Burnout-Selbstprüfung: Riecht's schon brenzlig?

Wenn Arbeit und Privatleben aus dem Gleichgewicht geraten, droht ein Burnout. Wie belastbar sind Sie, wie steht es um Ihre*seelischen Reserven? Worauf müssen Sie achten in Job und Alltag? Eine Selbstprüfung hilft dabei, Warnsignale früh zu erkennen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...764586,00.html
  1. #1

    ohne

    Schlimm ist es, wenn Firmen ihre Mitarbeiter in einem unbarmherzigen Leistungswettbewerb derart überfordern, dass sie krank werden. Ich möchte nicht wissen, was sich hinter den spiegelblanken Kulissen unserer so tollen Leistungsgesellschaft für Dramen abspielen. Auf der einen Seite Burn-out, auf der anderen "faule" H4-Empfänger. Da bin ich lieber H4-Empfänger, als mich kaputt machen zu lassen.
    Aber natürlich liegt die Lösung immer in der Mitte.
  2. #2

      

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Arbeit und Privatleben aus dem Gleichgewicht geraten, droht ein Burnout. Wie belastbar sind Sie, wie steht es um Ihre*seelischen Reserven? Worauf müssen Sie achten in Job und Alltag? Eine Selbstprüfung hilft dabei, Warnsignale früh zu erkennen.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...764586,00.html
    Ich "freue" mich schon auf die zahlreichen Kommentare von Neoliberalen und Sozialdarwinisten, die das Burn-out-Syndrom als Erfindung der Psychiater und der Phrma-Lobby bezeichnen und den Betroffenen mangelnden Leistungswillen unterstellen werden.
    Wir kennen diese Reaktionen ja bereits aus Strängen mit ähnlichen Themen...
  3. #3

    Burnout und H4

    Zitat von Asirdahan Beitrag anzeigen
    Schlimm ist es, wenn Firmen ihre Mitarbeiter in einem unbarmherzigen Leistungswettbewerb derart überfordern, dass sie krank werden. Ich möchte nicht wissen, was sich hinter den spiegelblanken Kulissen unserer so tollen Leistungsgesellschaft für Dramen abspielen. Auf der einen Seite Burn-out, auf der anderen "faule" H4-Empfänger. Da bin ich lieber H4-Empfänger, als mich kaputt machen zu lassen.
    Aber natürlich liegt die Lösung immer in der Mitte.
    Ich glaube, der "faule" H4-Empfänger, der hunderte Bewerbungen schreibt und mit einer Bürokratie kämpfen muss, die Kafka zum weinen gebracht hätte, ist Burnout-gefährdeter, als die meisten Arbeitnehmer, die mit ihren Kollegen gut klarkommen und einen Job machen, der ihnen Spaß macht. Auch wenn sie nach Feierabend noch so sehr über den Chef schimpfen, das gehört halt auch dazu ;-)
  4. #4

    danke

    Zitat von autopoiesis Beitrag anzeigen
    ... das Burn-out-Syndrom als Erfindung der Psychiater und der Phrma-Lobby bezeichnen und den Betroffenen mangelnden Leistungswillen unterstellen werden...
    Natürlich ist dies eine Erfindung der Psychologen und Pharma-Industrie. Wenn Burnout nicht mal die nobelste Form von Faulheit ist.
    Allerseits: einfach mal zusammenreissen, wie sollen wir denn sonst unserer Wachstumsprognose gerecht werden.

    Wer sich etwas Gedanken macht wird zum Schluss kommen, dass es Burnout doch gar nicht gibt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Wir leben ja schliesslich in einer Leistungsgesellschaft! Hallo, da wird geleistet.!?
  5. #5

    Immer mal langsam...

    3xA und 5xC, das bedeutet ich habe gewonnen oder?

