Uni-Karriere in den USA: Professur statt Arbeitsamt

Deutsche Nachwuchsforscher kann eine Juniorprofessur leicht in die Sackgasse führen. In den USA dagegen winken feste Stellen und gute Gehälter. Zwei junge Wissenschaftler berichten über die Unterschiede zwischen beiden akademischen Welten, über Bewerbungen und den Arbeitsalltag an US-Unis.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...763709,00.html
  1. #10

    Kein Traum - ein Alptraum

    Zitat von justaguy85 Beitrag anzeigen
    In jedem Artikel dasselbe. Bitte, liebe Nörgler, verkriecht euch einfach, zieht den Kopf ein wie ihr das anscheinend immer tut und jammert doch eure Kumpels in eurer Stammkneipe voll.

    Wer was kann, hart arbeitet und seine Ziele wirklich erreichen will schafft das auch und hats dann umso schöner. Man lebt dann einfach ein tolles Leben, hat was erreicht auf das man stolz sein kann und gehört zu den Leuten die Hindernisse überwinden anstatt alles kaputtzunörgeln.

    Und nur weil NY oder andere Orte in den USA ein hartes Pflaster sind ist das nicht zwangsweise schlecht, es bedeutet auch mehr Möglichkeiten. Und es hält diese destruktiven Leute die lieber ihr ganzes Leben jammern anstatt ihre Träume und Ziele anzupacken fern...
    Traeumer wie Sie treffe ich immer wieder. Viele kommen und noch mehr gehen. Leider uebersehen Sie einiges. Viele arbeiten hier in den US hart, bekommen aber leider kein entsprechendes Gehalt. Das bleibt meisst im Management haengen (zu dem ich gluecklicherweise gehoere). Der Rest (den die Meissten bekommen) wird von den Cost of living weggefressen. Warum meinen Sie zum Beispiel leben viele Leute (speziell in den Cities) in Wohngemeinschaften (roommates),selbst wenn sie schon ueber 40 sind ? Wenn Sie fuer eine Einzimmerwohnung (Manhattan - Harlem) $2000+ bezahlen (koennen Sie auf Craigslist selbst ueberpruefen) und ein Pfund Kaffee $8.99 kostet (siehe FreshDirect http://www.freshdirect.com Zip Code 10001)koennen Sie sich mal selbst ausrechen, was bei einem Gehalt von $7.25/h = $15.080 (http://www.labor.state.ny.us/workerp.../minwage.shtm). Viele kriegen noch nicht einmal dieses festgeschriebenes Minimum (illegale & co). Werden Sie krank haben sie ihren Urlaub (10 Tage) dafuer zu verwenden, wenn Sie Glueck haben, bezahlt Ihr Arbeitgeber einen Teil der Krankenversicherung. Ich nenne das nicht Traum, fuer viele ist das ein Alptraum.

    HD NY
  2. #11

    ...

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    Traeumer wie Sie treffe ich immer wieder. Viele kommen und noch mehr gehen. Leider uebersehen Sie einiges. Viele arbeiten hier in den US hart, bekommen aber leider kein entsprechendes Gehalt. Das bleibt meisst im Management haengen (zu dem ich gluecklicherweise gehoere). Der Rest (den die Meissten bekommen) wird von den Cost of living weggefressen. Warum meinen Sie zum Beispiel leben viele Leute (speziell in den Cities) in Wohngemeinschaften (roommates),selbst wenn sie schon ueber 40 sind ? Wenn Sie fuer eine Einzimmerwohnung (Manhattan - Harlem) $2000+ bezahlen (koennen Sie auf Craigslist selbst ueberpruefen) und ein Pfund Kaffee $8.99 kostet (siehe FreshDirect http://www.freshdirect.com Zip Code 10001)koennen Sie sich mal selbst ausrechen, was bei einem Gehalt von $7.25/h = $15.080 (http://www.labor.state.ny.us/workerp.../minwage.shtm). Viele kriegen noch nicht einmal dieses festgeschriebenes Minimum (illegale & co). Werden Sie krank haben sie ihren Urlaub (10 Tage) dafuer zu verwenden, wenn Sie Glueck haben, bezahlt Ihr Arbeitgeber einen Teil der Krankenversicherung. Ich nenne das nicht Traum, fuer viele ist das ein Alptraum.

