Autotour in Mexiko: Auf den Spuren der Carrera Panamericana

Autofahren in Mexiko ist noch immer ein Abenteuer, auch dann, wenn man es nicht so eilig hat wie die Rennfahrer bei der legendären Carrera Panamericana. Ein sehenswertes Teilstück der Route führt von Puebla nach Oaxaca und ist bequem an einem Tag zu schaffen.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...687596,00.html
  1. #1

    Ganz so ist es nicht...

    Schöner Artikel, aber nicht ganz fair für eventuelle Touristen: Seit Jahren sind in Mexiko die Autobahnen gut ausgebaut - gerade auf den genannten Strecken. Sie sind allerdings recht teuer und für Mexikaner kaum zu bezahlen.
    Die Strecke Puebla - Oaxaca lässt sich so in einen halben Tag bewältigen, von Mexiko DF nach Cd. Juarez schafft man es in 1 1/2 tagen, wenn man will.
    Zum Zustand der übrigen Strassen: In der Tat sind die Autos heute bei weitem nicht so robust wie früher. Deshalb kommen einem die Strassen so schlecht vor. Ich kenne Mexiko seit 1968: Seither hat sich vieles deutlich gebessert, aber eben nicht entsprechend unserem europäischen Komfortdenken.
  2. #2

    Mehr Fotos

    Der Artikel geistert in unterschiedlicher Form schon seit Tagen durch die deutsche Online-Landschaft. Bei Heise (http://www.heise.de/autos/artikel/Im...na-966775.html) gibt es noch eine sehr schöne Fotostrecke dazu. Und ja, ich habe schon nachgefragt: Die Rechte liegen bei AMG, da kommt man leider nicht dran. Kein Wallpaper, kein Ausdruck...
  3. #3

    Nicht die Autobahn genommen?

    Die Herren werden wohl über die Carretera libre (mautfreie Landstrasse) gefahren sein, denn über die Autobahn brauchen selbst Linienbusse von Puebla nach Oaxaca nur noch 4 Stunden. (Ausserdem heisst der Ort Tehuacán und nicht Tehucan und ist bekannt für seine Mineralwasser- und Textilindustrie.)

    Die Fotos haben sie wohl auch ganz woanders her.
    In der Region gibt es keine Wüsten; solche habe ich bisher nur im Norden (Bundesstaaten Coahuila oder Chihuahua) gesehen und Agaven wachsen vornehmlich im Bajío und im Bundesstaat Jalisco und selbst während der Trockenzeit ist ein Teil der Strecke mit Kiefern bewaldet und somit grün. Käfer sieht man noch ab und zu, aber sie werden wohl dank des ehemaligen Bürgermeisters Manuel López Obrador von Mexiko Stadt nicht mehr gebaut, da er ein Verbot gegen zweitürige Taxis erliess und Taxifahrer die Hauptabnehmer der "Vochos" waren.
  4. #4

    La Carrera Panamericana 2010

    Die Carrera Panamericana gibt es auch heute noch (dieses Jahr vom 22. bis 28.10.2010) und ist -anders als die Mille Miglia- immer noch eine echte Wett-Fahrt mit Veteran Cars.

    Wer einmal an der Strecke (die für diese Zwecke für kurze Zeit für den Verkehr gesperrt wird) gestanden und die alten Porsches, Jaguars, Studebakers, Volvos, etc. pp. an sich vorbeirasen gesehen hat, der versteht die Popularität unter betuchten Oldie-Besitzern für dieses Strassen-Rennen.
    Mehr Info unter http://www.lacarrerapanamericana.com.mx

    Ach so: ich bin weder verwandt noch verschwägert mit irgendjemandem von den Veranstaltern, sondern nur ein Fan.
  5. #5

    der Umweg lohnt sich

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Die Fotos haben sie wohl auch ganz woanders her.
    In der Region gibt es keine Wüsten
    Die Fotos können sehr wohl aus dieser Region sein. Und zwar - wie in dem Artikel beschrieben - auf der Straße zwischen Tehuacán und Huajuapan de León (MXC 125), diese führt durch die „Mixteca Poblana“. Hier wachsen Meterhohe Säulenkakteen so weit das Auge reicht und viele andere Kakteenarten auch gibt es große Elefantenfußbäume.
    Das ist freilich nicht der direkte Weg nach Oaxaca, der Umweg loht sich aber wegen der bezaubernden Landschaft. Ein Zwischenstopp lohnt sich beim „Jardín botánico de Cactáceas“ siehe hier http://mexiko-lexikon.de/mexiko/inde...hte_Reiseziele (zu Bericht 7 scrollen).
  6. #6

    man muß sich schon die Zeit nehmen

    die Fotos stammen tatsächlich aus der Gegend. Ich bin zur gleichen Zeit wie die Mercedes-truppe einen Teil dieser Strecke befahren. Aus Zeitgründen bin ich größtenteils die mautpflichtige "Neubau"-Strecke gefahren, aber auch die bietet auf der Fahrt nach Oaxaca spektakuläre Aussichten. Nur Kiefernwälder habe ich auf diesem Abschnitt nicht zu Gesicht bekommen. Dafür aber blaue Agaven, aus denen macht man nämlich rund um Oaxaca den Mezcal-Schnaps. Wer über einen robusten Magen verfügt, dem sei zur Weiterfahrt die Strecke von Oaxaca nach Puerto Angel an der Pazifik-Küste empfohlen. Der Konvoi von mehreren SLS-AMG zog mit Polizei-Eskorte in beachtlichem Tempo an mir vorbei. Auf der Fahrt über die ca. 2600m hohe Bergkette reiht sich eine Kurve an die andere, es geht höchstens drei oder viermal mehr als 200m geradeaus. Aber wie gesagt, die Strecke ist vor allem nichts für Beifahrer mit nervösem Magen.