Joachim Gauck – der bessere Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten?

Er selbst rechnet sich kaum Chancen auf das Amt des Bundespräsidenten aus. Doch zumindest soll Oppositionskandidat Gauck dem Favoriten Wulff bei der Wahl einige Stimmen abjagen. Die FDP äußerte Sympathien für den früheren Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Wäre Gauck der eigentlich bessere Kandidat für das Amt?
  1. #1

    ... oder lässt sich Wulff in das Bundespräsidialamt schmeißen aus MP-Verdruss?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er selbst rechnet sich kaum Chancen auf das Amt des Bundespräsidenten aus. Doch zumindest soll Oppositionskandidat Gauck dem Favoriten Wulff bei der Wahl einige Stimmen abjagen. Die FDP äußerte Sympathien für den früheren Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Wäre Gauck der eigentlich bessere Kandidat für das Amt?
    Wulff ist ein Beweis dafür, dass das Amt des Bundespräsidenten ein geringes Ansehen bei den Politikern hat.
  2. #2

    Leider entscheidet nicht das Volk, sondern die von rechts geführte Bundesversammlung

    ... die Wahl ist eine Farce. Gegenkandidaten werden öffentlich verheizt. Die Linke spielt wieder einmal mehr Wahlhelfer der Konservativen und Marktradikalen.
  3. #3

    Zitat von Der demographische Viktor Beitrag anzeigen
    Wulff ist ein Beweis dafür, dass das Amt des Bundespräsidenten ein geringes Ansehen bei den Politikern hat.
    Nichts kann das Amt des Bundespräsidenten so sehr beschädigen wie das undemokratische Besetzungsverfahren. Wer das Schloss Bellevue zu einem Verschiebebahnhof für abgehalfterte Parteiapparatschiks macht, beleidigt überdies das Volk. Das wird diesmal nicht ohne Folgen bleiben. Merkel überspannt den Bogen.
  4. #4

    Farce

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er selbst rechnet sich kaum Chancen auf das Amt des Bundespräsidenten aus. Doch zumindest soll Oppositionskandidat Gauck dem Favoriten Wulff bei der Wahl einige Stimmen abjagen. Die FDP äußerte Sympathien für den früheren Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Wäre Gauck der eigentlich bessere Kandidat für das Amt?
    Leider nimmt das Amt des Bundespräsidenten weiter einen immensen Schaden.
    Genau wie bei der Wahl von Horst (wer??) Köhler in 2005
    wird das Amt wieder parteipolitischen Interessen untergeordnet.
    Ein verräterischer Satz ist hierzu von Herrn Westerwelle gefallen:

    "Herr Wullf verkörpert die geistige Achse der Regierungskoalition".
    Dafür steht also der Herr Wulff.

    Eine Verfassungsreform ist längst überfällig.
    Der Präsident müsste sich einer direkten Personenwahl
    stellen und vom Volk gewählt werden. Das ist gelebte Demokratie und eine richtige Legitimation des höchsten Amtes im Staate.
    In vielen Ländern geschieht das so. Leider scheint man den
    Deutschen, auch nach 65 Jahren nach dem Ende des II. WK,
    solche Entscheidungen nicht "zuzutrauen" oder haben wir nach der Weimarer Republik und dem III. Reich immer noch ein "Demokratiedefizit" in der Bevölkerung, welches solch ein entmündigendes Gebaren legitimiert?
    Ich vermute es ist eher die Angst der Parteien, sich nicht mehr Pöstchen nach Gutsherrenart zuschieben zu können.
    Traurig für Deutschland.
    Das ist die Saat für Politikverdrossenheit.

    Final zur ursprünglichen Frage:

    Herr Gauck ist zweifellos der geeignetere Kandidat.
    Es bleibt zu hoffen, dass einige Abgeordnete aus dem bürgerlichen Lager das anerkennen und in diesem Sinne ihre Stimme Herrn Gauck geben werden.
    Es wäre eine gute Entscheidung für Deutschland und würde beweisen, dass letztendlich die Qualifikation und nicht das Parteibuch das entscheidene Kriterium für dieses Amt ist.

