Wohnen bei Mama - praktisch oder unselbstständig?

Ein Viertel der deutschen Studenten wohnen noch bei ihren Eltern. Was denken Sie - sollte man das Elternhaus frühzeitig verlassen, um eigenständig zu werden? Oder den praktischen Nutzen sehen?
  1. #460

    Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Klopfen Sie sich selbst kräftig auf die Schulter - sonst machts keiner, ich spreche da aus Erfahrung!- und gönnen Sie sich was- quasi als Belohnung für die........
    Willkommen im Club. Aber ich habe Glück, mein Sohn wird 15 und will nach Abitur und Berufsausbildung sowie einem (vielleicht auch mehr) Praktikum nach Neuseeland auswandern. Es kann also bei mir noch genausolange dauern, wie bei Ihnen, Ihre Tochter und mein Sohn ziehen dann zur gleichen Zeit aus.
  2. #461

    Ich denke, vielen würde es ganz gut tun, mal auf eigenen Füßen stehen zu müssen. Ich bin selbst mit 18 Jahren ausgezogen und es hat mir gut getan. Natürlich ist das nicht immer einfach gewesen (finanziell und emotional), aber ich habe es nie bereut! Ich kann mir allerdings auch selbst nicht vorstellen, meine Kinder länger als mit 20-22 zuhause zu haben - irgendwann möchte man ja auch wieder ein 'eigenes' Leben führen und ich will auch gar nicht immer alles mitbekommen müssen, was meine Kinder dann so treiebn werden...
  3. #462

    Ich habe mir nun nicht den kompletten Thread durchgelesen, aber die Beiträge überflogen und muss sagen - sehr interessante Diskussion!

    Ich selbst denke, dass die meisten Kinder heutzutage einen "längeren" Ausbildungsweg haben, bis sie tatsächlich richtig und genug Geld verdienen, um von den Eltern unabhängig leben zu können. Nach dem Abitur gibt es viele die studieren, erst Bachelor dann Master, das sind mind. 5 Jahre. Diejenigen, die eine Ausbildung absolvieren, machen danach häufig noch eine Weiterbildung. In der heutigen Gesellschaft scheinen Qualifikationen und Abschlüsse viel zu zählen und man muss schauen wo man bleibt...
  4. #463

    Ich denke, dass beide Lebenssituationen ihre Vor- und Nachteile haben. Warum ein Student nun unbedingt ausziehen sollte, wenn die Uni nur 5 Minuten vom Elternhaus weg ist, das erschließt sich mir nicht, kommt aber oft genug vor.

    Andererseits finde ich es auch schwach sich für eine Uni und einen Studiengang zu entscheiden, nur, weil er in der Nähe ist.

    Selbständigkeit kann ein junger Erwachsener auch im Elternhaus erlernen. Ich habe bis zu meinem 23. Lebensjahr bei meinen Eltern gewohnt und habe dort alles gelernt. Als ich auszog konnte ich kochen, putzen, Wäsche waschen und mit meinem eigenen, selbst verdienten Geld haushalten. Ich kann einen Reifen an meinem Auto wechseln und weiß, welche Hausmittelchen gegen Husten wirksam sind.

    Auch wenn ich "erst" mir 23 ausgezogen bin, also erst mitten im Studium und nicht schon am Anfang, war stets ICH die erste Ansprechperson im Freundeskreis, die gefragt wurde, wie man diesen Fleck heraus bekommt oder jenes Essen rettet. Ich wurde angerufen, wenn Türen zu Wohnheimszimmern nicht mehr auf gingen, weil der Rahmen sich verzogen hatte und der Schlüsseldienst viel zu teuer war, weil ich wusste, wie man die Tür auch anders auf bekommt (nein ich bin kein Einbrecher, ich hab nur eine Schwester, wie gerne mal die Tür zu gezogen hat ohne einen Schlüssel dabei zu haben).

