Geködert und gelackmeiert: Die schmutzigen Tricks der Headhunter

"Können Sie frei sprechen?" Beginnt ein Telefonat so, ist meist jemand von einer Direct-Search-Beratung dran. Es kann der Beginn einer wunderbaren Zusammerarbeit sein. Manchmal aber fischen Headhunter ohne Suchauftrag und ködern nur auf Vorrat Angestellte, die in ihr Beuteschema passen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...769478,00.html
  1. #1

    Verwirrung

    Was will uns SPON denn nun mit seiner Serie "Headhunter" mitteilen? Das alle Gut oder alle Böse sind? Sorry, aber nach dem jetzigen Artikel bin ich verwirrt...in dem einen heisst es "seien Sie offen ggü. dem Headhunter und beantworten Sie brav seine Fragen" und in diesem hier heisst es nun man solle genau das Gegenteil tun?!
  2. #2

    Kopfjäger

    Klar arbeiten Head Hunter mit schmutzigen Tricks. Sie sammeln die Daten auf illigale Weise und verbreiten sie ebenfalls illegal. Im Großen und Ganzen sind sie schädlich für die Wirtschaft weil sie das Abwandern der Spitzenkräfte in die Großkonzerne verursachen, wo man logischerweise besser bezahlt wird.
    Habe z.B. einen Bekannten der von so einem Kopfjäger angeworben wurde, 500km weit umgezogen sind, 2 Jahre mit besserer Bezahlung gearbeitet hat und dann die Kündigung auf den Tisch bekommen hat. Er kehrte zurück und hat im Endeffekt durch Umzug nicht gewonnen, nur Kohle ausgegeben für Umzug, neue Küche, teilweise neue Möbel etc.
    Einfach Blödsinn ist das.

    Es gibt eine ganze Reihe Berufe die Morgen tot umfallen könnten und keiner wird es merken: Unternehmensberater, Börsen/Aktien-Analysten, Head Hunter usw.
  3. #3

    Aufhören, Aufhören!

    AUFHÖREN, AUFHÖREN!

    Das ist ja furchtbar. Seit gefühlten Wochen jeden Tag irgendwelcher Headhunter-Schrott aus der PR-Abteilung des Branchenverbands.

    Halten wir doch mal fest: Leute, wie WIRKLICH gut sind, haben in ihrem Metier ein Netzwerk, mit dem sie jederzeit irgendwo anders anfangen, wenn es ihnen passt. Dass dieser Zeitpunkt genau dann sein soll, wenn ein Kopfjäger anruft, wäre schon ein großer Zufall - wenn auch nicht unmöglich.

    Aber wer wirklich glaubt, ein Kopfjäger riefe ihn an, weil er für einen einfach die Super-Chance sieht, quasi uneigennützig und als Belohnung für die eigene Großartigkeit, der verkennt die Lage. Kopfjäger leben vom Ein- und Verkauf. Und Einkauf heißt eben, unzufriedene Leute als Handelsmaterial zu finden die ihren aktuellen Job für eine eventuell bessere Chance sausen lassen. Nix gegen Zufallstreffer, aber eine Karrierestrategie bleibt dabei in vielen Fällen auf der Strecke.

    Immer wieder nett, Bewerber zu fragen, warum die denn bei Max Mustermann & Co. nur ein Jahr geblieben sind. "Ach, ich hatte damals ein gutes Angebot." Und warum ist die Zeit beim diesem neuen Arbeitgeber auch recht kurz? "Angebot war doch nicht so gut." ... na danke. Dann mag er mal seinen Kopfjäger anrufen und sich lieber gleich bei dem bewerben.
  4. #4

    Und täglich grüßt der Headhunter

    Es gibt viele unnötige Jobs in Deutschland. Diese Headhunter gehören definitiv dazu.
  5. #5

    Scavenger

    Zitat von marvinw Beitrag anzeigen
    Es gibt eine ganze Reihe Berufe die Morgen tot umfallen könnten und keiner wird es merken: Unternehmensberater, Börsen/Aktien-Analysten, Head Hunter usw.
    Zum Beispiel Immobilienmakler, die hier in Hamburg 6,25 Prozent Courtage verlangen dafür, dass Sie auch nur eine Anzeige bei Immonet oder Immobilienscout24 schalten und Anrufe entgegennehmen.

