Netz-Regulierung: Es geht um mehr als Googles Suchmaschine

Man kann doch nicht das Googeln verbieten - so wehren reaktionäre Netzbewahrer Ideen für eine Regulierung des Quasi-Monopols ab. Doch es geht um mehr als die Websuche: Wollen wir, dass ein Unternehmen Zugang, Inhalte und Infrastruktur im Web anbietet -*und die Nutzung analysiert?

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...775833,00.html
  1. #50

    ..

    Zitat von vibackup Beitrag anzeigen
    Google zu kontrollieren, wie es ja auch geschieht.
    Was mich aber wundert: es gibt eine andere Firma, die knapp 90% der betriebssystemsoftware an PCs verkauft undf da wirklich ein Monopol hält; von der redet keiner?
    Sind wir da auf einem Auge blind, Spiegel?

    //M
    Gehen sie mal in eine Bücherei. Lassen sie sich alle Spiegel des letzten Jahres vorlegen. Und dann fangen sie an zu blättern.... und zu zählen. Checken sie Anzeigenpreise bei Spiegel GmbH & Co KG, und rechnen. Da werden sie etliche Milliönchen für MS und Apple zusammenbekommen aber kaum was bei Google. Oder, sie fahren zur Spiegel Redaktion und checken das Computer Equipment und versuchen mal sich die Quittungen dafür zeigen zu lassen....
    Sie wollen ernsthaft gegen Korruption vorgehen?
    Vergessen sie es...
  2. #51

    .

    Wer will den bitte Google regulieren? Niemand ist gezwungen Google zu benutzen und hat X andere Suchmaschinen die er stattdessen verwenden könnte wenn er mit der Politik/Firmenphilosophie von Google nicht klar kommt.

    Eine Regulierung wäre unzulässig weil das Monopol durch die Anwender bestätigt wird und nicht durch das Vorgehen der Firma.

    Die einzigen die jetzt nach Regulierung schreien sind doch nur irgendwelche Lobbyisten von Firmen die es nicht auf die Reihe bekommen eine Produktpalette auf dem Markt zu werfen welche solch eine Anziehungskraft auf die Anwender hat wie die von Google.
  3. #52

    Für freien Wettbewerb

    Mal ganz blöd gefragt: Gibt es für die Platzierung von Ergebnissen in Suchmaschinen überhaupt objektive Kriterien? Sind die nicht sämtlichst subjektiv, weil vom Betreiber so eingestellt. M.M. gilt auch in Suchmaschinen das simple Hausrecht. Der Betreiber kann in und mit ihnen anstellen, was ihm Spaß macht. Und wenn er Klaus Himpelhuber zu bestimmten Suchergebnissen oben platziert, platziert er eben Klaus Himpelhuber oben. Dass Google verstärkt eigene Dienste in den ersten Suchergebnissen anzeigt, sehe ich nicht nur als Eigenwerbung, sondern auch als naheliegende nützliche, praktische Vernetzung der eigenen Dienste. Das nur ein Aspekt unter sicher vielen weiteren Aspekten des Gesamtkomplexes Google.

    Hinsichtlich Datenschutz sollte man Google sicher weiterhin gut im Auge behalten. Ökonomisch tendiere ich dazu, ihm so wenig wie möglich, genauer gesagt überhaupt keine Fesseln anzulegen. Weil wir nämlich alle davon profitieren. Bleibt ja jedem unbenommen, selbst eine Google aufzumachen. Freier Wettbewerb für alle heißt auch freier Wettbwerb für die Erstplatzierten und ist als solcher m.M. Garant dafür, dass tatsächlich die besten Dienste und Produkte das Rennen machen.
  4. #53

    Computer Führerschein

    Die Leute sollten alle einen Computer Führerschein machen.
    Das müsste schon im Hauptschul-Abschluß mit enthalten sein.

