Warteschleife: "Wo du wolle?"

In einer sauberen Limousine von einem höflichen Fahrer souverän zum Ziel gebracht werden - das ist ein Wunsch, der jedoch nur wenig mit der hässlichen Taxi-Wirklichkeit in Deutschland zu tun hat. Nach zahllosen Irrfahrten in ranzigen Rostlauben ist Tom König versucht, auf die U-Bahn umzusteigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...759590,00.html
  1. #1

    Drittweltland!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einer sauberen Limousine von einem höflichen Fahrer souverän zum Ziel gebracht werden - das ist ein Wunsch, der jedoch nur wenig mit der hässlichen Taxi-Wirklichkeit in Deutschland zu tun hat. Nach zahllosen Irrfahrten in ranzigen Rostlauben ist Tom König versucht, auf die U-Bahn umzusteigen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...759590,00.html
    Wie tief Deutschalnd gefallen ist!
    In London muessen Taxifahrer saemtliche Strassen Londons auswendig kennen before sich hinter dem Steuer eines Londoner Taxis seztsen duerfen!
    Und unsere Taxen sind auch zweckmaessig geabaut, es passen immer 5 passgieren, Koffer finden praktisch Platzt vorne links beim Fahrer, einfach vom Gehweg einzuladen und sind Behindertengerecht und haben sogar Rollstuhlrampen, damit man mit Rollstuhl ins Auto 'fahren' kann.

    Mercedes Autos, hier in England salopp als 'Nazi-taxi' beaknnt) sind als Taxen nicht zu gebrauchen!
  2. #2

    Schmutzige Tram?

    "nicht genauso schmuddelig sind wie die Tram zum Oktoberfest."
    Der Autor ist wohl noch nie, nüchtern, mit der Tram in München gefahren. Denn die Fahrzeuge der öffentlichen in München sind wie geschleckt gegenüber anderen Städten. Man könnte fast vom Boden Essen. Fahren Sie mal in Berlin, Paris, London oder Wien: Da können sie das Sagrotan Fläschchen gleich mitnehmen.

    Beim Taxi ist keiner gezwungen in das 1. Einzusteigen. Und bei den Konditionen ist ein Mercedes nicht immer drin. Früher fuhren sogar Ladas Taxi, dann lieber einen VW.
  3. #3

    Arroganz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einer sauberen Limousine von einem höflichen Fahrer souverän zum Ziel gebracht werden - das ist ein Wunsch, der jedoch nur wenig mit der hässlichen Taxi-Wirklichkeit in Deutschland zu tun hat. Nach zahllosen Irrfahrten in ranzigen Rostlauben ist Tom König versucht, auf die U-Bahn umzusteigen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...759590,00.html
    Ist doch süß wie jemand der sich zu fein ist die U-Bahn zu nehmen, einer Taxifahrerin die 8+ Stunden in der Stadt unterwegs ist, auch an Wochenenden und Nachts, vorwirft ihre Meinung nur aus der Bild Zeitung zu beziehen.

    Was die sonstige Kritik am Taxitum angeht, kann ich nur zustimmen.
  4. #4

    Klaustrophobie

    Soso, da durfte der feine Herr einmal nicht im Fond einer gewienerten Platz nehmen und schon bricht die "Taxi-Wirklichkeit in Deutschland" zusammen. Klassischer Fall von Bin-nicht-wie-SPON-Redakteur-hoffiert-worden und schon muß ein Beitrag über das persönlich erlittene Elend geschrieben werden. Wobei man am Hamburger Flughafen in der Tat "Glück" haben kann.

    Aufgrund eigener Taxi-Kundenerfahrung frage ich mich jedoch, wie Königs Bewertung des Platzangebotes im Touran-Fond zustande gekommen ist. Leider der Herr über markengebundene Klaustrophobie und/oder erheblicher Korpulenz? Auf der Beifahrerseite sitzt man sowohl vorn als hinten recht kommod, es sei denn, ein großer Mitfahrer hat den Vordersitz ganz nach hinten geschoben. Aber dann ergeht es einem in der E-Klasse auch nicht besser.
  5. #5

    So ist sie...

