Mathematik - etwas für alle?

Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
    Ohne ein erhebliches Maß an Faszination wird man wohl kaum M. studieren können, aber man schafft das Diplom auch dann, wenn man kein wirkliches Genie ist - nicht jeder kann schließlich ein neuer Andrew Wiles oder Grigorij Perelman etc. sein bzw. werden ...
  2. #2

    Mathematik ist nicht für jeden.

    Das was wir in der Schule aber lernen ist Rechnen und ein bisschen Formelandwenden, dass hat mit Mathe herzlich wenig zu tun.

    Und ich find es schon ein bisschen peinlich, dass man heutzutage noch damit herumstolzieren kann, von eben diesem Schulmathe keine Ahnung zu haben. Das ist Fremdschämen pur.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
    Ich bin Maschinenbau Ingeneur und hasse Mathe und hatte auch nie etwas damit zutun. Was mir vermittelt wurde ist die Anwendung von Formeln. Jedoch für das frei Beherschen der MAthematik sie so anzuwenden wie eine Sprache, dazu muss man geboren sein.
  4. #4

    Die längste und schönste Beziehung meines Lebens

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
    Für mich ist Mathematik lebenslanges Vergnügen gewesen und ist es immer noch.
    Schönheit, Fazination und Inspiration und das obwohl ich nur ein Feld- Wald- und Wiesentalent bin.

    Begabung ist notwendig, wenn man wirklich fundamentale Zusammenhänge entdecken will, aber das sind 10% - 20%.

    Aber guter Unterricht, viel Anregungen und intensive Besachäftigung sind ausschlaggebend (nicht immer, siehe Srinivasa Ramanujan) aber bei den meisten Menschen schon.

    Und in Deutschland ist der Mathematikuntericht (im Regelfall) sehr schlecht, als ex. Mathematiklehrer könnte ich ein Lied (Blues) davon singen, leider.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
    Mathematik ist wie jede Wissenschaft manchmal langweilig, manchmal lustig, manchmal faszinierend.
    Da die Mathematik aber sehr alt ist, ist sie unvorstellbar weit entwickelt. Deswegen denke ich, dass für jeden was dabei ist.

    Das beste an der Mathematik bleibt aber, dass man nicht begabt sein muss. Es gibt keine "grundelegenden Prinzipien" an die man sich halten muss, nur die wenigen logischen Axiome, der Rest wird definiert....und dann bewiesen.
    Man kann jeden Schritt nachvollziehen, jeder kann das. Von der Begabung hängt nur ab wie lange das dann dauert.

    Ich glaube, dass man diese Wissenschaft als "Schrecken aus der Schulzeit" wahrnimmt liegt an der Art es zu vermitteln.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder auch angeblich "schwere" Themen verstehen kann.
    Man muss die Menschen nur ernst nehmen, und nicht von vornherein sagen: "du verstehst das sowieso nicht" oder "das ist aber ganz doll kompliziert".

    Ich habe z.B. Medizinern Funktionenräume (endlich dimensional aber nur ;) ), Ingeneuren Variationsrechnung, Informatikern Funktionalableitungen, Schulabbrechern Infinitsimalrechnung erklären können. Man muss die Menschen einfach nur ernst nehmen...
    (Bei BWL und "richtiger" Statistik bin ich gescheitert :D )

    mfg dawi
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
    Mathematik ist einfach Faszination pur, wie sich immer wieder Zusammenhänge auftun und die Wahrheit, die in all dem steckt. Aber trotz Studium kann ich nicht behaupten, alles was mir erzählt wurde zu durchschauen. Für manche Dinge benötigt man wirklich Begabung.