    Hier:
    Was ist eine URL ?
    Wie erstelle ich eine Mini-Webseite mit einen Ascii-Editor ?

    Wenn die Leute das wüssten, bräuchte man 95% weniger googlen.
    Z.B. kann man mit http://name-der-stadt.de Informationen über fast jeden Ort in Deutschland bekommen.

    Man kann Lesezeichen nutzen, um die Favoriten aufzurufen.
    Bei mir ist das aber eine lokale Webseite http://localhost/bestenliste auf der ich das besser organisieren kann.
    Dies ist dann meine Startseite im Browser.

    Wenn man was zu einem neuen Thema sucht, kann man auch erst mal die Wikipedia aufrufen und
    dann auf deren Weblinks clicken, um zu guten Seiten zu kommen.

    Mit dem obigen Wissen lassen sich 95% der Google Abfragen vermeiden,
    behaupte ich einfach mal.

    Für die restlichen Anwendungsfälle geht man eben zu Google
    oder einer anderen Suchmaschine.

    Was ich sagen will:
    Macht die Leute selbständig und kritikfähig und
    gebt der Verdummung keinen Vorschub.
  5. #54

    In die Hände gespuckt

    Derartige Artikel enden immer gleich: Verzweifelt versucht der Autor noch einmal darauf hinzuweisen, wie schutzlos doch seine Schäfchen/Leser den großen Netzgiganten ausgeliefert sind.

    Als wenn wir das nicht wüssten? Wir nutzen alle Google, weil wir noch keine bessere Suchmaschine gefunden haben. Wir nutzen alle Facebook, weil StudiVZ usw. lediglich ein billiger Abklatsch davon sind.

    Wer es schafft, so innovative Dienste wie Twitter zu erfinden, der kann auch meine Daten haben. Das Ganze reguliert sich von alleine. Wenn alle Welt den USA hinterherläuft, landen unsere Daten eben alle dort. Auf RTL laufen auch nur US-Serien...

    Gretus
  6. #55

    @ Eiermann: erstens

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Mal ganz blöd gefragt: Gibt es für die Platzierung von Ergebnissen in Suchmaschinen überhaupt objektive Kriterien? Sind die nicht sämtlichst subjektiv, weil vom Betreiber so eingestellt. M.M. gilt auch in Suchmaschinen das simple Hausrecht. Der Betreiber kann in und mit ihnen anstellen, was ihm Spaß macht. Und wenn er Klaus Himpelhuber zu bestimmten Suchergebnissen oben platziert, platziert er eben Klaus Himpelhuber oben. Dass Google verstärkt eigene Dienste in den ersten Suchergebnissen anzeigt, sehe ich nicht nur als Eigenwerbung, sondern auch als naheliegende nützliche, praktische Vernetzung der eigenen Dienste. Das nur ein Aspekt unter sicher vielen weiteren Aspekten des Gesamtkomplexes Google.

    Hinsichtlich Datenschutz sollte man Google sicher weiterhin gut im Auge behalten. Ökonomisch tendiere ich dazu, ihm so wenig wie möglich, genauer gesagt überhaupt keine Fesseln anzulegen. Weil wir nämlich alle davon profitieren. Bleibt ja jedem unbenommen, selbst eine Google aufzumachen. Freier Wettbewerb für alle heißt auch freier Wettbwerb für die Erstplatzierten und ist als solcher m.M. Garant dafür, dass tatsächlich die besten Dienste und Produkte das Rennen machen.

    Ein freier Wettbewerb ist aber langfristig eben nicht dadurch zu bewahren, dass der Staat nicht eingreift.
    Solch ein "laissez-faire-Approach" wird heute in der Wettbewerbstheorie aus gutem Grund nicht mehr vertreten.
    Denn Folge einer völligen Freiheit der Unternehmen ist oftmals eine Monoplstellung eines Unternehmens oder auch eine Kartellbildung mehrerer Unternehmen.
    Beides führt dazu, dass - eine solche Situation erst mal gesichert - der Wettbewerb erlahmt und in der Folge der Monopolist/die Kartellanten über-kopetative Preise verlangen können, Innovationsbemühungen einstellen oder den Output verringern können.

