Berufsstart als Lehrer: Geschichten aus dem täglichen Klassenkampf

Weil bald Hunderttausende Lehrer in Pension gehen, rollen Schulen dem Nachwuchs jetzt schon den roten Teppich aus. Einer der hofierten Junglehrer ist Börris Klassen. An einem Hamburger Gymnasium hat er es im ersten Jahr recht gut - eine Kollegin, die Schulversager coacht, hadert mit ihrem Job.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...738758,00.html
  1. #1

    Aua!

    Zitat von iglytc Beitrag anzeigen
    Hundertausende Lehrer gehen in Pension. Schrecklich !

    Wir haben in Südfrankreich bereits genügend intergrationsunwillige Ethnien.
    Können die Lehrer nicht ihre Zweitwohnsitze verkaufen und im Norden bleiben ?
    Ein dümmerer Kommentar ist Ihnen wohl nicht eingefallen.
  2. #2

    Wie sagte schon Cato rufus,

    rem tene , verba sequntur.
    Ich habe mich als Lehrer nie als Sozialkasper vereinnahmen lassen.
    Nur so wird was gelernt.
    Im andern Fall wird nur rumgeschwätzt.
  3. #3

    Falsch!

    Der Artikel suggeriert falsche Tatsachen. In Bayern besteht heute schon ein Überangebot und spätestens 2015 ein massives Lehrerüberangebot an Gymnasien. Realschullehrer haben es noch viel schwieriger. Lehrer für Hauptschulen werden benötigt aber da will niemand hingehen weil man es nur noch mit Problemfällen zu tun hat.

    http://www.verwaltung.bayern.de/Anla...roschuere).pdf
  4. #4

    ..

    Zitat von Moralinsaurer Beitrag anzeigen
    rem tene , verba sequntur.
    Ich habe mich als Lehrer nie als Sozialkasper vereinnahmen lassen.
    Nur so wird was gelernt.
    Im andern Fall wird nur rumgeschwätzt.
    Ich glaube, man sollte das differenziert betrachten.

    Natürlich ist noch immer die Vermittlungs von Wissen die Hauptaufgabe des Lehrers. Nur leider findet man bei immer mehr Schülern dermaßen grundlegende Erziehungsdefizite, dass an Lehren im althergebrachten Sinne kaum noch zu denken ist.
    Vielen muss erst einmal beigebracht werden, eine Schulstunde lang konzentriert zu arbeiten, sitzen zu bleiben. Viele haben nicht gelernt, dass auf Regelverstöße (wie dauerndes Stören anderer) Sanktionen folgen.
    Und vieles mehr.

    Meinem Eindruck nach hat das Fernsehen, die beständige Berieselung mit Sinneseindrücken da einen erheblichen Einfluss.

    Und natürlich die Überforderung vieler Eltern - bzw. deren Vernachlässigung des Erziehungsauftrages. Sobald ei Kind das erste Mal "Nein" sagen kann, geben die sich offenbar für die kommenden Jahre geschlagen.

    Und die Konsequenzen müssen dann Leher ausbaden.
  5. #5

    Abwarten und Stellenplan lesen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weil bald Hunderttausende Lehrer in Pension gehen, rollen Schulen dem Nachwuchs jetzt schon den roten Teppich aus. Einer der hofierten Junglehrer ist Börris Klassen. An einem Hamburger Gymnasium hat er es im ersten Jahr recht gut - eine Kollegin, die Schulversager coacht, hadert mit ihrem Job.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...738758,00.html
    Na, ich weiß nicht, die machen ihre Rechnung ohne die Kultusminister. Nicht nur die Lehrer werden weniger, die Kinder auch und wo sich schon alle so schön an große Klassen gewöhnt haben, wird da bestimmt auch längst nicht jede Stelle nachbesetzt. Da geht noch was.

