Burnout-Selbstprüfung: Riecht's schon brenzlig?

Wenn Arbeit und Privatleben aus dem Gleichgewicht geraten, droht ein Burnout. Wie belastbar sind Sie, wie steht es um Ihre*seelischen Reserven? Worauf müssen Sie achten in Job und Alltag? Eine Selbstprüfung hilft dabei, Warnsignale früh zu erkennen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...764586,00.html
  1. #10

    Zitat von Asirdahan Beitrag anzeigen
    Schlimm ist es, wenn Firmen ihre Mitarbeiter in einem unbarmherzigen Leistungswettbewerb derart überfordern, dass sie krank werden. Ich möchte nicht wissen, was sich hinter den spiegelblanken Kulissen unserer so tollen Leistungsgesellschaft für Dramen abspielen. Auf der einen Seite Burn-out, auf der anderen "faule" H4-Empfänger. Da bin ich lieber H4-Empfänger, als mich kaputt machen zu lassen.
    Aber natürlich liegt die Lösung immer in der Mitte.
    Viel schlimmer finde ich es, wenn kinder heute so erzogen werden, dass sie als Erwachsene immer stressanfälliger werden.

    Da selbst unter 3-jährige heute schon rational gefordert werden und in Kinderkrippen abgeschoben keine umfängliche Emotionalität mehr aufbauen können, wird der Burnout bald noch viel weiter verbreitet sein, als heute.
  2. #11

    Beim Burnout verbrennt nicht der Mensch .......

    "Wenn Arbeit und Privatleben aus dem Gleichgewicht geraten, droht ein Burnout."
    Wenn wir Probleme wirklich lösen wollen, braucht es zuerst einmal genaue Beobachtung. Nicht die Arbeit und das Privatleben geraten aus dem Gleichgewicht sondern die Kräfte & Talente mit uns´, mit denen wir das Leben bewältigen sollen. Wenn wir immer mehr an die Probleme denken und immer weniger an unsere Kräfte, dann fließt unsere Lebensenergie von unseren Kräften weg und in das Problem hinein und macht es stark.
    Als ich vor über 30 Jahren mit meinen Hypnose- und Suggestion-im-Alltag-Seminaren begann, wollten zwei Geschäftsleute, die schon 60 Stunden in der Woche für Geld ihre Kräfte verausgabten, wissen, ob man mit Hypnose & Suggestion noch 10 Stunden mehr arbeiten kann. Sie wussten offensichtlich nicht, was sie tun. Und damit sie das endlich lernen, dafür dürfen sie sich selbst auslaugen und outburnen, damit sie, wenn sie flachliegen, endlich von der Oberfläche wegkommen und tiefe Erfahrungen machen. Deshalb hab ich auf meine Visitenkarte gedruckt: "Beim Burnout verbrennt ja nicht der Mensch sondern bloß der Schmarrn, den er sich hat iuns Hirn setzen lassen."
    Wenn er dann akzeptiert, dass Problemlösung nie nach Schema funktioniert, und wenn er endlich seine Kräfte stärkt und ihnen die Treue hält statt sie zu verraten und zu schwächen, dann brennen seine Kräfte sehr effizient für ihn und gar nicht out. Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe
  3. #12

    geändert

    Zitat von Odde23 Beitrag anzeigen
    Ich hatte das als Freiberufler auch schon. (...) Ich arbeite jetzt nur noch max. 50 Stunden die WochT. Habe meine Firma extrem verkleinert und auch Teile verkauft um aus dem Druck der Kreditbelastung zu kommen. Nun brauche ich keine Wachstumsraten mehr wegen dem Druck der Banken zu erzielen und bin selbst viel, viel zufriedener und ausgeglichener. Allerdings hat sich auch mein Einkommen deutlich reduziert.
    Hallo Odde23,
    das freut mich, dass sie diesen Schritt gemeistert haben.

    Mein Beitrag war auch ironisch gemeint, sorry, dass ich da nicht deutlich genug war.
    Es ist einfach bitter zuzusehen wie die 'Leistungsgesellschaft', also unser Gesellschafts-'System', sich auf einen Konsens geeinigit hat, der Offenbar ungesund ist. Da werden die gut ausgebildete und motivierte Menschen verheizt.
    Wozu? Für Wachstum und steigende Profite, von denen ohnehin nur eine Minderheit Profitiert?

    In meinem Umfeld musste ich das leider auch schon beobachten. Es ist Anfangs wohl wie eine Sucht, die betroffenen merken gar nicht wie man reinschlittert.
    Sich krank zu arbeiten ist eben nicht nur gesellschaftlich akzeptiert, sondern wird eben manchmal auch einfach (stillschweigend) verlangt. Traurig.
  4. #13

    Zitat von sozialminister Beitrag anzeigen
    Bei mir stand ich habe 0 von 20 Punkten. Heißt das ich habe nur B angekreuzt oder ist das ein Fehler?
    Tja, hätte ich auch schon fast gedacht... ;-)

    Bei mir:
    A:5
    B:10
    C:5

    Geht das noch? Ist das noch okay?

    Ich muss aber sagen, dass da zu wirklich vielen Fragen keine passende Antwort da war! Da musst dich immer die Antwort nehmen, die ich am wenigsten unpassend fand.
  5. #14

    Titel

    A:9 B:2 C:9 - GEWINNER! *sich näherndes Blaulicht mit Signalhorn...
  6. #15

    Burnout ist oftmals

    Burnout ist oftmals einfach nur ein Vitamin B12-Mangel.
    Besonders dann, wenn der Betroffene zusätzlich Magenprobleme hat und dagegen Omeprazol einwirft. Dieses blockiert die B12-Aufnahme.
  7. #16

    @ Asirdahan - richtig

    So ist es!
    > Aber natürlich liegt die Lösung immer in der Mitte.
    Und wie sieht die nach dem Willen der Industrie aus? Niedriglohn und (nur) Depression?
  8. #17

    passives burnout, klasse. ich glaube bald hat jeder ein burnout, wenn der stress kein ende nimmt. weniger geld - mehr freizeit. die einzige lösung meiner meinung nach.
  9. #18

    B12 Mangel-leider ist dem so nicht!
    Höchstens "Vit B-Mangel" !
  10. #19

    Widerspruch

    @Tizzle: Im "Zusammenreißen" steckt schon der Widerspruch: man kann nur etwas auseinanderreißen, aber zusammen-? Sie sehen, dass Ihre Meinung schon im Ansatz fehleranfällig ist, und auch falsch: grade die zielstrebigen, Perfektionisten, Workaholics sind die BurnOutaspiranten. Die eher dem Phlegma zugeneigten haben den niedrigeren Blutdruck, sind entspannter und daher weniger krank. Informieren Sie sich mal bei Coaches, was die den BurnOutverdächtigen raten: Faulheit nicht direkt, aber auch mal Nichts tun!