S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: "Wer nicht meiner Meinung ist, muss dumm sein"

Die deutsche Internet-Szene überschüttet die "ahnungslosen Offliner" regelmäßig mit Spott, Häme und Verachtung. Das darf nicht sein, findet Sascha Lobo - und beginnt mit der Kritik*bei sich selbst.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...769717,00.html
  1. #120

    1337 ist die neue 42

    Ich würde den Beitrag von Herrn Lobo gern als Einsicht und damit als ersten Schritt zur Besserung nehmen. Interessant fand ich den referenzierten Beitrag von Herrn Dück, der mich einigermaßen befremdet hat.

    Besagter Herr ist mir von früher in Erinnerung als jemand, der in Schriftbeiträgen interessante Aspekte der Gesellschaft auf den Punkt bringen konnte. Sein Auftritt kommt mir eher vor wie Mario Barth für Intellektuelle.

    Mein Eindruck ist außerdem, dass sich die "Web 2.0"-Denker für etwas halten, was sie nicht sind. Wer damit zufrieden ist, 7x24 an seinem Ende der Internet-Leitung zu verbringen, mag sich in dieser Runde wohlfühlen. Das ist aber mit Sicherheit eine Minderheit. Für den Rest gibt es noch das RL mit ein paar Dingen, die sich eben nicht aus dem Internet runterladen lassen.
  2. #121

    Besserwisser

    Zitat von Predo Beitrag anzeigen
    schön dass sie gerade gezeigt haben, wie sehr herr lobo wohl doch recht hatte.
    denkanstoß: wie alt sind wohl die richter gewesen, die die gesetzesvorlage gekippt haben? na? glauben sie jeder von denen hat einen blog/twitteraccount/facebook/xing...wasauchimmer zugang? falls ich mich irren sollte, tuts mir leid, aber: was soll diese arroganz anzunehmen, nur weil man "nicht online" ist, hat man keine ahnung was die vorratsdatenspeicherung will?
    Genau Ihr Beitrag ist ein glänzendes Beispiel für Besserwisserei. Wenns nicht nach Ihrem Gusto läuft
    sind die anderen alle doof. w.z.B. die von Ihnen erwähnten Richter.
  3. #122

    .

    Zitat von marvinw Beitrag anzeigen
    Internet ist ein riesiger Informationshaufen. Die Ärzte z.B. leben in der Vorstellung dass Patienen die sich über Krankheit im Internet informiert haben, dumm sind. Die Ärtze selbst sind in diesem Punkte dümmer da sie oft nur zu einem/zwei Büchern zugreifen wo eine Krankheit beschrieben ist. Das Internet hingegen besteht aus Milliarden von Büchern und die Erfahrungen der Menschen sind auch drin, was es in Sachbüchern in der Regel nicht steht. Die sind weitaus wertvoller als irgendeine Theorie.
    Ist das so?

    Ich hatte einmal einen totalen Netzwerkausfall zu beheben. Hunderte Menschen konnten mit einem Schlag nicht mehr arbeiten oder telefonieren, alle Netzwerkgeräte liefen aber.

    Mehr Hinweise hatte ich auch nicht. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht um drauf zu kommen, denn ich habe eine langjährige, berufliche Erfahrung.

    Sie bekommen 2 Stunden zum googlen, dann sagen Sie mir was los war.

    Das Sie in so einer Situation erst einmal gar kein Gerät verfügbar ist, mit dem man ins Internet kommt, lassen wir mal für den Augenblick außen vor.
  4. #123

    Der Irrglaube der Googleanbeter

    Zitat von marvinw Beitrag anzeigen
    Internet ist ein riesiger Informationshaufen. Die Ärzte z.B. leben in der Vorstellung dass Patienen die sich über Krankheit im Internet informiert haben, dumm sind. Die Ärtze selbst sind in diesem Punkte dümmer da sie oft nur zu einem/zwei Büchern zugreifen wo eine Krankheit beschrieben ist. Das Internet hingegen besteht aus Milliarden von Büchern und die Erfahrungen der Menschen sind auch drin, was es in Sachbüchern in der Regel nicht steht. Die sind weitaus wertvoller als irgendeine Theorie.

    Sie können tagelang googeln,aber eines werden sie dadurch nie bekommen,nämlich Erfahrung^^
    Ich bin kein Arzt,aber ich kenne das Geschwür der "Netzkultur" genau aus meinem Berufsumfeld.Sogenannte "Googlestudierte",die einem dann erzählen wollen,wie man seine Arbeit zu machen hat.Liegt dann der Karren im Dreck,müssen es die wirklichen "Experten"wieder richten.Ist dann nicht mehr viel zu machen,wird dann den fachleuten Kompetenz abgesprochen.
  5. #124

    ich hoffe, sie erschrecken nicht ...

    Zitat von marvinw Beitrag anzeigen
    Internet ist ein riesiger Informationshaufen. Die Ärzte z.B. leben in der Vorstellung dass Patienen die sich über Krankheit im Internet informiert haben, dumm sind. Die Ärtze selbst sind in diesem Punkte dümmer da sie oft nur zu einem/zwei Büchern zugreifen wo eine Krankheit beschrieben ist. Das Internet hingegen besteht aus Milliarden von Büchern und die Erfahrungen der Menschen sind auch drin, was es in Sachbüchern in der Regel nicht steht. Die sind weitaus wertvoller als irgendeine Theorie.
    ... angesichts der wahrheit, dass auch ärzte googlen dürfen/können. *g*
  6. #125

    ja aber

    Zitat von berufskonsument Beitrag anzeigen
    (Ich bin gespannt, wann ich persönlich angegriffen werde, weil ich in meinem Beitrag das Thema "Rechtschreibung" angesprochen habe.)
    das war aber gemein, :-), ihr letzter satz.
  7. #126

    Respekt

    Zitat von marvinw Beitrag anzeigen
    Die meisten Diksussionen im Internet laufen so ab dass einer von beiden sachlich argumentiert, der Andere sich dadurch angepisst fühlt und unter dem Deckmäntelchen der Anonymität auf Beleidigungen/persönlchie Angriffe übergeht. Hier geht es überhaupt nicht darum wer welcher Meinung ist.

