Sportwissenschaften: Big Bang in der Blutbahn

Für die Medizin ist es ein ungelöstes Rätsel: Warum leben sportliche Menschen länger, sind gesünder und haben seltener Depressionen? Ein Forscherteam hat jetzt eine mögliche Antwort im Blut gefunden - sie könnte die Trainingsmethoden von Sportlern revolutionieren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...697067,00.html
  1. #30

    nicht zu vergessen: Der PC

    Zitat von Rüdiger_Kalupner Beitrag anzeigen
    Das Alltags-Radfahren ist der evolutionsgeniale Hebel um die Bürogefangenen aus der privaten Biografiekatastrophe und der gesellschaftlichen Trendkatastrophe herauszuhalten.
    Na, das klingt jetzt aber sehr pathetisch! Schuld am Bewegungsmangel ist nicht zuletzt auch die Einführung des PCs in unseren Bürostuben: Viele Angestellte sind heute 8 Stunden lang regelrecht an dieses Gerät "gefesselt", weil alles, was früher mit Bewegung verbunden war, heute am Bilschirm erledigt wird - sei es der Gang zum Kopierer oder ins Büro nebenan, der Griff zu Lineal, Leimtopf, Schere oder zum Ordner im Regal. Das ist zwar, verglichen mit Sport, nicht viel an fehlender Bewegung, aber es "läppert" sich und führt auf Dauer zu Rückenschmerzen und "Maus-Arm", Arm-Schulter-Syndrom und Bandscheibenschaden.

    Hier wäre es die Aufgabe der Berufsgenossenschaften, entsprechende Korrekturmaßnahmen zu empfehlen oder anzuordnen. Die ersten, die mit der regelmäßigen Büroarbeit am PC begonnen haben, feiern zurzeit ihr 20-jähriges "Jubiläum", und es ist nur eine Frage der Zeit, bis unser Gesundheitssystem mit den daraus resultierenden Problemen überschwemmt werden wird.
  2. #31

    hmmmpf

    Zitat von pulegon Beitrag anzeigen
    Andererseits sollten es irgendwelche größeren Proteine sein, dann ist die Suche danach mit MS ja schon etwas gewagt.
    Aber okay, die werden die Methode schon anzuwenden wissen.

    Wär ja n Spaß, wenn man die Metabolomics dann auch mal bei Fütterungsexperimenten anwenden würde... Bt-Mais etc.
    Dann könnte man wenigstens mal quantitative Aussagen machen, wieviel denn nun wirklich den Verdauungstrakt übersteht und wo dann so statistische 'Häufungen' wirklich drauf zurückzuführen sind.

    Die jetzige Methode ist nämlich ziemlich naja:
    "Ich hab jetzt ne Pickel und hab vorher zwei Wochen Rührei gegessen."
    Nun, genaugenommen ist Massenspektrometrie gerade in der Proteinanalyse das Mittel der Wahl. Außerdem ist die Proteom-Forschung ein klein wenig älter als die Metabolom-Forschung. Dass es erstere überhaupt gibt, ist vor allem den rasanten Entwicklungen in der Massenspektrometrie der letzten 10-20 Jahre zu verdanken.
    Die Massenspektrometriker versuchen diese Methode überall hineinzubekommen, was ihnen im Moment auch echt gut gelingt, zu Recht.
    Und zu ihrem Spass (Bt-Mais) bleibt zu sagen, dass es garantiert schon Menschen gibt, die sich mit genau dieser Frage beschäftigen.
  3. #32

    so weit-so unklar...

    Zitat von Barhäuptling Beitrag anzeigen
    Der Mensch hat die Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen. Z.B: Ist es klar, daß jemand, der nie Sport macht, sich mit Junkfood ernährt, zuviel arbeitet, nicht ausreichend schläft, zuviel onaniert und viele Zigaretten raucht, nicht erwarten kann, gesund und munter durchs Leben zu kommen.
    Jemand der bewußt Sport macht um gesund zu bleiben, ist ja auch oft daran interessiert, sich vollwertig, möglichst natürlich zu ernähren. Es fängt mit der denaturierten, modernen "Fehl"Ernährung an, geht über mangelnde körperliche (und auch geistige) Bewegung weiter, bis hin zu unserer auf Wettbewerb und Profitstreben basierenden Gesellschaft mit ihren künstlich erschaffenen Werten abseits spiritueller Wachheit, was enorm stressen kann.
    Es ist wahr, es kostet hin und wieder Überwindung, doch nach einer absolvierten Trainingseinheit (Laufen, Radfahren, Gewichte stemmen) und dem genüßlichen Duschen danach, fühle ich mich oft hervorragend. Es hilft mir auch konkret, den bisweilen aggressiv gestimmten Verstand zu entspannen.
    Ich treibe allerdings keinen Leistungssport und kenne meine Grenzen.
    ...Wenn jemand z.b. niemals sport treibt und ausserdem zuviel arbeitet, dafür aber auch n i e Junkfood futtert, der ausserdem chronisch zuviel onaniert - dafür aber auch völliger Nichtraucher ist-oder auch umgekehrt, denn rauchen und onanieren lässt sich so schlecht miteinander verbinden- wie ist das denn bei dem- mittelt sich das vielleicht irgendwie wieder aus ???
    Um Antwort wird gebeten -davon hängt mein Seelenfrieden ab
  4. #33

    Schräge Schlussfolgerungen

    Der Artikel zeigt sehr interessant, die Vielzahl möglicher und "unmöglicher" Schlussfolgerungen.