    Gruß

    Gman
  5. #5

    Folgen der Ausgrenzung

    Zitat von Der demographische Viktor Beitrag anzeigen
    ... die Wahl ist eine Farce. Gegenkandidaten werden öffentlich verheizt. Die Linke spielt wieder einmal mehr Wahlhelfer der Konservativen und Marktradikalen.
    Offenbar hätten Sie aber nichts dagegen, wenn die Linke Wahlhelfer für SPD/Grüne spielen würde. Doch warum sollte sie das tun? Niemand hat die Linke allein in den letzten 12 Monaten (Stichworte: Koalitionsverhandlungen) so vorgeführt, ausgegrenzt und zu demütigen versucht wie die ehrenwerten Spezialdemokraten. Und jetzt auf einmal wundern sich diese Leute über die ganz normalen Folgen ihrer Ausgrenzungsstrategie? Denen ist wirklich nicht zu helfen...
  6. #6

    Wulff ist Kuratoriumsmitglied in einem fundamentalistischen Evangelikalen-Verein, siehe:

    http://giordanobrunostiftung.wordpre...ikalen-verein/
  7. #7

    Zitat von Brand-Redner Beitrag anzeigen
    Offenbar hätten Sie aber nichts dagegen, wenn die Linke Wahlhelfer für SPD/Grüne spielen würde. Doch warum sollte sie das tun? Niemand hat die Linke allein in den letzten 12 Monaten (Stichworte: Koalitionsverhandlungen) so vorgeführt, ausgegrenzt und zu demütigen versucht wie die ehrenwerten Spezialdemokraten. Und jetzt auf einmal wundern sich diese Leute über die ganz normalen Folgen ihrer Ausgrenzungsstrategie? Denen ist wirklich nicht zu helfen...
    Ja braucht man sich zu wundern, wenn die LINKE Parteiprogramme auf Landes- und Bundesebene verabschieden die fern jeder normalen Denke liegen?

    So lange die sich nicht der Realität stellen, wie z.B. damals die Grünen 2-3 Jahre nach der Gründung, wären sie auch nur untergegangen.
  8. #8

    Zitat von Der demographische Viktor Beitrag anzeigen
    Wulff ist ein Beweis dafür, dass das Amt des Bundespräsidenten ein geringes Ansehen bei den Politikern hat.
    Bleiben wir doch mal auf dem Teppich. Wulff ist langjähriger Ministerpräsident des zweitgrößten Bundeslandes, stellvertretender CDU Vorsitzender, Vorsitzender der Konrad Adenauer Stiftung und spätestens nach dem Abgang von Roland Koch in der CDU auf Länderebene die wichtigste Persönlichkeit. Das ist kein Nobody sondern durchaus ein politisches Schwergewicht, im Auftreten sicher leiser als Roland Koch, aber das muss für das Amt des Bundespräsidenten kein Nachteil sein. Sein landesväterlicher Anspruch in Niedersachsen ist auch kein Widerspruch zum Bundespräsidentenamt. Und in Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger David McAllister (dessen Aufstieg wird der Union mittelfristig Punkte einbringen) hat er in Niedersachsen eine eher liberalkonservative Politk verfochten, auch kein Widerspruch für das künftige Amt. Wie gesagt, nicht mein Kandidat, aber man kann es in beide Richtungen mit den herabwürdigenden Bemerkungen auch übertreiben.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er selbst rechnet sich kaum Chancen auf das Amt des Bundespräsidenten aus. Doch zumindest soll Oppositionskandidat Gauck dem Favoriten Wulff bei der Wahl einige Stimmen abjagen. Die FDP äußerte Sympathien für den früheren Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Wäre Gauck der eigentlich bessere Kandidat für das Amt?
    Wenn ich einen neutralen Kandidaten haben möchte, der parteiübergreifend akzeptiert wird, dann JA-

    wenn ich einen parteihörigen BP haben möchte, dann NEIN