Uups! - et orbi: Habermas Papam

Beide waren in der Hitlerjugend, wurden von den 68er-Studenten traumatisiert und haben gleichen Haarsschnitt: Jürgen Habermas und Benedikt XVI. Jetzt kam der oberste Glaubenshüter der Frankfurter Theorie zu Besuch nach Rom und predigte über Religion.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,506197,00.html
  1. #1

    wird die Rolle des Islam bewusst unterschlagen?

    Zitat: "Der egalitäre Universalismus, aus dem die Ideen von Freiheit und solidarischem Zusammenleben entsprungen sind, ist unmittelbar ein Erbe der jüdischen Gerechtigkeit und der christlichen Liebesethik."

    Wird hier ganz bewusst die Rolle des Islam unterschlagen? Dieser hat mit seiner Rechtsstaatlichkeit mindestens im selben Maße zu unserem "egalitären Universalismus" beigetragen wie Juden- und Christentum - wobei hier noch zu prüfen wäre, ob dieser "egalitäre Universalismus" nicht vielleicht doch eine eher untergeordnete Rolle in unserer Zivilisation spielt, und ob dieser nicht vielleicht doch erst von den 68ern in den Vordergrund gerückt worden ist.
  2. #2

    nein, herr ratzinger

    Zitat: "Der egalitäre Universalismus, aus dem die Ideen von Freiheit und solidarischem Zusammenleben entsprungen sind, ist unmittelbar ein Erbe der jüdischen Gerechtigkeit und der christlichen Liebesethik."

    Nicht Erbe,sondern gegen den Widerstand des Klerus und der politischen Macht, meist in Personalunion, bitter erkämpfte Folge von Unfreiheit, Ausbeutung und Scheiterhaufen.
  3. #3

    Habermas Papam

    man merkt sofort, dass der Autor dieses Artikels voreingenommen berichtet. Dieser Bericht ist mir zu anklagend geschrieben.
    Was können die beiden dafür, dass sie in der Hitlerjugend waren.
  4. #4

    Wurzeln und Gegenwart

    Mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit, sind die Wurzeln des heutigen "egalitären Universalismus" nicht zu verleugnen. Und hierin gebe ich meinem Vorredner absolut Recht, der Weg des Kulturaustausches über das von Mauren besetzte Spanien, mit dem Islam darf auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.
    Dennoch ist es nicht vielmehr so, dass Ideen, Vorstellung tagtäglich neubedacht, überdacht werden, dass man somit die Wurzeln einer heute alltäglichen Idee beachten muss, ihr Sein aber nicht über die WEiterentwicklung im Strudel der Zeit stellen darf. Sicherlich hat christliche Liebesvorstellung und mit ihr der Umgang mit seinen Mitmenschen große Auswirkungen gehabt, doch ist die LEistung nicht zu verhehlen, dieses Verhalten, dieses Ideal gelöst zu haben, von den dogmatischen Auswüchsen einer katholischen Kirche, der Religion im Allgemeinen. Die Fortentwicklung dieser Lebensphilosophie im säkularen Raum prägt unser heutiges Dasein ebenso, wie die Wurzeln im religiösen Bereich, die eine solche Entwicklung erst ermöglichten, da durch sie überhaupt die Beschäftigung, das Infragestellen möglich wurde.
  5. #5

    Die versteckte Wut

    Mir scheint der Autor hat was gegen die beiden. Warum denn egalitär? Mit Häme erwähnt er, dass beide in der Hitlerjugend waren. Na und! - Viele bedeutende Männer der Bundesrepublik mußten das mitmachen. Helmut Schmidt war sogar Oberleutnant.
  6. #6

    Islamische Einflüsse?

    Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
    Wird hier ganz bewusst die Rolle des Islam unterschlagen? Dieser hat mit seiner Rechtsstaatlichkeit mindestens im selben Maße zu unserem "egalitären Universalismus" beigetragen wie Juden- und Christentum - wobei hier noch zu prüfen wäre, ob dieser "egalitäre Universalismus" nicht vielleicht doch eine eher untergeordnete Rolle in unserer Zivilisation spielt, und ob dieser nicht vielleicht doch erst von den 68ern in den Vordergrund gerückt worden ist.
    Es geht hier ja nicht um das Erbe der arabischen Wissenschaften, die im Mittelalter ins westliche Wissen eingeflossen sind, sondern um die Regeln des christlichen Zusammenlebens der Menschen, die die Entwicklung der westlichen Gesellschaften entscheidend geprägt haben. Da weiß ich nun wirklich nicht, welche große Rolle der Islam dabei gespielt haben soll.
  7. #7

    Im Licht der Vergangenheit

    Im Licht der Vergangenheit sieht alles viel gedämpfter aus.
    Kenner des Damaligen wissen, daß die Gräben tiefer waren.
  8. #8

    schoen zu lesen

    vielleicht mehr solcher Artikel, auch wenn es immer etwas zu meckern gibt.
    Mir persoenlich haette die Erwaehnung des Islams auch gefallen, denn auch dort gab und gibt es eine Ethik, Schon vergessen dass der Islam ausdruecklich einen Unterschied macht, zwischen Unglaeubigen(kafir) und Anhaengern anderer Religionen. In seiner Bluete war es sogar Verteidiger verfolgter Religionsgruppen... aber wie gesagt dass ist eine rein persoenliche Meinung wie man interreligoese Verbruederrung im positiven Sinne auch betreiben koennte....
    einfach mal das Positive rausstreichen und Kritik schoen ins Schwarze und ein bisschen satirisch wegen des Jugenschutzes fuer Ministranten und anderer Kinder dieser Erde!
  9. #9

    Ist doch immer so

    Zitat von sukowsky Beitrag anzeigen
    man merkt sofort, dass der Autor dieses Artikels voreingenommen berichtet. Dieser Bericht ist mir zu anklagend geschrieben.
    Was können die beiden dafür, dass sie in der Hitlerjugend waren.
    Es verkauft sich gut und da es keine Nacktphotos von beiden gibt, muß das eben überall mit rein... Bildmentalität auf anderem (nicht höherem) Nivea