Headhunter: Stolze Umsätze, gepfefferte Honorare

Seriös und diskret müssen sie arbeiten - Personalberatung ist Vertrauenssache. Doch selbst Profis in Unternehmen verlieren den Überblick: Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge, sie vermitteln junge Talente wie erfahrene Manager. Der Trend geht klar zum Spezialisten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...768397,00.html
  1. #1

    Spätrömische Dekadenz:

    Zitat von SPON
    Sogenannte Beauty Contests, bei denen die Headhunter gegeneinander antreten und ihre Unternehmen präsentieren müssen, sind zur Regel geworden.
    "DSDS" für Personalchefs, die auch mal in einer Jury sitzen wollen. "Top Performer" unter sich. Bravo, deutsche Wirtschaft, das nenne ich mal Innovationsbereitschaft.

    Zitat von SPON
    Wer sich als Berater selbständig machen will, muss nicht einmal einen Schulabschluss vorweisen. Das machen sich immer wieder unseriöse Gestalten zunutze - und ziehen arglose Kunden gnadenlos über den Tisch.
    Die armen, arglosen Kunden. Muss man sich das vorstellen wie beim Gebrauchtwagenhandel?
    "Bring isch dir Peter Löscher für dein Heizungsbauerei. Hat er kein Lust mehr beim Siemens hat er mir gesagt, letzt Woch bei Golf. Kost 50000€ Vorkasse, bin isch ehrlicher Hedhanter!"

    Zitat von SPON
    Die enorme Zersplitterung der Beraterlandschaft erschwert selbst Personalprofis in Unternehmen die Auswahl des richtigen Dienstleisters.
    Hochbezahlte "Personalprofis" beauftragen noch besser bezahlte "Dienstleister" dafür, dass diese die originäre Aufgabe der Personalabteilungen erledigen. Fortschritt ahoi!

    Zitat von SPON
    Adlige Herkunft, edles Outfit und beste Beziehungen
    Ganz genau. Darauf kommt es an.
  2. #2

    Personalvermittler für gehobene Ansprüche

    ...
    Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge,
    ...
    Fast 45.000 Posten haben die deutschen Headhunter 2010 besetzt,...
    Boah! Was für ein Geschäft.
    Ich denke,
    hier soll eine neue parasitäre Kaste hofiert werden.
    Die machen ihre Arbeit nicht! Die betreiben nur Datensammeln und belästigen die arbeitenden Leute. (zumindest ist das hier in D-Land so)
    Dann wollen sie auch horrende Preise.
    Die kann man getrost ignorieren.

    Es ist geradezu grotesk: In dieser Branche, die wie keine andere auf das Vertrauen ihrer Kunden setzt und mit Begriffen wie Seriosität, Integrität oder Diskretion wirbt, herrscht weit gehende Intransparenz.
    Siehe oben!

    Adlige Herkunft, edles Outfit und beste Beziehungen
    Das wurde schon kommentiert.
    Sagt alles!
  3. #3

    die Headhunter sind selten nützlich...

    ... aber sie haben zurzeit Konjunktur. Es werden also weitere SPON Beiträge folgen.

    Anleitung für Arbeitnehmer:
    - Welches Gehalt?
    - Welche Betriebsgrösse?
    - Welche Branche?
    Ich sende ihnen meine standartisierte Blindbewerbung, danach reden wir weiter.

    Anleitung für Arbeitgeber:
    - Senden sie mir mal ein paar anonymisierte Blinbewerbungen.

    besser ist eine ordentliche Personalabteilung.
  4. #4

    Zitat von MagNix Beitrag anzeigen
    Hochbezahlte "Personalprofis" beauftragen noch besser bezahlte "Dienstleister" dafür, dass diese die originäre Aufgabe der Personalabteilungen erledigen. Fortschritt ahoi!
    Das nennt man "Selbsterhaltende Systeme". Oder auf dem Bauernhof auch "Inzucht". Und ist m.E. der Hauptgrund für das größte Hindernis auf dem Weg zu einer langfristig erfolgreichen Personalarbeit in deutschen Unternehmen - nämlich die Personalabteilungen. Stromlinienförmig agierende Marketing-, BWL- und Jura-Nasen, die nur noch ihresgleichen einstellen und fördern.
  5. #5

    Die Journalistin Julia Friedrichs war bei McKinsey,

    sah sich die Firma an und schrieb einen Bericht über die Methoden dieser Firma und mehr über die selbsternannten "Eliten" bei uns. Sie lehnte das fulminante Angebot zur Einstellung begründet ab.
    Diese Kreise sind ein geschlossener Zirkel, ähnlich wie früher die Fliesenleger, nicht jeder kommt dort hinein. Können ist keine Einstellungsvoraussetzung, eher der gute Stammbaum, welcher Art er auch immer sein mag. Irgendwie drängt sich mir der Gedanke an eine Art Inzucht auf.
  6. #6

    Nichtsnutze!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seriös und diskret müssen sie arbeiten - Personalberatung ist Vertrauenssache. Doch selbst Profis in Unternehmen verlieren den Überblick: Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge, sie vermitteln junge Talente wie erfahrene Manager. Der Trend geht klar zum Spezialisten.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...768397,00.html
    Nichtsnutze, die es selbst nicht bis zu einer ernsthaften, nützlichen Beschäftigung geschafft haben, sitzen in teuren Büros mit hübschen Mädchen herum und entscheiden, ob einer geeignet ist für einen Job oder ob er eine Pfeife ist, die niemals einen Job bekommt.

