Wie schlagen sich die deutschen Alpinskifahrer in der WM-Saison?

Olympia war gestern - jetzt kommt die WM: Im Februar geht es für die weltbesten Skifahrer in Garmisch-Partenkirchen um Weltmeisterschaftssiege. Diskutieren Sie die Saisonentwicklung von Maria Riesch, Felix Neureuther und den anderen deutschen Rennläufern. Wie werden sich die DSV-Fahrer in diesem Winter schlagen?
  1. #1

    Die Mädels schon

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    Olympia war gestern - jetzt kommt die WM: Im Februar geht es für die weltbesten Skifahrer in Garmisch-Partenkirchen um Weltmeisterschaftssiege. Diskutieren Sie die Saisonentwicklung von Maria Riesch, Felix Neureuther und den anderen deutschen Rennläufern. Wie werden sich die DSV-Fahrer in diesem Winter schlagen?
    die Mädels werden sich schon wieder bemerkbar machen auf dem Stockerl, aber die Burschen?
  2. #2

    Alpinski-Fahrer

    Alpinski, Alpinski - Ist das ein neuer polnischer Rennwagen?
  3. #3

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    Olympia war gestern - jetzt kommt die WM: Im Februar geht es für die weltbesten Skifahrer in Garmisch-Partenkirchen um Weltmeisterschaftssiege. Diskutieren Sie die Saisonentwicklung von Maria Riesch, Felix Neureuther und den anderen deutschen Rennläufern. Wie werden sich die DSV-Fahrer in diesem Winter schlagen?
    Ist diese Frage nicht ein wenig verfrüht?
    Morgen fängt die Rennsaison ja erst an - und dann muss man sehen, ob die 'Alpinskifahrer' und 'Alpinskifahrerinnen' verletzungsfrei bleiben.

    Alpinskifahrer - das ist ein schönes Wort. :)
  4. #4

    Hoffentlich gut!! Ich bin bereit für die neue Saison...Spannend wirds jedenfalls........
  5. #5

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    Olympia war gestern - jetzt kommt die WM: Im Februar geht es für die weltbesten Skifahrer in Garmisch-Partenkirchen um Weltmeisterschaftssiege. Diskutieren Sie die Saisonentwicklung von Maria Riesch, Felix Neureuther und den anderen deutschen Rennläufern. Wie werden sich die DSV-Fahrer in diesem Winter schlagen?
    In SPON ein Thread über Skialpin, sehr gut! Als eingefleischter Alpin-Fan muss ich mich da mal zu Wort melden. Anlass gibt es einen sehr erfreulichen, nämlich den Triumph unserer Damen beim WC-Auftakt in Sölden. Das sollte man doch mal kommentieren.

    Schon die Ausgangsituation war aus deutscher Sicht bemerkenswert: Im RS sind alle (!) wichtigen internationalen Titel und Wertungen in deutscher Hand: OL-Siegerin (Rebensburg), Weltmeisterin (Hölzl), WC-Gewinnerin (Hölzl), Weltranglistenerste (Hölzl). Dazu noch eine Doppel-OL-Siegerin (Riesch) und mit der 19-jährigen Lena Dürr, Gewinnerin der EC-Gesamtwertung, eines der größten Skinachwuchstalente weltweit. Vergleichbares gibt es dzt. im deutschen Sport kaum, Minidisziplinen und Exoten wie die Rennrodlerinnen ausgenommen

    Nach einer Dreifachführung (!) im 1. Dg endete das Rennen mit einem Doppelsieg von Rebensburg und Hölzl, Riesch wurde 5. und Dürr 14. mit der klar besten Laufzeit im 2. Dg. Das war ein Paukenschlag zum Auftakt und zeigt, dass unsere Damen für die WM-Saison bestens gerüstet sind.

    Die Vicki (Rebensburg) schaffte sie Ihren ersten WC-Sieg. Damit hat sich das Gerede von der Zufalls-OL-Siegerin erledigt (welche sie nicht war, Kenner hatten sie stark auf der Rechnung). Wer die Vicki sieht mit ihrem dynamischen Fahrstil, ihren athletischen Anlagen, ihrem großem Ehrgeiz, ihrer Coolness, dem ist klar, dass der DSV da ein großes Juwel hat. Sie wird uns noch viel Freude bereiten, vorausgesetzt sie bleibt gesund.

    Die Maria (Riesch) fuhr für ihre Verhältnisse großartig. Die Stecke in Sölden mit ihrem Steilhang, der bis zu 70% Gefälle aufweist, liegt ihr nicht und der RS ist sowieso ihre schwächste Disziplin. In allen anderen Disziplinen hat sie schon mal gewonnen. Aber sie hat große Fortschritte im RS gemacht und wird sicher mal ein Rennen gewinnen und damit in einen exklusiven Kreis aufsteigen. Im WC wird es wohl wieder mit Vonn zu einem Zweikampf kommen und vielleicht liegt die Maria mal am Ende vorne. Man muss die ersten Speerennen (in Übersee) abwarten, um die Chancen besser abschätzen zu können. Generell liegt in dieser Saison der Schwerpunkt aber mehr auf der Heim-WM, als auf dem WC.