    Das Problem ist das Timing:
    Greift das Wettbewerbsrecht zu früh ein, wird ein Unternehmen ggf. dafür bestraft besser und erfolgreicher zu sein als die Konkurrenz; man nimmt den Anreiz zu Wettbeweb.
    Greift man zu spät ein, können die Folgen oft nicht mehr behoben werden. Der Wettbewerb ist tot und Konkurrenten können auch nicht mehr in den Markt einsteigen.

    Bei Google gibt es vor allem zwei besondere Probleme aus Kartellrechtlicher Sicht:
    Nach der "essentials facilities doctrine" ist der Wettbewerb besonders Bedroht, wenn ein Unternehmen Einrichtungen Unterhält, die von vielen - auch Konkurrenten - benutzt werden müssen. So ist es z.B. besonders Problematisch, wenn einzelne Telefonanbieter zugleich das Netz stellen, über dass die Konkurrenten ebenfalls ihre Dienste erbringen wollen. Dann werden völlig überhöhte Durchleitungsgebühren verlangt; nicht weil das das eigentliche Geschäftsfeld wäre, sondern um die Konkurrenz zu behindern. In solchen Fällen muss die "essentials facilitie" ggf. durch staatlichen Eingriff zugänglich erhalten werden. Bei Google gilt das evtl. auch. Die Suchmaschiene von Google ist für das Internet insgesammt schon eine Art "essentials facilitie" und muss Konkurrenten - auch solchen auf anderen Märkten (z.B. Facebook) - offen stehen. Ein "Hausrecht" kann es nicht geben.
  7. #56

    @ Eiermann: Zweitens

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Mal ganz blöd gefragt: Gibt es für die Platzierung von Ergebnissen in Suchmaschinen überhaupt objektive Kriterien? Sind die nicht sämtlichst subjektiv, weil vom Betreiber so eingestellt. M.M. gilt auch in Suchmaschinen das simple Hausrecht. Der Betreiber kann in und mit ihnen anstellen, was ihm Spaß macht. Und wenn er Klaus Himpelhuber zu bestimmten Suchergebnissen oben platziert, platziert er eben Klaus Himpelhuber oben. Dass Google verstärkt eigene Dienste in den ersten Suchergebnissen anzeigt, sehe ich nicht nur als Eigenwerbung, sondern auch als naheliegende nützliche, praktische Vernetzung der eigenen Dienste. Das nur ein Aspekt unter sicher vielen weiteren Aspekten des Gesamtkomplexes Google.

    Hinsichtlich Datenschutz sollte man Google sicher weiterhin gut im Auge behalten. Ökonomisch tendiere ich dazu, ihm so wenig wie möglich, genauer gesagt überhaupt keine Fesseln anzulegen. Weil wir nämlich alle davon profitieren. Bleibt ja jedem unbenommen, selbst eine Google aufzumachen. Freier Wettbewerb für alle heißt auch freier Wettbwerb für die Erstplatzierten und ist als solcher m.M. Garant dafür, dass tatsächlich die besten Dienste und Produkte das Rennen machen.
    ... Das zweite Problem sind die "Netzwerkeffenkte". Gerade im IT-Bereich kommt es maßgeblich auf Interoperabilität an. Verschiedenste Systeme, Anwendungen, Schnittstellen müssen miteinander kommunizieren können. Ein Monopolist kann dort Standarts durchdrücken und dadurch künstlich die Interoperabilität zu den Systemen der Konkurrenz unterbinden. So hat es Microsoft schon versucht und musste am Ende eine Kartellstrafe von fast einer halben Milliarde Euro zahlen. Google versucht ohne Zweifel auch seine verschiedenen Anwendung und Geschäftfelder zu integrieren. Die Interoperabilität zwischen Android, Google Mail, Goggle Maps, Websearch, Steet View, Chrome u.s.w. ist fantastisch. Aber versuchen sie mal ein Android Smartphone zu betreiben, wenn sie keinen Google-Account haben. Hier muss sicher gestellt werden, dass auch langfristig Interoperabilität zu fremden Systemen und Anwendungen besteht - und zwar so, dass das auch gut und nutzbar funktioneiert.