    Im Grunde haengt das doch auch sehr von der Tagesstimmung ab. Manchmal schafft man viel und manchmal eher weniger...
  6. #6

    Zitat von b_russel Beitrag anzeigen
    Ich glaube, der "faule" H4-Empfänger, der hunderte Bewerbungen schreibt und mit einer Bürokratie kämpfen muss, die Kafka zum weinen gebracht hätte, ist Burnout-gefährdeter, als die meisten Arbeitnehmer, die mit ihren Kollegen gut klarkommen und einen Job machen, der ihnen Spaß macht. Auch wenn sie nach Feierabend noch so sehr über den Chef schimpfen, das gehört halt auch dazu ;-)
    Da haben Sie völlig Recht. Und alle Arbeitnehmer, die so einen Job haben, sind zu beneiden. Hoffentlich sind es die meisten. Ich hatte auch so einen. Ich fürchte aber, sie haben zunehmend Seltenheitswert.
  7. #7

    Stimmt nicht ganz

    Zitat von Tizzle Beitrag anzeigen
    Natürlich ist dies eine Erfindung der Psychologen und Pharma-Industrie. Wenn Burnout nicht mal die nobelste Form von Faulheit ist.
    Allerseits: einfach mal zusammenreissen, wie sollen wir denn sonst unserer Wachstumsprognose gerecht werden.

    Wer sich etwas Gedanken macht wird zum Schluss kommen, dass es Burnout doch gar nicht gibt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Wir leben ja schliesslich in einer Leistungsgesellschaft! Hallo, da wird geleistet.!?
    Ich hatte das als Freiberufler auch schon. Ursache war, dass ich über Jahre hinweg regelmässig 60-70 Stunden die Woche gearbeitet habe. Der Druck der Kunden war groß und nach den harten Jahren 2001-2004 war ich froh, dass ich so viele Aufträge hatte und hab dann gearbeitet wie ein besessener. Zermürbt hat mich dann, als Kunden immer noch kurz vor Abgabe auf Änderungen bestanden haben. Also wurde eben wieder eine halbe Nacht durchgearbeitet.

    Das Ergebnis war dann, dass ich extrem unkonzentriert wurde, schlecht geschlafen habe, tagsüber furchtbar müde war und mir nichts mehr gelungen ist. Ich habe mein Leben daraufhin total umgekrempelt. Ich arbeite jetzt nur noch max. 50 Stunden die WochT. Habe meine Firma extrem verkleinert und auch Teile verkauft um aus dem Druck der Kreditbelastung zu kommen. Nun brauche ich keine Wachstumsraten mehr wegen dem Druck der Banken zu erzielen und bin selbst viel, viel zufriedener und ausgeglichener. Allerdings hat sich auch mein Einkommen deutlich reduziert.
  8. #8

    Umfrage nicht ausgewertet?

    Bei mir stand ich habe 0 von 20 Punkten. Heißt das ich habe nur B angekreuzt oder ist das ein Fehler?

    Naja verwundern würde mich das nicht. Ich habe zwar in der Schulzeit, als ich noch Bestnoten schrieb, angefangen an Depressionen zu leiden, aber als ich auf die ersten Suizid-Gedanken kam, habe ich mir überlegt, wie ich mein Leben führen kann wie es mir gefällt. Weg von der Fremdbestimmung der Leistungs- und Konsumgesellschaft. Ich leiste der Gesellschaft zwar meinen Beitrag, aber eben nicht mehr als für mein eigenes Wohl nötig ist.
    Warum soll ich auch ganztags arbeiten, wenn ich das Geld für mein Wohlbefinden garnicht brauche? Das ist einfach nur dumm, was viele machen.

    Deswegen lebe ich recht stress- und sorgenfrei, wenn ich mich mal mit meinen Mitmenschen vergleiche. Seit 15 Jahren keine depressiven Anfälle mehr ohne jemals einen Arzt aufgesucht zu haben oder mich mit Medikamenten vollpumpen liess.
    Klar, reich bin ich nie geworden, auch wenn das in meiner Jugend aufgrund meiner schulischen Leistung jeder gehofft hat. Ich muss auch schonmal auf so manchen Euro achten, wenn ich weiterhin alle Rechnungen bezahlen will.

    Aber wenigstens habe ich auch genug Zeit mir darüber Gedanken zu machen ohne in Hektik zu verfallen. Ich habe genug Zeit im Leben das zu tuen, was mir gefällt. Es gibt keinen Tag, der nur aus Arbeit und der dafür notwendigen Erholung besteht.

    Es geht also auch anders. Wer sein Leben nicht auf die Reihe kriegt und in Depressionen verfällt ist es selber schuld. Der hat eben nie darüber nachgedacht was eigentlich das Beste für ihn selbst ist. Der hat eben nicht kapiert, daß er die Erwartungen der Gesellschaft und seiner Vorfahren nicht erfüllen braucht.
  9. #9

    16 mal B, ich schätze ich stehe zumindest nach diesem test gut da.
    Hoffe mal das bleibt so.