    Bemerkenswert in Sölden war auch der Auftritt vom Felix (Neureuther). Er ist im 1. Dg hervorragend RS gefahren und hat an seinen 8. Platz im OL-RS angeknüpft. Um es bewerten zu können, muss man wissen, dass man mit einer Startnummer um 30 einen Pistennachteil von ca. 1 Sek. hat. Leider konnte der 2. Dg nicht stattfinden und damit war die Chance weg, sich weiter nach vorne zu fahren. Aber es bleibt der Eindruck, dass er sehr gut drauf ist. Das verspricht einiges für die Saison.
  6. #6

    Rennen in Levi

    Leider beteiligt sich hier kaum jemand, bisher nur Kommentare von Unwissenden. Dafür wird im Sportforum über jeden Furz der verwöhnten, überbezahlten, leistungsfaulen Balljongleure und der Im-Kreis-Herum-Raser geredet. Formel-1-Rennen sind i.d.R. langweilig und Fußballspiele kann man in 10 Min. zusammenfassen, der Rest ist Gebolze im Mittelfeld. Sorry liebe Fußball- und Formel-1-Fans, das wollte ich nur mal sagen.

    Sich mit Skialpin zu beschäftigen lohnt sind! Kaum ein Spitzensport ist so vielfältig, so komplex, kaum einer liefert so attraktive Bilder, bei kaum einen geht es so an die Grenzen des menschlichen Leistungsvermögens. Sich in weitgehend freiem Gelände ohne Schutzhülle drum herum mit Geschw. bis zu 150 km/h (!!!) zu bewegen dürfte einzigartig im regulären Spitzensport sein. Alpin wird auch auf sehr hohem Niveau betreiben. Die Aufwendung sind die bei weitem höchsten im ganzen Wintersport. Für die Alpinkader und Durchführung der Rennen kommen so 50 Mio. (!) Euro pro Saison zusammen. Die Ausrichtung eines WC-Wochenendes kostet den Veranstalter mehrere 100.000 Euro. Die Alpin-Kader sind teuer, wobei der ÖSV mit ca. 15 Mio. Euro das größte Budget hat. Zum Vergleich dazu, der Biathlon-WC dürfte nicht über 10 Mio. Euro liegen und zwar komplett. Biathlon ist klein ggüb. Alpin.

    Nun zum Sportgeschehen. Am letzten Wochenende war die traditionelle Novemberveranstaltung in Levi mit SL für Herren und Damen. Von dort oben, weit jenseits der Polarkreises, kamen Bilder einer traumhaften Winterlandschaft zu uns, was natürlich bei unseren fast 20 Grad ein krasser Unterschied war.

    Für die Läufer des DSV gab es Licht und Schatten. Leider wurde es nichts mit dem nächsten Sieg unserer famosen Skidamen, "nur" der 2. und 4. Platz für Maria Riesch und ihre Schwester Susi. Eigentlich ein klasse Ergebnis, aber die Ansprüche sind inzwischen verrückt hoch. Schade, dass die Maria wieder mal einen großen Vorsprung nicht ins Ziel brachte. Etwas zu viel auf Sicherheit, zuviel Taktik im Steilhang und dann kam noch das Hundertstelpech dazu. Das hat sie sichtlich gewurmt. Die Susi ist super gefahren im 2. Dg und konnte als einzige einigermaßen mit der österreichischen SL-Queen Schild mithalten. Ohne ihren groben Fehler im 1. Dg hätte es vielleicht zum Sieg gereicht. Die Susi ist auf jeden Fall nahe dran an ihrem ersten Sieg. Klasse unterwegs war auch die erst 21-jährige Katharina Dürr bis zu ihrem Einfädler und evtl. wäre sie vorne geblieben. Aber sie hat einen weiteren Sprung nach vorne gemacht und fährt fast schon auf dem Niveau der Riesch's. Mit ihr kommt die nächste Siegläuferin heran.

    Bei den Herren ist Neureuther ist wieder mal volle Pulle drauflos gebrettert und prompt beim Übergang in den Steilhang ausgehoben worden. Dass es anderen auch passiert ist, ist keine Entschuldigung. Er muss lernen besser taktisch zu fahren. Sein Zeitrückstand war zu groß für den 2. Dg, dafür schaffte es Fritz Dopfer mit der hohen Startnummer 57. Mir einer Klassefahrt im 2. Dg kam er dann noch auf Platz 14 vor. Er ist erst 23 also immer noch in Entwicklung, aber technisch ausgereift und athletisch gut, ein kräftiger, kerniger Typ. Ich würde sagen fast sagen, mit ihm hat der DSV einen Rohdiamanten.

