Ungewöhnliche Direktkandidaten: Werben um die Erststimme fürs Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an.

Direktkandidaten für Bedingungsloses Grundeinkommen - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Das ist ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an.

    Direktkandidaten für Bedingungsloses Grundeinkommen - SPIEGEL ONLINE
    Zitat aus dem Text: "Ein Hauptargument der vielen Zweifler: Wenn jeder automatisch Geld bekommt, geht doch keiner mehr arbeiten."

    Das ist ein Gerücht, welches offensichtlich große Verbreitung hat. Es entspricht der gesellschaftlich üblichen Meinung:
    - alle anderen haben mehr Geld als man selbst, also will man selbst mehr
    - alle Hartz-4-Empfänger sind ungebildet
    - alle Hartz-4-Empfänger sind faul und wollen nicht arbeiten
    - allen Leiharbeitern fehlt die Ausbildung
    - Pflegekräfte haben keine richtige Ausbildung

    Es mag immer welche geben, die wenig Lust zum Arbeiten haben. Die weitaus größere Zahl will arbeiten, aber das was sie können und was ihnen Spaß macht.

    Die einzigen, die einen richtigen Nachteil haben, sind die Beamten, die Arbeitsplätze unabhängig vom Fachgebiet des Qualifizierten aufnötigen. Ein Beispiel, wie Beamte mit Bürgern umgehen, kam diese Woche mal wieder bei Markus Lanz.

    Das bedingungslose Grundeinkommen erhöht das Wirtschaftswachstum und die Fairness mit den Bürgern. Es schafft mehr Chancen für alle.

    Ach, noch etwas. Eine Gruppe hat auch noch Nachteile: die Gewerkschaften. Deshalb lehnen die das ab.
  2. #2

    noch ein ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an.

    Direktkandidaten für Bedingungsloses Grundeinkommen - SPIEGEL ONLINE
    noch ein Zitat:
    "Die SPD sagt: Geld allein löse das Armutsproblem nicht, viel wichtiger sei die erfolgreiche Vermittlung von Arbeit."

    Deshalb hat die Rot/Grüne Regierung damals für Selbständige, Freiberufler und KMU die Steuern erhöht, Zusatzgebühren eingeführt und Hartz 4 und Leiharbeit durchgesetzt, bei Großkonzenrne die Steuern reduziert und bei Banken und Hedgefonds die Steuern auf 0 gesetzt. Geht ja alles ohne Geld ...
  3. #3

    Schimmel in dumpfem Trott

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit Jahren diskutiert, von den meisten Parteien aber abgelehnt. Drei Hamburger möchten das Thema nun konkret wählbar machen - sie treten als parteilose Direktkandidaten bei der Bundestagswahl an.

    Direktkandidaten für Bedingungsloses Grundeinkommen - SPIEGEL ONLINE
    Fuer dieses bedingungslose Grundeinkommen scheint dermassen viel zu sprechen und dass offenbar durch Wegfall bisheriger Soziallleistungen und schlankeren Verwaltungskosten nach Angabe vieler, denen man rechnen zu koennen zutraut, auch finanzierbar zu sein scheint.
    Auch die Schweizer Initiative scheint das zu stuetzen.
    Aber:
    da muss noch mehr passieren. Denn das ist fuer uns BRD-Deutsche vor allem fuer unsere eingeschliffen nichtdenkenden Funktionaere im Polit- und Behoerdenbetrieb dermassen revolutionaer, dass sich alle mit Haenden und Fuessen dagegen straeuben werden.
    Und keine unfaires Argument auslassen werden, das verhindern zu wollen.
    Es wird aber kommen, eines Tages. Weil es selbst fuer dann arbeitslos werdende Angestellte der Oeffentlichen Hand eine bessere Alternative ist, als in dumpfem Denk-Trott vor sich hinzuschimmeln.
  4. #4

    Ergänzung

    Hier der Film zum Grundeinkommen: Grundeinkommen - DER FILM - YouTube

    Eine Stimmenverteilung halte ich für wenig sinnvoll - so wird es wohl keiner in den Bundestag schaffen. Es ist glaube ich weithin bekannt, dass die PIRATENPARTEI die Disskusion zum bedingungslosen Grundeinkommen in den Bundestag tragen möchte.
  5. #5

    Sozialistischer Musterstaat Schweiz

    Wieso geht das in der Schweiz? Die haben kaum produzierendes Gewerbe und leben Parasitär durch ihr Bankgeheimnis von den Steuerflüchtlingen anderer Länder. Aber dort ist man bereit ihre Resourcen zu teilen. Wenigsten sind die Schweizer bereit das gestohlenen Geld untereinander zu verteilen.
    WER hasts erfunden?
  6. #6

    Jeder Bürger erhält...