    ...die Taxiwirklichkeit. Das kann ich bestätigen.

    Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, nicht wie in Deutschland üblich, dass erste Taxi in der Reihe zu nehmen, immer dann, wenn mir das Gefährt nicht gefällt. Das gibt manchmal den Versuch von Diskussionen, aber ich diskutiere nicht, ich gehe zum nächsten Taxi.

    Wer klaglos in solche Kisten einsteigt, hat selbst Schuld. Man kann auch während der Fahrt aussteigen und ein neues rufen, das habe ich alles schon gemacht. "Fahren Sie mal bitte da an den Taxenstand!" Die Macht hat der Verbraucher, er muss sie nur nutzen.
  6. #6

    einfach nur dumm

    mag sein, dass es durchaus sachlich berechtigte Kritikpunkte gibt, aber auch bei einem Artikel macht der Ton die Musik, und die strotzt hier nur so von Arroganz.
    Uebrigens, wer seinen Artikel mit "wo du wolle" betitelt und sich gleichzeitig ueber Kritik wegen mangelnder Integration aufregt, ist nicht sonderlich glaubwuerdig - aber einfach nur dumm.
  7. #7

    Taxi, Taxi - der ganz normale Wahnsinn...

    ... nach einem Schlüsselerlebnis bin ich nahezu vollständig auf Leihwagen, Leihfahrräder und Schuster´s Rappen umgestiegen. In München wollte ich eine Routinestrecke ohne jede navigatorische Schwierigkeit zurücklegen und stieg zu diesem Zweck in ein uraltes, verrostetes Fiat(!)-Taxi, dessen Fahrer ebenfalls einen leicht verwohnten Eindruck machte. Nicht nur, dass er sich zur Navigation komplett auf mich verließ, was schwierig war, da er keiner der mir bekannten Sprachen mächtig zu sein schien. Sein vermutlich muslimischer Glaube war so gefestigt, dass er fest davon überzeugt war, dass Allah schon alles richten würde - einschließlich eventuell nötiger Bremsmanöver, beispielsweise vor tiefroten Ampeln. Da zu allem Überfluss der hintere Sicherheitsgurt nicht einsatzfähig war, musste ich nach wenigen Kilometern vor dem Wahnsinn auf Rädern fliehen und ziemlich lange nach Ersatz suchen...
  8. #8

    Tja..

    Ein armer Reporter wagt sich in den Dschungel.
    Aber hey, warum steigt er die Rostlauben ein?
    Man muss nicht, daß erste Taxi am Stand nehmen,
    man höre und staune, man darf wählen.

    Ich fahre öfters mit den Taxi, in verschiedenen,
    Großstädten. Sicherlich gibt es einige Spezialfälle,
    aber bisher bin ich immer sicher, sauber und zügig
    an mein Ziel gebracht worden - und in 99% der Fälle
    ohne Versuch die Touristenroute zu fahren, statt
    die schnellste Verbindung.
  9. #9

    Ich fahre in Hamburg ebenfalls viel Taxi und kann mich Ihrem Artikel nicht anschließen - rufen Sie 211211 an und Sie erhalten ein sauberes Taxi mit geschultem Personal. Standards wie Navi on Board, EC-Karten und schärfere Kontrollen und Fahrerprüfungen sind nur bei den größeren Taxi-Verbünden anzutreffen.

    Wenn man bedenkt, dass viele freie Taxis sich an keine Standards halten und das Auto bis zur Verschrottung fahren, sollte man nie in ein solches einsteigen. Wie ein Taxi wirtschaftlich sein kann, wenn es nach stundenlangem stehen an Flughafen oder Taxistand eine 5€-Fahrt macht, wissen auch nur die Fahrer. Hamburg wird m.W. daher die Anzahl der freien Taxis in Zukunft reduzieren.