Berufsunfähigkeit: Wo Sie sich am günstigsten versichern

Chronisch*krank und arbeitslos: Berufsunfähigkeitsversicherungen sollen davor schützen, dass aus gesundheitlichen Problemen auch ein finanzieller Absturz wird. Doch die Preise für diesen Schutz gehen extrem*auseinander,*wie eine Untersuchung von "Finanztest" zeigt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...768404,00.html
  1. #1

    Am besten gleich eine Rechtsschutz bei einem anderen Anbieter dazu

    Ich habe die unangenehme Erfahrung machen müssen, dass auch ein Anbieter, der jetzt einen Spitzenplatz inne hat, durchaus nicht bereit ist die angebotene Rente zu zahlen, obwohl selbst die DRV eine Erwerbsunfähigkeitsrente bewilligt hat. Es kommt halt immer auf die Gutachter an und die scheinen nach dem Prinzip "Wess' Brot ich ess' des Lied ich sing" zu handeln.
    Eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Versicherer hätte mir diverse Kosten erspart.
  2. #2

    Das größte Problem ist

    Zitat von MiaMaus Beitrag anzeigen
    Denn die Kriterien, die da angewendet werden, sind so gering, dass eigentlich keine richtige Aussage darüber getroffen werden kann, ob eine solche Versicherung gut oder eben doch nicht so gut ist. Ganz aktuell dazu auch http://www.finanznews-123.de/verglei...heidungshilfe/ Genau hier hängt der Haken und genau das ist auch das Problem.
    Zahlt sie oder zahlt sie nicht.
    Meist zahlt sie nicht,darum ist diese Versicherung grober Unfug,um es gelinde auszudrücken.
  3. #3

    blödsinn

    ist diese Versicherung.

    Sicher wenn man zwanzig Jahre alt ist, und keine Gebrechen einen beugen dann vielleicht. Aber für die 62er bis 70er Jahrgänge nicht zu bezahlen.

    Da werde ich dann lieber dem Staat auf der Tasche liegen wenn es wirklich Hart auf Hart kommt -....

    Natürlich ohne Haus und sonstiges Vermögen
  4. #4

    Erfahrungsbericht

    Zitat von analyst2 Beitrag anzeigen
    Zahlt sie oder zahlt sie nicht.
    Meist zahlt sie nicht,darum ist diese Versicherung grober Unfug,um es gelinde auszudrücken.
    Ich hatte 3 Kapitallebensversicherungen mit Berufsunfähigkeitsschutz kombiniert. Nach meiner Berufsunfähigkeit, mehrere schwere Krankheiten, habe ich 6 Jahre lang fast 4000 Euro Rente, bei Beitragsbefreiung, monatlich erhalten. Für meine Versicherungen, 2 Unternehmen, haben am Anfang und später noch 2x Fragebögen ausgefüllt. Die Versicherungen haben meine Ärzte kontaktiert und das war es.

    Lag es an meinen Erkrankungen, dass es so problemlos ging? Bei einer Versicherung wurde mir bei Vertragsabschluss bestätigt, dass sie auf eigene Untersuchungen verzichten und das Urteil des Hausarztes akzeptieren würden. So war es auch. Vielleicht lag es auch daran, dass ich bis zu meiner Berufsunfähigkeit immer sehr gut verdient habe und durch die Berufsunfähigkeit keinen finanziellen Vorteil hatte.

    Der finanzielle Verlust war dann doch nicht so stark, weil private Berufsunfähigkeitsversicherungen nur zu 7% (Ertragsanteil) versteuert werden. Ich habe mich dann mit "Renten" beschäftigt und festgestellt, dass auch sogenannte "Leibrenten" nur zu 15% versteuert werden. Ich habe den Eindruck, manche Rentenbezieher werden steuerlich großzügig behandelt. Es sind nicht die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer(innen). Ich bin jetzt sarkastisch. Einer muss ja den „Sozialstaat“ finanzieren.
  5. #5

    Unseriös, ...

    ... in einem Beitrag über BU nichts dazu zu schreiben, wie es denn mit der Anrechnung der Versicherungsleistung auf Hartz IV aussieht. Ich gehe davon aus, die Anrechnung greift zu hundert Prozent.
    Eine BU ist also nur sinnvoll, wenn man auch ein Vermögen hat, das man vor dem Zwang, es zu verbrauchen, schützen will. Das sagt einem kein Versicherungsvertreter. Als ich, damals Berufsanfänger, aus diesem Grund meine BU kündigen wollte, brauchte ich noch nicht einmal eine Frist zu wahren, so sehr war mein Versicherer darauf bedacht, dass ich das nicht an die große Glocke hänge.
  6. #6

    Stimmt

    Zitat von own_brain_user Beitrag anzeigen
    ... in einem Beitrag über BU nichts dazu zu schreiben, wie es denn mit der Anrechnung der Versicherungsleistung auf Hartz IV aussieht. Ich gehe davon aus, die Anrechnung greift zu hundert Prozent.
    Eine BU ist also nur sinnvoll, wenn man auch ein Vermögen hat, das man vor dem Zwang, es zu verbrauchen, schützen will. Das sagt einem kein Versicherungsvertreter. Als ich, damals Berufsanfänger, aus diesem Grund meine BU kündigen wollte, brauchte ich noch nicht einmal eine Frist zu wahren, so sehr war mein Versicherer darauf bedacht, dass ich das nicht an die große Glocke hänge.
    Für die Jahrgänge vor 1961 gibt es im Falle der Erwerbsunfähigkeit eine Rente, die sich an den eingezahlten Beiträgen orientiert.