    HD NY
    Nein, träumer sind die, die sich beschweren ohne sich jemals selbst davon zu überzeugen. Hierherzukommen, seine eigenen Erfahrungen machen und dann die Lage selbst Beurteilen (wie ich es gerade mache) ist das genaue Gegenteil von Träumen.

    Und klar gehen viele nach Hause, ich sags nochmal, es ist NICHT einfach, es ist hart. Und weder weiß ich jetzt ob ich hierbleiben will noch weiß ich ob ich es selbst schaffe sollte ich hierbleiben wollen. Aber ich heule dann nicht groß rum und meine die USA sind scheiße. Ist denn auch ein MIT böse und schlecht weil es nur die Besten der Besten nimmt? Da gibts auch kein Rumgeheule wenn man eben nicht das entsprechende Talent hat, damit muss man leben.

    Was das Geld betrifft, in meiner Branche (Informatik) ist ein Einstiegsgehalt von 50 - 60k / Jahr nicht selten. Betonung liegt auf Einstiegsgehalt, da ist also noch mehr drin.

    Und würde es jeder schaffen in NY wärs auch keine Herausforderung, dann würds wohl auch eher keinen interessieren wenn der Spiegel über was berichtet was sowieso jeder haben kann. Schafft man es aber in NY oder woanders in den USA hat man sicherlich ein interessantes Leben, ein Abenteuer sozusagen. Nach wie vor konsumiert Europa wie verrückt alles, was aus den USA kommt - Musik, TV, Produkte die in den USA entwickelt werden,.....und es ist Fakt dass die für viele Leute interessantesten Firmen der Welt (Google, Facebook, MS,....) in den USA beheimatet sind, was gute Karrierechancen bedeutet.

    Um zum Artikel zurück zu kommen: Es geht darin um die Leute, die es schon geschafft haben, die das Zeug dazu hatten und jetzt den Traum vieler anderer Leben - was einige Leute dazu motiviert es selbst auch zu versuchen. Was also gibt es daran rumzunörgeln???
  3. #12

    Schlecht gelesen

    Zitat von justaguy85 Beitrag anzeigen
    Nein, träumer sind die, die sich beschweren ohne sich jemals selbst davon zu überzeugen. Hierherzukommen, seine eigenen Erfahrungen machen und dann die Lage selbst Beurteilen (wie ich es gerade mache) ist das genaue Gegenteil von Träumen.

    Und klar gehen viele nach Hause, ich sags nochmal, es ist NICHT einfach, es ist hart. Und weder weiß ich jetzt ob ich hierbleiben will noch weiß ich ob ich es selbst schaffe sollte ich hierbleiben wollen. Aber ich heule dann nicht groß rum und meine die USA sind scheiße. Ist denn auch ein MIT böse und schlecht weil es nur die Besten der Besten nimmt? Da gibts auch kein Rumgeheule wenn man eben nicht das entsprechende Talent hat, damit muss man leben.

    Was das Geld betrifft, in meiner Branche (Informatik) ist ein Einstiegsgehalt von 50 - 60k / Jahr nicht selten. Betonung liegt auf Einstiegsgehalt, da ist also noch mehr drin.

    Und würde es jeder schaffen in NY wärs auch keine Herausforderung, dann würds wohl auch eher keinen interessieren wenn der Spiegel über was berichtet was sowieso jeder haben kann. Schafft man es aber in NY oder woanders in den USA hat man sicherlich ein interessantes Leben, ein Abenteuer sozusagen. Nach wie vor konsumiert Europa wie verrückt alles, was aus den USA kommt - Musik, TV, Produkte die in den USA entwickelt werden,.....und es ist Fakt dass die für viele Leute interessantesten Firmen der Welt (Google, Facebook, MS,....) in den USA beheimatet sind, was gute Karrierechancen bedeutet.

    Um zum Artikel zurück zu kommen: Es geht darin um die Leute, die es schon geschafft haben, die das Zeug dazu hatten und jetzt den Traum vieler anderer Leben - was einige Leute dazu motiviert es selbst auch zu versuchen. Was also gibt es daran rumzunörgeln???
    Vielleicht haben Sie den Artikel nicht richtig gelesen. Ich lebe seit 12 jahren in den US und 10 Jahre davon in NY. Ich bin einer wie Sie schreiben, der es geschaft hat und mein Einstiegsgehalt (in der IT Branche) war deutlich hoeher, als was Sie nennen. Bis heute habe ich es sogar verdoppelt. Leider ist die IT Branche eine der Ausnahmen. Uberall anders sind die Gehaelter nicht so hoch. Ich sehe nicht alles durch die rosarote Brille und bin auch nicht bereit, alles Kritiklos zu akzeptieren. Sie sehen leider nur die Sahne, die zudem suess ist, die schwarze Bruehe darunter blenden Sie aus. Schon mal von der 2 weeks notice gehoert. Wenn Sie keine Ruecklagen haben koennen Sie gleich wieder ihre Koffer packen und in das ach so schlechte Europa zurueckkehren. Zu ihren Aufzaehlung der IT Firmen muss ich sagen, das alle auch in Europe Niederlassungen haben (warum eigentlich ?) und einige Firmen darin fehlen wie z.b. SAP.
  4. #13