    Was mich abwechselnd wütend und fassungslos macht, ist die absolute Unkenntnis einfachster Schulmathematik durch weite Bevölkerungsschichten. Die Realschulabsolventin, die am 1x1 scheitert oder der Politologe oder die Sportstudentin die am Dreisatz scheitern. Die schlimmsten von allen sind dann auch noch stolz darauf und lachen grenzdebil darüber.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schrecken aus der Schulzeit oder Faszination pur: Was ist Mathematik für Sie? Liegt es nur daran, wie die Lehre von Zahlen, Formen und Berechnungen vermittelt wird, oder muss man begabt sein?
    Natürlich sind die Lehrer wieder schuld. Als ich den allerbesten, verständnisvollsten und erklärungsfreudigsten Lehrer aller Zeiten in Mathe bekam, verstand ich schlichtweg nichts mehr. Ab einem bestimmten Punkt konnte ich einfach nicht mehr folgen. Heute bereitet mir angewandtes, fachbezogenes Rechnen keine Probleme mehr. In der Schule aber habe ich nie wieder Anschluss gefunden. Das war aber definitiv NICHT die Schuld der Lehrer. Aber die einfachste Lösung ist natürlich immer die beste, oder?

    Übrigens: Einige scheitern an der Mathematik, andere dafür an der Rechtschreibung oder Zeichensetzung. Man muss sich nur mal die bisherigen Postings hier durchlesen. Die Schuld daran bekommt dann meist die Rechtschreibreform zugeschrieben, die nun wirklich nichts dafür kann. Was soll's also? Stolz auf seine Defizite muss man nun wirklich nicht sein, aber selbst nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt.
  8. #8

    Zitat von Diddl Beitrag anzeigen
    Mathematik ist einfach Faszination pur, wie sich immer wieder Zusammenhänge auftun und die Wahrheit, die in all dem steckt. Aber trotz Studium kann ich nicht behaupten, alles was mir erzählt wurde zu durchschauen. Für manche Dinge benötigt man wirklich Begabung.

    Was mich abwechselnd wütend und fassungslos macht, ist die absolute Unkenntnis einfachster Schulmathematik durch weite Bevölkerungsschichten. Die Realschulabsolventin, die am 1x1 scheitert oder der Politologe oder die Sportstudentin die am Dreisatz scheitern. Die schlimmsten von allen sind dann auch noch stolz darauf und lachen grenzdebil darüber.
    Die Mathematiker würden hier wohl auf den Unterschied zwischen Mathematik und Rechnen hinweisen, und im Zweifel beweisen das 1+1 sich mit hoher Wahrscheinlichkeit der 1 annähert.
    Ich gebe zu, ich bin auch nur ein "Rechner".
    Leider habe ich (wahrscheinlich wg. mangelnder mathematischer Bildung) das Gefühl, daß die Mathematik
    zur Lösung der für die Menschheit wirklich wichtigen Fragen immer weniger Relevantes beizutragen hat.
    Vielmehr scheinen die "Künstler" schon vor einiger Zeit in der "Schönheit ihrer Beweise" gestorben zu sein.
  9. #9

    Mathe ist Alltag

    Ob ich einkaufe, Kuchen backe, eine Hütte baue, Benzin tanke oder den Pool mit Wasser füllen will, immer ist Mathe dabei. Das ist zwar einfachste Mathe, aber es ist Mathe.
    Wenn mir das Geld ausgeht, ist das schon eine Stufe an höherer Mathe. Und wenn die Banken sich verspekulieren und der Dax in den Keller saust, dann ist das oftmals daneben gegangene Mathe.
    Der Spaß an der Mathe steigt mit positiver, sprich erfolgreicher Anwendung. Wenn ich mit meinem dreijährigen Enkel spiele, ist auch schon eine ganze Menge Mathe dabei. Was ist höher, länger, mehr? Schon Dreijährige kapieren das. Vielleicht trägt die Schule dazu bei, einem den Anfangspaß gründlich zu verderben. Ich bin Naturwissenschaftler und habe oft mit Grausen festgestellt, dass Kollegen einfache Umrechnungen nicht fertig brachten.
    Meine Schlussfolgerung: Die Schule muss anwendungsbezogene Mathematik liefern, also immer den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis aufzeigen. Dann macht Mathe Spaß.