    ...monatlich eine Zahlung vom Staat. Super! Und wer war nochmal der Staat? Ach Mist, das sind ja wieder die Bürger!
    Also mir konnte die Logik des Grundeinkommens noch niemand plausibel erklären. Die Befürworter sagen, dass dann niemand mehr eine Arbeit machen muss die ihn nicht erfüllt. Das ist doch romantisches Geschwafel. Wer eine erfüllende Arbeit machen will, soll eine ordentliche Ausbildung machen, kreativ sein, sich einbringen.
    Es ist tragisch dass es Leute geben muss die Toiletten saubermachen, aber es ist nun mal notwendig.
  7. #7

    Abbrechen

    Zitat von NorbertHirsch Beitrag anzeigen
    Hier der Film zum Grundeinkommen: Grundeinkommen - DER FILM - YouTube
    Den Film bricht man besser ab, fängt er doch mit der unsinnigen These (auch wenn es ein Professor ist) an, dass es nicht genug Arbeit gibt.

    Diese Ansicht, in der Deutschen Sprache zusätzlich durch die irreführende Bezeichnung "Arbeits"losigkeit gestützt ist zwar - sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Politikern weitverbreitet, ist aber völlig falsch, und bringt sie zu der ebenfalls unsinnigen aber sehr gefährlichen Annahme, dass "Arbeits"losigkeit nur durch Wachstum beseitigt werden kann.

    Es gibt auf so vielen Gebieten einen Mangel an Arbeit, in dem Sinne, dass Arbeit getan werden müsste, sie aber nicht getan wird.
    Ich nenne da mal ein paar Gebiete:
    Instandhalten unser Infrastruktur, Umweltschutz, überall fehlende Bildung und Ausbildung, medizinische Versorgung, Pflege im Alter, Kriminalität und ganz einfach das, was man mit dem verschleiernden Ausdruck "Armut" bezeichnet.

    Um all das wieder in Ordnung zu bringen muss eine Unmenge von Arbeit aufgewendet werden. Und da kommen Leute, deren Gehirn nicht genug gearbeitet hat, daher und behaupten es gäbe nicht genügend Arbeit.
  8. #8

    Bedingungslose Grundeinkommen

    Zitat von theobserver01 Beitrag anzeigen
    Wieso geht das in der Schweiz? Die haben kaum produzierendes Gewerbe und leben Parasitär durch ihr Bankgeheimnis von den Steuerflüchtlingen anderer Länder. Aber dort ist man bereit ihre Resourcen zu teilen. Wenigsten sind die Schweizer bereit das gestohlenen Geld untereinander zu verteilen.
    WER hasts erfunden?
    Die Schweitz stimmt ja erst ab. Ich bin gespannt was rauskommen wird.

    Was das Bedingungslose Grundeinkommen kosten würde, wurde bereits mehrfach ausgerechnet. In etwa 2.15 Billionen Euro jedes Jahr.

    Die gesamten Steuereinnahmen des Staates (Bund, Länder, Gemeinden) betragen derzeit ca 600 Mrd. € (Quelle: BMF, Steuerschätzung 2012).
    Die Einnahmen der Sozialversicherung belaufen sich auf rund 550 Mrd.

    Wo kommen bitte nun die restliche 1.000 Milliarden her?

    "Wenn die Menschen nicht mehr um ihre Existenz fürchten müssen, sind sie nicht mehr gezwungen, Arbeit zu machen, die sie nicht erfüllt. "
    Mit anderen Worten: Der Arbeitsanreiz wird geringer, es wird weniger gearbeitet. Wie lange kann sich das ein Land leisten?

    Wenn das schiefgeht ist es hier Zappenduster...

    Ich glaube nicht dran. In meinen Augen haben da einige ein zu Idealistisches Bild vom Arbeitswillen der Gesellschaft.
  9. #9

    Zitat von spiegelleser987 Beitrag anzeigen
    Es mag immer welche geben, die wenig Lust zum Arbeiten haben. Die weitaus größere Zahl will arbeiten, aber das was sie können und was ihnen Spaß macht.
    Sie sollten Erwerbsarbeit nicht mit einem Hobby verwechseln das man nach Spaßgesichtspunkten aussucht.

    Es ist nicht die Aufgabe des Staates seine Bürger zu finanzieren sondern genau umgekehrt geben die Bürger einen Teil ihrer Einkünfte dem Staat für gemeinsame Aufgaben. Mit einem Grundeinkommen würde dieses Prinzip auf den Kopf gestellt.