    Für die Jahrgänge ab 1961 gibt es eine Grundsicherung, die sich an Hartz 4 anlehnt. Da Hartz 4 eine Bedürftigkeitsleistung ist, werden die Einkünfte durch Berufsunfähigkeitsversicherungen als Einkommen angerechnet.

    Wenn ich mich nicht irre, gehört diese soziale Verschlechterung zum Paket "Hartz 2".
  7. #7

    Eigentlich ist

    ...die ganze private BUZ eine Farce.

    Berufe nach Risiken zu selektieren ist eigentlich schon grenzwertig, ggf. Diskriminierung.... - Schliesslich sind ALLE Tätigkeiten gesellsachaftlich nützlich oder erforderlich - mit welchem Recht werden einzelnen Menschen, die solche Berufe ausüben Mehrkosten aufgebürdet ?

    Nach welcher Logik ist ein Schornsteinfeger ein höheres Risiko gegenüber dem Büroangestellten, der privat als Laie halsbrecherische Skifahrten unternimmt oder Extremhobbys nachgeht ?

    Sicher kann man argumentieren: mehr Risiko - höhere Kosten - aber sollte es nicht vor allem um den Schutz des Versicherten gehen, statt um den Profit der Versicherer ?

    Dass Versicherte schon in Jugendjahren nicht mehr uneingeschrängt erwerbsunfähig versichert werden, weil sie irgendwelche "Mängel" haben ist eigentlich unfassbar. Passiert aber ständig.

    Die Privatisierung der BUZ, bei der die Gesellschaft ein solches Grundrisiko bei der Einzelne nach Berufen oder Vorerkrankungen (sogar bei Verwandten ?) klassifiziert und u.U. abgewiesen werden ist - zugespitzt - nichts Anderes als die Legalisierung (einer Art Euthanasie !) der Unterscheidung nach mehr- oder minderwertigem Menschen...

    Eine Art Basis-BUZ sollte auch heute noch staatlich ermöglicht werden, ohne dass sich der Versicherte der Willkür der privaten Anbieter aussetzt.

    Grüsse
  8. #8

    Versicherungen

    Zitat von Gerixxx Beitrag anzeigen
    ...die ganze private BUZ eine Farce.

    Berufe nach Risiken zu selektieren ist eigentlich schon grenzwertig, ggf. Diskriminierung.... - Schliesslich sind ALLE Tätigkeiten gesellsachaftlich nützlich oder erforderlich - mit welchem Recht werden einzelnen Menschen, die solche Berufe ausüben Mehrkosten aufgebürdet ?

    Nach welcher Logik ist ein Schornsteinfeger ein höheres Risiko gegenüber dem Büroangestellten, der privat als Laie halsbrecherische Skifahrten unternimmt oder Extremhobbys nachgeht ?

    Sicher kann man argumentieren: mehr Risiko - höhere Kosten - aber sollte es nicht vor allem um den Schutz des Versicherten gehen, statt um den Profit der Versicherer ?
    Das ist nun bei allen privaten Versicherungen so. Ein Auto wird nun auch nicht pauschal einheitlich versteuert und etwas seltsam dürfte es anmuten wenn ein Ferrari die gleichen Kosten wie ein Polo nach sich ziehen würde.

    Aber Sie haben schon recht, der einzige Weg aus diesem Zustand heraus wäre eine Verstaatlichung dieser Versicherungen.

    Der Ostblock war ganz groß darin und die Gesetzlichen Krankenkassen zeigen das ein solches System einfach selbsttragend ist...
  9. #9

    Viel Käse....

    Zitat von own_brain_user Beitrag anzeigen
    ... in einem Beitrag über BU nichts dazu zu schreiben, wie es denn mit der Anrechnung der Versicherungsleistung auf Hartz IV aussieht. Ich gehe davon aus, die Anrechnung greift zu hundert Prozent.
    Eine BU ist also nur sinnvoll, wenn man auch ein Vermögen hat, das man vor dem Zwang, es zu verbrauchen, schützen will. Das sagt einem kein Versicherungsvertreter. Als ich, damals Berufsanfänger, aus diesem Grund meine BU kündigen wollte, brauchte ich noch nicht einmal eine Frist zu wahren, so sehr war mein Versicherer darauf bedacht, dass ich das nicht an die große Glocke hänge.
    Das weiss man, dass Einkommen auf ALG II angerechnet wird. Warum wird immer so getan, als ob das ein neues Weltwunder wäre? Man sichert ja auch soviel BU-Rente ab, dass man eben NICHT in ALG II fällt. Das ist der Sinn der Sache, klar wenn man nur Alibi Absicherung von 500 Euro macht, muss man sich nicht wundern. Und was verstehst du unter Frist? BU ist in der Regel meist kurzfristig kündbar. Das hat mit dir gar nichts zu tun meiner Meinung nach. Das VU hatte keine Angst vor deiner Glocke *lach* Bitte erst mal darüber nachdenken dann schreiben.