    Eine Gesellschaft, die für so etwas GELD bezahlt, ist in jeder Beziehung am Ende.
    Dabei habe ich neulich eine Untersuchung gelesen, wonach die Treffsicherheit in der richtigen Besetzung durch Headhunter nur bei 7,8 % liegt. Wenn man nach 6 Monaten wieder hinschaut. Da ist doch klar, dass diese Nasen so unnötig sind, wie ein Kropf. Wer braucht sie wirklich? Niemand!

    Maxi Scharfenberg
  7. #7

    [{-_-}] ZZZzz zz z...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seriös und diskret müssen sie arbeiten - Personalberatung ist Vertrauenssache. Doch selbst Profis in Unternehmen verlieren den Überblick: Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge, sie vermitteln junge Talente wie erfahrene Manager.
    Sagen Sie mal, Rainer Steppan, bekommen Sie eigentlich Kohle dafür, daß Sie diese irren, nichtsnutzigen, (in Bayern sagt man) hinterfotzigen Schwätzer ihre eigene, völlig substanzlose, Blabla-Eigenwerbung direktamang in einen SpOn-'Artikel' schreiben lassen? Und dann noch unter Ihrem Namen, Rainer Steppan?
    Sie wissen schon, was ein richtiger Journalist ist? Und was der so macht? Nee? Dachte ich es mir, vielleicht gehen Sie doch besser zurück in die drittklassige Werbeagentur, aus der Sie offenkundig entflohen sind...

    Bald 50 Jahre kann ich lesen, aber einen derartig miesen Haufen Buchstabensuppe hatte ich noch nicht das Vergnügen zu bespeiben; herzlichen Glückwunsch.
  8. #8

    Mal durchrechnen: Nichtsnutze!

    Zitat von SPON
    Bundesweit balgen sich mehr als 5000 Headhunter um lukrative Aufträge
    [...]
    Rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz erzielten die Kopfjäger nach Angaben des Bonner Beraterverbands BDU 2010
    [...]
    Fast 45.000 Posten haben die deutschen Headhunter 2010 besetzt
    Rechnen wir mal durch: Ein Headhunter schafft es, pro Jahr gerade einmal neun Stellen zu besetzen. Das ist schon mal verdammt wenig und zeigt was für ein ineffizienter Haufen das ist.

    Legen wir jetzt noch den Umsatz auf die Stellen um, dann bekommt so ein Nichtsnutz von Headhunter dafür, dass er fünf ganze Wochen benötigt um eine einzige Stelle zu besetzen, auch noch 28.000 Euro.

    Jeder Personaler, die auch nur einen Cent für diesen nichtsnutzigen Haufen ausgibt, sollte wegen Veruntreuung von Firmenmitteln gefeuert werden.

    Das großartige ist, dass das alles offizielle Zahlen des BDU sind. Von wegen Intransparenz, da kann jeder sich an drei Fingern abzählen, dass Headhunter teure Taugenichtse sind, die nix gescheites gelernt haben und viel Geld mit Wichtigtuerei verdienen wollen.
  9. #9

    Bezahlte Werbung?

    Es ist wirklich unglaublich, wie unkritisch hier nachgeplappert wird, was die Branche vorgibt zu sein. Man setzt auf Äußerlichkeiten wie Anzug und Stammbaum (was zum Teufel soll das mit der Qualifikation zu tun haben?) eben weil es keine Qualifikation gibt, mit denen man sich tatsächlich vom Mitbewerber unterscheiden und auf die sich ein Auftraggeber verlassen könnte. Personalvermittler werden nach Erfolg bezahlt, sie unterscheiden sich darin in keiner Weise von Zeitungsdrückern oder Mitarbeitern im Strukturvertrieb von Kosmetik- oder Finanzprodukten. Genau wie diese verkaufen sie, wo es geht, ohne Rücksicht auf Eignung des Kandidaten oder Vorteil des Arbeitgebers.

    Ein Großteil des Geschäfts wird von vollkommen fachfremden Quereinsteigern betrieben. Glauben sie, der Recruiter für Maschinenbau-Ingenieure wäre selbst ein solcher und könnte fachliche Qualifikation des Bewerbers beurteilen? Oder gibt es den Personalvermittler, der auf der Suche nach IT-Spezialisten die Profile seiner Kandidaten versteht? Nichts dergleichen ist der Fall, die Arbeit wird zu großem Teil von Menschen gemacht, die selbst (a) recht neu in ihrem Job sind und (b) aufgrund meistens geringer Qualifikation gering entlohnt werden. Der Recruiter, der am Telefon ist, verdient als "Junior HR consultant" <2500 EUR brutto im Monat, was weiss der schon von den Bedürfnissen "seiner" Kunden? In spätestens 18 Monaten arbeitet er wahrscheinlich woanders, die meisten dieser "HR-Berater" verspüren keine besondere Loyalität zu ihrem eigenen Arbeitgeber.

    Auftraggeber sollten sich fragen, woher ein selbst ernannter Branchenspezialist seine Kontakte hat. Wer ernsthaft Aufwand betreibt, um auf Absolventenmessen u.a. präsent zu sein, wer persönlichen Kontakt hält und sich für seine Kandidaten interessiert, der hat in meinen Augen auch einen angemessenen Lohn dafür verdient. Diese Art der Personalarbeit ist jedoch sehr selten geworden, ist eher das Merkmal von Einzelunternehmern oder sehr kleinen Firmen und eignet sich im allgemeinen nicht für das große Heer der zu besetzenden Stellen, von denen wir tagtäglich lesen.

    Der Rest der Anbieter durchsucht Profile, die er nicht versteht, nach Stichworten, die der Kunde vorgegeben hat, und ist somit entbehrlich.