Netzwelt-Ticker: Google schmeißt Nutzer wegen Pseudonym raus

Google duldet keine Pseudonyme im Netzwerk Google . Außerdem im Überblick: angeblicher LulzSec-Mitgründer rechtfertigt Datenklau, Spotify feiert den US-Start, ein Lokalpolitiker legt sich mit Abgeordnetenwatch an, und eine Künstlerin fühlt sich von der Gema gegängelt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...774616,00.html
  1. #30

    Guten Tag, die Ausweise bitte!

    Zitat von thefatrat Beitrag anzeigen
    Da wird mir Google+ auf einmal sympathisch. Die Anonymität im Internet bietet zwar an manchen Stellen Vorteile (Opposition in arabischen Diktaturen z.B.), hat aber meines Erachtens in einem sozialen Netzwerk nichts zu suchen. Wir wäre es denn mal im Spiegel Forum auch Klarnamen einzuführen. Das würde den Umgangsformen hier mit Sicherheit nicht schaden.
    Verteilen Sie beim Betreten einer Gaststätte Visitenkarten an die Anwesenden? Fordern Sie desweiteren die Gäste auf, den Gebrauch von Spitznamen zu unterlassen? ;-)

    Das Umgangsformproblem liegt mE nicht in der Anonymität, sondern im Fehlen anderer Parameter: Physische Nähe, Mimik/Gestik, etc.
  2. #31

    .

    Zitat von thefatrat Beitrag anzeigen
    Da wird mir Google+ auf einmal sympathisch. Die Anonymität im Internet bietet zwar an manchen Stellen Vorteile (Opposition in arabischen Diktaturen z.B.), hat aber meines Erachtens in einem sozialen Netzwerk nichts zu suchen. Wir wäre es denn mal im Spiegel Forum auch Klarnamen einzuführen. Das würde den Umgangsformen hier mit Sicherheit nicht schaden.
    Denn geh doch gleich mal mit gutem Beispiel voran.

    Wie stellt Spiegel eigentlich sicher, dass ich wirklich Lieschen Müller bin wenn ich mich mit dem Namen anmelde?
  3. #32

    ...

    Zitat von navy Beitrag anzeigen
    die wollen Alle nur die Daten und verdienen prächtig daran, das Selbige weiter zuverkaufen und zubenutzen. Plötzlich hat man Nonstop, irgendwelche Spam mails bekommen.
    Google ist nicht so dumm, Daten zu verkaufen. Die benützen sie nur selbst, um die verschiedenen Werbeanzeigen bei den Nutzern so anzuzeigen, dass möglichst oft auf die Werbung geklickt wird (ohne die Nutzer zu nerven - die Seite des Werbenden muss relevant sein - damit sie auch in Zukunft noch auf Google-Anzeigen klicken).
  4. #33

    @ Meckermann: Soziale Kontrolle ist das wirksamste Mittel politischer Hygiene

    Zitat von Meckermann Beitrag anzeigen
    Nein, dann würde man ihn bloß nicht mehr sehen, und denken alles wäre in Ordnung...
    Falsch. Sie übersehen, dass der rechtpopulistische bis rechtsradikale Spuk sich im Wesentlichen selbst repliziert. Erst dadurch, dass bestimmte Äußerungen immer öfter und immer wieder fallen, übernehmen viele andere Leute dieselbe Position. Das ist nicht anders als mit Vandalismus und Rauditum in der Öffentlichkeit: je mehr es davon gibt, um so mehr Leute finden sich, die das nachahmen.

    Soziale Kontrolle ist das wirksamste Mittel politischer Hygiene. Die soziale Kontrolle fehlt bei Anonymität.
  5. #34

    zumal?

    Zitat von gemadialog Beitrag anzeigen
    ... Mit der GEMA hat diese Sperrung jedenfalls nichts zu tun - zumal Frau Paley auch keine Musikurheberin, sondern Rechteinhaberin ist. ...
    Youtube soll die Rechte bei der GEMA erwerben, weil Frau Paley die Rechteinhaberin ist?
  6. #35

    keine Plattform ohne Pseudonym

    es ist doch recht einfach:
    Google + will Namenszwang? - Dann will ich nicht Google +

    der Persönlichkeitsstriptease bei Facebook und Google ist doch freiwillig.

    Bislang meide ich diese Plattformen und werde es auch weiter tun. Zumindest, wenn ich nicht die Möglichkeit habe, meine Privatsphäre so zu schützen, wie ich das für richtig halte. Nämlich mit einem Pseudonym und der Möglichkeit auf der Plattform z.B. das auffinden meiner Beiträge via Suchmaschinen zu unterbinden. In dem Punkt geht Xing mit recht gutem Beispiel voran -- aber das ist auch eine Plattform auf der von mir nur steht, was mir beruflich nutzen kann.

