Bafög gebremst, Stipendien beschlossen - ist das gerechte Studienfinanzierung?

Die Bundesregierung hat ihr nationales Elite-Stipendienprogramm durch den Bundesrat gepeitscht. Kanzlerin Merkel erkaufte sich den bildungspolitischen Erfolg mit Finanzzusagen an die Länder. Verlierer sind die Bafög-Empfänger - die Erhöhung ihrer Hilfen wurde gestoppt. Ist das gerechte Studienfinanzierung?
  1. #520

    Zitat von maikalex Beitrag anzeigen
    Was wäre denn eine gerechte Studienfinanzierung? Man geht nach Leistung (also mehr Elitestipendien), oder nach Armut der Eltern (also mehr Bafög), oder man bezahlt jedem Studenten ein Studiengehalt wie in Dänemark (aber dann haben wir wieder die ewigen Studenten). Es ist nicht ganz einfach.
    Auch ein Studiengehalt wie in Dänemark könnte man doch ohne weiteres zeitlich befristen.
  2. #521

    re:

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Solange Studieren in D nicht Tausende von Euro im Jahr kostet, haben wir freien Zugang zu Bildung.
    Und genau das ist der Punkt.
    Wie der einzelne den persönlichen Lebensunterhalt bestreitet, ist sein Problem.War es während der Schulzeit ja auch.
    Und Bafög für Einkommensschwache oder günstige Studienkredite helfen bei der Lösung dieses Problems.
    Eine Diplom- oder Magisterarbeit kann/konnte leicht Kosten in Höhe von 700 Euro zwecks Material verursachen. Bei den meisten die ich kenne standen aber Materialkosten in Höhe von 2000 Euro im Raum. Eine deutsche Uni hat viele versteckte Kosten. Ob eine Bachelorarbeit soviel billiger ist?
  3. #522

    Zitat von Brakelmann Beitrag anzeigen
    Frau Merkel scheint ja wieder in Form zu kommen. Eine richtungsweisende Entscheidung. Anstatt das Geld mit der Gießkanne zu verteilen ohne zu fragen, was dabei herauskommt, wird gezielt gefördert. Wer etwas leistet, soll auch profitieren.
    Dem stimme ich zu. Es ist jedoch so, dass diejenigen, die weniger Geld zur Verfügung haben sich meistens mehr anstrengen und mehr leisten, um in den Genuss eines Stipendiums zu kommen. Die Kinder reicher Eltern benötigen kein Stipendium und bekommen trotzdem eines.
  4. #523

    Ich fande dies war eine absolute Frechheit!

    Und kann mir wirklich nicht erkären wie so etwas zu stande gekommen ist! Auch die letze Bafög Erhöhung um 5€ ist absolut lächerlich :-(

    Ich meine im Bafög ist ein Wohngeld von max 225€ festgeschrieben und ich kenne niemanden oder besser gesagt keinen Studenten der dafür ein Zimmer geschweige denn eine Wohnung in den Metropolen Hamburg, München, Frankfurt und Co bekommt...

    Denn die Studenten ziehen ja meistens von Zuhause aus oder in eine andere Stadt und sind damit mit den Mietpreisen des 21. Jahrhundert konfrontiert während das bafögwohngeld 30 Jahre alt ist...

    Und die meisten Studenten haben einfach noch keine solche Netzwerke, dass sie erfahren, wo gerade ein Superwohnungsschnäppchen frei wird und so bezahlen sie meistens monatlich locker bis zu 100€ mehr alleine für die Miete...

    Und die Stipendien sind doch in der Allgemeinheit ein absoluter Flop gewesen, sie haben doch auch gerade mal 3 % der ursprünglich vorgegbenen Ziele erreicht...