Golf für Anfänger: Zum Fitness-Check bei den Gesundheitsdespoten

Wer als Ausländer in Abu Dhabi arbeiten will, muss frei von gesundheitlichem Makel sein. "Fit to serve" heißt die Formel zum Glück - bei schweren Krankheiten drohen dagegen sofortige Festnahme und Ausweisung. Bei den strengen Gesundheits-Checks herrscht angespannte Nervosität.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...702546,00.html
  1. #1

    abenteuerlich

    ..nach nicht bestandenem Screening selbstverständlich.
    Eine gewagte These, ums vorsichtig zu sagen, einen
    nicht mal 900Tausend Einwohner-, fast ein -Stadtstaat mit Emir und erst seit 70 Jahren am modernisieren, gegen ein Europäisches Millionenvolk zu vergleichen, deutschen Kleinstaaten, wie am Schluss des Artikels.

    Da wäre ein ,,Master oder Bachelor,, für den Autor per Dekret zu empfehlen.

    Frankreich kann sich im übrigen wohl noch selbst um die eigenen Satelliten kümmern, oder?
    Auch sonst eine typisch überheblich europäische Sicht,a ber wenn man nichts mehr hat als anderen Ländern unkultiviert sein vorzuwerfen, sollte man vielleicht besser mal nichts schreiben als Autor oder besser: selbst recherchieren.
  2. #2

    das gibt es hier auch

    das gibt es hier auch... seien wir ehrlich, wer sein Kranksein in DE irgendwie nicht verbergen kann, bekommt auch keinen Job.

    Am Golf sind Sie zumindest auf eine bestimmte Art und Weise ehrlich und man weiß es von vornherein, dass es so ist.

    Versuchen Sie sich mal z.B. als Schieler in DE irgendwo zu bewerben. Wetten, dass mehr Absagen kommen, im Vergleich zu "makellosen" Mitbewerbern mit den gleichen Qualifikationen?

    Es ist nur ein Märchen, dass jeder die gleiche Chance bekommt.
  3. #3

    also

    das finde ich mal sehr vernünftig. Sollten wir hier in Deutschland auch mal einführen. Da hätten wir wohl einige Sorgen weniger und die Menschen würden mit Sicherheit mehr auf sich und ihre Gesundheit achten!
  4. #4

    .....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer als Ausländer in Abu Dhabi arbeiten will, muss frei von gesundheitlichem Makel sein. "Fit to serve" heißt die Formel zum Glück - bei schweren Krankheiten drohen dagegen sofortige Festnahme und Ausweisung. Bei den strengen Gesundheits-Checks herrscht angespannte Nervosität.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...702546,00.html
    Es gibt wahrlich schlimmeres aus den arabischen Ländern zu berichten, als die strengen Gesundheitschecks.
  5. #5

    Neue deutsche Weinerlichkeit

    Was soll der empörte, weinerliche und selbstgerechte Ton.

    Die Welt ist hart und ungerecht. Gut, das wissen wir ja schon. Dass Abu Dhabi Glück hat weil es zufällig auf einem Ölschatz sitzt. So ist das eben. Die haben ja sonst nur Sand und Steine.

    Das Abu Dhabi (und auch Singapur) nur gesunde Fremdarbeiter bei sich arbeiten lässt ist verständlich. Warum sollte ein so kleines Land die Gesundheitsprobleme von Indien und den Leichtsinn verwöhnter Westler lösen. Niemand wird gezwungen dort zu arbeiten.

    Europäische laissez faire Kultur anderen Ländern aufzwingen zu wollen überbietet die Arroganz früherer Kolonialherren.
  6. #6

    venöse Krankheiten?

    Es gibt keine venösen Krankheiten (der Venen) :-). Das heißt !venerische! Krankheiten und bedeutet Geschlechtskrankheiten. VD: veneral diseases auf Englisch.
  7. #7

    Ein Glück, nicht dort sein zu müssen.

    Die Freiheit, auch die Freiheit, nicht zu einer Untersuchung gewzungen zu werden, ist ein Kulturgut, dass es zu schätzen und zu lieben gilt.
    Das Mitgefühl mit Kranken, Infizierten ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Denkens, Fühlens, Handelns.
    Ich bin kein gläubiger Christ; den Kommentatoren oben, die für eine rigorose und offensichtlich lieblose, mit existenszgefährdendem Charakter ausgestattete, rein diagnostische Medizin eintreten, möchte ich als Lesegut die Bergpredigt nahelegen und als Praktikum ein Jahr im Hospiz oder im Krankenhaus auf einer Infektionsstation.

    Mögen alle Wesen glücklich sein und gelassen leben.
  8. #8

    Habe die Prozedur selbst durchgemacht

    in Dubai, dort ist es das gleiche Spiel. Und fuer Singapore einige Jahre vorher, auch wenn das weniger auf eine Massenabfertigung hinauslief (jedenfalls fuer westliche Expats).

    Die Zwangsuntersuchung ist eine der vielen kleinen und nicht ganz so kleinen Einschraenkungen der persoenlichen Freiheit die hier quasi als das Kleingedruckte im Vertrag inklusive sind und die ein Tourist oder Geschaeftsreisender in der Regel nicht mitbekommt, ausser wenn beim Internet surfen im Hotel einige Seiten nicht auftauchen.

    Einfach gesagt, wer im Golf arbeitet laesst sich dafuer bezahlen dass er dies ueber sich ergehen laesst. Jeder muss dann fuer sich ausmachen was er tolerieren kann und was nicht. Seien Sie versichert dass die Schmerzgrenze bei vielen Menschen die aus sehr armen Verhaeltnissen ihren Weg in die Emirate finden diesbezueglich sehr hoch ist.
  9. #9

    Sklavenmarkt

    So wie noch vor zwei-drei Generationen, als die Scheichs und ihre Handvoll Beduinen noch von Piraterie und Sklavenhandel lebten. Heute kommen die Menschen aus der ganzen Welt, um sich selbst zum Kauf anzubieten.
    Wobei die Millionen von Wanderarbeitern am Bau natürlich am schlechtesten dran sind, oft bekommen sie noch nichtmal die spärlichen Löhne, die ihnen zustehen, weil sich Subsubsubunternehmer und Behörden fröhlich bedienen...

    Wie rigoros und rückständig diese Regime hinter ihren glänzenden Wolkenkratzerfassaden sind, kann gar nicht oft genug erwähnt werden, insbesondere wenn es wie hier von einem Insider kommt.

    In einer Welt der Gier und des schamlosen Reichtums sind die Golfstaaten gewissermaßen das Ölauge auf der Wassersuppe...