    Das Politiker sowas befürworten ist klar: wenn jemand mit Namen sagt, dass er vielleicht als Rentner mit absehbarem Lebenslänglich einen Amoklauf im Bundestag starten könnte, kann man ihn ja dingfest machen. Ein Pseudonym zumindest nicht so leicht -- wobei......

    es soll sich niemand einreden, dass er nicht längst im Netz via IP und tausend anderer Überwachungen genauso gläsern ist, wie für Steuer und Abgabenzwang.

    Etwas anderes anzunehmen ist blauäugige Träumerei
  7. #36

    .

    Zitat von MartinHa Beitrag anzeigen
    Es ist eigentlich ziemlich üblich, dass man für Bezahlungen mit einer Kreditkarte seine Adresse angeben muss.
    Ja, wenn ich möchte, dass die bestellte Ware auch bei mir zu Hause ankommt ????
  8. #37

    jain

    Zitat von Powerfee60 Beitrag anzeigen
    In dem Punkt geht Xing mit recht gutem Beispiel voran -- aber das ist auch eine Plattform auf der von mir nur steht, was mir beruflich nutzen kann.
    Das sehe ich ähnlich - auf Xing veröffentliche ich keine Meinungen oder Interessen, sondern ledigich meine Adressdaten, quasi als aktuelle Visitenkarte für frühere Kollegen etc.
    Natürlich kann Xing diese Adressdaten auch nutzen, aber das sind Daten, die man zu einem großen Teil z.B. auch über unsere Insitutshomepage erhalten kann (als Wissenschaftler ist es wenig sinnvoll, seine Kontaktdaten komplett geheim zu halten, gleiches gilt für viele andere Berufe mindestens genauso).

    Das Politiker sowas befürworten ist klar: wenn jemand mit Namen sagt, dass er vielleicht als Rentner mit absehbarem Lebenslänglich einen Amoklauf im Bundestag starten könnte, kann man ihn ja dingfest machen. Ein Pseudonym zumindest nicht so leicht -- wobei......

    es soll sich niemand einreden, dass er nicht längst im Netz via IP und tausend anderer Überwachungen genauso gläsern ist, wie für Steuer und Abgabenzwang.

    Etwas anderes anzunehmen ist blauäugige Träumerei
    Da gibt es aber noch einen wichtigen Unterschied zum Klarnamenzwang: Sicher gibt es für die Behörden eine Möglichkeit, über den Forenanbieter die IP zu erhalten und dann über den Provider auch den Klarnamen. Aber das ist deutlich aufwändiger, als wenn der Klarname gleich mitgeliefert wird, und dieser Aufwand wird kaum wegen einer Äußerung wie "Die Partei XY ist blöd" erfolgen. Für einen potentiellen späteren Arbeitgeber z.B. sollte es dagegen nicht möglich sein, diese Daten zu erhalten. Wenn ich aber in einem Forum mit meinem Klarnamen eine politische Meinung äußere, kann die jeder lesen und meinem Namen zuordnen - und das, was ich mal irgendwann von mir gegeben habe, gegen mich verwenden (z.B. kann ein möglicher Arbeitgeber entscheiden, jemanden, der öffentlich seine Lieblingspartei XY als blöd bezeichnet, nicht einzustellen).

    Was ich mich bei der Diskussion um Klarnamenzwang aber auch frage ist (neben dem bereits erwähnten Problem der Sicherstellung der angegebenen Identität), wie man bei mehreren Personen gleichen Namens die Zuordnung sicherstellen will. Es würde mich z.B. wundern, wenn es nur eine Angela Merkel in Deutschland geben würde (und auch bei dem Liedtext "Es gibt nur ein' Rudi Völler" wäre ich mir nicht 100% sicher), bei anderen Prominenten weiß ich z.B. sicher, dass es noch weitere Personen dieses Namens gibt. Gleiches gilt für weniger prominente Personen, in meinem Bekanntenkreis gibt es z.B. zwei Personen gleichen Namens, die nicht miteinander verwandt sind, sowie Vater und Sohn gleichen Namens.
  9. #38

    Adressen

    Zitat von frenchcurry Beitrag anzeigen
    Ja, wenn ich möchte, dass die bestellte Ware auch bei mir zu Hause ankommt ????
    Das kommt auf die Art der Ware an - bei elektronischen Waren (Software-Downloads, mp3, Videos, e-Books, PDF-Dokumente, e-Tickets, ...) nützt die postalische Adresse wenig, da brauchen Sie schon eher die Email-Adresse oder die IP - letztere geben Sie eh immer an, wenn Sie im Internet unterwegs sind.