    Soviel zu Levi. Ich werde öfters mal eine Nachlese zu den Rennen schreiben. Mit den Überseerennen in Aspen, Beaver Creek und Lake Louise am übernächsten Wochenende geht die Saison dann richtig los.
  7. #7

    Rennen in USA und Kanada

    Kurze Vorschau auf die Rennen in USA und Kanada an den nächsten beiden Wochenenden. Am kommenden Samstag bzw. Sonntag findet in Aspen, dem größten Skigebiet der USA, RS und SL für die Damen statt und im kanadischen Nobel-Resort Lake Louise Abfahrt und SG für die Herren. Die Rennen werden von Eurosport übertragen. Aus deutscher Sicht ist natürlich vor allem Aspen interessant. Das sind die Zuckerdisziplinen des DSV, unsere Damen sind hier das Maß der Dinge. Vorige Saison hat Hölzl dort ihr erstes WC-Rennen gewonnen, im SL gab es einen 4. und 5. Platz der Riesch-Schwestern (sowie Geiger auf 8). Ob es ein ähnlich starkes Ergebnis auf dem tückischen, steilen Hang in Aspen geben wird? Die Voraussetzungen sind gut nach dem glänzenden Saisonstart.

    Die Erwartungen für die DSV-Herren (Keppler, Strodl, Stechert etc.) sind da viel bescheidener. Plätze in den ersten 30 wären gut für sie.

    Am 03.-05. Dez. fahren die Damen in Lake Louise zwei Abfahrten und einen SG und die Herren Abfahrt, SG und RS in Beaver Creek. Bei den Damen sind vom DSV mindestens Riesch, Stechert und Rebensburg am Start. Wie gut ihre Chance stehen, ist wie immer bei den ersten Speedrennen unklar. Es gab viele Material- und Trainingstüfteleien. Maria Riesch z.B. fährt jetzt einen etwas längeren Abfahrtski. Immerhin haben die DSV-Damen diesmal ein spezielles Trainingslager in Chile absoviert. Die Maria fuhr im WC zuletzt bärenstark mit 2 Siegen in den letzten 3 Abfahrten und wird hoffentlich wieder um den Sieg mitfahren können. Das Duell mit Vonn kann schon ein Fingerzeig über die Chancenverteilung für den Gesamt-WC sein. Der wird ja voraussichtlich zwischen den beiden ausgefochten werden.

    Auf die Herren wartet in Beaver Creek mit der berühmt-berüchtigten "Birds of Prey" eine der schwierigsten Abfahrtsstrecken des Winters, ein Spektakel für die Zuschauer. Letztes Jahr gewann dort Cuche vor Janka, Svindal, Miller und Walchhofer, alles Creme de la Creme im Abfahrtssport.

    Für die DSV-Herren ist der RS am aussichtsreichsten. Nach der guten Vorstellung von Neureuther und Dopfer beim abgebrochenen Rennen in Sölden kann man immerhin auf WC-Punkte hoffen, also einen Platz unter den ersten 30.
  8. #8

    Rennen in Aspen und Lake Louise

    Kurz zu den Rennen in Aspen und Lake Louise. Vielleicht haben manche die gar nicht mitbekommen, nur Eurosport hat übertragen (auch nicht vollständig) und im ZDF war eine lausige Zusammenfassung.

    Aspen war immer ein schwieriges und unglückliches Revier für unsere Skimädels. Maria Riesch hatte hier ihren 2. Kreuzbandriss und auch diesmal hat’s wieder eine erwischt, nämlich Fernsebner. Leider Saisonende für sie.

    Im RS wurden unsere Cracks Hölzl und Rebensburg hauchdünn von der Aspen-Spezialistin Worley geschlagen, 1/100 und 2/100 Rückstand, das war doppeltes Pech. Mit Riesch auf 9 und der jungen Lena Dürr auf 17 gab es ein gutes Mannschaftsergebnis. Im SL konnte es die Maria mit einem brillanten 2. Dg noch herausreißen. Beinahe hätte sie gewonnen, aber die Schwedin Pietalä-Holmer verteidigte ihre Führung mit einer fehlerfreien und verblüffend schnellen Fahrt. Mannschaftlich war es nicht so gut, wie gewohnt. Die Ansprüche an das beste SL-Team der Welt sind halt enorm hoch, aber nicht immer läuft es so locker.

    Bei den Herren gab es in der Abfahrt einen Achtungserfolg mit zwei Läufern in den Punkterängen. Leider hat sich Andi Strodl im SG am nächsten Tag anscheinend gravierend verletzt und es sieht nicht gut aus, ich schätze mal Meniskus- oder Kreuzband. Es ist schon ein Pech mit den deutschen Speedfahrern. Jedes mal wenn einer hoffnungsvoll nach vorne kommt, trifft ihn eine Verletzung. Aber das ist leider das Risiko in den alpinen Geschwindigkeitsdisziplinen. Es gibt wohl keinen regulären Spitzensport, in dem das Verletzungsrisiko so hoch ist. Beim DSV mit seiner dünnen Decke WC-fähiger Leute ist so ein Ausfall fatal und kann i.a. nicht ausgeglichen werden.
  9. #9

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    [QUOTE=sysop;6480373Wie werden sich die DSV-Fahrer in diesem Winter schlagen?[/QUOTE]Wie immer, "gar nicht". <Leider :-( >