Ingenieurmangel: Mit Karacho in den*Schweinezyklus

Hilfe, Deutschland braucht mehr Ingenieure! Berufsverbände und Arbeitgeber, auch der Wirtschaftsminister: Sie alle dramatisieren den Technikermangel. Der Daueralarm zeigt Wirkung. Die Unis füllen sich - mit Ingenieur-Studenten, die in eine Falle laufen und später nicht alle gebraucht werden.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...784325,00.html
  1. #1

    Nichts neues

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hilfe, Deutschland braucht mehr Ingenieure! Berufsverbände und Arbeitgeber, auch der Wirtschaftsminister: Sie alle dramatisieren den Technikermangel. Der Daueralarm zeigt Wirkung. Die Unis füllen sich - mit Ingenieur-Studenten, die in eine Falle laufen und später nicht alle gebraucht werden.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...784325,00.html
    Der Bericht enthält nichts neues. Schon vor einem Jahr warnte die FTD, dass ein Studienanfänger der Ingenieurswissenschaft "ebensogut Sozialpädagogik" studieren könne.
  2. #2

    Viele Ingenieure sind arbeitslos

    Das passt nicht zusammen. Es gibt tausende arbeitslose Ingenieure in Deutschland.
    Es kann keinen Mangel geben.
    Sicher, der eine oder andere ist älter, und alte Menschen sind nicht auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Warum auch immer?!

    Wer günstige Arbeitskräfte will, der wird von einem Mangel erzählen, Kräfte aus dem Ausland holen wollen, und so Preise drücken.
  3. #3

    Der VDI lügt

    So einfach ist das. Fachkräftemangel, so ein Quatsch.
    Es gibt nur Gier. Eine Gier nach *billigen* Fachkräften. Gäbe es einen Mangel würden ja, wie im Artikel auch steht, die Gehälter steigen und nicht seit Jahren vor sich hindümpeln (und das betrifft ja nun nicht nur Ings).

    Schweinezyklusgefahr seh ich aber trotzdem nicht. Wenn in normalen Jahren 50% der Ing-Studenten aufgeben, dann werden es jetzt protzentual mehr werden, weil ncoh viel mehr Studienanfänger den Anforderungen nicht gewachsen sind und nur auf Ing studieren weil halt grad das Geschrei groß ist.
  4. #4

    Sorry, aber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hilfe, Deutschland braucht mehr Ingenieure! Berufsverbände und Arbeitgeber, auch der Wirtschaftsminister: Sie alle dramatisieren den Technikermangel. Der Daueralarm zeigt Wirkung. Die Unis füllen sich - mit Ingenieur-Studenten, die in eine Falle laufen und später nicht alle gebraucht werden.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...784325,00.html
    dafür gibt's das Ausland. Wer will auch freiwillig hier bleiben...
  5. #5

    20 000 Euro weniger wollten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hilfe, Deutschland braucht mehr Ingenieure! Berufsverbände und Arbeitgeber, auch der Wirtschaftsminister: Sie alle dramatisieren den Technikermangel. Der Daueralarm zeigt Wirkung. Die Unis füllen sich - mit Ingenieur-Studenten, die in eine Falle laufen und später nicht alle gebraucht werden.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...784325,00.html
    sie bezahlen im Vergleich zu meinem vorherigen Arbeitgeber.
    Die Personaltante ist fast vom Stuhl gefallen und hat noch Luft geschnappt, als ich mein bisheriges Gehalt nannte.
    Laßt es, mit dem Ingenieurdasein, es ist hartes Brot, viel Verantwortung, wenig Gehalt.
    Werdet Banker, der Staat hält euch stets über Wasser und zahlt prächtig, weil Systemrelevant.
  6. #6

    Nö.

    Äh, wie jetzt? Ist heute Gegenteiltag? Oder ist in der Redaktion nach dem gestrigen Lobbypamphlet des VDI doch noch die Realität eingekehrt?

