Vergewaltigungsprozess: Tag der Abrechnung für Kachelmanns Anwälte

Jörg Kachelmanns Verteidigerin Andrea Combé ist eine exzellente Anwältin - der Dienstag war ihr Tag. Präzise und scharfsinnig nahm sie die Anklage auseinander, bis nichts übrig blieb. Beweise? Mitnichten.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...764725,00.html
  1. #1

    in dubio pro reo

    Es gibt einfach keine Beweise, an hand derer man Kachelmann verurteilen könnte. Es steht Aussage gegen Aussage.
    Mag sein, dass er es getan hat, mag sein dass sie ihn zu unrecht beschuldigt und alles nur erfunden hat.

    Wie auch immer, es wird nur Verlierer geben, egal wie das Urteil lauten wird.

    Gegen eine Verurteilung spricht alleine schon die Anzahl der Gutachter und Sachverständigen, die zum Prozess geladen wurden.

    Hätte Kachelmann die Tat begangen, hätte es auch Spuren geben müssen. Da aber keine gefunden wurden, war er entweder so klug alle zu beseitigen (was fast nicht möglich ist) oder er ist unschuldig.

    Um festzustellen, dass eine Vergewaltigung statt gefunden hat, braucht man weder 80 Verhandlungstage, noch dutzende von Gutachtern.
  2. #2

    Sicherlich ein heftiger, ein emotionaler (und daher nicht in allen Punken ein sachlicher) Bericht.
    Frau Friedrichsen hat aber zahlreiche wesentliche Aspekte auf den Punkt genau herausgearbeitet. Kompliment!
  3. #3

    Andrea Combé

    ... hatte keinen leichten Job: Das Hauptverfahren dauerte wegen der kritikwürdigen Prozessleitung durch den Vorsitzenden viel zu lange: http://berlin2011.wordpress.com/2010...ss-bleibt-aus/
  4. #4

    Wohltuend

    Welch ein wohltuender Berict im Vergleich zu den Hass-Tiraden von Alice Schwarzer http://tinyurl.com/3nz4u35 .
    Bei diesem Gericht befürchte ich dennoch eine Verurteilung Kachelmans nach dem Motto: Freie Beweiswürdigung - aus dem Inbegriff der Hauptverhandlung, Bla-Bla
  5. #5

    Ich habe selten

    ... so einen unfähigen Staatsanwalt gesehen wie Oltrogge. Das war kein Strafverfahren mehr, das war ein persönlicher Feldzug. Mich würds nicht wundern, wenn seine Frau/Freundin oder jemand ihm Nahestehendes Opfer einer Vergewaltigung wurde und er Kachelmann nun stellvertretend am Galgen baumeln sehen wollte.

    Dazu die beschämenden Artikel einer Alice Schwarzer, die sich ebenfalls hat instrumentalisieren lassen und jegliche rechtsstaatlichen Grundsätze wie die Unschuldsvermutung vermissen hat lassen.

    Verlierer sind die echten Vergewaltigungsopfer. Denen hat Frau D. einen echten Bärendienst erwiesen. Ich hoffe sie wird in zwei bis drei Jahren dazu verurteilt, bis an ihr Lebensende den Schadenersatz für Kachelmann zu zahlen.
  6. #6

    Dieser unsägliche Prozess wird in Zukunft noch mehr Frauen davon abhalten einen Vergewaltiger anzuzeigen.
    Ähnliches werden wir bald beim Prozess gegen DSK erleben.
    Anwälte und Staatsanwälte im Clinch auf Kosten des mutmaßlichen Opfers.
  7. #7

    Beeindruckend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jörg Kachelmanns Verteidigerin Andrea Combé ist eine exzellente Anwältin - der Dienstag war ihr Tag. Präzise und scharfsinnig nahm sie die Anklage auseinander, bis nichts übrig blieb. Beweise? Mitnichten.

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...764725,00.html
    Man kann auch als Frau oder gerade als Frau nur begeistert sein, wie Frau Combe' die Ehre des Rechtsstaates in diesem schwierigen Terrain mit Erfolg zu retten versuchte. Ich bin auch beeindruckt, dass die Berichterstattung ahnen lässt, welches Spiel betrieben wurde.

    Maxi Scharfenberg
  8. #8

    Italienische Verhältnisse

    In Italien gewinnen Multimillionäre die Prozesse, weil sie diese in die Länge ziehen, bis sie zu teuer werden und hier verpflichtet man sich einfach die besten Verteidiger und kommt ungeschoren davon.
    Keine Frau, die nicht von einem völlig Fremden vergewaltigt wurde, wird sich jetzt noch trauen zur Polizei zu gehen, wenn sie die Tat ihres Partners nicht zufällig auf Video aufgezeichnet hat.

    Oder um Dylan, der heute 70 geworden ist, zu zitieren:

    "Couldn't help but make me feel ashamed to live in a land where justice is a game."
  9. #9

    Tendenzen

    Mir als (eher mäßig interessierten) Leser/Beobachter drängt sich der Eindruck auf, als würde die Verfasserin des Artikels eine sehr eindeutige Meinung zum Prozess und zum 'richtigen/korrekterweise' zu fällenden Urteil vertreten.

    Dreimal darf man raten, welche Meinung das ist ...

    Dieser 'Stil' macht den Artikel für mich extrem unattraktiv.