    Fragen

    Zitat von happyfriend Beitrag anzeigen
    Devise: "Wir holen uns die schlauesten Köpfe ins Land"

    Damit haben die USA lange gut gelebt. Fakt ist allerdings auch, dass die USA heute ihren Bedarf an Wissenschaftler und Ingenieuren nicht mehr selber decken können, die USA sind nun essentiell auf dem Zuzug der besten Köpfe angewiesen. Unklar ist noch, ob der Rückgang der industriellen Basis der USA hiermit in Zusammenhang zu bringen ist.
    Sind die USA nicht in der Lage, eine für den Bedarf eines durchschnittlichen Industriestaats proportional ausreichende Zahl von Begabungen im Lande zu finden, oder sind Wirtschaft und Forschung so viel weiter entwickelt, dass die Nachfrage nach Talenten das in anderen entwickelten Ländern übliche Mass übersteigt?

    Wenn das BIP ein Massstab ist, dann ist das um etwa 30% über dem deutschen liegende US-pro-Kopf BIP eher ein Hinweis auf Letzteres. Die relativ hohe Zahl von Nobel-Preisträgern und von IT-Entwicklungen deuten in die gleiche Richtung.
  5. #14

    ...

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben Sie den Artikel nicht richtig gelesen. Ich lebe seit 12 jahren in den US und 10 Jahre davon in NY. Ich bin einer wie Sie schreiben, der es geschaft hat und mein Einstiegsgehalt (in der IT Branche) war deutlich hoeher, als was Sie nennen. Bis heute habe ich es sogar verdoppelt. Leider ist die IT Branche eine der Ausnahmen. Uberall anders sind die Gehaelter nicht so hoch. Ich sehe nicht alles durch die rosarote Brille und bin auch nicht bereit, alles Kritiklos zu akzeptieren. Sie sehen leider nur die Sahne, die zudem suess ist, die schwarze Bruehe darunter blenden Sie aus. Schon mal von der 2 weeks notice gehoert. Wenn Sie keine Ruecklagen haben koennen Sie gleich wieder ihre Koffer packen und in das ach so schlechte Europa zurueckkehren. Zu ihren Aufzaehlung der IT Firmen muss ich sagen, das alle auch in Europe Niederlassungen haben (warum eigentlich ?) und einige Firmen darin fehlen wie z.b. SAP.
    Dann haben Sie doch sicher ein schönes Leben hier. So schrecklich kann es also nicht sein. Mir ist durchaus klar dass, wenn man nicht das leisten kann/will was von einem erwartet wird man alles andere als willkommen ist in den USA. Trotzdem faszinieren mich die Möglichkeiten. Natürlich gibt es Armut und Leute die es nicht gerade schön haben hier, aber so hart das klingt, mich betrifft das schlicht und einfach nicht (nicht dass es mir egal wäre aber es ist nicht das Thema, das hängt einfach nicht zusammen mit Karriere im Ausland). Und den Artikel genauso wenig denn der handelt von 2 Leuten die die Möglichkeiten die es gibt genutzt haben.
    Und was mich stört sind dann Leute die das runtermachen mit Argumenten die wirklich so gut wie nichts mit dem Artikel zu tun haben. "Häuser in den USA sind schlecht" z.B. Das ist erstens weder wahr noch hat es irgendwas mit dem Artikel zu tun.
    Oder der Artikel über die Greencardgewinner, wo beispielsweise rumgeheult wird dass in Amerikanischen Firmen eine so strenge Hierarchie herrscht. Wieder gejammere das dort nichts verloren hat, abseits vom Thema ist und nichts mit den Erfahrungen der Leute im Artikel zu tun hat.

