Arme Akademiker: Frau Lehrerin hat ein Loch im Schuh!

Bildung zahlt sich nicht aus: Obwohl sie jahrelang studiert haben, verdienen Dozenten an Sprachinstituten und Volkshochschulen oft weniger als Hilfskräfte auf dem Bau. Viele arbeiten nah am Sozialbetrug. Schuld sind die magere staatliche Förderung, das Rentenversicherungsgesetz - und die Liebe zum Job.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...774265,00.html
  1. #1

    Aber der Wirtschaft...

    ...geht es doch gut, da müssen Sie irgendwie nicht richtig recherchiert haben.

    Deutschland ist ein Land in dem es immer weniger Menschen immer besser geht und immer mehr Menschen immer schlechter.

    Herzlichen Glückwunsch an die Politik, ich bin stolz darauf in einem Land zu arbeiten, in dem die Menschen von ihrer Hände Arbeit - respektive von ihrem Kopf - nicht satt werden und auf Sozialleistungen angewiesen sind, die diejenigen aufbringen müssen, die noch Steuern zahlen. Ich frage mich ernsthaft, wie lange das noch so weiter gehen soll, bis die Leute endlich auf die Straße gehen!
  2. #2

    titelbefreit

    Na aber Germanistik und Islamwissenschaft haben die Damen doch nicht studiert, um damit mal viel Geld zu verdienen. Haben die sich jahrzehntelang ihren Illusionen hingegeben?
  3. #3

    -

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Ich frage mich ernsthaft, wie lange das noch so weiter gehen soll, bis die Leute endlich auf die Straße gehen!
    Oder aus dem Land! :-)
    Das gilt besonders für Fachkräfte, die sich nicht genötigt sehen müssen, im Land zu bleiben, vor allem Ingenieure und Informatiker. Und Deutsche (Jung)unternehmer fühlen sich ja schon längst in der Schweiz und anderen Ländern wohler.
  4. #4

    Wollen Sie mich auf die Straße schicken?

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...geht es doch gut, da müssen Sie irgendwie nicht richtig recherchiert haben.

    Deutschland ist ein Land in dem es immer weniger Menschen immer besser geht und immer mehr Menschen immer schlechter.

    Herzlichen Glückwunsch an die Politik, ich bin stolz darauf in einem Land zu arbeiten, in dem die Menschen von ihrer Hände Arbeit - respektive von ihrem Kopf - nicht satt werden und auf Sozialleistungen angewiesen sind, die diejenigen aufbringen müssen, die noch Steuern zahlen. Ich frage mich ernsthaft, wie lange das noch so weiter gehen soll, bis die Leute endlich auf die Straße gehen!
    Wissen Sie was? Ich habe es hier viel bequemer. Gehen Sie doch selbst. Und vergessen Sie Ihr Klavier nicht. Für nichts zahlen die Leute, die Ihnen zuhören sollen, rein gar nichts. Aber auch mit etwas kann es Ihnen passieren, daß Sie irgendwie als lästig empfunden und verscheucht werden.
    Sie sollten sich also einen festen Platz in der Fußgängerzone mieten.
  5. #5

    Die Rentenversicherung

    Die Rentenversicherung ist Schuld. Aha. Interessanter Ansatz. Ich hätte ja auf die allgemeine Lohn- und Preisdrückerei getippt.
  6. #6

    Keine Arbeitsplatzgarantie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bildung zahlt sich nicht aus: Obwohl sie jahrelang studiert haben, verdienen Dozenten an Sprachinstituten und Volkshochschulen oft weniger als Hilfskräfte auf dem Bau. Viele arbeiten nah am Sozialbetrug. Schuld sind die magere staatliche Förderung, das Rentenversicherungsgesetz - und die Liebe zum Job.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...774265,00.html
    Wenn man einen Beruf anpeilt, bei dem der Staat quasi ein Monopol hat, dann darf man sich nicht wundern, wenn es mit einer festen Anstelung oder gar mit einer Verbeamtung nicht klappt. Bei anderen Studienrichtungen gibt es auch keine Arbeitsplatzgarantie.
  7. #7

    Manche Akademiker nicht ganz schuldlos

    Gerade unter den Akademikern, die ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert haben gibt es viele Arbeitslose oder sehr gering bezahlte Beschäftigte.

    Leider sind diese Personen in einigen Fälle nicht ganz schuldlos an ihrer Misere. Die Auswahl des Studienfaches erfolgt nicht immer daran, was der Arbeitsmarkt verlangt. Der Bedarf von z. B. Germanisten, Philosophen oder Kunsthistorikern ist nun mal sehr begrenzt und gute bezahlte Jobs darin knapp.

    Es wäre sicher hilfreich Abiturienten mehr Unterstützung bei der Auswahl des Studienfaches anzubieten. Schließlich kann es nicht volkswirtschaftliches und gesellschaftliches Interesse sein, Akademiker teuer in Fächern auszubilden ohne Jobchancen, die dann als Taxifahrer frustriert enden. Bei gleichzeitigem Fachkräftemangel in der Wirtschaft.
  8. #8

    Träumereien aus dem Bildungsbürgertum

    "Ich finde es unerträglich, Menschen mit Hochschulabschluss 15 Euro pro Stunde zu zahlen. Das ist ein Ausdruck von Geringschätzung."
    Nein, das ist der Markt. Der Job ist einfach nicht mehr wert.
    Wenn das der Fall ist, orientiert man sich bei Zeiten um.

    Krampfhaft an den miesen Bedingungen festzuhalten, weil man den "Job liebt", ist doch naive Träumerei. So viel Scharfsinn kann man von Akademikern erwarten, auch von Germanistinnen. Die Männer machen es doch vor, von denen tut sich das keiner lange an.
  9. #9

    Schauen

    Zitat von Meta Beitrag anzeigen
    Die Rentenversicherung ist Schuld. Aha. Interessanter Ansatz. Ich hätte ja auf die allgemeine Lohn- und Preisdrückerei getippt.
    Sie sich doch einmal die Autos auf den Parkplätzen der
    Diskounter an - teure und große Wägen.
    Und die kaufen billig ein und machen damit mit mit der
    Preisdrückerei.

    Oder glauben Sie, daß die Diskounter nicht um jeden Preis
    selbst billig einkaufen, also die Preise der Hersteller
    drücken, d.h. diese drücken auch die Gehälter/Löhne ihrer
    Angestellten.

    Wo kaufen Sie ein?

    Welches Auto fahren Sie???????