Kreuzberger Multikulti-Pool: Bademeister, du bist immer so gechillt

Lebensretter, Sportsmann und Streetworker: Manuel Skora ist Bademeister im Kreuzberger Prinzenbad. Sein sonniger Job macht ihn zu einer Institution im Kiez. Von vielen Schwimmgästen kennt er die Brüder und hat schon die Väter zurückgepfiffen. Doch ohne Sicherheitsdienst kommt er heute nicht mehr aus.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...779323,00.html
  1. #1

    Bademeister

    Ich arbeite diesen Sommer ebenfalls als Bademeister und kann nur jeden Satz abnicken. Ähnliche Eskalationsstufen, ähnlich ansprachen, ähnlich nette und schmollende Kinder.

    Dieser Job ist für mich sehr erfüllend. Allerdings sind die beschützenden Mütter oft die schlimmsten Gäste. Sie denken, sie allein hätten die Hoheit über das Verhalten des Nachwuchs, im öffentlichen Bad, und steichen für das eine Kind gerne mal die eine oder andere Regel.

    Dafür war es aber auch so, dass ich den ganzen Tag ca. 4 Liter trank und kein einziges Mal die Toilette aufsuchen musste. Muss auch mal gesagt sein.
  2. #2

    Guter Mann....

    Wenn alle so auftreten würden wie dieser Bademeister, gäbe es mehr Disziplin.
    Aber die Eltern, die Lehrer, die Pfarrer, die Nachbarn - sie alle hat dieses System zu Angsthasen erzogen.

    Ungezogene, teils kriminelle Jugend,
    indignierte, egoistische Wutbürger,
    uninteressierte Funktionsträger,
    wer hat die Schuld ? Die Neoliberalen, natürlich !
  3. #3

    Lol

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lebensretter, Sportsmann und Streetworker: Manuel Skora ist Bademeister im Kreuzberger Prinzenbad. Sein sonniger Job macht ihn zu einer Institution im Kiez. Von vielen Schwimmgästen kennt er die Brüder und hat schon die Väter zurückgepfiffen. Doch ohne Sicherheitsdienst kommt er heute nicht mehr aus.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...779323,00.html
    Schon interessant:
    Das Kreuzberger Schwimmbecken ist quergestreift:

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fo...e-71335-2.html

    Nicht von der Längsseite: Der Junge mit der roten Badehose muss nach seinem Sprung erstmal eine halbe Stunde lang Pause machen.
    Der Junge springt an der Stirnseite und nicht an der Lägnsseite ins Becken.
  4. #4

    Wirschaffen das modenre Deutschland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lebensretter, Sportsmann und Streetworker: Manuel Skora ist Bademeister im Kreuzberger Prinzenbad. Sein sonniger Job macht ihn zu einer Institution im Kiez. Von vielen Schwimmgästen kennt er die Brüder und hat schon die Väter zurückgepfiffen. Doch ohne Sicherheitsdienst kommt er heute nicht mehr aus.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...779323,00.html
    versprach einst ein Regierender Bürgemeister.
    So haben es sich viele seine Wähler wohl nicht vorgestellt, wie die Verkaufszahlen eines von einem seiner Genossen verfassten Buches zeigen.
  5. #5

    Tja, und nun einmal die Fragen zum Artikel:

    warum bitte muss man mittlerweile Sicherheitsdienste haben im Supermarkt wie im Schwimmbad?

    Was hat sich geändert gegenüber früher?
    Warum hat es sich geändert und warum wird das einfach so hingenommen?
  6. #6

    Gegend

    Zitat von heinz.mann Beitrag anzeigen
    warum bitte muss man mittlerweile Sicherheitsdienste haben im Supermarkt wie im Schwimmbad?

    Was hat sich geändert gegenüber früher?
    Oder was ist in dieser Stadt/Gegend anders als anderswo in Deutschland. Ich kenne Sicherheitsdienste weder aus Schwimmbädern noch aus Supermärkten. Es müsste doch relativ einfach sein wesentliche Unterschiede zu erkennen und Abhilfe zu schaffen.
  7. #7

    Diese Frage stellte ich mir auch beim Lesen

    Weshalb braucht man inzwischen einen Sicherheitsdienst im Schwimmbad und an anderen Orten?
    Was sind die Ursachen? Weshalb akzeptieren wir dies und stumpfen ab?
    Und -da es wohl ein schleichender Prozess ist- wohin wird der Weg führen?
  8. #8

    Willkommen im wilden Multikultistan

    Zitat von ditor Beitrag anzeigen
    Oder was ist in dieser Stadt/Gegend anders als anderswo in Deutschland. Ich kenne Sicherheitsdienste weder aus Schwimmbädern noch aus Supermärkten. Es müsste doch relativ einfach sein wesentliche Unterschiede zu erkennen und Abhilfe zu schaffen.
    Aus einer hessischen Prekariatshochburg (Mark Medlocks Heimat Lauterborn ist gleich nebenan)
    http://www.op-online.de/nachrichten/...te-843871.html

    "Von Überwachungskameras war die Rede, ebenso vom Einsatz eines privaten Wachdienstes. Nun hat der EOSC auf Schlägereien, aufgebrochene Schließfächer und Fahrradklau reagiert und die Sicherheit erhöht. Bei starkem Besuch sichert ab sofort die Firma BWS den Eingang, die Fahrradabstellfläche, die Liegewiese und die Umkleiden."
  9. #9

    .

    Zitat von ditor Beitrag anzeigen
    Oder was ist in dieser Stadt/Gegend anders als anderswo in Deutschland. Ich kenne Sicherheitsdienste weder aus Schwimmbädern noch aus Supermärkten. Es müsste doch relativ einfach sein wesentliche Unterschiede zu erkennen und Abhilfe zu schaffen.
    Ich kenne das nur von einem Supermarkt hier in meiner hessichen Universitätsstadt - mitten in der Innenstadt: dort ist ein Supermarkt, der bis 24 Uhr geöffnet hat und anfänglich auch bis Mitternacht Alkohol verkauft wurde. Die Gegend um den Supermarkt wurde schnell zu einem Magneten für allerlei "Gesocks", APPDler und halbstarke Jugendliche (ab Jahrgangsstufe 8), die sich vor allem an den Wochenenden dort niederließen, um dort "abzuhängen". Zu fortgeschrittener Stunde möchte man dort eigentlich nur noch ungern langgehen. Zu oft schon miterlebt, die auch Ordnungamt und Polizei nicht mehr in einem respektvollen Ton angesprochen werden. Auch werden Passanten belästigt.

    Das hat irgendwann dazu geführt, dass dieser Supermarkt nun Sicherheitskräfte bereitstellt, und nach 21 Uhr kein Alkohol mehr verkauft wird (Bier geht aber offenbar noch). Ebenfalls steht jeden Abend ein Fahrtzeug des Ordnungsamts bereit.