Betagte Sozialhilfeempfänger: "Die Altersarmut wird weiter steigen"

DPASo viele deutsche Rentner wie noch nie sind auf Sozialhilfe angewiesen. Nach Ansicht des Armutsexperten Heinz-Herbert Noll ist das Teil eines längerfristiger Trends - und könnte zu einem Comeback der gesetzlichen Rentenversicherung führen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-929367.html
  1. #40

    tja ein kleiner Teil arbeitet 4 Jahre für eine Mindestpension 3400€,

    ... die anderen arbeiten das 10-fache (40 Jahre) für ein viertel (800€)...

    schon etwas ungleich verteilt ....
  2. #41

    Der Neoliberalismus führt ein scheinheiliges Interview

    SPIEGEL ONLINE: Aber können wir uns das leisten? (Gemeint ist eine Rücknahme der Rentenkürzungen)

    Noll: Auch die Zuschüsse zu kapitalfinanzierten Modellen wie der Riester-Rente kosten viel Geld. Und die Begeisterung dafür hat durch die Finanzkrise ja deutlich nachgelassen.

    Was nun - Spiegel Online? Was sagt der Heilige Markt dazu?

    Spiegel-Online: Mehr private Rentenvorsorge bei Privatunternehmen mit staatlicher Förderung. Das ist Eigenverantwortung bis der Staat zusammenbricht. Danach werden die Unternehmen sich schon durchringen, den ANs eine Krankenversicherung zu bezahlen, die für sie von Vorteil sind. Der Rest - wird ausgetauscht, wenn er krank ist. Macht man schließlich im Fuhrpark auch.

    Alte Kisten, die hohe Reparaturkosten verursachen, werden verschrottet. Das ist ganz natürlich.
  3. #42

    Zitat von hostie64 Beitrag anzeigen
    Künftigen Rentnergenerationen wird es schlechter gehen als den aktuellen.
    Was wollen Sie dagegen tun? Sie erschlagen oder die Auszahlung der Rente auf 10 Jahre maximieren? Danach sollen die gucken wo sie bleiben. Jeder ist sich selber der Nächste.
  4. #43

    mmm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So viele deutsche Rentner wie noch nie sind auf Sozialhilfe angewiesen. Nach Ansicht des Armutsexperten Heinz-Herbert Noll ist das Teil eines längerfristiger Trends - und könnte zu einem Comeback der gesetzlichen Rentenversicherung führen.

    Die Altersarmut wird laut Experten weiter zunehmen - SPIEGEL ONLINE
    Jeder weiss es, dass die Herrschenden weder an gerechter Entlohnung, an einer flächendeckenden gerechten Altersversorgung und an einen gerechten Gesundheitssystem für Alle interessiert sind.

    Sie sagen es, abzüglich ihrer "Wahlromantik" immer wieder, das es in Deutschland kein gleiches Recht für Alle geben wird, ausser für die welches es sich "kaufen".

    Nur das das Hör- und Denkvermögen der Masse der Betroffenen schon soweit zerstört sein muss, dass sie "freiwillig" die Leute "wählen" die ihnen alltäglich sagen, das ihnen ihre "Armut und soziale Ausbeutung" scheissegal ist.

    Also haltet doch die Klappe, hinterher jammern, Alle hatten vor der Wahl die FREIHEIT zu Denken und ihre Entscheidung an der Urne zu treffen.

    Ihr Alle habt mehrheitlich entschieden, dass ihr die nächsten Jahre NICHT´s zu entscheiden habt.

    Aber spätestens vor der nächsten Wahl, besoffen gequatscht von den gleichen Leuten, macht ihr Alle wieder das Gleiche.

    Euch geht es noch zu gut, wenn ihr Euch den Schädel so zuschütten könnt, das das Denkvermögen gegen NULL tendiert.
  5. #44

    Warum nehmen wir uns nicht ein Beispiel

    an unseren europäischen Mitbürgern, die nach Deutschland auswandern, notfalls vor Gericht klagen, um hier Sozialleistungen zu erhalten?

    Es wäre z. B. einen Versuch wert, mit 60 nach Frankreich auszuwandern um dort dann ab 62 Rente zu beziehen, statt sich in Deutschland bis 67 und länger den Buckel krumm zu schuften.
  6. #45

    Mutti ist nicht Kohl

    Zitat von Kohle&Reibach Beitrag anzeigen
    vollig vom wirklichen Deutschland isoliert.
    Als ihr der Eine erzählte das er schon 10 Jahre in einer Zeitarbeitsfirma
    arbeitet tat sie völlig erstaunt.
    Die will gar nichts ändern.
    Mutti wird das ändern sonst wird sie keinen guten Platz in der Geschichte haben. Sie wissen doch bei Frauen ist das Spiegelbild besonders wichtig. Mutti wird schon dafür sorgen das da keine Sprung im Spiegel ist. Mutti ist nicht Kohl. Und noch was dumme Witze über Mutti sind nicht gut. Das geht alles schief. Es kommt der Tag an dem Mutti morgens in ihr Kanzlerpalast geht und der versammelten Rund so ganz nebenbei mitteilt "Heute ist mein letzter" Das wird ein Spaß.
  7. #46

