Kann Karl-Theodor zu Guttenberg Verteidigungsminister bleiben?

Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. Immer neue Informationen zur Promotion des CSU-Politikers gelangten an die Öffentlichkeit, zu Guttenberg will jetzt "vorübergehend auf seinen Doktortitel" verzichten. Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
  1. #10

    vergessene Fußnote

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. Immer neue Informationen zur Promotion des CSU-Politikers gelangten an die Öffentlichkeit, zu Guttenberg will jetzt "vorübergehend auf seinen Doktortitel" verzichten. Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Hab es grad schon in einem anderen Fred geschrieben: Der gegelte Baron wird die nächste Woche als Privatmann beenden. Spätestens am Mittwoch ist Schluss mit dem Verteidigungsministerdarstellerversuch. Und dann wird es nicht lange dauern und er mutiert zu einer 'vergessenen Fußnote' der bundesdeutschen Politik.
  2. #11

    Als Politiker untauglich

    Die Erschleichung des Doktortitels, das falsche Ehrenwort, seine Reaktion auf die Enthüllungen sowie sein Gutsherrengehabe insgesamt: Die Charaktereigenschaften, die all dem zugrunde liegen, disqualifizieren ihn als Politiker in einer Demokratie.
  3. #12

    Leider "alternativlos"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. Immer neue Informationen zur Promotion des CSU-Politikers gelangten an die Öffentlichkeit, zu Guttenberg will jetzt "vorübergehend auf seinen Doktortitel" verzichten. Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Mangels Alternative und aufgrund der aktuellen Situation in AFG muß er das wohl oder übel, denn es gibt keinen Nachfolger, das weiß zu Guttenberg (siehe Auftritt gestern mittag) und auch die Kanzlerin.

    Zu Guttenberg ist leider "alternativlos"
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. Immer neue Informationen zur Promotion des CSU-Politikers gelangten an die Öffentlichkeit, zu Guttenberg will jetzt "vorübergehend auf seinen Doktortitel" verzichten. Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Der jetzige Zustand ist durchaus noch tragbar. Schließlich sollte auch Herr Guttenberg als unschudig gelten, bis seine Schuld belegt ist. Sollte die Universität seinen Doktortitel allerdings aberkennen, dann wäre er definitiv nicht mehr tragbar. Ich denke, dass ihm das selbst auch sehr bewusst ist.
  5. #14

    "Unbewusst" getäuscht? Wie geht das?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Nein, er sollte zurücktreten!

    Allein seine gestrige Erklärung - er habe „zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht“ - ist entlarvend.

    Ich wusste gar nicht, dass man auch "unbewusst" täuschen kann.

    Zumindest mit Worten sollte man als Jurist mit immerhin dem 1. jur. Staatsexamen - das 2. jur. Staatsexamen und damit die Befähigung zum Richteramt, zur Staatsanwaltschaft bzw. zum Rechtsanwalt hat Guttenberg ja nicht - umgehen können.

    Ich bin erstaunt, dass der Minister in so einer wichtigen Angelegenheit so schlecht beraten ist. Oder lässt er sich nicht beraten? Neigt er zu Überheblichkeit, Beratungsreistenz und vorschnellem Tun? Dann sollte er erst Recht zurücktreten.

    Das Amt eines Verteidigungsministers ist KEINE Spielwiese für einen 39-Jährigen aus gutem Stall, der als Günstling von Springer und Bertelsmann und Minister von Merkels Gnaden zum Kanzlerkandidaten und zur moralischen Lichtgestalt auserkoren wurde.
  6. #15

    Gaudimax

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. Immer neue Informationen zur Promotion des CSU-Politikers gelangten an die Öffentlichkeit, zu Guttenberg will jetzt "vorübergehend auf seinen Doktortitel" verzichten. Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Natürlich, denn weder die Mehrheit der SPON-Foristen noch die Mehrheit der Gesamtbevölkerung darf dabei mitentscheiden. So lange er den - immerhin vorhandenen - Gegenwind freier Meinungsäußerung aushält, wird er an seinem Sessel kleben. Merke: Dieser Typus gibt errungene Machtpositionen niemals freiwillig wieder preis. Ebenso wird er um seinen Doktortitel prozessieren, notfalls bis nach Strasbourg.

    Einziger Trost für die von ihm (mit)regierten Untertanen: G. wird dabei die Grenze zur Lächerlichkeit ziemlich schnell überschreiten, und wer Sinn hat für unfreiwillig erzeugte Komik, wird von Herrn Baron bestimmt noch vieles zu erwarten haben. Es sei denn, Merkel & Co. entpuppen sich als "Spaßbremsen" und ziehen vorher die Notbremse.
  7. #16

    Nein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. ...Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Guttenberg war seit langer Zeit der erste Verteidigungsminister, unter dem Bundeswehrthemen auch unter Aspekten wie Effektivität, Qualität, Nützlichkeit, Sinn und Zweck behandelt wurden.