    Verpasst habe ich vom studentischen Leben nicht viel, lag doch bei allen Freunden eine Matratze oder eine Luma auf der ich stets willkommen war, wenn mal eine Party länger dauerte und ich die 15 Minuten Autofahrt nicht mehr auf mich nehmen wollte.
  5. #464

    Wohnen bei Mama -praktisch oder unselbständig?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Viertel der deutschen Studenten wohnen noch bei ihren Eltern. Was denken Sie - sollte man das Elternhaus frühzeitig verlassen, um eigenständig zu werden? Oder den praktischen Nutzen sehen?
    Das kommt auf den Platz an, den gesonderten Eingang, die Abgeschlossenheit der Wohnung. Aber , im allegemeinen ist es besser , eigenständig zu werden.
    Unser Enkel zieht im kommenden Monat - gemeinsam mit einem anderen Studentenneuzugang - in eine eigene Wohnung. Dann müssen die Beiden klar kommen, aber das gehört auch zum erwachsen werden. Wenn er ab-und zu - bei uns essen kommt , ist das o.k., da die Mensa doch nicht so lecker ist.
  6. #465

    Zitat von Zeitgeist159 Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass beide Lebenssituationen ihre Vor- und Nachteile haben. Warum ein Student nun unbedingt ausziehen sollte, wenn die Uni nur 5 Minuten vom Elternhaus weg ist, das erschließt sich mir nicht, kommt aber oft genug vor.

    Andererseits finde ich es auch schwach sich für eine Uni und einen Studiengang zu entscheiden, nur, weil er in der Nähe ist.

    Selbständigkeit kann ein junger Erwachsener auch im Elternhaus erlernen. Ich habe bis zu meinem 23. Lebensjahr bei meinen Eltern gewohnt und habe dort alles gelernt. Als ich auszog konnte ich kochen, putzen, Wäsche waschen und mit meinem eigenen, selbst verdienten Geld haushalten. Ich kann einen Reifen an meinem Auto wechseln und weiß, welche Hausmittelchen gegen Husten wirksam sind.

    Auch wenn ich "erst" mir 23 ausgezogen bin, also erst mitten im Studium und nicht schon am Anfang, war stets ICH die erste Ansprechperson im Freundeskreis, die gefragt wurde, wie man diesen Fleck heraus bekommt oder jenes Essen rettet. Ich wurde angerufen, wenn Türen zu Wohnheimszimmern nicht mehr auf gingen, weil der Rahmen sich verzogen hatte und der Schlüsseldienst viel zu teuer war, weil ich wusste, wie man die Tür auch anders auf bekommt (nein ich bin kein Einbrecher, ich hab nur eine Schwester, wie gerne mal die Tür zu gezogen hat ohne einen Schlüssel dabei zu haben).

    Verpasst habe ich vom studentischen Leben nicht viel, lag doch bei allen Freunden eine Matratze oder eine Luma auf der ich stets willkommen war, wenn mal eine Party länger dauerte und ich die 15 Minuten Autofahrt nicht mehr auf mich nehmen wollte.
    Ich denke, daß kommt auch immer auf das Kind an. Meine Tochter ist jetzt gerade ausgezogen und mein Sohn wird aufgrund der längerfristigen Ziele, die er sich gesetzt hat, länger im Haus bleiben. Das ist soweit in Ordnung, solange er sich in der Ausbildung befindet. Ich möchte ihn allerdings nicht mehr mit 40 im Haus haben.

    MfG
  7. #466

    Bei Mama schmeckt's am besten

    [QUOTE=melbo;8698888]In England ist es zur Zeit gang und gaebe, nach dem Studium wieder zu Hause einzuziehen!

    Das Gleiche gilt für Italien, wo auch geschiedene Männer oft wieder zu Mama ziehen, wo das Essen besser und die Wäsche billiger ist. Außerdem floriert dort sowieso der Mamakult. Selbst Berlusconi schleppte ja seine Mama stets mit auf politische Veranstaltungen, denn die Italiener lieben sowas bekanntlich.