Beachvolleyball - nur Strand, Sonne, Party?

Deutschlands Beachvolleyball steckt in der Krise: Die Turniere können im internationalen Vergleich nicht mithalten, der Sport entwickelt sich zurück zu einer Spaßbeschäftigung für die partyfreudige Klientel. Die Organisatoren sind alarmiert - und arbeiten an einem seriöseren Image. Was ist Beachvolleyball für Sie? Party oder Wettkampf?
  1. #1

    Beachvolleyball ist doch nichts weiter, als der verzweifelte Versuch, Stringtangas auf mit Sand aufgeschütteten Rathausplätzen salonfähig zu machen. Das pure Diktat des Machismo. Die Verantwortlichen des Beachvolleyballverbands sind sicher die ähnlich gestrickt wie Egidius Braun, der es sich nehmen läßt, vor dem Spiel jedes Mitglied der Frauennationalmannschaft zu betatschen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Beachvolleyball steckt in der Krise: Die Turniere können im internationalen Vergleich nicht mithalten, der Sport entwickelt sich zurück zu einer Spaßbeschäftigung für die partyfreudige Klientel. Die Organisatoren sind alarmiert - und arbeiten an einem seriöseren Image. Was ist Beachvolleyball für Sie? Party oder Wettkampf?
    Ein netter Zeitvertreib am Strand schafft den Sprung in die "ernsthaften" Sportarten nicht. Und - geht das Abendland deswegen mal wieder unter? Wer Beachvolleyball spielen will, kann das doch tun. Wieso muss da immer gleich eine Industrie drumherumgebaut werden? Zählt eine Sportart erst, wenn man damit Geld verdienen kann? Ich hätte gedacht, dass es eigentlich um den Spaß an der Bewegung geht, gerade bei Sportarten wie Beachvolleyball.
  3. #3

    Eine noch wirklich "echten" Sportart ...

    Meine Meinung dazu: Beachvolleyball ist für mich schon lange noch "echter" Sport geblieben. Nur wenige Spieler können sich von den Einnahmen ihren Lebensunterhalt bestreiten und der Kommerz hat bislang nur eine wichtige Nebenrolle gespielt, nämlich den Zuschauern kostenfreien Eintritt zu den Spielen zu ermöglichen.
    Wenn sich das jetzt ändern soll, werden sich auch die Fans zurückziehen, denn die Fan-Zielgruppe bei dieser Sportart ist sehr differenziert zu anderen, z.B. die des Fußballs.
    Eine noch extremere Kommerzialisierung wird hier m.E. eher etwas kaputt machen, denn im Gegensatz zu Fußball sind die Zuschauer in der Überzahl selbst Sportler und keine Couch Potatos ...
  4. #4

    M.E. ist es nicht eine Frage der Kommerzialisierung (oder wie Sie es nennen mögen), sondern -wie es aus dem Artikelbeitrag bereits hervorging- eine Frage der Anreizsetzung für die SpielerInnen. Wenn während der Tour von den Teams an jedem Wochenende tausende von Kilometeren abgefahren werden und der Lohn ein Handtuch bzw. ein T-Shirt ist, dann fehlt für die SpielerInnen der Anreiz, die anscheinend fehlende Professionalität an den Tag zu legen. Wenn wenigstens nicht nur die Top Teams über ihr Preisgeld die Aufwendungen decken könnten, sondern eine Großzahl der Teams in der Tour, dann würde sich evtl. auch die Einstellung des ein oder anderen ändern.
    By the way: Es ist schon erstaunlich, dass behauptet wird, dass die SpielerInnen auf der Tour "nur" HobbyspielerInnen seien. Da steckt mehrmals wöchentliches Training drin. Wer schon mal als Zuschauer auf der Tour dabei war, sollte das auch honorieren -gerade wenn die meisten TourspielerInnen noch einem Beruf nachgehen müssen! Dass Brink und Konsorten die Möglichkeit haben, mit dem Sport Geld zu verdienen, ist völlig in Orndung. Dass diese Spieler dann die anderen SpielerInnen indirekt für die Einstellung kritisieren ist kritisch, da wie oben erwähnt der Anreiz für jene fehlt.
  5. #5

    Zitat von regina_phalangie Beitrag anzeigen
    Beachvolleyball ist doch nichts weiter, als der verzweifelte Versuch [... blablabla]
    Au weia! Frustrierte Feministin? Oder weshalb führen Sie ihre Unwissenheit und Ignoranz so offensichtlich spazieren?

