Massenleiden Burnout: Wie Firmen ihre Spitzenkräfte verbrennen

Sie streben nach Perfektion - und scheitern an der Realität: Die Diagnose Burnout trifft vor allem ehrgeizige Leistungsträger. Wenn sie ausfallen, kostet das die Wirtschaft Milliarden. Dabei können simple Verbesserungen im Job den Trend stoppen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...765353,00.html
  1. #60

    nach 4 Monaten arbeiten

    nach den Studium bin ich zu meinem Abteilungsleiter gegangen und habe gesagt, ich schaffe es in dem Team nicht, ich muss 50% meiner Zeit für den Kampf mit den Kollegen vertun. Dann sagte der, für einen Anfänger sei es nicht normal, aber er würde etwa auch so viel Zeit dafür aufbringen.
    Er war ein weicher, er ist auch bald abgetreten.
    Die meiste Zeit verbringt man mit Kampf gegen Neider und Egoisten. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es so bald anderes werden soll.
    Es ist der normale Neid. Wenn es schon in der Familie stattfindet, wo man meint, dass die Leute so klug sind, und sich diese warm halten um immer eine Zuflucht zu haben, dann scheint es mir doch unmöglich es in der Gesellschaft zu überwinden.
    Manche brauchen immer einen auf den sie herab schauen können.
    Schon als Kind habe ich mich gefragt, warum manche immer gesagt hatten, dass alles was sie hatten besser war als meines.

    Ich war immer zufrieden mit dem wie es war. Ich habe immer nur gegen mich gewetteifert.

    Man kann zwar immer meckern, immer warnen, was ja schon ein Fortschritt ist, weil das findet ja auch nicht statt.
    Aber wie man den Neid, die Gier usw. den Leuten austreibt, kann ich nicht sagen.
    Wenn jemand einen kennt, der sich verändert hat, der möge es mir mitteilen, es interessiert mich sehr.
  2. #61

    Man kann selbst etwas tun

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie streben nach Perfektion - und scheitern an der Realität: Die Diagnose Burnout trifft vor allem ehrgeizige Leistungsträger. Wenn sie ausfallen, kostet das die Wirtschaft Milliarden. Dabei können simple Verbesserungen im Job den Trend stoppen.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...765353,00.html
    Zum Beispiel sollte man sich fragen, warum immer alles perfekt erledigt werden muss. Ausreichend ist ausreichend und schont die Nerven ungemein. Auch ich musste das selbst erfahren. Jetzt macht ein anderere meinen Job und er macht ihn sehr gut. Also war ich ersetzbar. Ich bin ausgeglichener, habe meine Arbeitszeit verringert, kümmere mich um meine Hobbies und bin glücklicher als jemals zuvor. Der "Nachteil", wenn es denn einer ist, ist mein geringeres Einkommen. Allerdings betrachte ich das inzwischen schon wieder als Vorteil: Am Ende eines Monats komme ich nicht in Versuchung, mein Geld für Dinge auszugeben, die ich nicht brauche, um Leute zu beeindrucken, die ich nicht mag....
  3. #62

    Die Wahl mit mitte 30

    Vor allem Entscheidungen treffen können nach drei Jahren, ohne innerlich zerrissen angespannt zu sein,
    ,um den Willen anderer zu befriedigen, sich selbst eigentlich nicht beachtet bei allen Entscheidungen.
    Es ist das was einen entspannter, das was ich mir persönlich ersehnt habe das innerliche Gleichgewicht wieder zu finden.Vor allem den viel ruhigeren Tagesablauf ohne Hast, diese Flüchtigkeit im Alltag war ein großer Fehler, zumindest bei mir, alles nur noch als Zeitverschwendung selbst zwischenmenschliche Gespräche nur falsch gedeutet, interpretiert,und falsche Urteile über Alltägliches gefällt.

    Vor allem eines habe ich festgestellt,
    Menschlichkeit ist vorhanden untereinander,das ist wichtig.

    Vernünftig Schlafen ohne erst nach 3 Stunden oder an manchen Tagen fast ohne den lebenswichtigen Schlaf dem Körper die Ruhe geben,geht eben nicht, wenn alles innerlich so von angespannter Rastlosigkeit ist, ruhelos,der Puls viel schnell schlägt..,das Schlimmste war fast eine Woche ohne Schlaf,den Alltag eigentlich bloß noch , durchgestanden,bis es sich dann immer weiter alles private und berufliche aufschaukelt, in dem kleine banale Sachen einem schon persönlich zu viel werden,sich derart hineinsteigert in alles...,und selbst merkt irgendetwas stimmt hier nicht du hast ein Riesenproblem mit dir selbst, Du selbst nicht fertig werden wirst aufgrund der Situation im beruflichen Alltag,so festgefahren alles das ist seit Monaten nur noch dir selbst schadet alles,aber sich nicht eingestehen möchte, dass es so ist,dann kommt die Machtlosigkeit..,der letzte Ausweg ist die Flucht, aber dann ist alles es schon viel zu spät;)

    Das dumme ist im zweiten Versuch beruflich Fuß zu fassen in derselben Firma ,ist genauso gescheitert wie der erste Versuch,und nicht weil es an den persönlichen Fähigkeiten gemangelt,sondern einfach ,aus reinem Konkurrenzdenken nicht gewollt wurde,Selbstschutz.tja..
  4. #63

    .

    Zitat von genesys Beitrag anzeigen
    Vorne auf dem ungewaschenen T-Shirt von Person A
    ...
    Er ist sicherlich KEIN Leistungsträger.
    Er hat bereits 30 und mehr Jahre gearbeitet, gut verdient, nicht zu knapp Steuern gezahlt und den Höchstsatz in die Sozialversicherungen eingezahlt. Er hat ein Haus gebaut, seinen Kindern das Studium finanziert, und für das Alter vorgesorgt.