    Versicherungsvertreter, Anlageberater, Ehevermittler, Abmahnwälte, Zeitungsabodrücker, Druckkostenzuschussverleger, es gibt hier so manches Biotop, in dem sich prächtig keimen lässt ... oder besser gesagt: ließ. Das Schöne am Internet ist, dass diesen Leuten immer mehr das Wasser abgegraben wird. Wenn die potenziellen Kunden erst eimal merken, dass man derartige "Mittler" gar nicht braucht und sich Käufer und Verkäufer die Provisionen teilen, merkt man, dass früher vieles schlechter war.
  6. #6

    Zu pauschal

    in letzter Zeit wir mir hier vieles zu pauschal beurteilt, es ist im wirklichen Leben nicht immer alles schwarz oder weiß. Natürlich gibt es bei Personalberatungen auch schwarze Schafe, aber eben nicht nur. Jeder Mensch darf sich egal bei was nie ganz auf seine Berater für was auch immer verlassen, es gehört immer auch etwas Eigeninitiative und natürlich auch der gesunde Menschenverstand dazu. Personalberater können sowohl für Unternehmen als auch für Bewerber nützlich sein. Man muss das halt immer für sich selbst ausloten.

    es grüßt Stockdale
  7. #7

    re

    Der Artikel denkt sich ziemlich mit meinen Erfahrungen: Anruf im Buero via Telefonzentrale. Dann wird mir eine Seniorposition schmackhaft gemacht. Alternativ laeuft das ueber Xing oder LinkedIn. Ich habe uebringens 2.5 Jahre Berufserfahrung. Vielleicht ist doch mal ein serioeser Headhunter dazwischen, aber die meisten, wenn nicht alle scheinen nur Daten zu versammeln.
  8. #8

    das ist dummes Zeug

    Zitat von cartman0815 Beitrag anzeigen
    Es gibt viele unnötige Jobs in Deutschland. Diese Headhunter gehören definitiv dazu.
    was Sie hier schreiben. Allerdings ist der Artikel genauso dumm und oberflächlich und gute Headhunter benehmen sich schon gar nicht wie beschrieben, hier tummeln sich allerdings auch Leute die wahrscheinlich das Wort noch nicht einmal richtig buchstabieren können, ist ähnlich wie in der sog. Berater oder Consultingbranche ( die meist ihre eigenen Firmen nicht beraten konnten und schon eine Pleite selbst hingelegt haben.


    Headhunter sind nützlich ab einem Jahresgehalt von 150.000,- und es gibt dafür 3-4 Firmen die Weltweit operieren.

    Niemand von diesen bedient sich xing oder Linkl, wenn sie überhaupt dort nach schauen höchstens um Mitarbeiter in dieser Kategorie auszusortieren.
    Und ein Mitarbeiter in dieser Kategorie plappert auch nicht munter drauf los.


    Alles was sich darunter mit dem Wort Headhunter selbst bezeichnet ist ein Arbeitsvermittler.
    Das ist ähnlich als ob Lieschen Müller eine gefakte Designertasche umhängt und denkt sie gehört jetzt "dazu".
    (wozu? die ist die Bandbreite von Lieschen gross)
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Können Sie frei sprechen?" Beginnt ein Telefonat so, ist meist jemand von einer Direct-Search-Beratung dran. Es kann der Beginn einer wunderbaren Zusammerarbeit sein. Manchmal aber fischen Headhunter ohne Suchauftrag und ködern nur auf Vorrat Angestellte, die in ihr Beuteschema passen.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...769478,00.html
    Selten so schlecht recherchierte Artikel gelesen. Gerade wenn es um negative Auswirkungen auf der Kandidatenseite geht, Themen wie "Mailshots" (ungerichtete Massenmails, mit denen ein Kandidatenprofil bei manchen Agenturen an 2000-2500 Unternehmen rausgeschickt werden) etc. p.p.
    Als Kandidat ist es bei seriösen Agenturen selbstverständlich, dass der Unternehmensname des Kunden genannt wird, nach erfolgreichem Qualifikationsgespräch. Warum das danach ist? Schlicht und ergreifend: der Headhunter dient als Filter, um abzugleichen, dass die Kandidaten passen. Zum anderen könnten sich die Kandidaten im Vorfeld direkt dort bewerben und der Aufwand des Headhunters wäre umsonst gewesen.
    Am Ende des Tages handelt es sich schlicht und ergreifend um einen Vertriebsjob. Dies ist komplett ohne Wertung und kann für alle Beteiligten von Vorteil sein, wenn die Rollen klar bestimmt sind - oder auch sehr negativ, wenn z.B. der Personalberater nur auf kurzfristigen Profit aus ist (eher quantitatives Vorgehen, häufiger bei angloamerikanischen Unternehmen der Fall).