    Egal, zum Thema: Ja, das trifft den Kern des Problems ziemlich gut. Die während meiner kürzlich abgeschlossenen Promotion fertig gewordenen Absolventen (sei es Dipl. Ing, Dipl. Chem, Dipl. Sonstwas oder andere Herren Doktoren) haben, von Ausnahmen abgesehen, ziemlich lange nach einer Anstellung gesucht, konnten sich allesamt keinen Job aussuchen, sondern wurden ausgesucht und fingen nicht mit nach oben offenen Gehältern an, sondern ziemlich genau da, wo tausende andere vor ihnen in den vergangenen Jahren angefangen haben.

    Natürlich gibt es Glückspilze (oder schleimige, opportunistische Strategen?), die zufällig genau das studiert haben, was die Wirtschaft gerade benötigt, die wurden dann vom Fleck weg eingestellt und sind fein raus. Die große Masse aber kommt sich von Politik, Wirtschaft und Medien nur noch veralbert vor! Alle schreien "Mangel, Mangel!!!", aber von (geringem) Angebot und (hoher) Nachfrage keine Spur.

    Ich setz mich dann auch mal wieder ans Schreiben von Bewerbungen, schließlich sind Traumjobs noch immer rar gesät...
  7. #7

    Das ganze ist nicht wirklich neu. In Deutschland gibt es keinen Mangel an Fachkräften, sondern für die Unternehmen nur einen Mangel an billigen Fachkräften. Das ist ein großer Unterschied. Die Tatsache, dass die Gehälter für Ingenieure nicht oder kaum steigen und es immer noch viele arbeitslose Ingenieure gibt, ist das deutlichste Zeichen dafür, dass es da keinen großen Mangel gibt. Denn an schwächelnden Gewinnen und Umsätzen der Wirtschaft kann es nicht liegen, dass die Gehälter und Löhne in der deutschen Wirtschaft insgesamt kaum steigen, denn die Gewinne und Umsätze der deutschen Wirtschaft sind in den letzten 10 Jahren geradezu explodiert mit Ausnahme vom Jahr 2009.
    Jetzt versucht die Wirtschaft auf Biegen und Brechen irgendwelche billigeren Leute aus Griechenland, Spanien oder sonstwoher zu bekommen, bei denen man am Ende wieder nicht weiß, wohin mit ihnen, wenn die Boomphase vorbei ist. Und diese dienen ja keinesfalls dazu, Stellen zu besetzen, die man anders nicht besetzen kann, sondern lediglich, um die Knokurrenz zu erhöhen und die Löhne niedrig zu halten. Es kann mir keiner erzählen, dass ein Ingenieur, der nichtmal die deutsche Sprache spricht, für ein deutsches Unternehmen wertvoller ist, als ein deutscher Ingenieur, der vielleicht schon 50 ist. Aber dass ein junger, lange arbeitsloser spanischer Ingenieur billiger ist als ein 50jähriger, glaube ich hingegen sofort.

    Viele Grüße
  8. #8

    ..

    Solange es Bewerbungen von E-Technik-Absolventen auf Halbtagsstellen in einer Bibliothek gibt, besteht kein Mangel.
  9. #9

    ...

    SPON mag hier wieder eine Verschwörung wittern, die Realität sieht allerdings anders aus. Bereits vor Absolvierung des Studiums stürmten sich die Unternehmen auf mich und meine Ingenieurskommilitonen. Mit Dienstwagen und Einstiegsvergütungen im 6-stelligen Bereich wird geködert. Ich kann nicht für die Kollegen des reinen Maschinenbaus sprechen, doch Wirtschaftsingenieure haben eine rosige Zukunft, der Arbeitsmarkt gleicht einem Elysium.

    Bei Absolventen der MINT-Fächer sieht es ähnlich aus, auch wenn die Rosinenpickerei des Autors anders vermuten lässt.