    Besagte Firmen haben Niederlassungen in Europa weil Europa ein riesiger Markt ist und es mehr als dumm wäre sein Geschäft nicht auch dorthin auszuweiten wenn man die Möglichkeit dazu hat.

    Und ich wollte keine vollständige Liste der Firmen angeben, weil auch Oracle, Amazon, IBM und mehr fehlen.

    Also, immer noch nervt mich diese Mentalität so tolle Artikel wie diese kaputtzunörgeln. Warum schreiben diese Leute nicht einfach in ein Forum wo über die Schattenseiten der USA disukutiert wird? Dann wärs wenigstens nicht am Thema vorbei.
  6. #15

    Ein paar Anmerkungen

    Ein paar Zitate von den Kommentaren und dazu ein paar Antworten:

    1) “Gute Wissenschaftler, die lange in den USA gearbeitet haben, sind auf dem Sprung zurück nach Europa, um dem ständigen Druck und den exorbitanten Arbeitsbelastungen an US Universitäten aus dem Weg zu gehen.”
    Antwort: Die Frage ist nur, warum diese Personen zurueckkehren? Vielleicht, weil das deutsche Uni-System mehr auf Ansehen als auf Leistung ausgerichtet ist? Wer mit hohem Alter zurueckkehrt ist oftmals nicht mehr so ergebnisorientiert und kreativ wie ein junger Professor (das kann uebrigens in den USA auch so sein, wird aber dort schneller erkannt).

    2) “Dort wird halt wirklich jeder Dollar über Anträge eingeworben, was neben der Forschungs- und Lehrbelastung zu Arbeitszeiten von weit mehr als 60 Stunden in der Woche führt – und dies auch noch bei relativ mauer Bezahlung und der üblichen „hire and fire“ Unsicherheit, die die USA auszeichnen.”

    Antwort: Viele gute Wissenschaftler in den USA muessen zwar Antraege schreiben, aber oftmals gibt die Industrie auch freiwillig Gelder, von sich aus (Philantrophic Gifts sind sehr ueblich). Gehaelter werden in den USA direktverhandelt, wenn man gut ist, kann man relative schnell ueber $90,000-$120,000 machen. Das durchschnittliche 9-Monatsgehalt (zum Eintsiegszeitpunkt) eines Professors im Ingenieurwesen (je nach Fachbereich variabel), liegt bei ca. $85,000-$95,000. Dazu kommen hinzu 3 Monate Sommergehalt (je nach Fachbereich ist das durch aktive Forschungsbeitraege komplett abgedeckt), grosszuegige Kranken- und Rentenversicherungen. Das ist Standard an vielen US-Unis. Die Lebenshaltungskosten liegen geringer (in Ballungsraeumen kann das schon anders sein, aber man hat ja die Wahl bevor man die Stelle annimmt und kann entscheiden ob es finanzielle Vorteile gibt, den keiner arbeitet fuer umme und gerne). Hinzu kommen geringere Steuern als in Deutschland (egoistisch gesehen ist das vielleicht gut, aber nicht wirklich um das Staatsdefizit zu reduzieren). Man muss natuerlich auch mit dem sozialen Klima auskommen, und warum nicht ein Haus und Land besitzen, das 150-200 Quadratmeter Platz hat? Hat man sich das nicht alles erarbeitet und verdient sein Leben zu geniessen (ganz davon abgesehen dass Lebenzyklen von Gebaeuden bei ca. 50-70 Jahren liegen weil Energiestandards, Baumaterialien, sich staendig weiterentwickeln; warum daher ein kapitalintensives, nutzloses Haus fuer die Ewigkeit bauen)? Ich sage nur eines: Alles im Leben hat Vorteile und Nachteile, Gott sei Dank, sind Menschen nicht gleich.

    3) “Devise: "Wir holen uns die schlauesten Köpfe ins Land". Damit haben die USA lange gut gelebt. Fakt ist allerdings auch, dass die USA heute ihren Bedarf an Wissenschaftler und Ingenieuren nicht mehr selber decken können, die USA sind nun essentiell auf dem Zuzug der besten Köpfe angewiesen. Unklar ist noch, ob der Rückgang der industriellen Basis der USA hiermit in Zusammenhang zu bringen ist.

