Golf für Anfänger: Die Mieter schlagen zurück

Wohnen in den Emiraten war lange Zeit unbezahlbar - jetzt ist der Markt gekippt. Vor allem für Gut- und Bestverdiener werden Apartments und Häuser immer billiger. Die Immobilienbranche gibt offen zu: Man habe wohl an der Nachfrage vorbei spekuliert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,717280,00.html
  1. #1

    ich dachte der Titel sei optional?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Immobilienbranche gibt offen zu: Man habe wohl an der Nachfrage vorbei spekuliert.
    Dieser Hype war mir von Anfang an suspekt.

    Es gibt zwar mehr als genug Superreiche, aber wollen die wirklich alle bei den Arabaren hausen?

    Mal ganz abgesehen von der Hitze, den fehlenden kulturellen Angeboten und den archaischen Gesetzen die es dort gibt.
  2. #2

    Dubai oder Abu Dhabi?

    Im Artikel ist von Abu Dhabi die Rede, auf den dazugehörigen Bildern wird aber nur Dubai gezeigt. Um welche Stadt geht es denn nun? Um beide? Um die Emirate allgemein?
  3. #3

    Hatten wir das hier nicht schon einmal, dass der Korrespondent die Emirate ...

    ...verwechselt bzw. über einen Kamm schert ?
  4. #4

    Hat der Autor vielleicht Cayenne und Kajal verwechselt?

    Ich kenn mich ja nicht aus mit diesem Frauengedöns, aber irgendwie kommt mir das komisch vor.

    Czys
  5. #5

    Wüste

    Das war eine Blase mit Ansage. Jeder wusste, dass das die Party schnell vorbei sein wird.

    Es gibt zwar immer mehr Millionäre, aber wer möchte denn schon sein Geld in der Wüste investieren? Ein paar gierige sicher mal wieder, die sich von der schönen Glitzerfassade und den märchenhaften Versprechungen aus 1001er Nacht haben locken lassen.

    Durch die Hintertür sicher auch viele Kleinanleger über Fonds bei denen sie nie wissen was drin ist.

    Aber dort wohnen? Vielleicht fährt der Eine oder Andere ja mal eine Woche im Urlaub hin, um sich das anzusehen, aber sowas wird ja auch schnell langweilig. Warum sollte man dort Ski-fahren oder andere Vergnügungen betreiben wollen?

    Die Wüste wird sich das alles schnell zurückholen. Das Geld verdorrt in der Sonne. Außer Spesen nix gewesen. Selber Schuld.
  6. #6

    Was ist Nachfrage

    Man konnte natürlich vorher wissen, dass dies passieren wird und auch nicht erst in weiter Zukunft. Was Menschen dann trotzdem bewegt hat, dort eine dünnwandige Villa auf einem Palmenarm zu utopischen Preisen zu kaufen, kann man im einzelnen wohl nicht mehr eruieren.
    Die Geschichte könnte uns aber dahin bringen, ein paar Dinge zu klären, zum Beispiel den Begriff Nachfrage.

    Man habe wohl "an der Nachfrage" vorbei spekuliert. Volkswirtschaftlich gesehen repräsentiert das Geld (und nur das Geld) die Nachfrage. Da die Notenbanken aller Länder eifrig die Druckerpressen bemüht haben und noch bemühen, könnten die Preise ruhig noch mal um das Dreifache steigen - auch für die Hundehütten am arabischen Golf.

    Wovon die meisten sprechen, wenn sie von "Nachfrage" reden, ist der volkswirtschaftliche Begriff "Bedarf", der aber völlig wurscht ist, wenn kein Geld im Spiel ist. Ein Verhungernder hat offensichtlich sehr viel Bedarf, doch wenn er kein Geld in der Tasche hat, kann er keine Nachfrage halten und das war's.

    Wenn es uns gelingt, die Nachfrage (Geldmenge)mit dem Angebot (Waren, Güter, Rohstoffe) in Übereinstimmung zu halten, dann haben wir ein stabiles Preisniveau, mit dem solche blasen erst gar nicht mehr nötig sind. Solange wir immer nur an der Angebotsseite herum schrauben werden wir Menschen Trauer haben. Dem Geld wäre es egal, ob es in seiner Menge ausgedehnt oder gekürzt wird. Da kommt bloß kein Notenbanker drauf...


    www.freiheitswerk.de
  7. #7

    ...

    Wer will schon in der Wüste leben?
    Bestimmt nicht die Leute, die es sich leisten können, an den WIRKLICH lebenswerten Orten der Welt zu leben: New York, Paris, Rom, London, Berlin, Rio, Hongkong, San Franziska, Südsee, Sidney, Kapstadt
    Diese Immobilien sind ausschließlich Spekulationsobjekte, so wie Holländische Tulpenzwiebeln.
    Die Spekulatenkarawane zieht weiter.
    Ich freue mich schon drauf, wenn diese billig hochgezogenen Bauten mangels Investition beginnen zu zerfallen.
    Ich muss mich mal bei den Typen melden, die mir vor einigen Jahren noch erzählen wollten, dass die Zukunft am Golf liegt. Mal schauen, ob die nicht schon aus den Fenstern gesprungen sind.
  8. #8

    Na?

    Und, wo ist die gleichgeschaltete Golf-Werbefraktion jetzt?

    Immernoch in den Sultanaten Turbane putzen? Aber Hauptsache hier vor 2 Jahren großspurig rumgrölen wie Scheisse Deutschland doch sei, und was man sich erlauben würde das Wirtschaftswunder Dubai, Abu Dhabi, etc auf Ökonomität abzuklopfen und zu kritisieren.

    Es gilt nach wie vor, keine rational denkende Sau würde sich freiwillig ein Haus in die Wüste setzen. Sobald das Öl da weg ist, wird es keinen wirtschaftlichen Unterschied mehr geben zwischen der Golf-Region (und zwar ALLEN Emiraten da unten) und ihrem geopolitischen Nachbarn Somalia. Sharia sei dank Minus den Bürgerkrieg vielleicht, mal schaun. Vielleicht bleiben ja ein paar indische/asiatische Touristen hängen.

    Wer zuletzt lacht, lacht am genüsslichsten. :D
  9. #9

    Von Anfang an eine Farce !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wohnen in den Emiraten war lange Zeit unbezahlbar - jetzt ist der Markt gekippt. Vor allem für Gut- und Bestverdiener werden Apartments und Häuser immer billiger. Die Immobilienbranche gibt offen zu: Man habe wohl an der Nachfrage vorbei spekuliert.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,717280,00.html
    Kein normaler westlicher Mensch lebt freiwillig in einem arabischen Land, so er dort denn nicht arbeitet. Die Repression ist dort genauso spürbar wie weiland hinter dem "Eisernen Vorhang". Man atmet tief durch wenn der Flieger anrollt, das Fahrwerk einzieht und abhebt. Wer dort in diesen Kunstgebilden bei 45 C sein Leben fristen sollte war immer schleierhaft. Interessant aber zu erfahren, dass das steuerfinanzierte Goetheinstitut mit zahlreichen Mitarbeitern sich in diesen hochpreisigen Gefilden tummelt.