Wut auf die Polizei: Tausende Chinesen revoltieren gegen die Staatsmacht

Aufgebrachte Menschen zünden Polizeiautos an, attackieren Beamte, bauen Barrikaden: Im Südwesten Chinas ist es zu schweren Krawallen gekommen, offenbar aus Protest gegen staatliche Willkür. Seit Monaten bricht*immer wieder Gewalt aus - Peking fürchtet einen Aufstand der Massen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...779897,00.html
  1. #1

    Zwei Formulierungen für das selbe Ereigniss

    Obwohl sowohl in Großbritannien, als auch in China die Menschen auf die Straße gehen und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen, ist die Formulierung in den Artikeln total unterschiedlich. Während man bei den Aufständischen in GB offiziell von "Randalierern" und "Kriminellen" spricht, heißt es über China nur "Revolte".

    In China wird man sicherlich genau umgekehrt davon schreiben. Leider gibt es keinen deutschsprachigen Sender aus China, den man in Europa empfangen kann, denn dann hätte man wie vor 1989 die Möglichkeit zu jedem Ereigniss zwei Meinungen zu erhalten.
  2. #2

    Will U.K. jetzt den chinesischen Weg gehen?

    "Nach Angaben von Radio Free Asia, das in Washington sitzt, verbreitet sich der Protest in China auch übers Internet weiter - trotz weitgehender Sperren durch die staatliche Zensurbehörde."


    Eventuell mit gleichem Erfolg?
  3. #3

    ...

    An die Rechtschreibfehler bei SPON hab ich mich ja inzwischen schon gewöhnt, aber diese Bildunterschrift hier ist dann doch schon eine Erwähnung wert:

    "Problemfall Uiguren: Anfang August kam es in der Stadt Kashgar zu einem schweren Anschlag. 18 Tote kamen dabei ums Leben. China wird vorgeworfen, die muslimische Minderheit dort zu unterdrücken."

    Schon schlimm wenn es einen doppelt erwischt.
  4. #4

    Beim nächsten Staatsbesuch in China

    "Bevor Sie hier, hier und hier unterschreiben, wollte ich nochmal anmerken das ihr Regierungsstil unmenschlich ist. Darf ich ihnen einen Kugelschreiber geben?"
  5. #5

    Investition in die Zukunft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aufgebrachte Menschen zünden Polizeiautos an, attackieren Beamte, bauen Barrikaden: Im Südwesten Chinas ist es zu schweren Krawallen gekommen, offenbar aus Protest gegen staatliche Willkür. Seit Monaten bricht*immer wieder Gewalt aus - Peking fürchtet einen Aufstand der Massen.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...779897,00.html
    Jetzt wissen wir also auch, warum der Chinesische Staat so viel in die militärische Aufrüstung investiert.
  6. #6

    Zitat von neologismix Beitrag anzeigen
    An die Rechtschreibfehler bei SPON hab ich mich ja inzwischen schon gewöhnt, aber diese Bildunterschrift hier ist dann doch schon eine Erwähnung wert:

    "Problemfall Uiguren: Anfang August kam es in der Stadt Kashgar zu einem schweren Anschlag. 18 Tote kamen dabei ums Leben. China wird vorgeworfen, die muslimische Minderheit dort zu unterdrücken."

    Schon schlimm wenn es einen doppelt erwischt.
    Diesen Satz hat der Autor wahrscheinlich aus einem einstigen "Hohlspiegel"-Beitrag übernommen ;-)
  7. #7

    ...

    Zitat von Manitou Beitrag anzeigen
    Obwohl sowohl in Großbritannien, als auch in China die Menschen auf die Straße gehen und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen, ist die Formulierung in den Artikeln total unterschiedlich. Während man bei den Aufständischen in GB offiziell von "Randalierern" und "Kriminellen" spricht, heißt es über China nur "Revolte".
    Als ein Bestandteil und eine Notwendigkeit des Ideologischen Kampfs muss man China so zu formulieren.

    Das ist ein Muss!
  8. #8

    Das ist nicht das selbe..

    Zitat von Manitou Beitrag anzeigen
    Obwohl sowohl in Großbritannien, als auch in China die Menschen auf die Straße gehen und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen, ist die Formulierung in den Artikeln total unterschiedlich. Während man bei den Aufständischen in GB offiziell von "Randalierern" und "Kriminellen" spricht, heißt es über China nur "Revolte".
    In China wird man sicherlich genau umgekehrt davon schreiben. Leider gibt es keinen deutschsprachigen Sender aus China, den man in Europa empfangen kann, denn dann hätte man wie vor 1989 die Möglichkeit zu jedem Ereigniss zwei Meinungen zu erhalten.
    Diese "unterscheidliche" Wertung könnte daran liegen, dass die Chinesen sich der Staatsgewalt widersetzen, um gegen Willkür zu demonstrieren, während die Vandalen in England Gebäude in Brand setzen und private Geschäfte plündern, um einen neuen Plasma Bildschirm zu bekommen.
    Wenn Ihnen bei einer derartigen Gegenüberstellung kein Unterschied aufällt... ohne Worte.
    Die Polemiker hier im Forum, die die unterschiedliche Berichterstattung anprangern - Sie sind ja beileibe nicht der Erste - , sollten sich mal ernsthaft fragen, ob es das selbe ist, wenn man für Freiheit und Rechtssicherheit demonstriert oder wenn schlicht Bock auf Randale hat.

    Nicht nur, dass man damit den Randalen in England mehr Bedeutung beimisst, als diese haben - denn eine politische Forderung steht nicht dahinter, es geht einzig um Randale - sondern beleidigt man die arabischen Bevölkerungen, die sich gegen ihre Regime erheben oder die Chinesen, die auf die Strasse gehen.

    Hier in Frankreich hat es in der Vergangenheit ähnliche Ausschreitungen wie in England gegeben. Dabei handelte es sich um Jugendliche, die schlicht Spass daran hatten. Glauben zu wollen, dass es sich da um politisch motivierte Taten handelt, die die Misstände anprangern sollen, liegt daneben.

    Nicht umsonst hat die englische jetzt - und damals die französische - Bevölkerung feststellen müssen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Täter beileibe nicht aus sozialschwachen oder perspektivelosen Gesellschaftsbereichen kamen.
  9. #9

    Das Volk

    Zitat von Norbert1981 Beitrag anzeigen
    Als ein Bestandteil und eine Notwendigkeit des Ideologischen Kampfs muss man China so zu formulieren.
    Das ist ein Muss!
    Man kann sie auch Aufständische oder Freiheitskämpfer nennen.
    Oder einfach das Volk.

    Denn in den arabischen Ländern, in England und in China protestieren die Menschen aus gutem Grund für ihr Recht.