    Antwort: Fakt ist, dass deutsche Bundesminister/Bildungsminister in die USA kommen um deutsche Forscher zurueckzuholen, weil der Bedarf in Deutschland nicht abgedeckt werden kann. In globaler Betrachtung wird Indien und China enorm aufholen und den USA und Europa Konkurrenz machen, und das ist auch gut so, fuer alle. Leider wird diese Aufholjagd in diesen Laendern sich nur minimal und auf auf ganz spezifische Bevoelkerungsschichten auswirken. Wir haben noch einiges zu tun …
  7. #16

    Ein paar Anmerkungen (Teil 2)

    4) “Ich wundere mich sowieso ueber die Reihe im SPON. Das liesst sich alles wie heile heile Welt Amerika und ist mehr oder weniger eine Verkappte Werbung auszuwandern. Leute, ich kann Euch nur warnen, speziell NYC ist hart und spuckt reihenweise Leute aus. “

    Antwort: Das Leben in NYC oder Kalifornien ist zugebenerweise nicht einfach und finanziell fragwuerdig, aber kann man das nicht vorher wissen? Es gibt genuegend Websites die ueber Lebenshaltungskosten aufklaeren. Das gute ist dass Sie doch hoffentlich noch den deutschen Pass haben und wieder zurueckgehen koennen nach Deutschland. Aber vielleicht beklagen Sie sich dann ueber das deutsche Steuersystem. Aber Sie haben ja auch recht. Ich vermisse gutes deutsches Essen auch. Heimat ist halt Heimat und vergisst man nicht!

    Fazit: Alles was hier geschrieben wurde, und auch in den Artikel sind doch Lebenserfahrungen, die man nicht generalisieren darf. Daher auch die internationalen Berufsmoeglichkeiten und auch Risiken genau anschauen. NUR NICHT UNTERKRIEGEN LASSEN. Gute Arbeit wird belohnt, besonders in Deutschland und in den USA!
  8. #17

    Fettes, krankes Brot

    Zitat von frau_flora Beitrag anzeigen
    "Im Gegensatz zu deutschen Hochschulen wird es in den USA allerdings als verwerflich angesehen, als "ill bread", wenn Doktoranden an ihrer Hochschule auch eine Professur bekommen."
    Lustig, dieses kranke Brot ... übrigens ist es in Deutschland (anders als in den meisten Ländern Europas) beinahe unmöglich, an der Universität der Promotion eine Professur zu bekommen. Hier heißt es naserümpfend "Hausberufung" und hinter vorgehaltener Hand "Vetternwirtschaft". Kann es sein, dass die USA sich das Prinzip von Deutschland abgekupfert haben und dies jetzt heimlich als Reimport nach Europa zurückkehren soll - so wie weiland Starbucks das Café nach Europa brachte?
  9. #18

    Nicht leicht,

    aber durchaus machbar, das Leben in den USA. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass alles zusammen bricht. Mir sind die offenen Stromleitungen egal (in meiner Gegend wäre es sowieso nicht möglich, sie zu verbuddeln), Schwarzbrot kann ich in Europa essen oder selber machen, versichern kann ich mich auch. Wichtig ist für mich geworden, aus dem Haus zu gehen und lächelnde Leute zu sehen. Noch ein paar Palmen dazu und das Meer, und alles ist perfekt. Dann noch mit einer Angel auf mein kleines Boot und ich bin im Paradies. :)

    Das Arbeitsleben gestaltet sich hier etwas anders. Wenn man sich aber vorher informiert, hält sich der Kulturschock in Grenzen, bzw. kann man immer noch absagen. Zumindest ist man eine Erfahrung reicher, und weiß, wozu man nicht geschaffen ist. Sollte das Heimweh trotzdem zu stark sein - Tickets sind nicht so teuer. Nur zu jammern, halte ich aber nicht für einen guten Charakterzug. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb ich mich von deutschsprachigen Vereinen fern halte ;). Mir hat einiges nicht so zugesagt, daher habe ich meine eigene Firma gegründet. So ein Schritt ist hier sehr leicht zu vollziehen.
  10. #19

    Sicher ist das hart, aber ...

    ...als High School Lehrer kann man hier ein gutes, wie faires Einkommen haben. Nicht das ich in Saus und Braus lebe, aber ich verdiene mehr als die Professoren an der Uni und habe weniger Stress. Ich muss nicht veröffentlichen, mag aber coachen, aber genau wie bei den Profs, ist das Gehalt auf 10 Monate begrenzt. Was uns als Lehrer geholfen hat, ist die Gewerkschaft! Wir haben auch an meiner Schule ein weitaus besseres Klima und bessere Arbeitsbedingungen als ich es in Deutschland an zwei Gymnasien hatte.