Zwischenfall: Bundeswehrsoldat feuerte Rakete auf Übungsflugzeug

DPAEs sollte eine Übung sein - beinahe endete sie in einer Katastrophe. Statt auf eine Drohne schoss ein Bundeswehrsoldat seine Rakete auf ein bemanntes Übungsflugzeug ab. Der Vorfall ereignete sich schon im Mai 2011 in Schleswig-Holstein und beschäftigte nun die Justiz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-923657.html
  1. #1

    Eine starke Truppe

    Vorher eine Werpflichtarmee mit geringer Bildung. Heute eine Berufsarmee mit Abitur.
    Naja, Schwamm drüber, kann ja mal passieren. :-)
  2. #2

    Ich war vor über 20 Jahren

    ...auf einem benachbarten Schießplatz stationiert. Was da so abging, war - gelinde gesagt - interessant. Mal abgesehen von der enormen Geldverschwendung (Versuche von automatisierter Zieldarstellung mittels völlig veralteter und unzureichender Technik, an der sich ein ziviles Institut eine goldene Nase verdient hat), waren die sog. Sicherheitsoffiziere sichtbar überfordert. Ein Major mit einer Brille, deren Glasstärke einen Colaflaschenboden deutlich überstieg, glaubte z.B. , dass die Zieldarstellungsmaschine nicht den angegebenen Kurs hielt (vom Boden ohne Hilfsmittel gar nicht nachvollziehbar) und liess den angeblichen falschen Kurs korrigieren.
    Es war durchwegs erschütternd.
    Besonders, als ich herausbekam, dass - zumindest damals - noch NIE einer der verantwortlichen Offiziere einmal in einer solchen Maschine mitgeflogen war. Ich, als Mannschaftsdienstgrad, war der erste (auf Nachfrage und der spontanen Einladung der zivilen Firma folgend).
    Soweit ich weiss, wird von diesem Schießplatz heute noch auf die Ostsee geballert. Ob sich bzgl. Sicherheit mal etwas getan hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Beim Segeln haben wir den Bereich jedenfalls grossräumig gemieden.
  3. #3

    Sinn von Übungen ist doch üblicherweise, das zu trainieren, was man noch nicht fehlerfrei kann. Müßte man da nicht ERWARTEN, daß irgendwann irgendwem so ein Fehler passiert?
  4. #4

    Kann passieren

    Sowas kann schon mal passieren. Es gab bei der NVA ähnliche Vofälle.
    Hauptsächlich beim Gefechtschiessen mit Luftabwehrraketen in Kasachstan. Da wurde des öfteren das Schleppflugzeug beschädigt oder sogar abgeschossen statt des Schleppziels.
    Eine Czechische 2K11 Besatzung hat es mal geschafft innerhalb einer Woche 2 mal das Flugzeug zu treffen. Waren ja auch sehr veraltet die Systeme und extrem Störanfällig.
  5. #5

    meinen Sie...

    Zitat von patrick6 Beitrag anzeigen
    ...auf einem benachbarten Schießplatz stationiert. Was da so abging, war - gelinde gesagt - interessant. Mal abgesehen von der enormen Geldverschwendung (Versuche von automatisierter Zieldarstellung mittels völlig veralteter und unzureichender Technik, an der sich ein ziviles Institut eine goldene Nase verdient hat), waren die sog. Sicherheitsoffiziere sichtbar überfordert. Ein Major mit einer Brille, deren Glasstärke einen Colaflaschenboden deutlich überstieg, glaubte z.B. , dass die Zieldarstellungsmaschine nicht den angegebenen Kurs hielt (vom Boden ohne Hilfsmittel gar nicht nachvollziehbar) und liess den angeblichen falschen Kurs korrigieren.
    Es war durchwegs erschütternd.
    Besonders, als ich herausbekam, dass - zumindest damals - noch NIE einer der verantwortlichen Offiziere einmal in einer solchen Maschine mitgeflogen war. Ich, als Mannschaftsdienstgrad, war der erste (auf Nachfrage und der spontanen Einladung der zivilen Firma folgend).
    Soweit ich weiss, wird von diesem Schießplatz heute noch auf die Ostsee geballert. Ob sich bzgl. Sicherheit mal etwas getan hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Beim Segeln haben wir den Bereich jedenfalls grossräumig gemieden.
    ... Lütjenburg / Todendorf? Da müssen Sie beim Segeln keinen Abstand halten, das Schießgebiet vor der Küste ist überwacht, und wenn sich darin ein Boot befindet wird gestoppt.
    Allerdings kann ich mich erinnern, dass das Schleppziel ständig weggeballert wurde, bzw. das Seil riss....
  6. #6

    optional

    Für was wird unsere Bundeswehr mit ganz viel Geld unterhalten? Richtig: Um unser Land zu verteidigen und in fremden, armen, technisch wesentlich niedriger stehenden Ländern böse Terroristen und Islamisten tot zu machen. Jetzt hat mal halt mal im Norden der Republik eine "Übung" abgehalten. Wohlgemerkt: Die Beschäftigten der Bundeswehr sind gutausgebildete, hochbezahlte Spezialisten, die sich für uns im Dreck suhlen und dann halt mal so eben einen Fehlschuss abgeben. Da hat doch mal ein Richter von der Betriebsgefahr gesprochen. Gut, damals ging es um einen Wehrdienstverweigerer und ums Autofahren, was irgendwie auch an den Haaren herbeigezogen war. Meine Meinung: Ein Staat, der es zulässt, dass über 100 Starfighter-Piloten in der Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben kommen, der hat nicht wirklich ein Interesse daran, diese Welt auch nur ein Stück besser zu machen.
  7. #7

    Feindliches Zivilflugzeug vorraus :-)

    Zitat von bärchen07 Beitrag anzeigen
    Sowas kann schon mal passieren. Es gab bei der NVA ähnliche Vofälle.
    Hauptsächlich beim Gefechtschiessen mit Luftabwehrraketen in Kasachstan. Da wurde des öfteren das Schleppflugzeug beschädigt oder sogar abgeschossen statt des Schleppziels.
    ERigentlich war mein "kann ja mal passieren" ironisch gemeint. Könnte es sein das uns die Wirklichkeit eingeholt hat. :-)
    Übrigens, bei 80% Trefferwahrscheinlichkeit hätten sie eigentlich zwei Raketen losschicken müssen. War die Zweite zu teuer, oder soll der Feind noch eine Chance bekommen?
  8. #8

    Das passierte auch früher

    Wenn man eine Zieldarstellungsmaschine fliegt, ist man Gott am nächsten.
    War früher so. Ist heute so.
    Auf unserem Schnellboot glaubte ein 40mm-Schütze, dass das Flugzeug den Luftsack (das Ziel auf das geschossen wird) schiebt, und nahm beherzt den Flieger auf´s Korn. Größeres Unheil konnte durch die Kollegen am Radar verhindert werden.
    Wo viel geübt wird, passiert auch mal ein Fehler.
  9. #9

    Deutscher Unsinn,

    dass sich mit so etwas die zivile Gerichtsbarkeit beschäftigt. Ob und inwieweit da ein interner Übungsfehler vorliegt, ist doch Sache der Bundeswehr. Und wenn hier gegen der Fw schon eine Disziplinarstrafe verhängt wurde, ist das doch eher eine Art Doppelbestafung.