule anfangen koennte, eine relevante Sprache zu erlernen.