    Sie sprechen da ein interessantes Problem an. Ich diskutiere gerne. Das Problem ist: Gebe ich zu einem Thema meinen Senf ab, dann versuche ich meine Meinung auch zu begründen. Zwar nicht immer ganz sachlich, aber doch in einem Rahmen, der klar macht: Dies ist meine ganz persönliche Meinung, die basiert auf den und den mir vorliegenden Fakten, einer so und so basierten politischen Einstellung, den und den Erfahrungswerten.
    Mein Erfolg?
    Keiner. Ich würde ja gerne mal in eine Diskussion kommen. Ich bin eher Mitglied des linken Lagers, finde es aber hoch interessant, andere - fundierte Meinungen - zu erfahren, denn nur weil ich mich links einordne bedeutet das ja nicht, ich wäre resistent gegenüber anderen Meinungen oder wäre möglicherweise nicht in der Lage, meine Meinung auch mal zu ändern.
    Aber in dem Moment, in dem ich einen vernünftigen Meinungsbeitrag leiste, vernünftig im Sinne von - ich gebe hier meine persönliche Meinung ab, basierend auf den und den Daten - da bekomme ich nur höchst selten mal ein Feedback.
    Schreibe ich aber: "Sie haben eine Ahnung von der Materie wie eine Kuh vom Sonntag, Sie sind dumm wie Katzendreck und Ihre Mama riecht aus dem Mund" - dann geht die Diskussion los. Und das ist eigentlich tragisch. Eine Disksussion zu führen bedeutet ja nicht, sich gegenseitig mit Dreck zu bewerfen. Es bedeutet Meinungen und Standpunkte auszutauschen. Auch auf die Gefahr hin, dass man am Ende feststellt, dass der Gegner vielleicht im Recht ist. Das ist bitter (ich bin auch nur ein Mensch), aber wenn das so ist, ist das eben so.

    Aus diesem Grunde muss ich Herrn Lobo für seinen Kommentar loben. Nicht, dass ich mit ihm in allen Punkten einer Meinung wäre, aber was er hier vorbringt, verbunden mit einer gewaltigen Portion Selbstkritik... Das erfordert Respekt
  8. #127

    Ins Schwarze getroffen

    Zitat von Predo Beitrag anzeigen
    schön dass sie gerade gezeigt haben, wie sehr herr lobo wohl doch recht hatte.
    denkanstoß: wie alt sind wohl die richter gewesen, die die gesetzesvorlage gekippt haben? na? glauben sie jeder von denen hat einen blog/twitteraccount/facebook/xing...wasauchimmer zugang? falls ich mich irren sollte, tuts mir leid, aber: was soll diese arroganz anzunehmen, nur weil man "nicht online" ist, hat man keine ahnung was die vorratsdatenspeicherung will?
    Nun, vielleicht wissen _Sie_ es ja. Vielleicht aber auch nicht. Tatsache ist, das bei den allermeisten Offlinern nicht mal ein Ansatz einer Ahnung besteht. Und die sind arrogant genug die "ganzen langhaarigen Bombenleger" als Verschwoerungstheoretiker abzutun. Und das wird uns noch bitter aufstossen...
  9. #128

    Lobo'tomisiert

    Einer EU/und Bürokratenkaste die nix auf die Reihe bringen und sich von Banken manipulieren lassen! Eine Bande von Überwachern und Typen die emails ausdrucken – aber private Firmen aus aller fremden Ländern bezahlen um hier „IT Sicherheit“ zu machen – sollen wir die Autorisierung mit den kürzlich gehackten http://de.wikipedia.org/wiki/SecurID machen ?

    4x Jahr eine Abstimmung zu allen Themen - nachvollziehbar auf Papier! Abschaffung der idiotischen dem deutschen Grundgesetz zuwiderlaufenden EU-Einflüsse in unsere nationale Souveränität als erste Abstimmung Ende dieses Sommers!

    Politik muss in der Nähe und nachvollziehbar gemacht werden, nicht weiter weg und elektronisch! Die Leute muessen nur erst wieder verstehen, dass man den Medien, Politikern und Konzernen heute nicht mehr trauen kann, da diese es auf Abschaffung der Demokratie anlegen! Der nunmehr recht erfolgreiche versuch läuft schon seit Ende des 2.Weltkrieges!

    Wir brauchen Volksentscheide und echte Demokratie - und erst wenn das System sauber läuft, und die kriminellen Elemente raus sind, kann man über E-Demokratie auch nur anzufangen nachzudenken! Aber wer sollte sowas einem Lobo vermitteln können ...

    Mensch-Maschine ? Lobotomisiert ?
  10. #129

    Nun

    Zitat von CSCX Beitrag anzeigen
    Tatsache ist, das bei den allermeisten Offlinern nicht mal ein Ansatz einer Ahnung besteht. Und die sind arrogant genug die "ganzen langhaarigen Bombenleger" als Verschwoerungstheoretiker abzutun. Und das wird uns noch bitter aufstossen...
    die sogenannten Offliner können auch ohne das Internet leben, die ganzen Onliner können aber ohne die Offliner kein Internet haben ^^.