    Beachvolleyball ist eine ernstzunehmende Sportart, vom Hallenvolleyball übrigens ebenso unabhängig wie Feldhockey vom Eishockey. Es ist außerdem mehr als nur ein Zeitvertreib für Kurgäste und Sonnenanbeter. Schon die Tatsache, dass manche Beachvolleyballer zwischen Februar und Oktober im Training sind und sogar im Winter in den Sand gehen, wann immer die Temperaturen es erlauben, sollte als Beweis dafür dienen. Vom technischen Anspruch her ist ernsthaft betriebenes Beachvolleyball zudem so mancher anderen Sportart überlegen.
  6. #6

    Schade, aber wenn ich die Antwort 2+3 lese, muß ich leider feststellen, daß es nicht geschafft wurde, die Intensität des Spiels sowie die Hingabe der Sportler ernsthaft rüberzubringen. Kommentare wie "Stringtangas auf Sand" oder "ein netter Zeitvertreib am Strand" entbehren jeder Grundlage (in dicken Trainingsanzügen würden die Sportler auch recht merkwürdig aussehen...) und verweigern den Aktiven den sportlichen Respekt als auch den wichtigen, finanziellen Rahmen, mit dem so anerkannte Sportarten wie Fußball etc zum Teil etwas voreilig überhäuft werden.
    Natürlich muß es nicht immer der pure Kommerz sein, aber ohne soliden finanziellen Hintergrund kann keine Sportart überleben und junge Talente fördern. Diese werden sich dann entweder in die schon angesprochene Hobbyfraktion zurückziehen oder sich anderen, lukrativeren Sportarten zuwenden.
    Aber wahrscheinlich würde vielen auch etwas fehlen, wenn beimm Blick auf den Medaillenspiegel der Olympiade nicht in Bild-Manier über die nicht vorhandene Konkurrenzfähigkeit einiger Sportarten hergezogen werden darf...
  7. #7

    Zitat von regina_phalangie Beitrag anzeigen
    Beachvolleyball ist doch nichts weiter, als der verzweifelte Versuch, Stringtangas auf mit Sand aufgeschütteten Rathausplätzen salonfähig zu machen. Das pure Diktat des Machismo. Die Verantwortlichen des Beachvolleyballverbands sind sicher die ähnlich gestrickt wie Egidius Braun, der es sich nehmen läßt, vor dem Spiel jedes Mitglied der Frauennationalmannschaft zu betatschen.

    Theo Zwanziger ist doch jetzt DFB-Präsident, was macht der Braun denn da bei den Frauen? Naja, ich würde lieber die Beachvolleyballerinnen betatschen. :o)
  8. #8

    Zitat von regina_phalangie Beitrag anzeigen
    Beachvolleyball ist doch nichts weiter, als der verzweifelte Versuch, Stringtangas auf mit Sand aufgeschütteten Rathausplätzen salonfähig zu machen. Das pure Diktat des Machismo. Die Verantwortlichen des Beachvolleyballverbands sind sicher die ähnlich gestrickt wie Egidius Braun, der es sich nehmen läßt, vor dem Spiel jedes Mitglied der Frauennationalmannschaft zu betatschen.
    Bei nahezu jedem Turnier das ich kenne spielen wesentlich mehr Männerteams als Frauenteams. Deweiteren gibt es schon auf der zweithöchsten deutschen Turnierserie (A+) keine Höschenvorschriften. Sie können in Berlin auf den diversen Beachplätzen (vermutlich turkische) Mädchen mit Kopftuch spielen sehen. ( ok das finde ich dann etwas befremdlich) Also scheint da wohl doch mehr Spaß am Spiel dahinter zustehen.
  9. #9

    Zitat von Mahler Beitrag anzeigen
    Au weia! Frustrierte Feministin? Oder weshalb führen Sie ihre Unwissenheit und Ignoranz so offensichtlich spazieren?

    Beachvolleyball ist eine ernstzunehmende Sportart, vom Hallenvolleyball übrigens ebenso unabhängig wie Feldhockey vom Eishockey. Es ist außerdem mehr als nur ein Zeitvertreib für Kurgäste und Sonnenanbeter. Schon die Tatsache, dass manche Beachvolleyballer zwischen Februar und Oktober im Training sind und sogar im Winter in den Sand gehen, wann immer die Temperaturen es erlauben, sollte als Beweis dafür dienen. Vom technischen Anspruch her ist ernsthaft betriebenes Beachvolleyball zudem so mancher anderen Sportart überlegen.
    Zustimmung.
    Aber die Trennung ist nicht wirklich so groß, die überwiegende Mehrzahl der Spieler spielt auch in der Halle oder hat dort auch gespielt. Sind halt sehr eng verwandte Sportarten und zeitlich passt das im Großen und ganzen auch ( Winter HAlle, Sommer Beach) , nur als Beispiel. Das bei den deutschen Meisterschaften nach den international tätigen Teams bestplatzierte (4. Platz) war dieses Jahr ein Team von Spielern aus der 1. Hallenbundesliga. Ein Großteil der dahinter platzierten spielt ebenfalls in der 1. oder 2. Liga.
    Was auch der angeblichen Hobbythese widerspricht. Als Fazit Beachvolleyball oder auch Volleyball allgemein ist eine tolle Sportart zum Slbermachen oder Zuschauen. Und es ist bedauerlich das diese Sportart in Deutschland keinen so hohen Stellenwert hat und leider schlecht honoriert wird.