    In den siebzigern haben Bildungsforscher auch einen hohen Bedarf an Lehrern für die Geburtenstarken Jahrgänge prognostiziert. Da wurde auch nichts draus. Dafür war dann in den achtzigern ein Studium auf Lehramt ein anderer Ausdruck für Arbeitslos.
  6. #6

    :)

    Der Trend ist doch bereits absehbar, egal welches Lehramt vorher aufgenommen wurde, sei es Physik, Mathematik oder Germanistik...Der Lehrer der Zukunft ist mehr Sozialarbeiter als Lehrkraft. Waehrend die Bildschirme in den Kinderzimmern immer groesser und die Spielkonsolen immer ausgereifter werden, schrumpft die Hirnleistung exponentiell nach unten...Man darf gespannt sein wohin dieser Trend fuehrt...
  7. #7

    Lehrermangel? Ein Witz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weil bald Hunderttausende Lehrer in Pension gehen, rollen Schulen dem Nachwuchs jetzt schon den roten Teppich aus. Einer der hofierten Junglehrer ist Börris Klassen. An einem Hamburger Gymnasium hat er es im ersten Jahr recht gut - eine Kollegin, die Schulversager coacht, hadert mit ihrem Job.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...738758,00.html
    Da heulen sie wieder, Lehrermangel und Bildungsmisere.
    Aber versuchen sie mal als Vertretungslehrer eine Stelle zu ergattern: dann passiert Folgendes, sie treffen auf eine Schule wo alle wegen "Überlastung" heulen, viele Lehrer pensioniert sind und angeblich dringends Personal gebraucht wird.
    Sie bewerben sie und? Werden nicht von der Schule angerufen. Warum?
    Weil alle so überlasteten alten Kollegen, auf den Vertretungstellen sitzen, alle Ag Stunden für sich gesichert haben und eine riesen Stundenentschädigung bekommen.
    Weil sie ein Mann ( hochqualifiziert und motiviert) sind der ja deshalb nicht in ein Grundschulkollegium passt.
    Weil dann der Sohn des Rektors alle Vertretungsstunden bekommt, weil er auf einen Anwärterplatz wartet.
    Weil alte Kollegen nicht wollen, das die angebotene Römer AG mehr Schüler interessiert als die "altbewährte" Flöten AG.
    Weil dieser Beamtenfilz von niemanden kontrolliert werden kann.
    Schade das halt die Schüler unter diesen Zuständen leiden, aber wen kümmert das schon in diesem System.
  8. #8

    Blanker Hohn!

    Das Problem des Lehrkräftemangels ist m.E. hausgemacht bzw. verursacht durch die jeweiligen Bilungsministerien der Länder. Natürlich gibt es zu wenig Lehrkräfte, aber für den entsprechenden Nachwuchs wird definitiv nicht gesorgt, weil wohl vor allem kein Geld vorhanden ist. Ein Beipspiel aus S-H (aktuelle Zahlen vom 06.01.2011 für ein Referendariat zum Februar): 361 Bewerbungen für das Lehramt an Realschulen auf 114(!!!) Ausbildungplätze. Das ist einfach ein Armutszeugnis erster Klasse. Wie dann zumindest in S-H mit frisch ausgebildeten Lehrkräften umgegangen wird (z.B. Thema Zeitverträge bis zu den Sommerferien, um dann einen neuen Vertrag nach den Sommerferien abzuschließen), ist wieder ein andere Geschichte. Für mich wird - auch durch Mitarbeit am PISA 2006 Projekt - ganz deutlich: Geld ist für Bildung in Deutschland nicht übrig, trotz aller öffentlichen Bekundungen durch Politiker mehr Geld in die Bildung zu investieren.
  9. #9

    System

    Zitat von dimetrodon109 Beitrag anzeigen
    Schade das halt die Schüler unter diesen Zuständen leiden, aber wen kümmert das schon in diesem System.
    Systeme hat noch nie und nirgendwo interessiert, wer unter ihnen leidet.