    Damit ist er offenbar zu vielen Leuten auf die Füße getreten.

    Aber den Vogel schießt Gysi ab. Dieser miese DDR Funktionär und Deutschlandhasser schwadroniert vor laufender Kamara über Ehrlichkeit.
  8. #17

    Zu Guttenbergs Zeit ist abgelaufen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Doktor-Affäre des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg schlägt lang andauernde Wellen. Immer neue Informationen zur Promotion des CSU-Politikers gelangten an die Öffentlichkeit, zu Guttenberg will jetzt "vorübergehend auf seinen Doktortitel" verzichten. Kann er unter diesen Umständen noch Verteidigungsminister bleiben?
    Nein! das kann er nicht! Ein Verteidigungsminister der so viel Dreck am stecken hat ist für Deutschland untragbar.
    Die Glaubwürdigkeit des Herrn zu Guttenberg ist aufgebraucht.
    Sein abstruses und arrogantes Auftreten in der "hochnotpeinlichen" Angelegenheit hat gezeigt welch geistige Hirnwindungen ihn zum offensichtlichen Betrug verleitet haben. So sind ja auch in früheren Zeiten die Reichtümer der Fürsten und Könige zusammen gestohlen worden.
    Nicht mit deren Hände Arbeit - nein mit Unterdrückung und Ausbeutung würden die Reichtümer zusammen geraubt. Diese Gene hat offensichtlich Herr zu Guttenberg noch im Blut.
    Als Verteidigungsminister ist er nicht mehr tragbar. Er hat sich selbst unbrauchbar gemacht.
    Herr zu Guttenberg erlösen sie uns von dem Übel.....
  9. #18

    Hat er denn die Zeit dazu?

    Nachdem er selbst ja zugibt, daß dies ein "forderndes" Amt ist, müßte er ja vielleicht auch diesen Titel "ruhen" lassen - sich zeitweilig suspendieren - um sich so die Zeit zu verschaffen, um sich den Fragen zu widmen, die für den Politiker und Menschen Karl-Theodor zu Guttenberg derzeit von größerer Bedeutung sein müßte als die Bundeswehr und selbst das Engagement in Afghanistan. Diese Dinge könnte er legitim delegieren, die Frage nach seinem moralischen Standpunkt nicht.

    Und um nichts weniger geht es hier: Hat dieser Mann, dem Ambitionen auf die Richtlinienkompetenz der deutschen Politik nachgesagt werden, das moralische Rüstzeug dafür?

    (Ich erinnere mich selbst an ein Ehrenwort gegenüber illegalen Parteispendern - andere mögen sich an andere Vorfälle erinnern.)

    Es geht also (noch) nicht darum, ob KTvG das Zeug hat, weiterhin Verteidigungsminister zu sein, sondern ob er angesichts der anstehenden Vorwürfe die Zeit hat, sich adäquat darum zu kümmern.

    Sollte sich die Plagiats-Angelegenheit nicht in seinem Sinne erledigen, könnte es sein, daß seine politische Karriere ihrem Ende nahe ist - oder auf Bayern beschränkt wird, wo ja dem Vernehmen nach manche Dinge anders laufen ...
  10. #19

    44,8%

    Gutenberg ist nun einmal Projektionsflaeche fuer die Sehensuechte vieler Buerger
    nach Authentizitaet, Erfolg, Reichtum und... Fuehrung.
    Manch ein vermeintlich Zukurzgekommener hofft wohl auch, sich ein wenig im Abglanz eines
    im gesellschaftlichen Bewusstsein noch immer verklaerten Adelsbegriffes sonnen zu koennen.

    Klar hat Guttenberg jetzt eine Armada frustrierter Anwaelte und gescheiterter
    Jura Studenten gegen sich, sowas koennte man aber problemlos abstreifen.
    Ein Tipp: Voellig falsch ist hier das Zugestaendnis von Fehlern,
    geschmacklos das Instrumentalisieren von gefallen Deutschen in einem
    Voelkerrechtswidringen Krieg fuer US-amerikanische Interessen,
    Verfehlt der Appell an die Menschlichkeit und Familienliebe eher schlichter Gemueter.

    Machen wir uns nichts vor, der 'intellektuelle Glaubwuerdigkeitsverlust' ist dem Amt
    des Oberbefehlshabers der Neandertaler immanent.
    Da bedarf es nun wirklich keiner schlampigen Doktorarbeit, oder eines Ghostwriterskandals,
    als 'Verteidigungsminister' ist man im Grunde ganz unten im Bodensatz der Menschheit
    angekommen.

    Es steht ausser Frage, dass Glaubwuerdigkeit und Integritaet, die Eigenschaften sind,
    die am weitesten vom Anforderungsprofil eines Verteidigungsministers entfernt sind.

    Insofern kann Herr Guttenberg weiterhin Verteidigungsminister bleiben.
    Erfolg sieht wahrlich anders aus *ruelps* ;)