    Zitat von ludwig49 Beitrag anzeigen
    ...und dem Generationenvertrag war schon vor 60 Jahren ein Thema. Damals ging es wirtschaftlich bergauf und die aus der Not geschaffene Rente hätte man leicht umstrukturieren können. Für Adenauer und Nachfolger eine undankbare Aufgabe mit dem Ergebnis: Das sollen mal die anderen machen! Heute geht es nicht mehr bergauf wie einst, inzwischen werden Banken gerettet und die Rentner stehen zuweilen entsetzt vor dem Ergebnis ihrer Arbeit. Die Schlußfolgerung für Politiker wäre: Nachdem 60 Jahre verschlafen wurde, beginnen wir mit einer Mindestrente ohne wenn und aber, gleichzeitig wird für nächste Generationen eine kapitalgestützte Rente eingeführt. Oder wie sonst?
    Umlagesysteme sind und werden immer konkurrenzlos sein, beständig in jeder Krise. Das Geld wir nicht dem Konsumkreislauf entzogen wie in kapitalgedeckten Systemen um es wieder in irgendwelchen Casinos in Rauch zu verwandeln.
    Das Problem ist, daß die gesetzliche RV politisch mutwillig "sturmreif" geschossen wurde ... - Der beitragsfremde Aufwand der RV liegt bei 120 Mrd, Kompensation erhält diese jedoch nur i.H. von 80 Mrd - d.h. 40 Mrd mehr an Leistungen stünden den aktuellen Rentnern zu ... - Diese 40 Mrd sind durch den Steuerzahler zu zahlen, die 12-16 Mrd Subventionen für Riester dort einzubringen, wäre ein erster Schritt (Riestersubventionen sollten sofort gestrichen werden, die bisherigen Beiträge in zusätzliche Anwartschaften bei der RV eingebracht werden.)
    Die Rente mit 67 ist nichts anderes wie eine versteckte Rentenkürzung. Dies muss rückgängig gemacht werden ! - Solange wir Arbeitslosigkeit haben, wird die junge Generation immer (!) die alte mitdurchfüttern können. Dies setzt jedoch voraus, dass die Produktivitätszugewinne eben nicht mehr in Form von Unternehmensgewinnen "verfrühstückt" werden, sondern in Form von Lohnzuwächsen und stetigen leichten RV-Beitragsanpassungen nach oben.
    DARÜBER HINAUS: Auf der anderen Seite sinken ja auch die Ausgaben für Kinder sukzessive, was in der momentanen Diskussion ÜBERHAUPT NICHT erwähnt wird ...
    Wir sind hier einer riesengrossen Seifenoper aufgesessen, initiert seitens der privaten Versicherungswirtschaft. Politiker aller Couleur haben irgendwann mal diese Märchen verinnerlicht, macht man auch gerne, wenn man städig für irgendwelche Vorträge oder Fernsehrunden bezahlt wird ...
  8. #47

    kann mich dem user realpolitiker nur anschließen unglaublich was für Gelder im "Auftrag des Friedens" eingestzt werden der " Frieden" kommt irgendwann auf uns zu
  9. #48

    Zitat von Pfaffenwinkel Beitrag anzeigen
    wäre evtl. eine Einheitsrente von 1 000 Euro monatlich.
    Ein paar sinnlose "Wir verteidigen die BRD in Afghanistan"-, Somalia- oder Kosovo-Einsätze... und wir hätten alle eine 1000.- Euro bis zum Lebensende sicher.

    Das Gleiche gilt übrigens auch für die Amerikaner.
  10. #49

    meine schwäbischen Eltern haben ein Leben lang gearbeitet und gespart,

    Zitat von Nowottny Beitrag anzeigen
    Sie machen es sich ein bißchen einfach. Denn das Rentensystem in Deutschland ist gerecht. Wer heute als Rentner wenig Geld in der Tasche hat, hat auch nicht viel zum Rentensystem beigetragen. Sicher, vielleicht mag das unfreiwillig geschehen sein, aber es ist immer noch gerecht. Sollen Habenichtse einen Sonderbonus bekommen? Wieso denn?

    Am Ende eines Arbeitslebens wird Bilanz gezogen. Und diese Bilanz mag für einige unerfreulich sein. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
    haben sich nach dem Krieg ein Haus gebaut, sind nie in Urlaub gefahren sondern zu Hause geblieben, haben freiwillig Zusatzbeträge in die Rentenversicherung gezahlt und hatten dann als einfache Angestellte eine gemeinsame Rente von 4900 DM monatlich, einschliesslich 500.- DM Firmenrente . Nach dem Tod meines Vaters hatte meine Mutter bis 2000 allein eine Rente von 4100 DM. Vererbt hat sie mir ein schuldenfreies Haus und rund 24.000.- DM Bargeld.

    Der Schwerpunkt meines Beitrags liegt auf "Sparen", "keine Urlaubsreisen" und "freiwillige Zusatz-Zahlungen in die Rentenversicherung".