    "Die Konzentration von Glyzerin etwa, das beim Abbau von Fett entsteht, stieg im Blut trainierter Menschen doppelt so stark an. Die Gründe sind allerdings rätselhaft. Ist der Effekt erblich bedingt? Gibt es also Menschen, die von Haus aus besser Fett verbrennen, oder haben sie diese Eigenschaft erst durch hartes Training erworben?"

    Es gibt darauf eine einfache Antwort die sich z.B. aus den Forschungen des Paläo-Antropologen Staffan Lindeberg erklärt. Wir sind genetisch eigentlich nicht für eine kohlehydratreiche Kost (die unseren Fettstoffwechsel unterdrückt) konzipiert. Wenn wir die Kohlehydrataufnahme auf unter 100 gr. pro Tag senken, zwingen wir unseren Körper auf Fette zurückzugreifen. Jemand der das dauerhaft tut "trainiert" sozusagen seinen Fettstoffwechsel ohne dabei einen Finger krumm machen zu müssen.
    Mit anderen Worten: Es ist erblich bedingt, weil in unser aller Genen so angelegt. Und ja es gibt Menschen die von Haus aus besser Fett verbrennen und ein Nahrungsergänzungsmittel braucht es dazu auch nicht. Sondern es genügt die Aufnahme von Zucker und anderen konzentrierten Kohlehydraten wie Getreide, Kartofeln, Nudeln usw. soweit zu reduzieren das Fettstoffwechsel wieder anspringt.

    Und noch ein großes Geheimnis: Sport schadet dabei nicht, und man muss dazu auch nicht zum Marathon- oder Ironman mutieren.
  5. #34

    Warum Sport

    Zitat
    [QUOTE=Kanzla87;5584070]Hier stellt sich die Frage, wie viel Sport wirklich gut tut...
    QUOTE


    Nachdem ich saemtliche Forenbeitraege gelesen habe, werde ich jetzt meine beiden Hunde nehmen und unseren taeglichen Spaziergang ( mindestens eine Stunde) machen.

    Dabei werde ich gruendlich darueber nachdenken ob ich eventuell Sport treiben soll.

    only me
  6. #35

    Bewegung ist immer gut

    Ich hatte so meine Sportphase, beginnend mit der Pubertät und muß im Nachhinein sagen: Nicht alles macht Sinn. Meine Erfahrungen wie folgt:

    Fußball: zu zeitintensiv
    Schwimmen: da wir keine Fische sind, völlig überflüssig
    Tauchen mit Druckluft: noch überflüssiger
    Kickboxen: zeitaufwendig
    Training im Fitnessstudio: der totale Schrott!
    Joggen: 2x 15 Min. ist OK, alles darüber körperzerstörend (dabei weiß ich ganz gut wie sich 2-Stunden-Läufe anfühlen)
    Bergwandern light (ab 1200m): seit langem mein Favorit, einmal im Sommer reicht, die Fitness hält ein Jahr lang :)

    Schwimmen in Naturgewässern bzw. an der frischen Luft würde ich vielleicht auch noch als sinnvoll einstufen...
  7. #36

    Der Frieden der Seele und der Terror des Verstandes

    Zitat von seppiverseckelt Beitrag anzeigen
    ...Wenn jemand z.b. niemals sport treibt und ausserdem zuviel arbeitet, dafür aber auch n i e Junkfood futtert, der ausserdem chronisch zuviel onaniert - dafür aber auch völliger Nichtraucher ist-oder auch umgekehrt, denn rauchen und onanieren lässt sich so schlecht miteinander verbinden- wie ist das denn bei dem- mittelt sich das vielleicht irgendwie wieder aus ???
    Um Antwort wird gebeten -davon hängt mein Seelenfrieden ab
    Jeder weiß doch selbst am besten, ob er sich wohl fühlt oder nicht und ob es einen Zusammenhang mit gewissen Faktoren gibt. Also, diejenigen, die beispielsweise aufgehört haben zu rauchen, stellen allgemein fest, daß sie sich besser fühlen. Ich habe das Beispiel ein wenig übertrieben dargestellt. Ein wenig Bewußtsein reicht in aller Regel, um selbst zu sehen, ob man sich "negativ" verändert.
    Davon abgesehen, ist jeder frei, gemäß der eigenen Vorstellungen zu leben.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die ständig jammern, keine Energie zu haben. Was bei ihrem Lebenswandel echt kein Wunder ist. Ständig seine Energie zu verschleudern, statt mal zu versuchen, sie anzusammeln, kann natürlich keine Strategie sein, um irgendwas auf die "Reihe zu kriegen".
    Ein Experiment, daß ich meinen Bekannten empfohlen habe:
    Lebe mal wenigstens zwei Wochen sexuell enthaltsam, ernähre dich vernünftig, rauche die Hälfte und dann sag mir, ob du nicht mehr Lebensenergie spürst.