    Andernfalls haben wir bald kein "Internet" mehr, sondern ein "Gogglenet" und ein "Facebooknet" und ein "Microsoftnet".
  8. #57

    Immerhin einer nimmt Frank Schirrmacher noch ernst...

    Frank Schirrmacher hat mal wieder vor dem drohenden Weltuntergang gewarnt - na und? Das macht er alle paar Wochen.

    Auch sonst ist das, was Herr Lischka uns hier präsentiert, etwas dünn. Das Eintippen von Web-Adressen zur bedrohten "Kulturtechnologie" hochzujubeln, ist gedanklich armselig. Vor der Einführung von Maus und Tastatur wurden Informationen in Computer mit Lochkarten eingelesen. Haben wir einen Verlust zu beklagen, weil heute nur noch Technikmuseen Lochkarten besitzen? Die Verlinkung von Dokumenten ist der Kern des Web und hat mit der Vormachtstellung von Google nichts zu tun. Auch Bing und Yahoo präsentieren Suchergebnisse als Links.

    Ja, es gibt die mündigen Bürger, auch wenn Lischka und Schirrmacher anscheinend nicht daran glauben. Mündige Bürger können selbst entscheiden, ob sie Google nutzen und welche Dienste sie verwenden und welche nicht.

    Im übrigen läge es auch an den Technikredaktionen von FAZ und Spiegel, Alternativen zu den Google-Diensten stärker zu gewichten. Wenn das nicht passiert, sollten sich die ach so besorgten Herren mal nach den Ursachen erkundigen.

    Ein extrem hoher Marktanteil kann in der Tat ein Problem sein. Allerdings sollten dazu schon ein paar belastbare Fakten benannt werden. Essayistischen Mumpitz wie das Herumbiegen der Datenanalyse zu einem Monopolpreis versteht niemand.
  9. #58

    ablenkungsmanöver

    mehr sind das nicht .. viel bedenklicher finde ich das es nur noch ein paar agenturen gibt die der menschheit die nachrichten bringen .. 1:1 abgedruckt von spiegel, ntv und stern .. diese konzentration ist um den fakter 1 mio bedenklicher als eine suchmaschine!
  10. #59

    deutscher groessenwahn

    Die Warnungen des Autors sind trivial und altertuemlich. Jeder kennt die hypothetischen Gefahren des Google Monopols und die meisten wissen, wie man sich rausnavigiert.

    Aber was soll so ein oberflaechlicher Artikel eigentlich. Selbst wenn eine Regulierung was gutes braechte, wie sollte dies den geschehen? Indem eine aufgeblasene Deutsche Minibehoerde Google versucht vorzuschreiben, wie sie zu suchen and was sie anzuzeigen haben?

    Jeder solcher Versuch scheitert doch nich nur an der Faulheit und Traegheit der angeheuerten Beamten sondern daran, dass die Amerikanischen Firmen das Deutsche Rechtsverstaendnis voll zu recht nicht ernst nehmen.

    Die koennen vielleicht Ebay verbieten in Deutschland Nazi Kostueme zu verkaufen, aber auf die Mechanismen von Google Einfluss zu nehmen? Da haben sich ja sogar die Chinesen die Zaehne ausgebissen und die sind drei Groessenordnungen besser koordiniert und entschlossener als DE.

    Der Aufsatz ist nichts als laecherlich.