    Pünktlich zum 50. Geburtstag wurde er aber "für den Arbeitsmarkt freigestellt". Dumm nur, dass kein Unternehmen jemanden in dem Akter einstellt. Das hat er vorher auch nicht geglaubt, nun ist er schlauer. Inzwischen hat er alle Rücklagen aufgebraucht (vorher gibt es kein Hartz IV) und lebt nun in "spätrömischer Dekadenz".

    Zitat von genesys Beitrag anzeigen
    Person B versorgt morgends die Kinder, fährt zur Arbeit,
    ...
    Sie ist ganz sicher eine Leistungsträgerin.
    Person B bringt die Kinder morgens im Auto zur Schule und fährt weiter zur Arbeit. Dort versucht sie, kreativ und produktiv zu sein. Das Problem dabei ist, dass das Unternehmen mit den älteren Mitarbeitern auch das dringend benötigte Fachwissen und die guten Kontakte zu den Kunden "freigestellt" hat.

    Abends kommt sie nach Hause und ärgert sich darüber, dass die Kinder die Hausaufgaben nicht schon in der Nachmittagsbetreuung vollständig erledigt haben. Dafür bezahlt sie die schließlich. Außerdem ist sie kaputt, denn den ganzen Tag den Anschein von Geschäftigkeit zu wahren schlaucht mehr, als den ganzen Tag richtig zu arbeiten.

    Deshalb muss sie sich natürlich so oft wie möglich im Urlaub erholen. Drei bis vier Urlaube im Jahr müssen da schon sein, davon mindestens zwei Fernreisen und den Winterurlaub im Nobelskiort. Selbst wenn man dafür einen Kredit aufnehmen muss. Die Kollegen sollen schließlich denken, man verdient so viel, dass man sich das leisten kann.

    Besser fände sie es natürlich, wenn ihr Mann endlich so viel verdienen würde, dass sie sich das und mehr locker leisten kann. Im Optimalfall ohne selbst weiter arbeiten zu müssen. Das ist doch wirklich nicht zu viel verlangt, wo sie sich doch tagtäglich aufopfert und er einfach nur arbeitet.

    Zitat von genesys Beitrag anzeigen
    Was ich nicht verstehe ist, warum sich Person A über Person B aufregt während man von Person B verlangt, Person A zu finanzieren. Irgendwas daran ist wirklich "saublöde".
    Was ich nicht verstehe ist, dass sich Person B auch noch über Person A aufregt, dessen Job sie nun mangels Fachkenntnissen mehr schlecht als recht zu erfüllen versucht. Man mag es kaum glauben, aber Person B neidet Person A die völlig unzureichenden Hartz IV-Leistungen, die Person A bekommt, nachdem alle Rücklagen aufgebraucht sind.

    Wer ist hier der Leistungsträger? Person B sicherlich nicht! Die ist nur so naiv zu glauben, sie wäre damit gemeint!
  5. #64

    gegen titelzwang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie streben nach Perfektion - und scheitern an der Realität: Die Diagnose Burnout trifft vor allem ehrgeizige Leistungsträger. Wenn sie ausfallen, kostet das die Wirtschaft Milliarden. Dabei können simple Verbesserungen im Job den Trend stoppen.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...765353,00.html
    Hihi - ich empfehle das Buch 'Atlas Shrugged' als Heilungsmethode :) Nehmt einfach immer mal wieder nen Sabbatical Jahr & Zeit für die Freudin :) Klar das kostet die Wirtschaft/den Staat Milliarden - who cares? Lasst euch nicht ausbeuten...
  6. #65

    Nix kapiert!

    Zitat von genesys Beitrag anzeigen
    ...
    Vorne auf dem ungewaschenen T-Shirt von Person A steht "Greenpeace" und hinten drauf prangt "Jesus liebt Dich", links neben ihm ist nur noch die Wand und er ärgert sich über die niedrigen Hartz IV - Bezüge während er genüsslich die Bierflasche in sich hineinschüttet. Er ist sicherlich KEIN Leistungsträger.

    Person B versorgt morgends die Kinder, fährt zur Arbeit, ist dort kreativ und produktiv, trägt Verantwortung, kommt wieder nach Hause, hilft den Kindern bei den Hausaufgaben und plant abends mit ihrem Mann den wohlverdienten Urlaub. Sie ist ganz sicher eine Leistungsträgerin.

    Was ich nicht verstehe ist, warum sich Person A über Person B aufregt während man von Person B verlangt, Person A zu finanzieren. Irgendwas daran ist wirklich "saublöde".
    Person A ärgert sich darüber, dass Person B nicht kapiert, dass sie jederzeit in die Kategorie A abrutschen kann, weil es gerade eine wesentliche Eigenschaft unseres Gesellschaftsmodells ist, dass Personen aus Kategorie B gezielt an ihre Grenzen getrieben werden; dass Person B durch ihr polarisierndes Verhalten sogar noch selber daran mitwirkt.

    Außerdem ist es nicht Person A, die von B Geld verlangt. Person A würde es viel lieber sehen, wenn Person K ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen würde!

    Person A hat erkannt, dass unsere Gesellschaft ihre Mitglieder gezielt gegeneinander ausspielt, was Person B nicht wahrhaben will.

    Nicht A ist der Feind von B sondern K ist es! K macht nämlich jeden Tag eine Kiste Schampus auf Kosten von B auf und lässt sich die gediegensten Speisen schmecken (nicht A, die sich an ihrem Bier festhält)!